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Was passiert wenn Broker kündigt
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29.01.2024 17:46 - bearbeitet 30.01.2024 10:09
Hallo zusammen,
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Aktuell besitze ich noch bei einem Neobroker ein Depot. Was würde passieren, wenn dieser oder gar die Bank mir das Vertragsverhältnis kündigt? Kann ich dann noch einen Depotumzug beantragen, oder liefe ich Gefahr, dass Wertpapiere verkauft werden könnten?
Dazu noch eine Anschlussfrage... Wenn ich bei meinem Broker einen Umzug anstoßen würde, ginge das nur in Verbindung mit einer Kündigung. Der Broker ist bekannt dafür, dass Umzüge außergewöhnlich lange dauern ( laut Bewertungen im Netz zum Teil wohl mehrere Wochen oder Monate). Auch hier die Frage, ob unter gewissen Voraussetzungen Anteile ohne meine Zustimmung verkauft werden könnten bzw welche Risiken bestünden, wenn mein Depot gekündigt ist, aber der beantragte Umzug noch nicht vollzogen wurde.
Ich hoffe hier kann mir jemand helfen:)
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Depot
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am 29.01.2024 19:54
Letztendlich liegen die Wertpapiere beim Baader und nicht beim Neobroker, der ist ja nur Vermittler und hat nicht mal eine Banklizenz.
Wenn SB+ die Grätsche macht, klärst du das halt direkt mit Baader als depotführende Bank. Haben ja einige hier im Forum schon gemacht weil der offizielle Weg zu langsam war (mal nach Smartbroker suchen, da findest du ein sehr länglichen Thread)
"Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance." - Victor Hugo
29.01.2024 22:35 - bearbeitet 29.01.2024 22:37
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29.01.2024 22:35 - bearbeitet 29.01.2024 22:37
Hallo,
@Neptun2409 schrieb:Zumal ein Antrag auf Depotumzug bei meinem Broker nur mit einer eigenen Kündigung verbunden werden kann. Dazu habe ich jetzt nach Durchsicht aller Vertragsunterlagen festgestellt, dass der Broker jeder Zeit kündigen könnte. Welche Folgen eine Kündigung hat, steht dort gar nicht.
Das steht dafür aber ein Stück weit in der aktuellen Rechtsprechung.
Es gibt hier eine starke Parallele zu dem Thread: Wertpapierkredit- nun Selbstauskunft erforderlich. Dort verlinkte @dg2210 auf einen älteren Thread von @Antonia mit Titel: Wertpapierkredit, Urteil-News.
Die Selbstauskunft war nämlich aus Sicht der Bank dadurch notwendig geworden, dass der Verkauf von Wertpapieren seitens des Brokers aus einem Kundendepot nach der Verweigerung der Zusammenarbeit durch den säumigen Kunden (bediente den Margin-call nicht, so dass der Wertpapierkredit überzogen war) Gerichtlich als unverhältnismäßig beurteilt worden war.
Damit Stand die Bank mit einem Kunden da, der seinen Wertpapierkredit nicht in den Rahmen der Vertragsvereinbarung zurückzuführen bereit war und konnte die Sicherheiten - die Wertpapiere - nicht liquidieren.
Nach dem Urteil des OLG Schleswig-Holstein dürfte es keiner Bank (jedenfals keiner in Schleswig Holstein, aber in dem verlinkten Artikel wird ja auch noch auf ein BGH Urteil hingewiesen) mehr einfallen, etwa willkürlich Wertpapiere eines Kunden zu veräußern. Und wenn, dann hättest Du als Kunde ziemlich grünes Licht vor Gericht.
Tenor: Der Broker darf Dir kündigen, Dich aber weder enteignen noch sonst schädigen.
Gruß: KWie2
... irgendwo in 'nem Portfolio zwischen Graham und Bogle ...
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am 29.01.2024 22:38
@Neptun2409 schrieb:Wenn ich bei meinem Broker einen Umzug anstoßen würde, ginge das nur in Verbindung mit einer Kündigung.
Wie kommst du darauf?
Du kannst nur einen Teil der Wertpapiere zu einem anderen Broker übertragen oder alle. Und selbst in letzterem Fall könnte ein leeres Depot bestehen bleiben.
30.01.2024 07:59 - bearbeitet 30.01.2024 10:13
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30.01.2024 07:59 - bearbeitet 30.01.2024 10:13
Weil, wenn man dort den Übertrag beantragt, nach meinem Verständnis automatisch kündigt. Zumindest finde ich bisher keine isolierte Übertragungsmöglichkeit. Das ist auch ein Punkt, der mir absolut nicht gefällt, da man dann ja nach Depotauflösung ( ich meine 60 Tage danach) nicht mehr in den Account kommt
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am 30.01.2024 08:00
@Neptun2409 schrieb:Weil, wenn man dort den Übertrag beantragt, nach meinem Verständnis automatisch kündigt. Das ist auch ein Punkt, der mir absolut nicht gefällt, da man dann ja nach ( ich meine 2 Monaten) nicht mehr in den Account kommt.
Ist aber nicht so
Gruß Crazyalex
An alle Neueinsteiger: Appell an alle Neueinsteiger und Interessenten.
ETF-Anfänger: Bitte intensiv durcharbeiten... ETF-FAQ. .................Danke!
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am 30.01.2024 09:22
@Neptun2409 schrieb:Weil, wenn man dort den Übertrag beantragt, nach meinem Verständnis automatisch kündigt. Das ist auch ein Punkt, der mir absolut nicht gefällt, da man dann ja nach ( ich meine 2 Monaten) nicht mehr in den Account kommt.
Kannst Du mal bitte eine Quelle für all diese Aussagen nennen?
30.01.2024 09:54 - bearbeitet 30.01.2024 10:03
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30.01.2024 09:54 - bearbeitet 30.01.2024 10:03
Ich habe es mir nochmal angeschaut. Möglicherweise habe ich mich geirrt. Aktuell finde ich nur ein Formular, wonach man das Depot kündigen kann. Auf diesem Formular kann man ankreuzen, ob man eine Depotübertragung wünscht. Ein anderes Formular zu einer Depotübertragung ( eben ohne Kündigung) finde ich nicht, was aber nicht bedeutet, dass ich es nicht übersehen haben könnte. 60 Tage nach Depotauflösung bzw Kontos verliert man den Zugang laut FAQ. Link dazu kann ich nicht bieten, denn das finde ich in der App.
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30.01.2024 22:26 - bearbeitet 30.01.2024 22:28
Selbst wenn Smartbroker kein Formular dafür hätte, könntest du einen formlosen Übertragsauftrag stellen (der natürlich alle notwendigen Daten enthalten muss).
Oder du machst es gleich so, wie es die depotführende Baader-Bank in ihren FAQ beschreibt (https://www.baaderbank.de/FAQ+Depotuebertragung-902) :
Wie kann ich einen Depotübertrag an eine andere Bank veranlassen?
Bitte verwenden Sie hierzu das Formular der annehmenden Depotbank und senden uns dieses postalisch oder per E-Mail zu.
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31.01.2024 04:18 - bearbeitet 31.01.2024 04:19
Ich frage mich warum dann überhaupt noch bei so einem Broker ist, wenn man sich dort so Unwohl fühlt. Grundsätzlich sollte ein Depoübertrag ohne Kündigung möglich sein. Kann ja sein das man seinem Kind eine Aktie schenken möchte.

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