am 16.03.2026 08:26
Es ist nun offiziell soweit:
Wir dürfen gespannt sein!
am 26.07.2026 23:27
Interessantes Interview mit Andrea Orcel in der Welt am Sonntag vom 26.7.2026
Übernahmekampf: „Ich bin optimistisch, dass der Widerstand schwindet“ - WELT
- zum Lesen unbedingt empfohlen.
Angesprochen werden eine Vielzahl von Themen. Ich greife nur den Namensaspekt, den ich aufgeworfen hatte, heraus.
Es steckt aber noch viel mehr in dem Interview.
@Klever schrieb:Was meint Ihr:
Wird UniCredit S.p.A. auf dem deutschen Bankenmarkt eine Zwei- oder eine Einmarkenstrategie fahren? Also auch zukünftig HypoVereinsbank und Commerzbank oder nur eine von beiden?
Falls nur eine:
Welche? HypoVereinsbank oder Commerzbank oder vielleicht UniCredit Bank oder ... ?
Andrea Orcel im Interview (Zitat)
WAMS: Werden Commerzbank und HVB zu einer Einheit zusammengeführt?
Orcel: Unter Vorbehalt der Genehmigungen: nicht sofort. Wir sehen erhebliche Vorteile, wenn Commerzbank und HVB zunächst getrennt geführt werden. [...] Commerzbank und HVB sollen zwei bis drei Jahre eigenständig bleiben. Langfristig könnte das Ziel sein, beide Banken zu einer wirklich starken deutschen Bank zusammenzuführen. Aber das ist ein Thema, das uns die nächsten drei Jahre weiter beschäftigen wird – und das wir in vier, fünf Jahren endgültig zu entscheiden haben.
WAMS: Heißt die Bank in Deutschland dann Commerzbank, HVB oder Unicredit?
Orcel: Alle drei Marken sind sehr anerkannt in Deutschland. Ich kann mir alle Marken für den künftigen Auftritt vorstellen. Die Entscheidung, welche Marke es genau am Ende wird, braucht Zeit. [...] Wer zu früh über den Namen diskutiert, schafft bloß neue Konflikte.
Grüße
Klever
am 27.07.2026 12:16
@Antonia schrieb:
...
Ich meine nicht die technischen Pannen, die gibt es überall mal.
Seit Jahren wird hier durch alle Fäden gemeckert. Leute, das ändert gar nix!
...🤣
"mal" ist gut 😂
Und das die "Meckerei" nichts ändert ist traurig genug.
Denn diese Meckerei erfolgt nicht zum Selbstzweck sondern weil dort real viele größere und kleinere Probleme existieren.
Das du resignierst und dich das evtl. nervt ist dein gutes Recht aber gestehe Anderen zu dazu ihre Meinung zu äußern.
Gruß Morgenmond
am 27.07.2026 12:44
@Morgenmond schrieb:"mal" ist gut 😂
Und das die "Meckerei" nichts ändert ist traurig genug.
Denn diese Meckerei erfolgt nicht zum Selbstzweck sondern weil dort real viele größere und kleinere Probleme existieren.
Das du resignierst und dich das evtl. nervt ist dein gutes Recht aber gestehe Anderen zu dazu ihre Meinung zu äußern.
Ich glaube, niemand will hier irgendjemandem die Meinungsäußerung verbieten; technische und auch produktspezifische Probleme sollten auch benannt werden - dazu ist diese Community unter Anderem auch da. Es ist aber erstaunlich, dass es Communauten gibt, die seit Jahren immer wieder allgemein Probleme bei der comdirect (oft nach dem Motto: "Früher wars besser, die CoDi wurde abgehängt, ...") äußern. Das kann man machen, es ist aber erstaunlich, welch Durchhaltevermögen - insbesondere angesichts der Tatsache, dass sich offensichtlich nichts ändert - manche Kunden haben. Als Mitarbeiter könnte ich es noch verstehen (wobei man hier wohl auch irgendwann resigniert), als Kunde eher weniger. Denn - das ist zumindest mein Motto - wenn es nicht mehr passt, wechselt man einfach den Dienstleister. Das ist schneller passiert als tausende "Mecker"-Postings zu schreiben.
Viele Grüße,
Jörg
am 27.07.2026 14:29
@Morgenmond schrieb:.....
Das du resignierst und dich das evtl. nervt ist dein gutes Recht aber gestehe Anderen zu dazu ihre Meinung zu äußern.
Gruß Morgenmond
Hallo @Morgenmond
Weiß nicht, wie du darauf kommst?
Weder resigniere ich, noch bin ich gegen Meinungäußerungen !
am 27.07.2026 17:29
@Morgenmond schrieb:Denn diese Meckerei erfolgt nicht zum Selbstzweck [...]
Für Teile der Community darf diese Aussage mit Fug und Recht angezweifelt werden.
am 27.07.2026 17:40
Nun, wir dürfen nicht vergessen: Die Comdirect wurde 2020 assimiliert - sie ist seitdem Teil des Kollektivs.
Insofern glaube ich nicht, dass es hier um "Meckerei als Selbstzweck" geht bzw. diese bei den wenigsten als solches zu unterstellen ist, sondern viel mehr die (äußerst geringe) Hoffnung, dass das Kollektiv doch noch selber dahinter kommt, dass es besser geht als der Status quo.
Was man nicht vergessen darf: Die Geschichte scheint sich gerade zu wiederholen - und der Andrea sagt "Widerstand ist zwecklos!" 😉
Gruß Crazyalex
am 27.07.2026 18:58
Letztendlich ist die Frage ob und wie die comdirect / Commerzbank mit Kundenfeedback umgeht und die Frage wie man als Kunde damit umgeht wenn die comdirect / Commerzbank einem nicht zuhört von der Zeit überholt worden. Die Wahrscheinlichkeit dass sich Mailand um ein paar Schreiberlinge hier kümmert halte ich für eher gering, aber lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Die spannende Frage dürfte dann sein, wie die Migration der Kernbankensysteme aus sehen wird. Ob die nun in 5 Jahren kommt oder in 15, wer weiß das schon, aber sie wird kommen, mit redundanten Kernfunktionen hebt man keine Synergien. Mit Blick auf das Postbank / Deutsche Bank Desaster schwant mir da nix Gutes.
am 27.07.2026 19:21
@CurtisNewton schrieb:Die spannende Frage dürfte dann sein, wie die Migration der Kernbankensysteme aus sehen wird. Ob die nun in 5 Jahren kommt oder in 15, wer weiß das schon, aber sie wird kommen, mit redundanten Kernfunktionen hebt man keine Synergien. Mit Blick auf das Postbank / Deutsche Bank Desaster schwant mir da nix Gutes.
Auch bei der Apobank damals hat es ziemlich gerumpelt, Überweisungen o.Ä. haben teilweise nicht mehr funktioniert.
Sollte eine solche Migration kommen (und wie wird vermutlich kommen), ist man - zumindest als informierter Kunde - gut beraten, vorher wichtige Prozesse auf andere Banken auszulagern (oder ggf. ganz zu wechseln). Ein Nicht-Zugriff auf das Depot könnte ich für mehrere Tage und ggf. auch Wochen "überstehen" (bin langweiliger ETF-Anleger 😁), beim Girokonto wäre das inakzeptabel.
Die CoBa hat damals übrigens die IT-Integration der CoDi abgeblasen - zu kompliziert. Mal sehen, wie das die Unicredit machen wird - sie müsste sowohl CoBa als auch die Marke CoDi (zumindest mit teilweiser separaten IT-Systemen) integrieren (in welche Marke dann auch immer).
am 28.07.2026 06:29
Ich sehe im Grunde zwei realistische Szenarien:
Entweder die Comdirect wird wieder in die Eigenständigkeit entlassen und bekommt die Möglichkeit, sich wieder über eine klare kundenorientierte Strategie hochzuarbeiten.
Oder, falls ein neuer Eigentümer keinen strategischen Sinn mehr in einer eigenständigen Comdirect sieht, läuft es irgendwann auf eine Abwicklung hinaus. In diesem Fall würde es vermutlich ein entsprechendes Wechselangebot für die Kunden geben: Wer möchte, wechselt zum neuen Angebot, wer nicht möchte, sucht sich eine Alternative.
Viel mehr Varianten sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ein aufwendiger Mittelweg, bei dem man die Comdirect als Marke erhält, aber gleichzeitig große Teile der Technik und Organisation umbaut, kostet viel Geld und geht mit erheblichen Risiken einher.
Unabhängig von dieser Diskussion halte ich es aber generell für sinnvoll, mehr als nur eine Bankverbindung zu haben. Eine zweite, unabhängige Bankverbindung bringt Sicherheit: sowohl bei technischen Störungen, größeren Systemumstellungen, Urlaub (mit einer weiteren Kredit-/Debitkarte) oder einfach als Backup. Dass man damit aber auch gleich Geld sparen kann, indem man bei unterschiedlichen Bankingbereichen jeweils den günstigeren/besseren Anbieter anwendet ist ein angenehmer Nebeneffekt 😉
Gruß Crazyalex
am 28.07.2026 06:40
@Crazyalex schrieb:Ich sehe im Grunde zwei realistische Szenarien:
Entweder die Comdirect wird wieder in die Eigenständigkeit entlassen und bekommt die Möglichkeit, sich wieder über eine klare kundenorientierte Strategie hochzuarbeiten.
Oder, falls ein neuer Eigentümer keinen strategischen Sinn mehr in einer eigenständigen Comdirect sieht, läuft es irgendwann auf eine Abwicklung hinaus. In diesem Fall würde es vermutlich ein entsprechendes Wechselangebot für die Kunden geben: Wer möchte, wechselt zum neuen Angebot, wer nicht möchte, sucht sich eine Alternative.
Langfristig will die Unicredit vermutlich die Marken in Deutschland ja vereinheitlichen - ob die Commerzbank (ggf. samt comdirect) dann "Unicredit" heißt oder irgendwie als "Hypovereinsbank" weiterleben wird, ist wohl noch offen (denkbar wäre auch eine Vereinheitlichung als "Commerzbank").
Theoretisch wäre doch auch der "Smartbroker-Weg" möglich: Man zieht in einer "Nacht-und-Nebelaktion" alle Kundenkonten der comdirect auf Unicredit-/Hypo-Systeme um (vorher muss der Kunde natürlich zustimmen); sofern das rechtlich möglich ist, halte ich das sogar für das realistischere Szenario: Der Kunde muss hier nur die AGBs bzw. der Änderung zustimmen, den Rest macht (hoffentlich) die Bank. Bei einem Wechselangebot muss der Kunde erstmal aktiv werden, Lastschriften umstellen, etc. - hier ist das Risiko (für die Bank) vermutlich viel zu hoch, dass der Kunde in diesem Zuge anfängt, Konditionen zu vergleichen um dann ggf. ganz woanders hinzugehen (aktiv werden muss er ja sowieso).
Bin gespannt, worauf das hinausläuft - aber so schnell wird diesbezüglich eh nichts passieren.
Viele Grüße,
Jörg