10.03.2023 20:46 - bearbeitet 10.03.2023 20:48
10.03.2023 20:46 - bearbeitet 10.03.2023 20:48
Liebe Leute,
es wird hier immer über sinnvolle Anlagestrategien und Diversifizierung diskutiert, aber oft beschränkt sich das auf die Auswahl der "richtigen" Aktienfonds oder ETFs, weil darin oftmals das einzige Heilmittel gesehen wird. Natürlich bieten Aktien einen sehr guten Inflationsschutz, aber sollte man deswegen alles in Aktien investieren?
Klares JA in meinen Augen, wenn man noch sehr jung ist und nichts auf der Naht hat. Dann sind langfristige Aktiensparpläne die richtige Wahl, weil man sowieso nichts zu verlieren hat.
Aber was ist, wenn man schon Kapital angesammelt hat, was es zu erhalten gilt? An der Stelle sehe ich das anders, weil gerade der heutige Tag zeigt, dass eine Diversifizierung über verschiedene Anlageklassen sinnvoll ist.
Ich sehe aktuell S&P500 -2%, FTSE All World -2%, Gold +1,8%, EUR High-Yield ETF -0,2%, Bund-Future auf 10-jährige Bundesanleihen + 1,2%.
Wäre ich zu 100% in Aktien investiert, dann wäre ich heute vermutlich etwas unruhig. Mit einem Portfolio über verschiedene Assetklassen kann man der Sache jedoch entspannter begegnen. Was das Thema Anleihen angeht: Es kann gut sein, dass uns jetzt ein Jahrzehnt der Anleihen bevorsteht. Für die Aktienmärkte kann es sehr flau werden, da die erhöhte Inflation und höhere Zinsen zu steigenden Kapitalkosten und Löhnen führt, was auf Margen und Investitionen drückt. Und ich sehe derzeit nicht, dass die Inflation verschwinden wird.
Die Aktienperformance dürfte sich in einer solchen Phase irgendwo bei 2-3% p.a. bewegen. Unternehmensanleihen hingegen werfen bereits jetzt deutlich höhere Renditen ab.
Daher halte ich es für sinnvoll, das Thema Anleihen im Blick zu behalten und auch Gold nicht ganz ausser Acht zu lassen.
Grüsse
Winniefred
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
am 14.04.2023 10:57
2022 sorgten vor allem die vielen und deutlichen Zinsschritte der Notenbanken dafür, dass der Goldpreis trotz einer enormen Inflation begrenzt wurde. Seitdem die Fed in Sachen Zinspolitik defensiven wird und ein Zinswendepunkt erwartet wird, entwickeln sich die Goldpreise wieder nach oben. Und diese Richtung könnte in den kommenden Monaten anhalten. Dazu kommen eine weiterhin prekäre Situation mittlerer Banken aufgrund der Anleihen, eine mögliche Rezession und dann wieder sinkende Zinsen.
Eine Beimischung von Gold in Form von ETCs ist aktuell m.E. nicht verkehrt. Dieses Asset macht auf jeden Fall zurzeit Sinn.
Grüße
am 14.04.2023 11:18
Es ist nicht verkehrt , für den worst case auch etwas Gold zu haben.
Als Investment taugt es meiner Ansicht nicht.
Physische Form gefällt mir besser.
Der gestiegene Goldpreis ist auch den den gefallenen Dollar zu erklären.
am 14.04.2023 11:50
In einem umfassenden Vermögensportfolio (wird m.E. erst bei größeren Vermögen relevant) sollte man physisches Gold hinterlegen. Da stimme ich dir zu. Das wäre dann mehr Krisenreserve als ein Investment.
Aktuell könnte man aber auch auf eine gute Rendite bei Gold mit ETCs spekulieren und eine Beimischung ins Portfolio holen, weitere gute 10% könnten noch 2023 erreichbar sein.
Wer Vermögen zunächst aufbaut, sollte meiner Meinung nach (so wie es @KWie2 notiert hat) offensiver agieren mit Einzelaktien und oder ETFs/Fonds, bei einer Umkehr zur Zinssenkung gerne auch Anleihen.
Grüße
am 14.04.2023 12:55
@Klimaaprima: Guter Einwurf. Mein langfristiges Ziel für mein Portfolio sind tatsächlich 10% Gold. Bei mir in Form eines ETC, des WisdomTree Physical Swiss Gold (A1DCTK).
Grüße,
Andreas
am 14.04.2023 13:28
@digitus schrieb:@Klimaaprima: Guter Einwurf. Mein langfristiges Ziel für mein Portfolio sind tatsächlich 10% Gold. Bei mir in Form eines ETC, des WisdomTree Physical Swiss Gold (A1DCTK).
Grüße,
Andreas
Ist da das Thema Steuern inzwischen eindeutig geklärt?
Ich nehme da lieber EUWAX Gold 2 (EWG2LD).
Der wird schon immer steuerfrei abgerechnet.
am 14.04.2023 13:43
Aktuell könnte man aber auch auf eine gute Rendite bei Gold mit ETCs spekulieren und eine Beimischung ins Portfolio holen, weitere gute 10% könnten noch 2023 erreichbar sein.
Ja, man könnte. Für mich wäre eine Spekulation auf Gold viel riskanter als ein langfristiges Investment in ein Top Unternehmen.
Ob es ratsam ist, beim Vermögensaufbau offensiver zu agieren!
Ich habe in jungen Jahren riskante Spekulationen gemacht , auch wegen fehlenden Kapitals mit Kredit .
Diese haben aber nicht zu einem tollen Erfolg geführt .
Ich verstehe nicht, warum junge Leute , die bis zur Rente beim Vermögensaufbau noch so viel Zeit haben, empfänglich für hot deals sind.
Wird heute anders oder besser spekuliert oder investiert als früher ? Meine Antwort ist wohl bekannt.
Es gilt immer noch der Satz: Wer schnell reich werden will, wird schnell arm.
Ich würde heute zum langsamen Vermögensaufbau raten mit soliden und risikoarmen Anlagen, die man versteht.
am 14.04.2023 13:50
@Silver_Wolf schrieb:
Ist da das Thema Steuern inzwischen eindeutig geklärt?
Ja. Siehe hier.
Grüße,
Andreas
14.04.2023 14:15 - bearbeitet 14.04.2023 14:25
14.04.2023 14:15 - bearbeitet 14.04.2023 14:25
@digitus schrieb:
@Silver_Wolf schrieb:
Ist da das Thema Steuern inzwischen eindeutig geklärt?Ja. Siehe hier.
Grüße,
Andreas
Davon bin ich noch nicht überzeugt.
Auch wenn es ein Urteil zu einem Einzelfall gibt heißt das ja nicht daß sich die Finanzverwaltung daran orientiert.
https://etf.capital/steuerpflicht-xetra-gold/
Wenn das Produkt als steuerpflichtig eingestuft ist und die Bank Steuern abführt dann kann man sich darüber mit dem FA streiten und muß selbst klagen. Es wird doch auf die Lieferbarkeit abgestellt.
Wenn der Emittent nur 12,4 kg Barren liefern kann dann ist diese eben nicht gegeben.
Auf dieser Seite (ganz unten)
https://northern.finance/top-5-moglichkeiten-um-gold-gunstiger-und-besser-zu-kaufen/
ist ein interessanter Kommentar dazu.
am 14.04.2023 15:11
@digitus schrieb:@Klimaaprima: Guter Einwurf. Mein langfristiges Ziel für mein Portfolio sind tatsächlich 10% Gold. Bei mir in Form eines ETC, des WisdomTree Physical Swiss Gold (A1DCTK).
Grüße,
Andreas
Na ja, wenn schon Gold, dann ist das nur sicher in der eigenen Hand, bzw. Tresor oder bankfremden Schließfach.
Papiere oder Ansprüche hin oder her……
Ich bin auch kein echter Goldfan, als allerletzte Versicherung ist es nur im eigenen Besitzt geeignet.
Buffett ist übrigens auch kein Goldfan, erzeugt keine Wirtschaftsleistung, aber Sachwerte über mehrere Kontinente gestreut, damit kann nichts schiefgehen.
Außer die Welt geht wirklich unter, oder man fällt gerade tot um.😉
am 14.04.2023 16:39
Na ja, wenn schon Gold, dann ist das nur sicher in der eigenen Hand, bzw. Tresor oder bankfremden Schließfach.
Papiere oder Ansprüche hin oder her……
Ich bin auch kein echter Goldfan, als allerletzte Versicherung ist es nur im eigenen Besitzt geeignet.
Ich habe die gleiche Meinung wie du. Ich bin auch kein Goldfan.
Wenn mann aber Gold in verschiedenster Form erbt, dann lehnt mann nicht ab oder?
Die "Verwahrung" zu Hause , in der Schublade oder im Tresor, ist mir zu riskant.
Ich gucke immer Aktenzeichen XY .
Einbrecher können bei uns nichts holen. Alle Wertsachen sind im Schließfach bei der Bank.
Das Restrisiko, dass Einbrecher die Schließfächer plündern, nehmen wir in Kauf und haben keine zusätzliche Versicherung abgeschlossen.
"Gefährlich ist`s den Leu zu wecken. "
Ein Restrisiko besteht immer, vor allem im Alter.😊