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Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

Antonia
Mentor ★★★
3.549 Beiträge

Es ist nun offiziell soweit:

 

Eilmeldung 

 

Wir dürfen gespannt sein!

Grüße von Antonia
____________________
Alle Männer haben nur zwei Dinge im Sinn: Geld ist das andere. Jeanne Moreau
79 ANTWORTEN

huhuhu
Legende
9.332 Beiträge

Mahlzeit, 

 

ab und an melden sich auch wieder mal die Banker aus Turin,

...wer weiß was alles nach Monte dei Paschi noch passiert 🤔

 

Nichts genaues weiß man nicht...Typisch 🇮🇹 ...😉

 

Aber irgendwann werden wir es wohl erfahren.

 

Grüße

Daniel & Vaddern 

 

Klever
Mentor ★★★
2.465 Beiträge

@Crazyalex  schrieb:

Ich sehe im Grunde zwei realistische Szenarien:

Entweder die Comdirect wird wieder in die Eigenständigkeit entlassen und bekommt die Möglichkeit, sich wieder über eine klare kundenorientierte Strategie hochzuarbeiten.

Oder, falls ein neuer Eigentümer keinen strategischen Sinn mehr in einer eigenständigen Comdirect sieht, läuft es irgendwann auf eine Abwicklung hinaus. In diesem Fall würde es vermutlich ein entsprechendes Wechselangebot für die Kunden geben: Wer möchte, wechselt zum neuen Angebot, wer nicht möchte, sucht sich eine Alternative.

 

Viel mehr Varianten sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ein aufwendiger Mittelweg, bei dem man die Comdirect als Marke erhält, aber gleichzeitig große Teile der Technik und Organisation umbaut, kostet viel Geld und geht mit erheblichen Risiken einher.


Unicredit könnte doch statt Comdirect weiter zu betreiben - mit mehr Eigenständigkeit oder als bloße Marke so wie jetzt - oder abzuwickeln, noch etwas anderes tun: 

Comdirect verkaufen. 

Vielleicht hätte die Deutsche Bank Interesse, eine reine Online-Bank zu betreiben. (*)

ING oder andere Online-Banken könnten Interesse am Kundenstamm haben. 

 

Manchmal wird es bei Übernahmen sogar zur Auflage gemacht, dass Gesellschaftsteile verkauft werden. 

 

Grüße

Klever

 

Edit:

* = Die Deutsche Bank hat mit der Norisbank schon eine Online-Bank (Direktbank) und deshalb vermutlich eher kein Interesse an der Comdirect. 

 

huhuhu
Legende
9.332 Beiträge

@Klever  schrieb:

@Crazyalex  schrieb:

Ich sehe im Grunde zwei realistische Szenarien:

Entweder die Comdirect wird wieder in die Eigenständigkeit entlassen und bekommt die Möglichkeit, sich wieder über eine klare kundenorientierte Strategie hochzuarbeiten.

Oder, falls ein neuer Eigentümer keinen strategischen Sinn mehr in einer eigenständigen Comdirect sieht, läuft es irgendwann auf eine Abwicklung hinaus. In diesem Fall würde es vermutlich ein entsprechendes Wechselangebot für die Kunden geben: Wer möchte, wechselt zum neuen Angebot, wer nicht möchte, sucht sich eine Alternative.

 

Viel mehr Varianten sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ein aufwendiger Mittelweg, bei dem man die Comdirect als Marke erhält, aber gleichzeitig große Teile der Technik und Organisation umbaut, kostet viel Geld und geht mit erheblichen Risiken einher.


Unicredit könnte doch statt Comdirect weiter zu betreiben - mit mehr Eigenständigkeit oder als bloße Marke so wie jetzt - oder abzuwickeln, noch etwas anderes tun: 

Comdirect verkaufen. 

Vielleicht hätte die Deutsche Bank Interesse, eine reine Online-Bank zu betreiben. 

ING oder andere Online-Banken könnten Interesse am Kundenstamm haben. 

 

Manchmal wird es bei Übernahmen sogar zur Auflage gemacht, dass Gesellschaftsteile verkauft werden. 

 

Grüße

Klever


Ah 👆 @Klever 

zu Deinem Gedankengang,

mal die Namen Fineco & Isybank 

...warten wir mal ab 😉

 

Grüße

Daniel

Crazyalex
Legende
10.182 Beiträge

@Klever 

Ein Verkauf wäre grundsätzlich natürlich ebenfalls denkbar.

Für mich wäre das allerdings eher eine Variante der ersten Möglichkeit: Die Comdirect würde als eigenständige Direktbank erhalten bleiben, lediglich mit einem anderen Eigentümer.

 

Meine eigentliche Überlegung war weniger, wer Eigentümer ist, sondern ob die Comdirect als eigenständige Direktbank eine Zukunft hat oder ob sie letztlich in den Strukturen eines neuen Konzerns aufgeht.

 

Am Ende hängt das natürlich auch davon ab, welchen strategischen Wert ein möglicher neuer Eigentümer in einer separaten Direktbank überhaupt noch sieht. Das können wir heute alle nur schwer - um nicht zu sagen: gar nicht - einschätzen.

 

Ich bleibe daher dabei: Als Kunden können wir die Entwicklung ohnehin nur abwarten. Wie die Entscheidung im Detail ausfällt, werden wir mit Sicherheit erfahren 😉

 

Gruß Crazyalex


An alle Neueinsteiger: Appell an alle Neueinsteiger und Interessenten.
ETF-Anfänger: Bitte intensiv durcharbeiten... ETF-FAQ. .................Danke!

CurtisNewton
Legende
5.715 Beiträge

In einem Interview hat Deutsche Bank Chef Sewing betont, dass man die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit als "Ertragschance" sehe. Aus den Übernahmegesprächen von 2019 wisse man, wo Ertragssynergien und Ertragsdyssynergien lägen. Zwischen den Zeilen konnte man rauslesen, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.

 

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"Video meliora proboque, deteriora sequor"

Klever
Mentor ★★★
2.465 Beiträge

@CurtisNewton  schrieb:

, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.


Natürlich möglich. Gab es denn eine Kapitalflucht von der HypoVereinsbank nach der Übernahme durch UniCredit hin zur Deutschen Bank und zur Commerzbank? 

huhuhu
Legende
9.332 Beiträge

@Klever  schrieb:

@CurtisNewton  schrieb:

, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.


Natürlich möglich. Gab es denn eine Kapitalflucht von der HypoVereinsbank nach der Übernahme durch UniCredit hin zur Deutschen Bank und zur Commerzbank? 


Ja.

CurtisNewton
Legende
5.715 Beiträge

@Klever  schrieb:

@CurtisNewton  schrieb:

, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.


Natürlich möglich. Gab es denn eine Kapitalflucht von der HypoVereinsbank nach der Übernahme durch UniCredit hin zur Deutschen Bank und zur Commerzbank? 


Ungeprüft via Gemini

Die Situation stellte sich konkret wie folgt dar:

  • Verunsicherung der Kundschaft: Kurz nach dem Vollzug der Übernahme durch die italienische UniCredit im Herbst 2005 zeigten interne Statistiken der HVB, dass das Institut zeitweise bis zu 3.000 Privatkunden pro Monatverlor. Viele Kunden und auch Geschäftskunden zeigten sich verunsichert darüber, welche strategische Ausrichtung die neue italienische Muttergesellschaft verfolgen würde.

  • Wechsel zur Konkurrenz: Ein Teil dieser abwandernden Kunden zog damals tatsächlich die Konsequenzen und wechselte zu anderen deutschen Instituten (wie Sparkassen, Volksbanken oder anderen privaten Großbanken wie der Deutschen Bank oder der Commerzbank), da damals Sorgen vor einem Kontrollverlust, veränderten Konditionen oder dem Abbau des Filialnetzes dominierten.

  • Keine systemische „Kapitalflucht“: Im volkswirtschaftlichen Sinne sprach man dennoch nicht von einer echten Kapitalflucht, da sich die Abgänge im Rahmen eines normalen, wenn auch erhöhten Kunden-Kündigungsstroms bewegten und keinen plötzlichen, flächendeckenden Ansturm auf die Einlagen (Bank-Run) oder einen massiven, gesamtwirtschaftlichen Kapitalabfluss aus dem deutschen Bankensektor darstellten. Die HVB fing diesen Trend im Laufe der darauffolgenden Jahre durch Stabilisierungsmaßnahmen und neue Produktstrategien wieder auf.

 

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"Video meliora proboque, deteriora sequor"

FD774
Experte ★★
262 Beiträge

https://www.boersen-zeitung.de/banken-finanzen/orlopp-bestaetigt-commerzbank-wird-gespraeche-mit-uni...

 

Zitat aus dem Text:

 

"Man komme mit der stärksten Commerzbank der Geschichte an den Tisch und habe breiten Rückhalt bei Aufsichtsrat, Bundesregierung und Arbeitnehmern."

 

Tja, und wie ist es mit dem Rückhalt der Kunden?

 

CurtisNewton
Legende
5.715 Beiträge

Oh my dear, was für ein Floskel Bingo. Mit Rückhalt durch den Bund ist nicht mehr viel und die stärkste Commerzbank aller Zeiten bekommt nicht mal eine Mehrheit bei der nächsten HV zusammen. Bezeichnend dass der Aufsichtsrat den Vorstand darauf hinweisen musste das nun Game Over ist, ansonsten würde BO heute noch erklären dass man weiter an die Selbstständigkeit glaubt

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"Video meliora proboque, deteriora sequor"