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Künstliche Intelligenz: Fokus auf das Wesentliche

Gastautor

Die Fragen stellte Ljuba Schmidt, Praktikantin in der Unternehmenskommunikation von comdirect

Künstliche Intelligenz (KI) fasst in immer mehr Lebensbereichen Fuß und integriert sich somit Stück für Stück in unser alltägliches Leben. Mit dem Team von Aaron.ai findet die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz ein Zuhause in der comdirect Start-up Garage. Im Interview verraten die drei Teammitglieder Tobias Wagenführer, Richard von Schaewen und Iwan Lappo-Danilewski mehr über ihr Projekt.

Die Gründer von Aaron.ai (von links): Richard von Schaewen (CSO), Tobias Wagenführer (CEO) und Iwan Lappo-Danilewski (CTO). Quelle: Viviane WildDie Gründer von Aaron.ai (von links): Richard von Schaewen (CSO), Tobias Wagenführer (CEO) und Iwan Lappo-Danilewski (CTO). Quelle: Viviane Wild

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Eurem Namen „Aaron.ai“ kann man spontan keine thematische Richtung entnehmen. Wie ist der Name entstanden und wofür steht dieser?

Aaron.ai steht für eine neue, auf den Menschen zugeschnittene Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Dafür bieten wir Unternehmen eine einfache Möglichkeit, Prozesse per gesprochener Sprache zu automatisieren. Bei der Auswahl des Namens war uns wichtig, dass dieser persönlich, prägnant und positiv besetzt ist. Aaron bringt diese Eigenschaften als Vorname alle mit. Die Endung AI steht für Artificial Intelligence – die technische Basis unseres Produkts.

,,Sprache ist der natürlichste Weg, um mit Technologie zu interagieren, und damit der Schlüssel zu dieser Entwicklung", sagen die Gründer von Aaron.ai.,,Sprache ist der natürlichste Weg, um mit Technologie zu interagieren, und damit der Schlüssel zu dieser Entwicklung", sagen die Gründer von Aaron.ai.Alle drei Gründer haben in ihrem früheren Berufsleben oder im Kreise ihrer Familie und Freunde erlebt, dass Kunden aus Kostendruck schlechten Service erhalten. Zum Beispiel hat ein ambulanter Pfleger wenig Zeit für seine Patienten, weil er diese mit der Dokumentation auf Papier verschwendet. An ganz anderer Stelle muss sich heute manch ein Kunde durch endlose Telefonmenüs drücken, selbst wenn er ein dringendes Anliegen hat.

Wir waren uns sicher: Eine natürlichere Integration von Technologie in Kunden- und Arbeitsprozesse verhilft zu einem stärkeren Fokus auf das Wesentliche. Sprache ist der natürlichste Weg, um mit Technologie zu interagieren, und damit der Schlüssel zu dieser Entwicklung. Gerade im Banking geschieht durch die Digitalisierung eine Revolution hin zu 24/7-Verfügbarkeit von persönlichem Service. Für uns war dies die ideale Chance, mit unserer Kompetenz rund um Sprachsteuerung unseren Beitrag zu leisten!


Ihr seid seit kurzem ein Mitglied der comdirect Start-up Garage. An welchem Punkt steht ihr gerade in eurer Projekt-/Ideenentwicklung und welche Vorteile bringt euch die Zusammenarbeit mit comdirect? 

Die Plattform von Aaron.ai wird von einigen großen deutschen Unternehmen genutzt, die ersten davon sind bereits in Produktivbetrieb. In der comdirect Garage möchten wir vor allem unsere stimmbasierten Banking-Services ausbauen und mit Angeboten von comdirect verbinden. Die comdirect Start-up Garage hilft uns, durch Zugriff auf Experten unsere Kompetenzen im Banking zu erweitern – und zielt auf die Produktivsetzung spannender Use Cases, die wir gerade zusammen mit Fachabteilungen und dem Garagen-Team entwickeln.


Euer Projekt thematisiert im Allgemeinen Algorithmen, die sich an verschiedene Situationen anpassen können und dadurch im weitesten Sinne vergleichbar mit menschlicher Intelligenz sind. Könntet ihr diesen Vorgang kurz und leicht verständlich darstellen?

Die Algorithmen erinnern an Lernprozesse im Gehirn eines Menschen, sind aber noch weit von dessen Leistungsfähigkeit entfernt. Wenn wir zu einem durch Aaron.ai unterstützten „Voice Device“ (Telefon, Web, App oder Sprachassistenten) sprechen, wird zunächst der sprichwörtliche Inhalt erfasst, dann interpretiert und schließlich dynamisch der richtige Systembefehl ausgelöst. Der Kern dieser Wertschöpfung – und auch der heute noch fehlerreichste – steckt in der Interpretation. Diese findet in mehreren, selbstlernenden Verständniseinheiten statt und wird durch die Zugabe von Kontextinformationen genauer.

 

Genau darin liegt unser technologischer Schwerpunkt: Durch unseren Fokus auf definierte Use Cases können wir mehr Kontext nutzen als eine „allgemeine Intelligenz“ wie Alexa und so Fehler in diesem Prozess gezielter ausgleichen. Damit bieten wir Mitarbeitern und Kunden eine Präzision, die Sprachsteuerung zur echten Alternative macht.

 

Das Thema KI allgemein ist ja sehr modern. Gerade deswegen gibt es viele Menschen, die von dem Gedanken abgeschreckt sind, diese Technologien in ihr alltägliches Leben zu integrieren und sich damit persönlich zu befassen. Wie plant ihr eure Idee erfolgreich in die Praxis umzusetzen und an den kritischen Teil der Bevölkerung heranzuführen?  

Aus unserer Sicht liegt der Schlüssel zur Verbreitung von Künstlicher Intelligenz im Wunsch des Menschen, mit der Maschine zu sprechen, und somit ein neues Verhaltensmuster zu formen. Dieser Wunsch wird durch eine Nutzererfahrung geweckt, bei der die Unterhaltung mit der Maschine Spaß macht, flüssig läuft, und abwechslungsreich ist.

 

Wenn wir einen Use Case entwickeln, fangen wir daher immer damit an, durch zahlreiche Interviews den Nutzer zu verstehen. Die ersten Zeilen Code schreiben wir erst, wenn wir genau wissen, welche Probleme wir lösen müssen und für wen wir entwickeln. Zudem spielt – gerade im Banking – Datenschutz eine große Rolle. Wir arbeiten daher ausschließlich mit deutschen Servern und mit den höchsten Sicherheitsmaßnahmen für Datenverarbeitung. Wenn diese Bedenken ausgeräumt sind und die Nutzung Spaß macht, sind die Nutzer bereit, sich auf Neues einzulassen!

 

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