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Digitales Assetmanagement: Zeitenwende in der Geldanlage

Arno Walter (AWalter)

Kennen Sie das Sparparadoxon? Damit wird in der Volkswirtschaftslehre das Phänomen bezeichnet, dass das gesamtwirtschaftliche Einkommen sinkt, je mehr die einzelnen Haushalte sparen. Dies kann so weit führen, dass die Haushalte am Ende trotz ihrer Sparanstrengungen weniger Geld zur Verfügung haben als vorher.

 

Eine ganz spezielle Form des Sparparadoxons erleben derzeit die Deutschen: Sie gehören seit Jahren zu den eifrigsten Sparern weltweit – fast jeden zehnten Euro ihres verfügbaren Einkommens legen sie zur Seite. Und trotzdem verlieren sie Jahr für Jahr viele Milliarden Euro.

 

Jeder Deutsche verliert 413 Euro im Jahr

 

Der Grund: Die Deutschen legen ihr Geld zu großen Teilen in Anlagen an, deren Verzinsung unterhalb der Inflationsrate liegt. Die sogenannte Realverzinsung liegt damit im negativen Bereich. Auf diese Weise verlieren die Deutschen über 34 Milliarden Euro im Jahr, wie der comdirect Realzins-Radar ergibt. Das macht 413 Euro pro Bundesbürger – vom Kleinkind bis zum Rentner. Deutschland spart sich arm.

 

Wie folgende Infografik zeigt, haben wir dabei einen traurigen Höhepunkt erreicht. Denn noch nie war der Wertverlust niedrig verzinster Geldanlagen höher als aktuell.

 

Der comdirect Realzins-Radar zeigt: Noch nie war der Wertverlust niedrig verzinster Geldanlagen höher als aktuell.Der comdirect Realzins-Radar zeigt: Noch nie war der Wertverlust niedrig verzinster Geldanlagen höher als aktuell.

Die niedrigen Zinsen haben der Beliebtheit von festverzinslichen Geldanlagen jedoch keinerlei Abbruch getan. Im Gegenteil: Deutsche Sparer haben seit Beginn der Finanzkrise Ende 2008 über eine halbe Billion Euro zusätzlich in diese Produkte geparkt, das ist ein Plus von 36 Prozent.

Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, bekommen wir in ein paar Jahren ein echtes Problem. Denn die gesetzliche Rente allein wird für ein sorgloses Leben im Alter nicht mehr ausreichen. Und nur mit Festgeld, Tagesgeld und Sparbuch lässt sich kein Vermögen aufbauen.

 

Finanzbildung in Deutschland? Fehlanzeige

 

An Wertpapieren führt deshalb gerade beim langfristigen Vermögensaufbau kein Weg vorbei. Während sie jedoch in anderen Ländern längst ein fester Bestandteil der Vermögensbildung sind, tun sich die meisten Deutschen hier noch schwer.

 

Ein Grund dafür ist, dass Deutschland in Sachen Finanzbildung nach wie vor ein Entwicklungsland ist. Wer nicht das Glück hat, einen Freundes- oder Familienkreis zu haben, in dem offen über Geld und Geldanlage gesprochen wird, kommt mit diesem Thema kaum in Berührung. Aktien, Fonds, Anleihen oder ETFs – gerade junge Menschen können mit diesen Begriffen kaum etwas anfangen. Das zeigt auch die comdirect-Jugendstudie, für die wir 1.600 junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren befragt haben. Die zentralen Ergebnisse der Studie habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben.

 

Angesichts der fehlenden Finanzbildung in Deutschland ist es verständlich, dass vielen der Zugang zur Geldanlage schwer fällt. Wie lange sollte ich anlegen? In welche Anlageklassen soll ich anlegen? Gibt es einen richtigen Zeitpunkt, um einzusteigen? Über welchen Börsenplatz soll ich meine Wertpapiere kaufen? Kann ich mich gegen Verluste absichern und wenn ja, wie geht das?

 

Ich kann verstehen, dass viele angesichts dieser offenen Fragen von einer Anlage in Wertpapiere zurückschrecken.

 

cominvest: Demokratisierung der Geldanlage

 

Doch das muss nicht sein. Denn Geldanlage ist kein Hexenwerk – und die Zeiten, in denen eine professionelle Vermögensverwaltung vor allem Profis beziehungsweise vermögenden Kunden vorenthalten war, sind vorbei. Heute geht dies schon mit vergleichsweise geringen Beträgen und auch ohne großes Börsenwissen. Dem Internet sei Dank.

 

Bei unserem digitalen Anlageservice cominvest etwa ist der Einstieg bereits ab 3.000 Euro Einmalanlage möglich. Der Kunde muss dafür lediglich einige Fragen beantworten, zum Beispiel zu seinen Anlagezielen und der Risikobereitschaft. Anschließend wird aus rund 4.500 Produkten ein individuell auf ihn zugeschnittener Anlagevorschlag erstellt. Auf Wunsch wird das Portfolio täglich überprüft und gegebenenfalls optimiert.

Tools wie cominvest sind nicht weniger als die Demokratisierung der Geldanlage. Denn sie ermöglichen einen professionellen Vermögensaufbau bzw. eine professionelle Vermögensverwaltung für breite Kundengruppen.

Noch beobachten viele Anleger diese Entwicklung mit Vorsicht, der Marktanteil des digital verwalteten Vermögens am gesamten Anlagevolumen ist überschaubar.

 

Doch ich bin überzeugt, dass sich dies in den kommenden Jahren drastisch ändern wird. Das liegt zum einen daran, dass neben Fintechs nun auch verstärkt Banken digitale Anlageservices auf den Markt bringen – so wie comdirect mit cominvest. Durch ihre langjährige Erfahrung als Bank für das Wertpapiergeschäft, ihre bekannte Marke und dem Vertrauen der Kunden werden sie weitere Anleger für die digitale Geldanlage begeistern.

 

Gleichzeitig wird aber auch bei den Anlegern ein Umdenken stattfinden. Sie werden merken, dass mit festverzinslichen Anlagen wie Festgeldern und Sparbüchern allein kein Vermögensaufbau zu erzielen ist. Bei ihrer Suche nach der passenden Wertpapieranlage bieten ihnen Tools wie cominvest dann den einfachen Zugang, den sie zuvor oftmals vermisst haben. Geldanlage geht heute eben auch digital.

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