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04.02.2024 17:23 - bearbeitet 06.02.2024 22:53
Liebe Börsenfreunde,
es wird Zeit für eine neue Empfehlungsliste, nachdem Eure Weihnachtsempfehlungen (siehe hier) sehr gut gelaufen sind. Wir haben hier vor einiger Zeit darüber diskutiert, warum Aktien, die nahe am (bisherigen) Rekordhoch notieren, meistens auch in Zukunft für Rekordgewinne gut sind. Und genau solche Aktien will ich heute vorstellen. Doch zunächst werfen wir gemeinsam einen kurzen Blick auf den Markt. Das sieht so schlecht nicht aus:
Marktbericht
Die Marktbreite bleibt gesund. Per Freitag Abend (2. Februar 2024) liegen weltweit wieder 60 Prozent aller Aktien über ihrem 200-Tage-Schnitt, und immerhin 53 Prozent haben eine steigende 200-Tage-Linie. Das Weltmomentum ist auf 102,52 Prozent gestiegen (Vormonat 102,28). Werte über 50 bzw. 100 Prozent zeigen jeweils an, dass wir uns in einer Hausse befinden. Vermeintlich "billige" Nebenwerte tun sich weiterhin schwer, und das wird sich auch nicht ändern: Geld wird mehr und mehr von Computersystemen alloziert (Stichwort KI), und die interessiert nicht, ob vielleicht ein Unternehmen gute Produkte herstellt und in der Zukunft tolle Gewinne machen kann (kann!) oder möglicherweise ein Übernahmekandidat ist. Auch wenn die Journalisten in den Börsenzeitschriften, die ja genau von solchen vermeintlichen "Geheimtipps" leben, das gerne anders hätten.* Wer immer nur die gleichen Trendtitel empfiehlt (so wie ich), verkauft keine Hefte. Laaaaaangweilig! Aber ich schweife schon wieder ab.
Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal mit 3,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2023 stehen 3,1 Prozent -- der beste Leistungsausweis aller großen hochentwickelten Volkswirtschaften. Bislang deuten auch die Daten seit Januar nicht darauf hin, dass die Amerikaner im laufenden Jahr ein größeres Problem bekommen werden. Gleichzeitig zeigt die Inflation weiter in die richtige Richtung. Zinssenkungen im März lassen sich daraus allerdings nicht ableiten, denn die Fed hat kein Interesse daran, überhitzte Aktienmärkte noch weiter anzutreiben.
Die weltweiten Aktienindizes geben ein solides Bild ab, wenngleich sie etwas überkauft erscheinen und aus diesem Grund -- gerade in Amerika -- eine Pause brauchen. Der DAX dagegen hat seine kleine Pause wohl schon hinter sich; er schaffte auf Schlusskursbasis soeben ein neues Rekordhoch bei 16972 Punkten und am Freitag (2. Februar) auch intraday bei knapp 17005 Zählern.
Nach TSMC bestätigt auch Super Micro Computer die KI-Blase. Ja, es ist eine Blase, aber solange diese Blase sich weiter aufbläht, wäre es fahrlässig, nicht mitzuspielen. Alan Greenspan hat 1998 vor der Internet-Bubble gewarnt, und ähnlich wie damals das Internet scheinen (!) heute die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz disruptiv zu sein. Nach Greenspans Warnung stiegen die Börsen damals allerdings noch zwei Jahre munter weiter! Man hat damals fröhlich noch mehr Geld verdient, bis ab dem Jahr 2000 das große Heulen und Zähneklappern begann.** Genauer gesagt haben nur die Hobby-Anleger geheult, die ohne Stoppkurse arbeiten ("Ach was, die steigt schon wieder, die verkaufe ich jetzt nicht mehr so billig"). Man glaubt es kaum, aber Aktienkurse können auch drei Jahre lang stetig fallen! Das tut allen Hellsehern richtig weh, die freilich ohne Stopps unterwegs sind. Die Profis haben einfach ihre Absicherung nachgezogen und sind irgendwann mit richtig dicken Gewinnen aus dem Markt gefallen. Und dieses Spiel wiederholt sich jetzt.
Ob der wohl mit Senf gefüllt ist? Man weiß es nicht!!
Es ist noch sehr viel Geld im Spiel. Die Verknappung der Liquidität hat sich nicht so stark am Markt widergespiegelt, wie es die Ankündigungen der amerikanischen Notenbank hätten vermuten lassen. Die Breite des Aufwinds am Aktienmarkt ist der übergeordnete bullische Trend-Indikator. Amerikanische Wahljahre sind außerdem oft auch gute Börsenjahre, und ich gehe davon aus, dass sich 2024 dieses Muster bestätigen wird. Auch wenn mit Sicherheit unangenehme Zwischenkorrekturen drin sind. Darauf ist beim Setzen der Stopps zu achten.
Beeindruckend ist weiterhin die Performance der Oberbank-Aktie. Die Österreicher (WKN 854018, Stoppkurs bitte auf 60 Euro erhöhen) sind und bleiben einfach Spitze. Erstmals ist der CRV-Wert der besten Aktie der Welt auf der Rosenheimliste auf über 40 geklettert -- das gab es noch nie. Mit einer extrem niedrigen Verlustratio ist die Oberbank gleichzeitig auch weiterhin die konservativste Aktie der Welt. Und das bei knapp 11 Prozent Rendite pro Jahr plus Dividende. Am 19. Januar gab es erstmals seit August wieder einen Kursrückgang (minus 0,6 Prozent), seitdem bewegt sich der Kurs nicht. Immer größer wird das Gap zur Nummer 2, der Cadence-Aktie.
ein Rekordhoch nach dem anderen
Doch zurück zur Sache mit den Rekorden. Einsteiger kaufen nur ungern Aktien, die ein "Allzeithoch" markieren. Solche Aktien sind schließlich "viel zu teuer!" und können ja nicht weiter steigen. Hobbyanleger kaufen gerne "billige" Aktien mit niedrigem KGV und hoher Dividende. Dann warten sie jahrelang darauf, dass das Papier im Depot steigt. Es fehlen halt einfach die Anschlusskäufe. Solange sich nicht auch das "Große Geld" der Profis für die Aktie interessiert, wird sie nicht steigen.
Profis wissen dagegen: Rekordhochs sind einfach nur ein Zeichen dafür, dass rege Nachfrage nach der Aktie besteht. Aktienkurse ergeben sich nicht aus der vermeintlichen Über- oder Unterbewertung einer Aktie. Aktienkurse ergeben sich ausschließlich aus Angebot und Nachfrage. Wenn keine Nachfrage nach Eurer Aktie besteht, kann sie im Kurs nicht steigen. Da mag sie noch so "unterbewertet" sein: das ist reine Mathematik!
Aus diesem einfachen Grund kaufen Profis Aktien am liebsten am "Allzeithoch". Denn in aller Regel war es gar kein Allzeithoch, sondern nur ein Rekordhoch, und der Kurs steigt weiter. Das macht Mut: Nach meinen Statistiken folgt bei Aktien, die ein Rekordhoch erreicht haben, in über 85 Prozent (!!) aller Fälle innerhalb der nächsten fünf Handelstage schon das nächste Rekordhoch. Und genau da wollt Ihr dabei sein, denn nur so wird an der Börse nachhaltig Geld verdient.
Grund genug für eine Auswertung aus dem Großrechner, die Aktien nach Rekordhochs filtert. Konkret habe ich zunächst alle handelbaren Effekten vorselektiert, für die es seit mindestens 2010 Kurse gibt. Das sind genau 5171 Aktien (ETF, Fonds und Indizes habe ich weggelassen, da sie oft in Deutschland nicht handelbar sind). Jetzt kam das wichtigste Kriterium für die heutige Auswertung: Der aktuelle Kurs darf höchstens 4 Prozent unter dem letzten Rekordhoch liegen. Es bleiben nur noch 357 Papiere übrig. Natürlich ist ein möglichst gleichmäßiger Kursanstieg schön, daher ist der dritte Filter der Prozentsatz der Rekordhochs: Mindestens 6 Prozent sind hier gefragt. Auf diese Weise bekommt man eine schöne, übersichtliche Gruppe von knapp 30 Aktien. Nach diesem Kriterium ist die folgende Tabelle sortiert. Der Spitzenwert von 10 Prozent bei Mastercard und Constellation Software zeigt an, dass bei diesen beiden Aktien im Schnitt jeder zehnte Tag mit einem neuen Rekord endet -- das ist wirklich bemerkenswert!
Das Rekordhoch-System: hier ist die Liste
Viele der Aktien aus der Tabelle sind für Euch alte Bekannte, und die meisten davon haben meine Leserinnen und Leser schon lange im Depot. Hier zieht Ihr einfach die Stoppkurse nach. Aber es sind auch wieder neue Papiere dabei, über die wir noch nie gesprochen haben. Beispielsweise die CBOE Global Markets, das ist das Unternehmen, das in Chicago die sehr bekannte gleichnamige Terminbörse (Chicago Board Options Exchange) betreibt. Die CBOE berechnet unter anderem auch den berühmten Volatilitätsindex VIX (WKN A2RPC0).
Wie immer beim Investment in Einzelaktien ist es sehr wichtig, Gewinne laufen zu lassen und Verluste strikt zu begrenzen. Dazu eignen sich Stoppkurse. Die Tabelle enthält in der letzten Spalte auch einen aktuellen Vorschlag für die Notbremse.
Damit kommen wir zur Liste mit den heutigen Empfehlungen für Euer Depot:
| max |ueber |Perf | Abstand An-|
WKN Name Land|Drawd. |GD200 |p.a. |Tage rel teil| Stopkurs (EUR)
----------------------------------------------------------------------------------
A0F602 Mastercard Inc. US 54% 85% 31% 0 0% 10% 340 (erhöht)
A0JM27 Constellation Softwa CA 32% 86% 35% 0 0% 10% 2000 (erhöht)
A0NC7B VISA Inc. US 43% 84% 23% 0 0% 9% 210 (erhöht)
A0JEP3 Transdigm Group Inc. US 64% 79% 25% 0 0% 8% 750 (erhöht)
A0YA2M Verisk Analytics Inc US 29% 76% 19% 114 3% 8% 195 (neu)
A14VSC Relx Plc. ADR GB 37% 78% 15% 0 0% 8% 32 (erhöht) siehe Hinweis
865985 Apple Inc. US 84% 74% 24% 59 4% 7% 148 (wie bisher)
A0CBF4 Chemed Corp. US 59% 73% 19% 10 1% 7% 450 (erhöht)
A0YCBU Dollarama Inc. CA 45% 82% 28% 62 0% 7% 55 (erhöht)
A1H5JY O'Reilly Automotive US 55% 75% 21% 0 0% 7% 780 (erhöht)
A2AKQ7 Waste Connections In CA 32% 73% 23% 508 1% 7% 116 (erhöht)
854854 Tjx Companies Inc. US 45% 71% 16% 3 0% 6% 68 (erhöht)
864371 Church & Dwight Co. US 33% 71% 15% 646 2% 6% 77 (erhöht)
870053 Ross Stores Inc. US 53% 70% 19% 2 0% 6% 96 (erhöht)
873369 Fair Isaac & Co. Inc US 81% 69% 21% 9 3% 6% 770 (erhöht)
881531 Autozone Inc. Nevada US 45% 73% 20% 2 0% 6% 2040 (erhöht)
883563 Roper Technologies I US 59% 75% 15% 2 3% 6% 425 (erhöht)
889826 Tractor Supply Co. US 69% 68% 25% 286 3% 6% 170 (wie bisher)
907784 Comfort Systems USA US 51% 74% 27% 0 0% 6% 142 (erhöht)
908668 Ametek Inc. US 47% 78% 17% 2 0% 6% 123 (erhöht)
915246 Moody's Corp. US 79% 70% 15% 0 0% 6% 300 (neu)
A0B87V Salesforce Inc. US 64% 76% 25% 810 2% 6% 180 (erhöht)
A0DLC4 Monolithic Power Sys US 68% 74% 25% 9 2% 6% 400 (erhöht)
A0ESP5 Chipotle Mexican Gri US 71% 71% 26% 0 0% 6% 1690 (erhöht)
A0F55S Ameriprise Financial US 79% 68% 14% 2 0% 6% 280 (neu)
A0MMP1 Broadridge Financial US 51% 77% 17% 2 3% 6% 145 (erhöht)
A1CVKD Primerica Inc. US 56% 78% 19% 1 2% 6% 170 (erhöht)
A1CZTX Cboe Global Markets US 47% 75% 15% 7 2% 6% 135 (neu)
A3EU6F Novo-Nordisk AS DK 58% 75% 20% 1 0% 6% 85 (erhöht) siehe Hinweis
----------------------------------------------------------------------------------
Noch einige Erläuterungen zur Tabelle. Die Spalte "maximaler Drawdown" zeigt an, wieviel Prozent man mit der Aktie in ihrer bisherigen Historie maximal verlieren konnte. Bei Mastercard steht hier ein Wert von 54 Prozent. Die Aktie hat sich von Mai 2008 bis Januar 2009 ungefähr halbiert. Ein größerer Verlust war aber nie drin. Die nächste Spalte gibt den Anteil der Schlusskurse an, die über dem jeweils aktuellen 200-Tage-Durchschnitt lagen. Ein hoher Wert in dieser Spalte erlaubt es, Stoppkurse unterhalb der 200-Tage-Linie zu setzen. Man wird dann weniger wahrscheinlich ungewollt ausgestoppt. Natürlich wollen wir auch Geld mit der Aktie verdienen, daher ist in der nächsten Spalte die durchschnittliche Performance pro Jahr aufgeführt. Je höher desto besser.
Spannend sind die drei nächsten Spalten, die das bisherige Rekordhoch untersuchen. Ihr seht zunächst einmal den Abstand in Tagen. Steht hier eine Null, notiert die Aktie aktuell am Rekord. Anders bei der Aktie von Salesforce: Das Rekordhoch am 17.11.2021 liegt schon 810 Tage zurück. In der folgenden Spalte ist der Abstand des aktuellen Kurses zum Rekordhoch zu finden. Eine Null bedeutet, dass die Aktie aktuell ihren Rekord markiert hat. Die Aktie von Salesforce hingegen hat mit einem aktuellen Kurs von 266 Euro nur noch einen Abstand von 2 Prozent vom Rekordhoch bei 272 Euro. Und die dritte Rekordhoch-Spalte gibt den Anteil der Schlusskurse an, die Rekorde waren. Ganz hinten noch der Stoppkurs in Euro.
Konservative Anleger sollten Titel wählen, die einen niedrigen maximalen Drawdown und einen hohen Wert in der Spalte "Tage über GD200" haben.
So ist es ganz einfach, an der Börse nachhaltig ein Vermögen aufzubauen. Wichtig ist einerseits, bei der Aktienauswahl die Wahrscheinlichkeit für weitere Gewinne zu optimieren. Das gelingt mit Trendaktien.*** Andererseits muss man Verluste begrenzen, und das geht mit Stoppkursen.
Ich wünsche Euch allen viel Erfolg mit diesen Aktien, und, was noch viel wichtiger ist, viel Spaß beim Aktienhandel!
Sehr herzliche Grüße an alle, die das hier lesen müssen
aus einem etwas wärmeren, aber noch sehr trüben München
einen schönen Start in die Woche und eine schöne Faschingszeit****
nmh
___________________________
*) Die Börse Online macht diese Woche mit der Titel-Schlagzeile auf: "Aktien, die so günstig sind, dass sie steigen müssen." Das wollen die Leute lesen. Die Redaktion hat genau verstanden, wie man an der Tankstelle Hefte verkauft!
**) 1998 waren zwei scharfe Krisen, nämlich Russland und Asien (LTCM), vorangegangen. Die Gegenwart verarbeitet gerade die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine. 1998 war die Euphorie allerdings noch viel größer, der Optimismus für Aktien grenzenlos. Wir Ältern erinnern uns: Man hat damals Verabredungen am Abend danach abgestimmt, wann das "Zeichnungsfenster" auf net.IPO für die nächste Internet-Rakete begonnen hat. Nur wer in den ersten drei Sekunden seinen Zeichnungsauftrag schnell genug platziert hat, bekam Aktien zugeteilt, die sich dann über Nacht mindestens verdoppelt haben. Waren spannende Zeiten, damals.
***) Hier in der Community wird aktuell wieder die Bayer-Aktie als Hoffnungswert herumgereicht. Die ist abgestürzt und jetzt richtig billig. So billig wie zuletzt 2005. So billig, dass sie wieder steigen muss. Wer da jetzt nicht sofort einsteigt ... Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt. Meine Leserinnen und Leser sind seit 2022 nicht mehr in Bayer investiert.
****) Fasching = Karneval = Fastnacht = was auch immer. Bitte keine Vorträge! Warum gibt es eigentlich nur noch diese Hagebuttenkrapfen (Krapfen = Berliner)? Ich mag am liebsten die Klassiker mit Aprikosenmarmelade, aber überall ist Hagebutte drin. Oder Eierlikör oder Tiramisu-Kunstaroma oder Bayrisch Creme oder so ein Unfug. In meiner Discount-Bäckerei bei REWE verkaufen sie sogenannte "Aprikosen"krapfen, aber wenn man dann reinbeißt, ist wieder nur das üble dunkelrote Zeug drin: Hagebuttenmarmelade!! Ich frage mich: Ist das billiger als Aprikose? Verdienen die damit mehr? Kann mir das einer der mitlesenden Bäckermeister und Konditoren mal erklären?????
Hinweis auf Interessenkonflikte: Selbstverständlich halte ich alle genannten Wertpapiere und noch zahlreiche weitere in meinen Depots. Von einigen viel, von anderen weniger. Eine Kursbeeinflussung durch den vorliegenden Text ist aufgrund der hohen Marktkapitalisierung nahezu ausgeschlossen. Ich halte es nur für fair, Titel vorzustellen, von denen ich auch selbst überzeugt bin, so dass ich mit den Lesenden im selben Boot sitze.
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
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am 17.06.2024 18:29
Einige Fragen sind noch offen. Ich bitte um Entschuldigung für die Verspätung.
Ich habe mal mit meinem fest installierten, aufs Nachbarsgrundstück gerichteten Fernrohr geschaut, wie mein Nachbar nmh die oben genannten Aktien einschätzt. Damit Ihr die Aktien miteinander vergleichen könnt, ist außer einem aktualisierten Stopkurs auch das Kursziel angegeben, das sich rein rechnerisch mit Blick auf zehn Jahre nach der Rosenheim-Methode ergibt.
Air Liquide: guter Kauf, Stopkurs wie bisher 143 EUR; Kursziel: 300 EUR
Air Products Chemicals: jetzt wieder kaufen, Stopkurs 220 EUR; Kursziel: 530 EUR
Alphabet A: klarer Kauf, Stopkurs hoch auf 120 (110) EUR; Kursziel: 1000 EUR
Amazon: klarer Kauf, Stopkurs hoch auf 130 (125) EUR; Kursziel: 1400 EUR
Apple: jetzt wieder kaufen, Stopkurs hoch auf 156 (151) EUR; Kursziel: 1300 EUR
Broadcom: klarer Kauf, Stopkurs hoch auf 1000 (900) EUR; Kursziel: 15000 EUR
CBOE Global Markets: bitte halten; kaufen erst wieder über 170 EUR, Stopkurs hoch auf 145 (135) EUR; Kursziel: 530 EUR
Cisco: halten oder verkaufen; Stopkurs 40 EUR; Kursziel: 80 EUR (da ist seit vielen Jahren die Luft raus)
Hubspot: sehr hoch bewertet; anfällig für Enttäuschungen; halten oder kaufen mit engem Stop bei 460 EUR; Kursziel: 5500 EUR
Linde: klarer Kauf, Stopkurs hoch auf 350 (340) EUR; Kursziel: 2200 EUR
Mastercard: klarer Kauf, Stopkurs wie bisher 360 EUR; Kursziel: 2400 EUR
Microsoft: klarer Kauf, Stopkurs hoch auf 320 (285) EUR; Kursziel: 3300 EUR
Nvidia: kaufen, Stopkurs hoch auf 65 (55) EUR; Kursziel: 5600 EUR
Old Dominion: halten oder vorsichtig nachkaufen, Stopkurs wie bisher 150 EUR; Kursziel: 1100 EUR
O'Reilly: klarer Kauf, Stopkurs wie bisher 810 EUR; Kursziel: 5300 EUR
Salesforce: halten, Stopkurs hoch auf 190 (180) EUR; Kursziel: 890 EUR
Snap-On Tools: halten oder vorsichtig nachkaufen, Stopkurs hoch auf 220 (215) EUR; Kursziel: 532 EUR
Visa: klarer Kauf, Stopkurs wie bisher 225 EUR; Kursziel: 1230 EUR
In Klammern jeweils der alte Stopkurs. Achtung: Dies ist keine Kaufempfehlung oder Sterneliste. Ich habe einfach nur die Bewertung von nmh zu allen Aktien, die Ihr weiter oben erwähnt habt, geklaut herausgesucht.
Bei Air Liquide gab es per 10.06.2024 einen Split 10:11 (eine Aktie pro 10 Stück gratis hinzu). Dieser Split ist berücksichtigt; er führt zu einem rechnerischen Kursrückgang von ungefähr 10 Prozent, den man im Chartbild kompensieren sollte (siehe meine Bemerkungen dazu an anderer Stelle).
Hochachtungsvoll
der Nachbar von nmh
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am 17.06.2024 18:43
Falls es jemanden interessiert: Mein Stopp bei Old Dominion war mit €160 wohl etwas zu hoch. Sehe ich jetzt auch so Chart, aber hab das wohl kürzlich anders gesehen 😝
Schaunmermal, ob die verbliebenen Aktionäre Glück haben, oder ich Recht habe.
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am 18.06.2024 07:10
@FakeAccount Vielen Dank! Wie sieht es mit dem alten Favoriten Constellation Software aus? Da wäre auch die Frage, ob da nicht langsam die Luft raus ist und man das Geld lieber in Oracle, KLA oder Dell investieren sollte, die mit der AI Welle sicherlich weiter hochgehen werden (oder ggf. die bestehenden riesigen Positionen Broadcom, SMCI, Amazon, Alphabet oder sogar NVIDIA zu vergrößern).
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am 18.06.2024 07:43
Bin zum Höchststand rein und gleich -22 %. Schlechtes Timing. Aber die schwankt immer gerne mal etwas stärker. Halte weiter.
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am 18.06.2024 08:30
Warum siehst du bei Constellation die Gefahr,dass sie nicht weiter steigt.
Klar keine KI Aktie,aber doch sehr solide,zudem Can Aktie,also nicht nur US Aktien.
Ausserdem wenn es dein Geld erlaubt,kannst du doch in KLA etc.zusätzlich investieren.
Solange steigt....,kein Grund zu verkaufen
Ich denke @FakeAccount wird es ähnlich sehen
Aber ich weiß,was du meinst
Es ist das Gefühl,ähnliches dachte ich ja auch bei Snap und Cboe
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am 18.06.2024 08:32
@Sparplanfan schrieb:@FakeAccount Vielen Dank! Wie sieht es mit dem alten Favoriten Constellation Software aus? Da wäre auch die Frage, ob da nicht langsam die Luft raus ist und man das Geld lieber in Oracle, KLA oder Dell investieren sollte, die mit der AI Welle […]
Ich bin zwar nicht @FakeAccount, sach aber trotzdem was 😎: Constellation Software hat IMHO noch genügend Druck auf‘m Kessel. 10 sowie 5-jährig steigt die Aktie solide um ca. 32 sowie 28 %, scheint nicht überverkauft zu sein (ca. 12 % überm GD 200 zZt.), ist angemessen volatil und auch fundamental sowie nachrichtentechnisch scheint alles in Ordnung. Vielleicht nimmt die Verschuldung etwas zu, was bei dem Geschäftsmodell jedoch angemessen erscheint. Okay, die ganz fetten Jahre sind vorbei (2010 - 2016 ca. 55+ %/Jahr), aber als solide, verlässliche Beimischung finde ich sie zumindest für mein Depot sehr passend. Oder habe ich etwas übersehen?
Zahlen von Traderfox und Aktienfinder 🙄
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am 18.06.2024 09:27
@frustrierter Es gibt seit 6 Monaten Stillstand beim Kurs-klar, das ist für die Börse keine Ewigkeit, aber wenn parallel so viele Aktien dermaßen von der AI-Welle (oder auch andere wie Chipotle, Costco, Eli Lilly, NN) profitieren tut es weh, wenn zu viel Kapital "brach" liegt. Ja, für KLA werde ich woanders Geld zusammenklauben müssen. Aber die Aktie muss wieder gekauft werden, sonst würde ich mir immer Vorwürfe machen, sie verkauft zu haben!
@Leo P. Old Danke, beruhigt mich etwas! Ja, ich habe sie auch eher als "konservative" und verlässliche Beimischung gekauft, aber wie gesagt, in guten Börsenzeiten braucht man Kapital für die gut laufenden Sachen.
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am 18.06.2024 10:59
@Sparplanfan schrieb:@frustrierter Es gibt seit 6 Monaten Stillstand beim Kurs-klar […]
Gefühlt bildet die Aktie gelegentlich Plateauphasen aus, durch die der Investor halt durch muss… (Bin gerade unterwegs, daher am iPhone eingezeichnet 😳)
18.06.2024 17:02 - bearbeitet 18.06.2024 17:05
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18.06.2024 17:02 - bearbeitet 18.06.2024 17:05
Vielen Dank für Deine Frage zu CONST.BRANDS A DL-,01(871918) (die heißt auch "Constellation"). Das Papier steigt nicht mehr so stark wie vor zehn Jahren, aber ist eine Überlegung wert mit Stopkurs bei 210 (bisher 190) Euro. Das rein rechnerische Kursziel auf zehn Jahre beträgt immerhin 640 Euro.
Edit: Sorry, ich habe Dich verwechselt. Du hast in Deiner Frage die Aktie klar angegeben. Kein Grund also für mich, schnippisch zu sein. Bitte entschuldige die Verwechslung.
Vermutlich meinst Du aber eher CONSTELLATION SOFTWARE(A0JM27). Die liegt auf Platz 12 der weltweiten Rosenheim-Liste. Der langfristige (!!!) logarithmische (!!!) Chart (siehe unten) sieht auch weiterhin aus wie ein schöner Traum. Ermüdungserscheinungen kann ich dort nicht erkennen, auch wenn sich die Aktie seit Anfang 2024 eine verdiente Pause gönnt. Diese Aktie ist weiter ein klarer Kauf. Den Stopkurs würde ich wie bisher erstmal bei 2050 Euro lassen. Nach der Rosenheim-Methode ist bis 2034 ein theoretisches Kursziel von 20 000 Euro drin!
Bitte auf das Bild klicken, um es zu vergrößern (mit einem Fernrohr aufgenommen):
Schönen Nachmittag!
Hochachtungsvoll
der Nachbar von nmh
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am 18.06.2024 19:07
Liebe Community, vielen Dank für die schönen Rätsel und euer Engagement beim Rätsel lösen. Ich bin gerade wieder beim Stopkurse ausknobeln:
Bechtle: hat den gd200 unterschritten und kämpft um die 44 Euro. Hier in der Nähe liegt mein Stopkurs.
Monster beverage: Ebenfalls gd 200 deutlich unterschritten und mein Stopkurs ebenfalls 44 Euro, noch hält er.
Lvmh: gd 200 unterschritten nähert sich deutlich der 700 Euro Marke, aus meiner Sicht aber noch Luft bis ca. 652 Euro. Vielleicht will ich es aber auch so tief sehen, weil ich mir aus den Gewinnen doch eine Louis Handtasche finanzieren wollte. Bäm und schon in die emotionale Falle getappt?
Könnt ihr meine Einschätzung teilen? Habt ihr andere Vorschläge?
Über Rückmeldungen freue ich mich sehr. Schönen Abend bei endlich erreichten 30 Grad
