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Geheimnisvolle Kündigung: Warum wirft die Bank mich raus?

348 ANTWORTEN

dg2210
Legende
8.240 Beiträge

@CurtisNewton  schrieb:

 

Zurück zur Sammlung von Datenpunkten. Ein interessanten solchen findet man auch in einem etwas älterem Artikel zum Thema Kontenbereinigung aus wirtschaftlichen Gründen (was ja gerne bestritten wird)

 

https://www.merkur.de/deutschland/hamburg/kontenbereinigung-bank-schmeisst-massenweise-hamburger-kun... 

 


Das betrifft eine Filialbank mit anderen Kostenstrukturen als eine Online-Bank. Wenn eine Filialbank die Kundenanzahl reduziert, dann hat das Management 'plötzlich und unerwartet' neue Argumente, um Filialschliessungen und Personalabbau durchzusetzen. Es würde mich nicht wundern, wenn es bei der Commerzbank Betriebsvereinbarungen mit Beschäftigungs- und Standortgarantie gäbe, die festlegen, daß Standorte mit einer bestimmten Kundenzahl garantiert nicht geschlossen werden.

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

FD774
Experte ★★
264 Beiträge

Ich spekuliere mal, daß eine Kündigung auch aus politischen Gründen erfolgen kann. Jüngster Fall ist Anabel Schunke, die ihre Kündigung publik gemacht hat. Als rechte Influencerin hat man kein leichtes Leben ...

 

 

 

 

Thorsten_
Legende
5.116 Beiträge

@FD774  schrieb:

Ich spekuliere mal, daß eine Kündigung auch aus politischen Gründen erfolgen kann. Jüngster Fall ist Anabel Schunke, die ihre Kündigung publik gemacht hat. Als rechte Influencerin hat man kein leichtes Leben ...


Kann man glauben oder auch nicht. Ich vermute hier einfach das Standardvorgehen völlig unabhängig von politischer Gesinnung.

 

"Zuvor sei ihr vorgeworfen worden, ihr Konto durch Zahlungen aus dem Beteiligungsprogramm der Plattform X gewerblich zu nutzen." (https://exxpress.at/news/debanking-verdacht-deutsche-bank-kuendigt-konservativer-journalistin-das-ko...)

Bevor sich die Bank hier auf einen Kuhhandel einlässt, wird vom Kündigungsrecht Gebrauch gemacht. Fertig.

Crazyalex
Legende
10.200 Beiträge

@Thorsten_ 

Wobei sich der von Dir verlinkte Artikel schon rechtslastig und tendenziös liest.

 

Ich will den Einzelfall hier nicht bewerten - weder habe ich dazu die notwendigen Hintergrundinfos noch die Lust dazu.

Aber ich bin der Meinung, dass die Bank da alle Kunden gleich behandeln sollte. Unabhängig von jeglicher "Gesinnung" - solange der Kunde vertragskonform handelt, sollte eine Kündigung nicht stattfinden.

 

Bei politisch exponierten Personen (wird das heute bei der Kontoeröffnung noch abgefragt?) ist das natürlich nicht immer so einfach. Hier kann das öffentliche Ansehen der Bank leiden - und diese muss sich ggf. schützen.

 

Gruß Crazyalex


An alle Neueinsteiger: Appell an alle Neueinsteiger und Interessenten.
ETF-Anfänger: Bitte intensiv durcharbeiten... ETF-FAQ. .................Danke!

Joerg78
Mentor ★★★
3.503 Beiträge

Uije, ich habe den Fehler gemacht, im oben verlinkten Artikel mal auf X die ganzen Antworten anzuschauen (da ich dort kein Mitglied bin, eben über xcancel.com) - das ist ja mal ein Sumpf 🤢

Was die Ursache der Kündigung war, darüber kann man nur spekulieren, wir wissen es nicht. Möglicherweise liegt es schlicht am Beteiligungsprogramm und die Aussage der Kundenbetreuung ("Einfach mehr private Umsätze") war einfach falsch.

 

Viele Grüße,

Jörg

 

ae
Legende
3.679 Beiträge

Sorry, für mich klingt das nach dem berühmten Sack Reis …

In gewissen Kreisen gefällt man sich offenbar in der Opferrolle. Die Verbindungen und (berufliche) Herkunft der „Journalistin“ deuten darauf hin, dass diese Rolle verinnerlicht wurde 

 

Who cares …

 

gruss ae

—————————
>>> Meine Glaskugel funktioniert, ist geputzt und auf dem neuesten Stand der Technik
>>>> Leider weigert sie sich konsequent, mit mir zu reden

microsparer
Experte ★★★
684 Beiträge

der impact (vulgo "Reichweite") einer Anabwho reicht im Leben nicht für eine geflüsterte "politische Kündigung". 

Glücksdrache
Legende
4.600 Beiträge

Hallo @microsparer, @ae,

hallo Community, 

 

die Journalistin entlarvt ihren Sensationsjournalismus (-> sh. dort) ganz schnell und einfach, indem sie die Kündigungsmail von comdirect gleich noch mit abbildet. Schlecht gemacht, da fällt die Opferrolle gleich weg.

 

Für den unbeteiligten Dritten sieht es wie folgt aus: Die Journalistin steht nicht plötzlich auf einer Reise mit gesperrter Debit- oder Kreditkarte da, sondern bekommt was: Die übliche, langsame Kündigung mit mehrwöchiger Frist, hier der 5. Oktober (ausgehend vom 27. Juli).

 

Der wahrscheinlichste Grund ist wohl: Monatelang gar keine Überweisung bekommen und dann aus dem "Beteiligungsprogramm von X" (was immer das sein mag) einen großen Betrag.

 

Und schon setzen eigentlich die Mitwirkungspflichten ein: 

1.) Mal in der elektronischen Postbox nachgesehen, ob eine Anfrage wegen Geldwäscheverdacht vorliegt oder

2.) Rechtzeitig die Meldung nach Außenwirtschaftsverordnung abgegeben (ja, mit vorgestreckten Reisekosten bei dem von ihr angegebenen Beruf kommt so ein Bruttobetrag schnell zusammen) oder

3.) Das Geld innerhalb weniger Stunden auf ein unbekanntes Auslandskonto weiter transferiert

oder oder oder....

 

Für mich kommt der Vorgang jetzt gleich in die Rundablage. Scheinbar viel Rauch um nichts. Eigentlich wollte ich der Journalistin eine kurze E-Mail schreiben, die erklärt, dass ein "Upselling" auf eine höhere Girokonto-Variante und ein freundliches Gespräch das hätte wahrscheinlich beheben können. Aber so aggressiv wie sie sich über das Privatleben anderer Medienpersönlichkeiten auslässt entsteht bei mir die zusätzliche Mutmaßung, dass sie mit mindestens einem Bankmitarbeiter genauso umgeht.....

 

Jetzt genieße ich einfach einen leckeren Kaffee und den schönen, sonnigen Sonntag.

 

 

Liebe Grüße

 

Gluecksdrache

 

 

 

 

 

krokodil1
Experte ★★
468 Beiträge

Auch mich hat es erwischt!

 

(Aber nicht bei comdirect.) Ich richtete 2024 ein Geschäftskonto bei tide an. Dies wurde nach einigen Monaten plötzlich "eingeschränkt" (sprich: ich konnte keine Zahlungen mehr empfangen oder senden, auch konnte ich kein Geld abheben bzw. nicht die Karte benutzen). (Anm.: Ich hatte kein "waffenfähiges Plutonium" oder "Rauschgift" bezahlt. Auch hatte ich keinerlei Buchungen in/aus von bösen russischen Unternehmen/Organisationen erhalten oder verdächtige Geldwäscheaktivitäten getätigt - alles deutsche Kundschaft.)

 

Ich wurde von einer Person (oder was es ein Chatbot?) via App gebeten, wer dieser "Thorben Thyristor" (Name geändert, aber deutscher Name) ist, der regelmäßig Geld auf mein Konto (von seinem Konto bei der VR-Bank) überweist mit dem Verwendungszweck "Online-Unterricht". Ich habe dies erklärt, dass zu Corona-Zeiten der (Musik-)Unterricht online stattgefunden hat, der Unterricht aber nun "physisch" stattfindet.  Der Verwendungszweck "Online-Unterricht" hat er wohl noch nicht korrigiert. Dies reichte nicht. Mein tide-Konto war gänzlich gesperrt!

 

Fragt man nach, bekommt man zur Antwort, dass mein Fall "eskaliert" wurde. 

 

Fragt man 2 Tage später nach kommt genau(!) die gleiche Antwort, mit genau dem gleichen Wortlaut. Am nächsten Tag wieder, am übernächsten Tag wieder ...

 

Nach etwa 2 Wochen habe ich mein Konto via App gekündigt. - Eine Bestätigung erhielt ich nicht.

 

Nach einer weiteren Woche hat tide das Konto von sich aus gekündigt.

 

Eine Telefonnummer gibt es nur für Kartensperren, der (immer gleiche) gute Mann an der Strippe konnte mir nicht weiterhelfen (zumindest mein Geld auf ein seriöses Institut zu überweisen - (Name des Instituts will ich hier nicht nennen, ist Euch aber bekannt). Er konnte mich auch nicht weiterleiten (ich rief mehrmals an, erst sehr freundlich, dann normal freudlich, dann weniger freundlich, dann auch extrem unfreundlich - alles hilft nichts).

 

Nun muss man wissen dass tide nur eine Finanzplattform mit Sitz in UK ist. Die Konten werden bei Adyen (eine NL-Bank) geführt. Meine IBAN begann mit DE ... Es ist irgendeine Adresse in Luxemburg angegeben. Am Ombudsverfahren nimmt dieses "Institut" nicht teil. 

 

Wie komme ich an mein Guthaben? In welchem Land müsste ich ein Mahnverfahren einleiten? Ist Adyen (NL-Bank) mein Ansprechpartner? Bei Adyen heißt es nur: "Bitte wenden Sie sich an tide." Und dort gibt es immer nur wertlose 08/15 Chatbot-Antworten. Oder ist UK zuständig oder Luxemburg oder Deutschland???

 

Wenn man sich in anderen Foren umsieht, wird auch vor tide (und andere Finanzplattformen)  gewarnt bzw. die schlechten Erfahrungen geschildert.

 

Nach ein paar Wochen trudelte mein Guthaben bei der comdirect ein (und das bei "täglich fälligem" Geld).

 

Wenn ein (deutsches) Konto seitens der Bank gesperrt ist, wäre es gut, wenn die Bank auch ein Filialnetz hat: Man könnte in einem solchen Fall persönlich mit einem Mitarbeiter sprechen. Warum ist das Konto gesperrt? Ich möchte den Gerichtsbeschluss sehen! Ombudsmann einschalten! (Wenn es hier um tatsächlich dubiose Buchungen geht - 2.000 € Zahlungseingang von Ulli Ullrich, sofort darauf 1.500 € Überweisung in die Türkei an Mehmet Ürügülülü (oder Abhebung, um das Geld dann per WesternUnion in die Türkei zu senden) - dann müssten die Alarmglocken schrillen.

 

(Dieser "Ulli Ullrich" bekam einen Anruf, er hätte 500.000 € im Lotto gewonnen, er muss nur, damit der Gewinn "freigeschaltet" wird, eine Freischaltungsgebühr an den "Kontoinhaber" überweisen. Der Kontoinhaber denkt er hat eine legale Möglichkeit, um nebenher als Finanztransferagent Geld zu verdienen, ihm selbst wurde aber eine ganz andere Geschichte erzählt. - Ein solches Konto "muss" natürlich sofort gesperrt werden, schon alleine im Sinne des Kontoinhabers: Wenn dieser Ulli Ullrich seinen Lottogewinn nicht bekommt, wird er zumindest die 2.000 € Freischaltungsgebühr wieder haben wollen - von diesem "Kontoinhaber". 1x 2.000 € Freischaltungsgebühr könnte dieser "Kontoinhaber" vielleicht noch zurückbezahlen, aber wenn er solche Geschäfte 50 mal gemacht hat, kann er Privatinsolvenz anmelden. Und das liegt auch nicht im Sinn der Bank.

 

Außerdem macht sich der Kontoinhaber strafbar. (Ich verfolgte mal einen solchen Prozess: 6 Monate auf Bewährung - kann man also vernachlässigen.)

 

Interessant ist aber auch, wie Banken an Informationen von Geldwäsche kommen. Ich habe schon mehrmals im Lotto einen größeren Betrag gewonnen (obwohl ich gar nicht Lotto spiele): Ich solle nur (am Freitag) 1.500 € Freischaltungsgebühr bezahlen - auf ein Konto der Targobank (IBAN existierte). Ich rief die Targobank an ... ich wurde zur Juristin weiterverbunden ... Sie nahm mein "Anliegen" an und sagte, dass sie der Sache nachgehen werde ... Am darauffolgenden Montag bekam ich von dem Lotto-Menschen einen Anruf, ob ich die Überweisung getätigt hätte (ich log ihn an und sagte: Ja). Er sagte mir, dass das Geld wohl wieder zurückkommt. Es gäbe ein Problem mit der Targobank, ich solle das Geld doch zur Postbank (aber andere Person) überweisen. Dann meldete ich mich bei der Postbank: Prinzipiell das gleiche Spiel. Am darauffolgenden Tag bekam ich wieder eine neue Bankverbindung...

 

Es gibt Banken, die sehr schnell "die Sache" überprüfen und dann ggf. tätig werden. Es gibt aber auch Banken (und v.a. Sparkassen) - und damit hatte ich mit vielen zu tun - da bekommt man die Antwort. "Da müssen Sie zur Polizei gehen, wird können hier nicht Kontoauskünfte an fremde Personen geben." (Von Letzterem war nie die Rede). (Erfahrungsgemäß liegt eine Anzeige 2 Wochen bei der Polizei herum, dann 2 Wochen bei der Staatsanwaltschaft, die dann feststellt, dass eine ganz andere Staatsanwalt dafür zuständig ist ... und das ist wertvolle Zeit für die Betrüger.)

 

Leider gehört die comdirect erfahrungsgemäß auch zur letzten Gruppe dieser Banken (die comdirect habe ich diesbezüglich mal vor ein paar Jahren angerufen) - wie es heute ist, weiß ich nicht.

 

So, das Krokodil hat wieder kräftig zugebissen und ist jetzt müde