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⌛ ETF-Notizen

439 ANTWORTEN

Morgenmond
Mentor ★★★
2.117 Beiträge

@digitus  schrieb:

... Aber wenn ich jetzt an den durchschnittlichen Anleger (w/m/d) denke, der keine sechsstelligen Beträge kurzfristig verfügbar anlegen möchte, sondern seinen Notgroschen. Warum taugt für den nicht das Tagesgeldkonto bei seiner Hausbank oder bei einer sonstigen Plattform?

 

Warum sollte der einen Geldmarktfonds brauchen?

 

...

 


Weil der durchschnittliche Anleger vielleicht keine Lust hat sein Geld ständig umzuschichten nur um einen adäquaten Zins zu erhalten.

Mit einem Geldmarktfonds erhält man den aktuellen Marktzins ohne irgendwelche irrsinnigen Fußnoten erfüllen zu müssen.

Ich habe mein TG seit ca. 1 Jahr in einem Geldmarktfonds und freue mich diesbezüglich nicht mehr über jedes Stöckchen springen zu müssen nur damit ich einen annehmbaren Zinssatz erhalte.

GetBetter
Legende
7.871 Beiträge

@digitus  schrieb:

Und abgesehen davon weiß ich immer noch nicht, wofür man Geldmarkt-ETFs [...] tatsächlich brauchen sollte, solange es Plattformen wie Weltsparen gibt, wo ich immer ein attraktives Festgeldangebot mit Einlagensicherung finde


Die Frage würde ich genau andersrum formuliert zurückgeben wollen: 

Warum sollte man sich regelmäßig mit den jeweils aktuellen Angeboten vertraut machen und nach Bedarf umschichten, anstatt einfach einen Geldmarkt-Fonds zu kaufen und die Sache laufen zu lassen? Zumal die steuerliche Abwicklung bei Weltsparen noch einen unschönen Zusatzaufwand darstellt.

Klever
Mentor ★
1.411 Beiträge

@CurtisNewton  schrieb:

Bei einer systemischen Krise die viele Banken betrifft kann der Sicherungseinrichtung natürlich das Geld ausgehen. Dann hast du einen Rechtsanspruch gegen eine zahlungsunfähige GmbH. Die Hoffnung ist dann natürlich dass der Staat einspringt (was er vermutlich sogar tut, um Straßenschlachten in Berlin zu vermeiden), sicher ist dann aber gar nichts.


Es gibt noch einen Zwischenschritt, den Du ausgelassen hast: 

Man hat einen gesetzlichen (richtig: nicht einen staatlichen) Anspruch auf eine Entschädigung bis zu 100.000 EUR. 

Sollte der "Entschädigungs-GmbH" das Geld ausgehen, dann besteht eine gesetzlich normierte Nachschlusspflicht der Mitglieder, d.h. der privaten Banken. (*) - Das hast Du ausgelassen. 

Denkbar ist nun natürlich, dass Großbanken in Schaflage geraten und am Ende doch der Staat einspringen müsste. 

 

* = Bei den Sparkassen und Volksbanken kommt es erst gar nicht zu Entschädigungsfällen, weil in Schwierigkeiten geratene Institute vorher durch die anderen Sparkassen oder Volksbanken aufgefangen werden. 

 


@CurtisNewton  schrieb:

 

Mit einer breit gestreuten Anlage in (Staats)-Anleihen hoher Bonität (nichts anderes macht ein Geldmarktfonds)  ist das Risiko eines Totalverlustes meiner Meinung nach deutlich niedriger, da sich die Einlage auf verschiedene Staaten verteilt statt auf eine GmbH bzw. einen einzelnen Staat.


DAS machen die wenigsten Geldmarktfonds! 

(Die wenigen, die DAS tun, hinken bei der Rendite hinterher.) 

Geldmarktfonds investieren in Unternehmensanleihen, in - für mich - schwer verständliche Swap-Konstruktionen, allgemein in "Geldmarktinstrumente". Letzteres können - kein Witz - u.a. Bankeinlagen (!) sein. 

 

Geldmarktfonds selbst sind - wie andere Fonds auch - Sondervermögen (wie insbesondere @Kio weiß 😀), d.h. letztlich kein Problem bei einer  Insolvenz der Depotbank, die die Wertpapiere des Fonds hält. (Ebenso kein Problem bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft.) 

 

Bei den Wertpapieren, die der Fonds hält, kann es hingegen zu Ausfällen durch Insolvenzen kommen. Dagegen gibt es überhaupt keinen Schutz bzw. der einzige Schutz ist die Streuung, d.h. ein Fonds investiert in viele Wertpapiere (das ist schließlich der Sinn eines Fonds), die sehr wahrscheinlich (oder hoffentlich) nicht alle gleichzeitig ausfallen. 

 

Die Einschätzung von Dir und von "Experten" wie Kommer, dass Geldmarktfonds sicherer seinen als Spareinlagen wie z.B. Tagesgeld, teile ich für die Beträge, um die es für "Otto Normalverbraucher" üblicherweise geht, ausdrücklich nicht. 

Ich fürchte vielmehr, dass wir die Krise, bei der sich die spezifischen Risiken von Geldmarktfonds realisieren, nur noch nicht erlebt haben. Hoffentlich kommt sie auch nicht bzw. nicht so bald. Irgendwann wird diese Krise aber - leider - wohl kommen. Die Erfahrung hat das einfach gelehrt. Die "Experten" werden dann sagen, dass es sich dabei um einen "Black Swan" handelt (mal wieder übrigens). Das Gerede nützt einem dann aber nur nichts. 

 

Grüße

Klever

digitus
Legende
9.069 Beiträge

@GetBetter  schrieb:
Zumal die steuerliche Abwicklung bei Weltsparen noch einen unschönen Zusatzaufwand darstellt.

Okay. Mit dem letzten Punkt hast du mich 👍🏻.

 

Kio
Mentor
769 Beiträge

@Klever 

Du bist ja sooo gemein. :man-tongue:

 

Schönes WE

 

kio

Phantasie ist etwas, was sich die meisten Leute gar nicht vorstellen können. (Gabriel Laub)

t.w.
Legende
5.079 Beiträge

Habe gerade zufällig einen neuen ETF entdeckt, bei dem ich mal wieder nicht sicher bin, ob ihn die Welt braucht... Aber bestimmt schreibt @digitus bald ausführlich über den neuen Rosinenanwärter A.E.I.A.M.EXUS DLA(ETF222) Amundi MSCI USA Ex Mega Cap ETF. 

 

Und ich sehe gerade, es gibt auch noch das Gegenstück dazu: A.E.I.A.M.US M. DLA(ETF220) Amundi MSCI USA Mega Cap ETF. 

digitus
Legende
9.069 Beiträge

Danke für den Hinweis. Der Name irritiert mich etwas: ist "ex mega-cap" nicht "small und mid cap"?

 

t.w.
Legende
5.079 Beiträge

@digitus  schrieb:

Der Name irritiert mich etwas: ist "ex mega-cap" nicht "small und mid cap"?


Das würde ich so nicht sagen. Der MSCI USA Mega Cap Select Index enthält aktuell die 37 größten Aktien aus dem MSCI USA. Ich unterstelle mal, dass im ex Mega Cap dann MSCI USA abzgl. der 37 größten Werte enthalten sind. Ich glaube aber, dass 38.größte Unternehmen aus dem MSCI USA ist noch weit entfernt von, Mid Cap zu sein. Der größte Wert im ex Mega Cap ist aktuell Wells Fargo, mit einer Marktkapitalisierung in der Größenordnung einer SAP. 

Klimaaprima
Mentor ★★
1.737 Beiträge
Ich bin sehr skeptisch, ob der Ausschluss der sog. Mega Caps langfristig zu einer besseren Rendite führen wird. 
Soweit ich lese, generierten in den vergangenen drei Jahren die 20 größten Indexmitglieder fast 70% der Gesamtrendite des S&P 500.
 
Das bildet mittlerweile ein ebenfalls vor kurzem aufgestellter ETF ab. 
iShares S&P 500 Top 20 bietet einen ETF an, der nur auf die 20 größten US-Unternehmen fokussiert ist. 
Problematisch finde ich beim Top20 ETF aber, dass die ersten drei TopPositionen wie Apple, Nvidia und Msoft einen Anteil von fast je 15% haben. Spannend fände ich eine hier eine Gleichgewichtung der 20 Wertpapiere. 

digitus
Legende
9.069 Beiträge

Aktien für Alle - CDU und CSU wollen ETF-Rente für jedes Kind einführen

 

"Die Union plant, dass alle Kinder ab sechs Jahren künftig ein eigenes Aktiendepot erhalten - mit staatlich gesponserten Einzahlungen. Das Vorhaben soll zum einen die Rente stabilisieren, zum anderen die junge Generation an den Kapitalmarkt heranführen."

 

Stellt euch vor, wie viel Fragen zum Junior-Depot und Geburtsurkunden da auf uns in der Community zukommen 😝.

 

Grüße,

Andreas

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