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Pride Month 2026 -Das Leben ist Bunt, wir sind es auch!

SMT_Birgit
Social-Media-Team
Social-Media-Team
390 Beiträge

Liebe Community,

Vielfalt und Inklusion sind für uns zentrale Werte. Wir wünschen uns einen respektvollen, vorurteilsfreien Umgang miteinander, in dem alle Menschen so akzeptiert werden, wie sie sind.

Daher begleiten wir auch in diesem Jahr den Pride Month und setzen ein sichtbares Zeichen – unter anderem auf unseren Social-Media-Kanälen. Zugleich wissen wir aus den vergangenen Jahren, dass Pride immer wieder kontrovers diskutiert wird und es bereits zu sehr emotionalen Debatten gekommen ist.
Wer mag, kann sich gerne den Thread aus dem letzten Jahr nochmal durchlesen.

Ihr könnt das Thema selbstverständlich auch dieses Jahr gerne aufgreifen und unter diesem Post diskutieren. Dabei gelten jedoch klare Regeln, die wir nun noch einmal verschärfen:

Wer Meinungsfreiheit als Vorwand nutzt, um politische Stimmung zu machen, andere abzuwerten oder respektlos über anders Denkende und Liebende zu sprechen, ist hier fehl am Platz. Wir behalten uns vor, Beiträge ohne vorherige Ankündigung zu bearbeiten oder zu löschen und Nutzerinnen und Nutzer bei Bedarf zu sperren.

Unser Wunsch ist, dass wir diese Maßnahmen nicht anwenden müssen und ihr euch fair, respektvoll und konstruktiv austauscht.

Zum Abschluss noch ein Hinweis für alle, die vor Ort dabei sein möchten: Am 01.08. sind wir mit einem eigenen Truck beim CSD in Hamburg vertreten. Kommt gern vorbei und feiert mit uns.

Viele Grüße aus Quickborn
Euer SMT

143 ANTWORTEN

Crazyalex
Legende
9.967 Beiträge

@Xr2D2 

Deinen Einwand zum Moralmarketing kann ich nachvollziehen.

 

Was ich allerdings interessant finde: Warum wird dieser Vorwurf so häufig bei Pride-Kampagnen erhoben, aber vergleichsweise selten bei Nachhaltigkeitskampagnen, Frauenförderung oder Fußball-WM-Werbung?

Unternehmen verfolgen auch dort wirtschaftliche Interessen.

 

Deshalb stellt sich für mich die Frage, ob das eigentliche Problem wirklich das Marketing ist – oder ob es nicht vielmehr am konkreten Thema liegt.

 

Gruß Crazyalex


An alle Neueinsteiger: Appell an alle Neueinsteiger und Interessenten.
ETF-Anfänger: Bitte intensiv durcharbeiten... ETF-FAQ. .................Danke!

GetBetter
Legende
8.352 Beiträge

@Crazyalex  schrieb:

Wie würde die Diskussion hier aussehen, wenn es statt einer Pride-Kampagne eine Marketingaktion zur Fußball-WM wäre?


Diese Frage erinnert mich an ein bemerkenswertes Detail des gestrigen Testländerspiels zwischen Deutschland und den USA: Auf den Trikots der Amerikaner waren die Rückennummern in Regenbogenfarben gestaltet. 

 

Im heutigen Amerika kommt sowas mindestens überraschend. Und wenn es selbst dort vor einem breiten Publikum öffentlich zur Schau gestellt wird, dann werden wir es hier wohl auch verkraften.

dromm
Autor ★★
34 Beiträge

Erstaunlicherweise würde mich eine Marketingkampagne anlässlich der WM auch nerven – es geht hier um eine Bank und Bankdienstleistungen, nicht um einen Rummelplatz.

huhuhu
Legende
9.231 Beiträge

Guten Morgen,

 

hm, da wollte ich mir heute nochmal diesen interessanten 4 Punkte Beitrag von gestern < 12:43 > von Hr. Noxx in Ruhe durchlesen,

und...ich finde ihn nicht mehr 🤔

 

Aber vielleicht ist es ja auch nur eine Störung.

 

Grüße

ein enttäuschter

Daniel

c_laus
Experte ★★
284 Beiträge

@Xr2D2  schrieb:

Und noch mal für die Meckerer: die Kritik hier richtet sich vor allem an die Marketingkampagne.

Welche Sexualität jemand hat ist mir persönlich ziemlich egal und ich habe auch hier auch keine andere Aussage gelesen. Aber das die Kritik daran, das Banken und andere Unternehmen - die nicht unbedingt das Wohl der Mescneh im Sinn haben - versuchen durch solche Werbeaussagen sich in ein Licht zu stellen, was ihnen nicht zusteht wundert mich. Aber auf der anderen Seite sind wir hier ja alle zum Geld verdienen. Da sehen wohl einige es als sehr wichtig an, dass "ihr Institut" sich moralisch gut darstellt. Man möchte ja zu den Guten gehören. womit der Erfolg der Kampagne sich natürlich auchh bestätigt. Wir, die das kritisch sehen, sind eher die Aussnahme.


Danke für diesen Eigentor-Kommentar:

Ein (jedes) Unternehmen macht Marketing, das ist etwas ganz normales. Und das eben auch in vielerlei Hinsicht, mit ihren Produkten, Aktivitäten, und auch eben - nennen wir es stellvertretend -  Werten. Warum steht einer Bank eine solches Marketing (mit diesem Thema) nicht zu - wer definiert sowas? Dieses Vorstellung basiert auf einer (veralteten) Moralvorstellung mancher Kunden (oder jetzigen ehemaligen Kunden) dieser Bank. Wir schreiben das Jahr 2026 ...

 

Frage: nenne mir bitte Unternehmen, welche "nicht unbedingt das Wohl der Mescneh im Sinn haben" (abgesehen von Rüstungsunternehmen) - also Unternehmen, die das Unwohl der Menschen im Sinn haben. 

 

Meine Beobachtung: Die einzigen, die hier das Thema "gross" machen sind die, die gegen diese Kampagne sind und ggf. homophob. Ohne die Kommentare dieser "Kritiker" würde dieses weniger auffallen.

 

Und, ich stelle auch sehr in Frage, dass bei der comdriect Bank ist, weil "man ja zu den Guten gehören will". Die comdirect ist m.E. nicht schlecht, aber ich weiss nicht ob sie jetzt auch richtig "Gut" ist - es gibt sicherlich andere Banken, die eher meinem "Weltbild" entsprechen. Aber deswegen wechsle ich lange noch nicht (btw. es steht jeden frei, das Bankinstitut zu wechseln wegen Service, Marketing, Werten usw.). Ich bin hier weil ich vor 30 Jahren (?) ein Konto eröffnet hatte und es seit dem gut funktioniert. Und nicht wegen eines Regenbogens auf der Homepage und wie die comdirect zu diesem Thema steht (wobei ich dies sehr positiv sehe, dass sie es macht).

Xr2D2
Experte
84 Beiträge

@Crazyalex  schrieb:

@Xr2D2 

Deinen Einwand zum Moralmarketing kann ich nachvollziehen.

 

Was ich allerdings interessant finde: Warum wird dieser Vorwurf so häufig bei Pride-Kampagnen erhoben, aber vergleichsweise selten bei Nachhaltigkeitskampagnen, Frauenförderung oder Fußball-WM-Werbung?

Unternehmen verfolgen auch dort wirtschaftliche Interessen.

 


Naja, ich lese genau darüber viel Kritik. Zuletzt wurde z.b. BMW dafür kritisiert, dass sie auf ihren Marketing Accounts für diese "Pride" Geschichte geworben haben, ausser auf den arabischen Accounts, dort las man nichts davon das "wir alle stolz" sind. Aber auch bei der WM in Katar wurde die Innenministerin nicht nur gelobt für ihre Regenbogenbinde am Arm.

Und der Begriff "green washing" ist schon seit vielen Jahren eine gängige Kritik an dem Marketingmissbrauch von Umweltschutz.

Was "Frauenförderung" angeht, ist zum einen der impact nicht so gross. Wer hat denn etwas dagegen Frauen zu fördern? D.h. niemand fühlt sich belehrt. Wobei aber auch hier, die tatsächlichen Benachteiligung auch aus den Unternehmen kamen, während die Gesellschaft sich schon lange verändert hat.

Aber Frauen sind in unserer Gesellschaft eigentlich schon länger eine besondere Gruppe und werden gefördert (und es wurden sogar sprachliche Begriffe erfunden, um sie positiv hervorzuheben. Man sagt nicht Weib, sondern Frau, der Herr ist dagegen sehr unüblich) . Es hat sich aber der Gedanke eingeschlichen sie müssten alles bekommen wofür Männer, teilweise massiv, ihre Gesundheit opfern, ohne diesen Preis zu zahlen. Da hätte man diskutieren können. Aber stattdessen wird das Thema statistisch immer nur von der einen Seite betrachtet und dann entsprechend geframed. Aber wie gesagt, gegen Frauenförderung ist im Grunde niemand. daher gibt es da auch relativ wenig Widerspruch - aber es gibt auch dort Kritik. Wie z.b. an den immer wieder postulierten Gender Pay Gap.

 

Was aber auch eine Rolle spielen kann, ist die an manchen Orten gezeigte exklusive Hervorhebung sexueller Neigungen, die für manche vielleicht komisch wirkt. Ich laufe nicht rum und zeige was ich im Bett mit meiner Partnerin wohl machen könnte. Das geht niemanden etwas an und diesem Bedürfniss nach Privatsphäre widersprechen manche Aktionen dieser Community. Das ausgerechnet eine Bank - die eigentlich auch sehr "intime" Details meines privatlebens kennt, diese Attitude unterstützt, macht das alles sehr merkwürdig und ruft vermutlich auch den Widerstand hervor.

Xr2D2
Experte
84 Beiträge

@GetBetter  schrieb:

Im heutigen Amerika kommt sowas mindestens überraschend. Und wenn es selbst dort vor einem breiten Publikum öffentlich zur Schau gestellt wird, dann werden wir es hier wohl auch verkraften.


Auf die Idee, dass das alles nur Marketing ist kommst du aber nicht?

c_laus
Experte ★★
284 Beiträge

@Xr2D2  schrieb:


Auf die Idee, dass das alles nur Marketing ist kommst du aber nicht?

Ja, es ist auch Marketing. Es wird ein Wert präsentiert. Platziert. Und bitte, was ist daran so schlimm? Geht es dir konkret um das Marketing oder darum, dass es konkret der Regenbogen ist? Oder benutzt du nur "Marketing" um deine Abneigung gegen den Regenbogen zu äussern?

 

Ich finde es auch beachtlich (hatte das Spiel aber nicht gesehen), dass der Regenbogen auf den Trikots des USA Teams zu sehen war. Beachtlich. Insofern halte ich dies für nicht für reines Marketing - weil im Anbetracht der Umstände die es gerade in den Staaten gibt, schon etwas besonderes ist, die Regenbogenflasse zu sehen. 

 

Eine Firma MUSS Marketing betreiben.

 

Findest du es auch bedenklich, dass der DFB eine Bierbrauerei als Sponsor/Partner hat?

Xr2D2
Experte
84 Beiträge

@c_laus  schrieb:

@Xr2D2  schrieb:

Und noch mal für die Meckerer: die Kritik hier richtet sich vor allem an die Marketingkampagne.

Welche Sexualität jemand hat ist mir persönlich ziemlich egal und ich habe auch hier auch keine andere Aussage gelesen. Aber das die Kritik daran, das Banken und andere Unternehmen - die nicht unbedingt das Wohl der Mescneh im Sinn haben - versuchen durch solche Werbeaussagen sich in ein Licht zu stellen, was ihnen nicht zusteht wundert mich. Aber auf der anderen Seite sind wir hier ja alle zum Geld verdienen. Da sehen wohl einige es als sehr wichtig an, dass "ihr Institut" sich moralisch gut darstellt. Man möchte ja zu den Guten gehören. womit der Erfolg der Kampagne sich natürlich auchh bestätigt. Wir, die das kritisch sehen, sind eher die Aussnahme.


Danke für diesen Eigentor-Kommentar:

Ein (jedes) Unternehmen macht Marketing, das ist etwas ganz normales. Und das eben auch in vielerlei Hinsicht, mit ihren Produkten, Aktivitäten, und auch eben - nennen wir es stellvertretend -  Werten. Warum steht einer Bank eine solches Marketing (mit diesem Thema) nicht zu - wer definiert sowas? Dieses Vorstellung basiert auf einer (veralteten) Moralvorstellung mancher Kunden (oder jetzigen ehemaligen Kunden) dieser Bank. Wir schreiben das Jahr 2026 ...

 

Frage: nenne mir bitte Unternehmen, welche "nicht unbedingt das Wohl der Mescneh im Sinn haben" (abgesehen von Rüstungsunternehmen) - also Unternehmen, die das Unwohl der Menschen im Sinn haben. 

Im Prinzip sind das alle, die ihren Profit mehren wollen und den Einfluss auf Faktoren, die für unser Wohl schlecht sein können, missachten. Das können Lebensmittelkonzerne sein, die z.b. Wasserrechte exklusiv erwerben und damit für Landwirtschaft und Bewohner ihre Nahrung und Trinkwasserzugang risikieren. Aber auch Banken die Investitionen tätigen die z.b. die Wasserversorgung, die Infrastruktur oder die Gesundheitsversorgung an sich gefährden oder verschlechtern. In Europa nennt man das dann PPP (oder auf dt. ÖPP). Wo Unternehmen langfristige Rendite für eigentlich Gemeinwohlaufgaben garantiert werden. Die aber dann langfristig durch Einsparungen in Pflege und personellen Aufwand noch erhöht werden. Am ende hat man ein kaputtes oder masslos überteuertes System.

Dieses System ist seit Ende der 90er in deutschland angekommen und wir diskutieren darüber tagtäglich. Wobei die Gewinner die lauteren sind, da natürlich die Medien sich leicht einbauen lassen. Aber auch das Marketing spielt eine grosse Rolle dabei.

 

Meine Beobachtung ist, dass es kaum Menschen gibt die homophob sind. Das ist eine Haltung die vielleicht in meiner Kindheit in den 70ern noch eine gewissen Rolle spielte. Aber schon wir haben in unserer Jugend (in den 80er) massiv mit den Geschlechterrollen und unserer sexuellen Orientierung gespielt. Ich wundere mich darüber warum das heute 30 Jahre später nicht mehr so ein soll?

 

Das Marketing etwas normales ist, ist mir bewusst. Aber wie bei den schon erwähnten Green washing, aber auch bei den früher verbreiteten Stereotypen, sind dabei auch immer gesellschaftliche Themen im Spiel, die man ausnutzen möchte. Mich wundert es, dass dies viele nicht wahrnehmen (wollen?).

Und eigentlich gehört Unterteilung der Menschen in ihren stereotypen Sexualverhalten der Vergangenheit an. Auch das verwundert mich, warum man das wieder hochholt und als "nicht veraltet" deklarieren kann? Für mich ist das altmodisch.

__dpk
Mentor ★
1.459 Beiträge

@Xr2D2 

 

Du hast eine Sache grundsätzlich missverstanden.

 

Es geht nicht darum, was du mit deiner Partnerin im Bett machst.

Es geht darum, ob du mit deiner Partnerin durch die Stadt gehen kannst, ohne angefeindet oder sogar bedroht zu werden.

 

Solange das nicht für alle gegeben ist, ist jedes öffentliche Statement, das auf diese Missstände aufmerksam macht, richtig und wichtig.

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
- Albert Einstein -