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EFT-Fonfs verkaufen - wie vorgehen
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am 11.11.2020 21:12
Hi, ich bespare seit Jahren fleissig mehrere EFT-Sparpläne mit wechselnden Fonds.
Aktuell habe ich Anteile von ich glaube 8 oder 9 verschiedenen Fonds im Depot.
Nun muss ich mich aber mit dem teilweisen Verkauf auseinandersetzen, da ich das Geld benötige.
Meine Frage nun, wie vorgehen?
Gibt es verschiedene Möglichkeiten Fondsanteile zu verkaufen oder drücke ich einfach einen Knopf "Verkaufen" und erledigt?
Und, ist es besser viele Anteile eines Fonds zu verkaufen? Was in meinem Fall dazu führen würde, da ich 3-4 der Fonds evtl komplett "verlieren" würde. Dann wäre die Frage, welche es denn werden sollen, an was kann ich mich orientieren? Die die am schlechtesten Laufen seit Jahren?
Oder teile ich den Verkauf auf alle verfügbaren Fonds auf?
Ich habe auch noch keine Ahnung von den Gebühren, die beim Verkauf auf mich zukommen.
Ich danke für eure Hilfe!
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ETF
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am 16.11.2020 00:07
@GetBetter schrieb:
Nochmal zum EM:Wenn Du oben zum Ergebnis kommst, dass sie Dir wichtig ist, dann nimm 90% A1JA1R plus 10% EM (konsequenterweise evtl. auch für diesen Bereich einen SRI-ETF).
Falls Sie Dir nicht wichtig ist, dass kannst Du auch direkt den A1JX52 nehmen. Der ist nciht nachhaltig und vereinigt die Kombi 90% + 10% in einem fertigen ETF (dem einzigen ausschüttenden dieser Art).
Unbedingte Zustimmung.
Ist für mich was zum an-die-eigene-Nase-fassen: Wenn ich das Prinzip A1JX52* etwas früher verstanden hätte, hätte ich jetzt nicht so viele globale ETFs im Portfolio. Immerhin fließen jetzt die VL in den Vanguard FTSE All-World
Grüße und gute N8,
Andreas
* zu meinem vollständigen Glück müsste es jetzt bloß noch einen FTSE-All-World-SRI geben
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am 16.11.2020 00:23
@Klub schrieb:Dann möchte ich einen MCSI World, einen MCSI World SCI und eine EM drin haben.
Da habe ich den Verdacht, dass Du mit diversen ETFs Deine Risikostreuung verbessern möchtest. Das geht aber praktisch kaum, denn jeder einzelne Index-ETF besteht schon praktisch aus nichts anderem, als Streuung. Zweitens sind das sämtlich Aktienwerte (Zykliker).
Eine ganz erheblich wirksamere Risikostreuung bekommst Du, wenn Du ein paar Anleihen, vielleicht ein paar gemanagte Fonds, die ohne den Umweg über die (immer schon per Definitionem zyklische) Börse direkt in entsprechende Assets investieren, und ggf. etwas Edelmetall etc. investierst.
Für ein sehr rundes und sogar je nach Bären- oder Bullenmarkt aktiv steuerbares Portfolio braucht man tatsächlich nur einen Index-ETF und einen Anleihen-ETF.
In einem Bullenmarkt möchtest Du vermutlich einen höheren Aktienanteil haben, in einem Bärenmarkt einen höheren Anleihen-ETF.
Gruß: KWie2
... irgendwo in 'nem Portfolio zwischen Graham und Bogle ...
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am 16.11.2020 10:00
Hmm, ja, also den Nachhaltigen hab ich drin, weil ich eben ein bißchen was nachhaltiges tun möchte. Aber dann hab ich auch wieder bedenken, das er nicht so viel Rendite abwirft, was bei meinen paar Kröten die ich spare eben schon relevant ist.
Ich esse ja auch regelmäßig Bio und fahre mit der Bahn, aber eben auch nicht immer.
Den EM hab ich tatsächlich ganz gerne separat drin. Vielleicht will ich dessen Anteil ja mal verändern und bin dann flexibel.
Noch eine Frage zur Steuer:
Sehe ich irgendwo, wieviel Zinsen, Renditen, uws. in diesem Jahr aktuell schon aufgelaufen ist? Oder muss ich mir das selbst notieren. Habe z.B. grade den Dax-ETF verkauft und die Rendite wird ja nun versteuert und mein Freibetrag hat sich eben um die Rendite verkleinert.
16.11.2020 11:27 - bearbeitet 16.11.2020 11:29
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16.11.2020 11:27 - bearbeitet 16.11.2020 11:29
@Klub schrieb:Hmm, ja, also den Nachhaltigen hab ich drin, weil ich eben ein bißchen was nachhaltiges tun möchte. Aber dann hab ich auch wieder bedenken, das er nicht so viel Rendite abwirft, was bei meinen paar Kröten die ich spare eben schon relevant ist.
Ich esse ja auch regelmäßig Bio und fahre mit der Bahn, aber eben auch nicht immer.
Wenn Du die Befürchtung hast, der nachhaltige ETF wäre renditeschwächer, dann wirst Du den innerlichen Kampf zwischen Profitstreben und Nachhaltigkeit wahrscheinlich austragen müssen. Zu Deiner Beruhigung sei aber gesagt, dass die aktuelle Datenlage diese Befürchtung nicht stützt.
Hier der langfristige Vergleich beider zur Auswahl stehenden ETFs:
Dein aktueller Plan wäre vergleichbar mit dem Wunsch eigentlich einen BMW X5 kaufen zu wollen aber aufgrund des schlechten Gewissens direkt noch einen Smart mitzubestellen.
Kann man machen, ist aber nur begrenzt sinnvoll.
Über Für und Wider gibt es hier in der Community schon einige Diskussionen zwischen Befürwortern beider Lager. Die will ich jetzt gar nicht aufwärmen. Persönlich bin ich aber der Meinung man sollte sich schon bestmöglich für eine Seite entscheiden (vorausgesetzt für den gewählten Index existiert ein entsprechender ETF).
@Klub schrieb:Den EM hab ich tatsächlich ganz gerne separat drin. Vielleicht will ich dessen Anteil ja mal verändern und bin dann flexibel.
Kein Problem.
@Klub schrieb:Noch eine Frage zur Steuer:
Sehe ich irgendwo, wieviel Zinsen, Renditen, uws. in diesem Jahr aktuell schon aufgelaufen ist? Oder muss ich mir das selbst notieren. Habe z.B. grade den Dax-ETF verkauft und die Rendite wird ja nun versteuert und mein Freibetrag hat sich eben um die Rendite verkleinert.
Ich bin noch nicht ganz sicher was Du meinst.
Entweder Du willst es konkret für dieses Jahr wissen (ETF-übergreifend), dann bist Du unter Persönlicher Bereich > Verwaltung > Steuerüberischt am Besten aufgehoben.
Oder Dir geht es konkret um einen ETF (jahresübergreifend), dann musst Du selber rechnen. Das kann einfach oder kompliziert werden, abhängig davon ob Du einen Einmalkauf getätigt hattest oder per Sparplan eingestiegen bist, ob Du alles oder nur Teile verkaufen willst, in welchen Zeiträumen gekauft wurde (vor 2009, zwischen 2009 und 2017, seit 2017) etc.
Auf jeden Fall wäre die Steuersimulation mal einen Blick wert (Persönlicher Bereich Depot > Depotübersicht > Steuersimulation).
Kleine Anmerkung: Du meinst nicht Rendite sondern Gewinn.
Die Rendite ist immer eine prozentuale Angabe, der Gewinn wird in Euro ausgedrückt. Versteuert wird natürlich auch nur der Gewinn.
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am 16.11.2020 15:51
Das von @GetBetter Geschriebene möchte ich heftigst unterstreichen: wenn schon SRI, dann richtig. Wenn Du den SRI im Körbchen hast, brauchst Du keinen'normalen' MSCI World mehr!
Grüße,
Andreas
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am 16.11.2020 19:47
Wißt ihr denn, warum die Nachhaltigen dann bei Finanztest regelmäßig schlechter bewertet werden? Daran hatte ich mich bisher orientiert.
Bzw. warum nimmt dann nicht jeder die Nachhaltigen? Wäre doch besser für die Welt und auch kein schlechteres Geschäft.
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am 16.11.2020 20:32
Hallo,
@Klub schrieb:Bzw. warum nimmt dann nicht jeder die Nachhaltigen? Wäre doch besser für die Welt und auch kein schlechteres Geschäft.
In: Nachhaltige Geldanlagen – ETF sind keine gute Lösung gibt es in einem Beitrag von Zilch ein Video von Andreas Beck.
Der argumentiert rein logisch mathematisch, aber in der Praxis kann die Geschichte auch völlig anders ausgehen. Als Selektion aus den Indexfonds könnten die SRI und ESG ETFs auch genau darum besser in die Zukunft laufen. Aber schau' doch einfach enimal durch den Thread von Digitus. Wenn Du Dich dann immer noch für ESG oder SRI ETFs interessierst, dann denkst Du anders als ich.
Gruß: KWie2
... irgendwo in 'nem Portfolio zwischen Graham und Bogle ...
16.11.2020 21:23 - bearbeitet 16.11.2020 21:24
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16.11.2020 21:23 - bearbeitet 16.11.2020 21:24
@Klub schrieb:Wißt ihr denn, warum die Nachhaltigen dann bei Finanztest regelmäßig schlechter bewertet werden? Daran hatte ich mich bisher orientiert.
Das hatte ich bisher nicht so gesehen. Sie werden als Alternative zum 'normalen' MSCI World sogar ausdrücklich empfohlen.
@Klub schrieb:Bzw. warum nimmt dann nicht jeder die Nachhaltigen? Wäre doch besser für die Welt und auch kein schlechteres Geschäft.
Weil es halt doch die einen oder die anderen Bedenken gegen die Auswahlkriterien gibt. Ich bin trotz aller Bedenken ein Verfechter der SRI-Idee, weil ich - das hatte ich auch in dem von @KWie2 verlinkten Thread geschrieben - SRI immer noch besser finde als kein-SRI.
Wer konsequenter an die Sache heran gehen will, sollte sich die aktiv gemanagten Fonds ansehen, die hier genannt sind.
Grüße,
Andreas
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am 16.11.2020 23:54
@Klub schrieb:Wißt ihr denn, warum die Nachhaltigen dann bei Finanztest regelmäßig schlechter bewertet werden? Daran hatte ich mich bisher orientiert.
Finanztest hat eine Bewertungsskala von 1-5 Punkten sowie das Prädikat "1. Wahl".
Mit "1. Wahl" können grundsätzlich nur markttypische ETFs ausgezeichnet werden. Das sind solche, die den Index exakt nachbilden.
Ein ETF auf den SRI ist im Grunde nichts anderes als ein gemanagter Fonds. DIe Entscheidung welche Unternehmen enthalten sein sollen ist nämlich nicht objektiv da die Kriterien ziemlich wachsweich sind (welcher Faktor wird wie stark gewcihtet etc.).
Insofern sind SRI/ESG-ETFs eben nicht mehr markttypisch und daher im Sinne der Finanztest nie erste Wahl.
Andererseits ist es aber nur einem nicht markttypischen ETF überhaupt möglich den Markt zu schlagen. Insofern kann man auch argumentieren, dass die besten ETFs üblicherweise mit 5 Punkten und eben nicht mit "1. Wahl" bezeichnet sind. Der A1JA1R hat übrigens diese 5 Punkte.
Die Frage ist halt immer: Wie lange ist ein nicht markttypsicher ETF besser als der Markt. Die Abweichung vom Markt ist ja nicht nur die Chance besser abzuschneiden sondern umgekehrt auch das Risko schlechter abzuschneiden.
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am 03.12.2020 14:52
Hi und nochmal vielen Dank für die ausführlichen Infos. Ich habe mich jetzt erstmal enschieden den A1JA1R langfristig auf 60% zu bekommen und den A2AFCZ auf 10%. Der Rest verteilt sich auf 10% für Nasdaq und IT und 20% 1x MSCI World der erstmal liegen bleibt.
Und den Rest werden ich nach und nach verkaufen, so wie es steuerlich paßt.

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