am 10.04.2024 15:59
Liebe Freundinnen und Freunde der Börse,
willkommen zurück -- ich hoffe, Ihr alle hattet wunderbare Osterfeiertage! Nachdem die meisten von Euch aus dem wohlverdienten Osterurlaub (sicher beim Heli-Skiing in Aspen oder beim Golfspielen in Mar-a-Lago oder in Eurem Landhaus auf Mauritius oder auf Eurer Jacht vor Monte Carlo oder beim Fischen in Norwegen oder im Spaß- und Erlebnisbad Arrrrrrrriba in Norderstedt oder beim Ostereiersuchen in und am Timmendorfer Strand*) zurück sind, wird es Zeit für einen neuen Kommentar mit Marktbericht und einem besonderen, naja, Sterne-Arrangement. Das nmh-Team war nicht in Urlaub, sondern hat -- im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten -- für Euch gearbeitet; heute lest Ihr das beschämende Ergebnis. Dazu kommt noch ein besonderes Zuckerl für Rohstoffffffans (Rechtschreibreform!). Auf dass Ihr Euren Reichtum weiter mehren könnt. Fangen wir mit einem Marktüberblick an:
Sie wird immer erstaunlicher, diese bizarre Rally. Im DAX sprechen wir mittlerweile schon von Kursen oberhalb der 18 500, nachdem es erst etwas über zwei Monate her ist, seit am 6. Februar die 17 000 genommen wurden. Ja, der Markt ist überhitzt. Nur: Es interessiert die Anleger derzeit wohl nicht. Die Bullen setzen auf ein Szenario, das man "Goldilocks" nennt: Die Konjunktur wird nicht in die Rezession abrutschen (oder auf Neudeutsch "No Landing", was besser ist als ein "Soft Landing" -- also nur bescheidenes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig sinkender Inflation und sinkenden Zinsen -- oder gar das gefürchtete "Hard Landing") und die Notenbanken schrauben die Zinsen Schritt für Schritt zurück. Seit Wochen warten alle auf eine Korrektur. Die wird auch garantiert kommen, aber erst wenn niemand damit rechnet! 15 Prozent gemessen vom Top, mehr sollte es nicht werden. Eine gute Gelegenheit, attraktive Aktien etwas billiger einzusammeln.
Goldlöckchen treibt Aktienkurse
Ein zweistelliges Plus beim DAX im ersten Quartal und ständig neue Rekordhochs waren die Folge der "Goldlöckchen". Die Inflation geht deutlich zurück, die Preise steigen also nicht mehr so stark. Derzeit liegt die Inflation in Europa noch bei 2,4 Prozent; das Inflationsziel der Zentralbank in Frankfurt von 2 Prozent rückt schon in greifbare Nähe. Anleger setzen darauf, dass die EZB die Zinsen allmählich wieder senken kann. Dadurch wird das Geld billiger, und findet eben unter anderem den Weg in Aktien: Die Kurse steigen.
Auch die Wall Street hat, angetrieben von Titeln wie Nvidia, in den wichtigen Indizes neue Höchststände erreicht. Das spricht für sich. Die Konjunktur bleibt robust. Der US-Arbeitsmarkt brummt: im März 303 000 neue Stellen -- weit über den Erwartungen. Übrigens, weil man oft den Vergleich mit der Dot-Com-Blase zur Jahrtausendwende liest: Ende der 1990er-Jahre wurden die Titel hochgejazzt, die am schnellsten Geld verbrennen. KGV damals, falls man überhaupt eines berechnen konnte, mindestens dreistellig. Viele Geschäftsmodelle funktionierten allenfalls auf dem Papier. Heute verdient Nvidia richtiges Geld, das KGV für 2025 liegt gerade mal bei knapp 30. Der Gewinn je Aktie stieg letztes Jahr um 290 Prozent, für dieses wird ein Wachstum von 90 Prozent erwartet. Na gut:
Dann also erst "Sell in May"? Zumindest in Amerika ist das Muster in Wahljahren anders: In den ersten April-Wochen beginnt eine recht starke Abschwungphase, die bis Ende Mai anhält. Bisher keine Spur davon. Kommt es auch in diesem Jahr noch dazu, würde das auf den DAX durchschlagen, der dann erstmals wieder seit vergangenem Jahr stärker korrigieren könnte. Was passiert also in 2024? Der Rücksetzer nach dem Osterwochenende -- sowas waren wir schon gar nicht mehr gewohnt. Dabei sind die 200 Punkte, die der DAX am 2. April verloren hat, gar nichts -- gerade mal 1 Prozent. Völlig normale Tagesschwankungen. Schuld war ein gewisser Neel Kashkari, freilich ohne Stimmrecht im Fed-Board, den Namen könnt Ihr mal googeln. Ob Kashkari auch mittelfristig zur Spaßbremse für die Aktienmärkte wird zeigt sich noch. Doch eine robuste Konjunktur ist viel wichtiger als die Äußerungen regionaler Fed-Präsidenten. Verschobene Zinssenkungen oder Spekulation über die Anzahl der Senkungen konnten bislang nie nachhaltig belasten, auch jetzt nicht. Im Moment geht es -- mit Rücksetzern, so wie gestern und auch heute schon wieder seit der US-Eröffnung -- eher wieder nach oben:
Licht und Schatten
Vor allem Tech-Aktien dürften weiteren Schwung bekommen, wenn die Zinsen sinken. Bereits im ersten Quartal war der Nasdaq-Index ja trotz des Gegenwinds an der Zinsfront erneut stärker als die Standardwerte im Dow Jones oder S&P 500. Ausschlaggebend dafür natürlich erneut die Euphorie rund um die künstliche Intelligenz. Hier gibt weiterhin Nvidia klar das Tempo vor. Eine Performance der Aktie von 83 Prozent im ersten Quartal (in Euro sogar 90 Prozent) ist schon ein Ausrufezeichen. Entscheidend ist aber vor allem: Solange das Wachstum beim Zugpferd weiter stimmt, werden viele andere KI-Profiteure im Windschatten ebenfalls mit steigen. Doch nicht nur die KI treibt die Börsen an. In Deutschland und Europa sind es die Rüstungs-Aktien, die im ersten Quartal an der Spitze der Gewinnerlisten standen. Rheinmetall und Hensoldt haben jeweils um 80 Prozent zugelegt. Airbus profitiert von der Kastastrophenserie beim Rivalen Boeing, aber auch Leonardo aus Italien klettert stark (ich plane nach dem kleinen Rücksetzer der letzten Tage einen Nachkauf bei Leonardo und auch bei Renk). Der politische Hintergrund ist überhaupt nicht schön, aber er erklärt eben den Run auf solche Aktien.
Was mir dabei besonders gefällt ist die wachsende Marktbreite: Aktuell liegen weltweit 63 Prozent aller Aktien über ihrer jeweiligen 200-Tage-Linie, dieser Wert bewegt sich schon seit Neujahr 2024 bei etwa 60 Prozent, also klar über dem Grenzwert von 50 Prozent, der eine technische Hausse kennzeichnet. 59 Prozent aller 200-Tage-Linien steigen. Und das Weltmomentum, also der Schnitt der RSL-Werte** aller Aktien, ist seit Ende Oktober 2023 von 91 auf derzeit knapp 105 Prozent geklettert. Seit 11.12.2023 liegt der Indikator stetig über 100 Prozent und zeigt damit eine intakte Hausse an, die nicht mehr nur von einigen wenigen KI-Titeln getragen wird. Trotzdem:
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, um mal eine Floskel zu vermeiden. Anlass zu Übermut gibt es schließlich nicht. Die Börsen zeigen sich stabil und robust. Frei von der Gefahr größerer Rücksetzer sind sie nicht. Dafür sind die Kurse auf kurze Sicht einfach zu gut gelaufen. Vorsichtige Anleger werden Gewinne mitnehmen, sobald sie das Glas klirren hören. Und zwar selbst dann, wenn noch nichts in Scherben liegt. Dazu passt:
Schwierige Phase ab Mitte April: Depotabsicherung mit Puts?
Ab Mitte April beginnt an der Börse üblicherweise die schwierige Phase des Jahres. Wenn sich die Hoffnung auf Zinssenkungen zerschlägt, stehen schnell wieder Minuszeichen an der Tafel. Die Lage in Nahost bleibt ernst: Der Gegenschlag des Irans wird kommen. Solange es aber keinen offenen Krieg Israel gegen Iran gibt, sind die Auswirkungen auf die Märkte überschaubar. Eine starke Korrektur, ausgelöst durch enttäuschte Zinserwartungen, halte ich für unwahrscheinlich. Die Fiskalpolitik mit ihren Billionen-Programmen hält die Realwirtschaft am Laufen. Aber je nach Meldungslage können die Geopolitik, verfehlte Erwartungen eines großen Tech-Flaggschiffs in der Berichtssaison oder ein ungezügelter Anstieg der Zinsen am langen Ende jederzeit eine Korrektur auslösen. Wie gesagt, minus 15 Prozent würde im DAX einen Auffangbereich um 15 800 und im S&P 500 bei 4500 bedeuten. Nicht dramatisch. Dann lösen vielleicht einige Stopkurse bei schwächeren Titeln aus, und man generiert Kapital, um nach der Korrektur, wenn sich ein Boden abzeichnet, wieder zu investieren. Unkraut wird ausgerupft, danach pflanzt man neu. Langfristigen Trendaktien sollte eine solche Korrektur aber keine ernsthaften Probleme bereiten.
Um sicherheitshalber das Depot gegen fallende Kurse abzusichern, eignen sich "Plain-Vanilla-Puts", also die normalen Put-Optionen. Achtet bei der Auswahl bitte auf die Hinweise, die ich Euch hier gegeben habe. Sprich: ein ausreichend hoher Basispreis (für Puts) und ausreichende lange Restlaufzeit. Ich selbst habe mir vor einigen Tagen beispielsweise den DAX-Put PC604A ins Depot gelegt (Basispreis 19000 bis 24.10.2024). Achtung: Wie bei allen Optionen besteht auch hier ein Totalverlustrisiko. Falls der DAX Mitte Oktober über 19000 steht, verfällt der Optionsschein wertlos. Ein Totalverlust ist auch aus steuerlicher Sicht zu vermeiden, daher sollte man solche Derivate aktiv verkaufen, wenn ihr Kurs unter ungefähr 2 Euro sinkt, so dass man nach Abzug der Gebühren noch einen Restwert erhält.
Ansonsten kann man natürlich auch mit etwas weniger Risiko DAX Discount-Put-Plus-Optionsscheine (DPP) kaufen. Naja, die DPP-Papiere, die ich Euch vor einigen Wochen vorgestellt habe, sind ja leider ordentlich baden gegangen. Bei den Papieren PN6TVR und PN6TXA ist ein Totalverlust am Laufzeitende (25.04.2024) so gut wie sicher; daher ist jetzt allerhöchste Zeit, falls noch nicht geschehen, den Verlust zu realisieren, damit er Euch wenigstens noch steuerlich angerechnet wird. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir diesen Fehlgriff; ich hätte im Januar nicht mit so einem starken Kursanstieg gerechnet. Trotzdem nutze ich mal die Gelegenheit, um den ganz Harten von Euch zwei frische Scheine zu kredenzen, die ich mir kürzlich ebenfalls selbst gekauft habe:
Weniger riskant als der Put PC604A ist der PN6VDF, der immerhin 16 Prozent gewinnen wird, falls der DAX bis September nie über 20 500 steigt. Ich persönlich halte das für fast ausgeschlossen, aber dennoch besteht natürlich die Möglichkeit eines so starken Anstiegs. Immerhin habe ich mich im Januar ja auch schwer getäuscht. Falls der DAX jedoch eher seitwärts läuft oder idealerweise sogar etwas fällt, wird dieser Discount-Put relativ schnell an Wert gewinnen, und mit etwas Glück (sprich: Pech bei den Aktienkursen) kann man ihn schon im Juli fast zum Höchstkurs verkaufen. Wesentlich heißer ist der Schein PN6VDD. Hier ist mehr als eine Verdopplung drin, falls der DAX bis September 2024 immer unter 19 000 bleibt. Vorsicht: Falls der DAX bei einem der beiden Papiere während der Laufzeit über die angegebene Barriere steigt, droht bei Fälligkeit ein Totalverlust. Wenn die Rally wider Erwarten im Sommer nochmal Fahrt aufnimmt, kann das schnell passieren. Das beste Beispiel sind die beiden eben erwähnten Papiere PN6TVR und PN6TXA, die jetzt praktisch wertlos sind, weil der DAX über die jeweiligen Grenzen gestiegen ist. Aus diesem Grund eignen sich solche Optionsscheine nur für knallharte Profis, die genau wissen, was sie tun und die insbesondere über das Money-Management ihre Verluste strikt begrenzen! Im April sind alle Produkte von BNP bei comdirect gebührenfrei zu handeln.
An dieser Stelle möchte ich ausnahmsweise doch eine Empfehlung geben: Ich rate allen, die sich grundsätzlich für solche Optionsscheine interessieren, die beschriebenen Papiere einfach mal ohne echtes Geld (!!) in ein Musterdepot aufzunehmen und dann eng zu beobachten, wie sich ihr Kurs in Abhängigkeit von den Bewegungen des DAX ändert. Dadurch bekommt man ein gutes Gefühl für ihre Funktionsweise, und das ist sehr wichtig, bevor man irgendwann später mit richtigem Geld arbeitet.
Aktien im Aufwärtstrend -- drei aktuelle Sternelisten
Doch die große Frage ist natürlich, welche Aktien für vorsichtig optimistische Anleger jetzt geeignet sein könnten. Wir hatten schon einige Monate lang keine Sterneliste mehr, wird also allerhöchste Zeit für eine neue Auswertung. Wie immer hat mein Rechenzentrum die historische Kursentwicklung mehrerer tausend Aktien weltweit nach klar definierten Kriterien für Euch abgeklopft.
Um wirklich alle unterschiedlichen Interessen der Leser zu befriedigen, habe ich dieses Mal drei unterschiedliche Auswertungen für Euch gemacht: Eine kurzfristige Sterneliste für alle, die eher an Aktien interessiert sind, die in den letzten Wochen und Monaten einen Lauf haben. Dazu eine langfristige Liste, geeignet für Anleger, die vor allem auf langfristige Aufwärtstrends setzen. Und wenn man beides kombiniert, kommt als drittes die bekannte "hybride" Sterneliste heraus -- das sind dann Aktien, die sich sowohl in den letzten Jahrzehnten als auch in den letzten Wochen gut benommen haben. Die Kriterien habe ich so gewählt, dass aus mehreren tausend Titeln weltweit jeweils ungefähr die 10 bis 20 besten Papiere ausgewählt werden.
Im einzelnen:
1. kurzfristige Sterneliste; Kriterium: Mindestens 5,8 von 6 möglichen technischen Sternen, alphabetisch sortiert
Sterne-Auswertung nach technischen Parametern
WKN Name Gesamt Perform. LevyPro Volat. Qualit.
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850628 JPMorgan Chase & Co. 6,0 ****** ****** ****** ****** ******
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A0F5F5 CBIZ Inc. Registered 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
880205 Cintas Corp. Registe 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
887891 Fastenal Co. Registe 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
A1C06B Garmin Ltd. Namens-A 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
898521 Hartford Finl SvcsGr 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
850605 Intesa Sanpaolo S.p. 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
A0RC70 Reinsurance Group of 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
924781 SAFRAN Actions Port. 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
RCB3NS SETX Suedosteur.zert 5,8 ****** ****** ***** ****** ******
A0MLX4 Travelers Companies 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
MA3XR1 TSI Next 20 Nasdaq F 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
870493 W.R. Berkley Corp. R 5,8 ****** ****** ****** ***** ******
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Datenbank-Stand: 10.04.2024 Auswertung fuer 200-Tageszeitraum
Da schau her, dieses Mal haben es zwei Zertifikate in die Auswertung geschafft. Das SETX-Zertifikat von der österreichischen Raiffeisencentrobank setzt auf den South-East Europe Traded Index (ISIN AT0000505276, WKN A0G9CN), den die Börse in Wien berechnet. Er besteht aus Aktien an den Börsen Belgrad, Bukarest, Ljubljana, Sofia und Zagreb. Kann man machen, der Trend sieht seit Jahren sehr schön aus. Und dann ist da das TSI-Zertifikat, das ein bestens bekanntes Schmierblatt herausgegeben hat. Für alle, die keine Hemmungen und Skrupel haben, mit Förtsch Geschäfte zu machen, ist das eine interessante Strategie: Das Papier setzt auf Aktien an der Nasdaq, die im Aufwärtstrend stecken. Kein Wunder, dass so ein Zertifikat in meiner Liste auftaucht. Und bei comdirect handelt man es sogar gebührenfrei.
Hinweis: Der Parameter "LevyPro" wertet den Abstand des RSL vom generischen Idealwert bei 125 Prozent: je weiter entfernt, desto weniger Sterne. So bekommen auch überhitzte Aktien, deren Abstand zur 200-Tage-Linie weit mehr als 125 Prozent beträgt, weniger Sterne. Die vollen 6 Sterne in dieser Kategorie gibt es beispielsweise nur für Aktien mit einem RSL zwischen 120 und 130 Prozent. Falls der RSL-Wert unter 80 (klarer Abwärtstrend) oder über 170 Prozent (sehr stark überhitzt, z.B. Dell, Morphosys, Nvidia, Rheinmetall oder Super Micro Computer) liegt, wird nurmehr ein Stern vergeben.
2. langfristige Sterneliste; Kriterium: mindestens 5,9 von 6 möglichen Zeitraum-Sternen, alphabetisch sortiert
Sterne-Auswertung nach Performance
WKN Name Gesamt
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916232 4imprint Group PLC R 6,0
907784 Comfort Systems USA 6,0
A2N6WP Dell Technologies In 6,0
898814 Emcor Group Inc. Reg 6,0
891541 UFP Technologies Inc 6,0
--------------------------------
A11099 Arista Networks Inc. 5,9
A1J4U4 ASML Holding N.V. Aa 5,9
A2DPZU Axon Enterprise Inc. 5,9
871884 Carlisle Cos. Inc. R 5,9
A0F5F5 CBIZ Inc. Registered 5,9
A0ESP5 Chipotle Mexican Gri 5,9
880205 Cintas Corp. Registe 5,9
894298 Deckers Outdoor Corp 5,9
A2P070 Ingersoll-Rand Inc. 5,9
869686 Lam Research Corp. R 5,9
A1JWVX Meta Platforms (Face 5,9
918422 NVIDIA Corp. Registe 5,9
912294 Quanta Services Inc. 5,9
A0JEP3 TransDigm Group Inc. 5,9
911443 United Rentals Inc. 5,9
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Datenbank-Stand: 10.04.2024
3. hybride Sterneliste, also das beste aus beiden Welten; Kriterien:
- mindestens 5,2 von 6 möglichen technischen Sternen (kurzfristige Performance)
- mindestens 5,6 von 6 möglichen Zeitraum-Sternen (langfristige Performance)
- mindestens 300 ausgewertete Zeiträume (damit die Aktie eine ausreichend lange Historie hat)
- höchstens 8 Prozent negative Zeiträume (als Schutz vor längeren Kursrückschlägen)
- Varianz der Performances maximal 10 Prozent (um einen möglichst glatten Kursverlauf zu erhalten)
- RSL mindestens 100 Prozent (Aktien darf man nur im Aufwärtstrend kaufen)
- RSL höchstens 135 Prozent (um überhitzte Aktien auszufiltern)
- Performance der letzten 90 Tage: mindestens 5 von 6 Sternen
- sortiert nach dem Anteil negativer Zeiträume (je weniger desto besser)
Nur der Vollständigkeit halber sei nochmal betont, dass die Sternelisten keine Wundertüte darstellen, sondern eine objektive rein mathematische Auswahl nach -- wie gesagt -- klar definierten, transparenten Kriterien zeigen. Diese Kriterien habe ich schon vor Jahren veröffentlicht, und zwar hier für die kurzfristige Sterneliste, hier für die langfristige Liste und hier für die Hybrid-Liste, die beide Auswertungen kombiniert. Jeder von Euch kann diese Parameter nachrechnen. Da die dahinter stehende Rechenpower aber immens ist und vor allem da man gigantische, sehr teure Datenbanken dafür benötigt (fünf alte kroatische Kuna ins Phrasenschwein: Daten sind das moderne Gold ...), übernehme ich gerne wieder die Auswertung für Euch.
Wie immer sind die Tabellen keine Empfehlungen. Sie sollen Euch lediglich Anregungen geben, Euch mit den Aktien zu beschäftigen und dann nach eigenem Ermessen zu entscheiden, welche Titel in Eure persönliche Anlagestrategie passen. Ganz wichtig ist dabei die Börsengrundregel "Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen" -- nicht umgekehrt, so wie es viele Privatanleger tun. Verluste zu begrenzen geht am einfachsten, indem man Stopkurse nutzt. Das hat den Vorteil, dass dabei sämtliche Emotionen ("Ach was, die steigt schon wieder, ist doch eine gute Firma mit tollen Produkten, die verkaufe ich jetzt nicht") ausgeschaltet werden. A propos:
Stopkurse helfen, das Risiko zu begrenzen
An dieser Stelle einige generelle Worte zu den Stopkursen. Aus regulatorischen Gründen möchte ich Euch keine Vorgaben oder Empfehlungen für individuelle Stopkurse geben, und wir diskutieren hinter den Kulissen derzeit sehr intensiv, wie weit meine Hilfestellung für Euch gehen soll und gehen darf. Genau wie meine Aktienvorstellungen sollen auch etwaige Angaben zu Stopkursen die Leserschaft lediglich dazu anregen, sich mit dem Thema zu beschäftigen: Wichtig ist, dass jeder von Euch grundsätzlich Verluste begrenzt. Dazu eignen sich Stopkurse, die man - ebenfalls wichtig und ungewohnt! - bereits vor dem Kauf von Wertpapieren setzt. So und nicht anders arbeiten Profis. Alle Profis. Bitte beachtet dazu auch meinen Grundlagenartikel zum Money-Management (klicki-di-klick) nochmal sehr sorgfältig.
Wo genau man aber seine Stopkurse setzt, dafür gibt es kein Geheimrezept, und folglich kann ich Euch da auch keine Empfehlungen geben. Meine Angaben zu Stopkursen sind daher auch nicht dazu gedacht, genau so an der Börse platziert zu werden - im Gegenteil: Wenn alle Leserinnen und Leser meiner Beiträge die Stopkurse exakt an der selben Stelle vormerken, hätte das fatale Folgen, wenn der Kurs tatsächlich in diesen Bereich fällt. Am besten betrachtet Ihr meine Stopkurse als das, was sie sind: als Vorschlag und grobe Orientierung, wo man eine Aktie -- je nach eigenem Risikoprofil -- absichern könnte. Wir sollten die Stopkurse daher im Rahmen der Diskussion gemeinsam erarbeiten, auf diese Weise gewinnt Ihr auch Erfahrung, wie man dabei vorgeht. Diese Limits solltet Ihr dann individuell variieren. Wenn ich schreibe, dass beispielsweise für JPMorgan (WKN 850628) aus obigen Tabelle der ideale Stopkurs von 120 auf 140 Euro steigt, dann könnten alle, die meine Beiträge lesen, ihre individuellen Stops irgendwo im Bereich 138 bis 142 Euro vormerken -- gerne auch krumme Werte wie 139,47 Euro. Denn Stop Loss ist eine Heuristik, keine Wissenschaft. Hauptsache, Ihr setzt überhaupt Stopkurse!
Wie gesagt, hinter den Kulissen prüfen und diskutieren wir emsig, wie weit die Bank eine Plattform für Empfehlungen betreiben darf. Grundlage dieser Prüfung sind Europäische Richtlinien zum Schutz von Privatanlegern, die auch für die (a)sozialen Medien gelten. Diese Richtlinien sind berechtigt und wichtig, denn sie schützen Euch wirksam vor unseriösen Aktienpuschern und vor Betrug. Immerhin stellt hier jemand, den Ihr überhaupt nicht kennt, Titel vor, die Ihr möglicherweise ebenfalls nicht kennt. Im Fernsehen und auf der Website von comdirect hört man ja immer nur von Bayer, VW, Nvidia, Apple, Amazon und Aktien zu den überaus spannenden Themen KI, Wasserstoff, Cannabis oder Lithium. Aber CDW -- immerhin oben auf Platz 1 -- oder auch Lotus Bakeries, Constellation Software oder die Oberbank, also Titel, die einfach seit Jahrzehnten langweilig steigen, die bekommt Ihr nur hier. Das liegt vor allem daran, dass die Fachpresse irgendwann keine Hefte mehr verkauft, wenn sie immer dieselben Aktien empfiehlt. Dann kaufen die Leser die Zeitschrift an der Tankstelle nicht mehr. Also wird spektakulär eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben. Das ist auch völlig legitim, denn anders als ich müssen die Verlage mit ihren Objekten Geld verdienen.
Da sollten der (um 15 Grad) geneigte Leser und auch die ohnehin aufrechte Leserin schon wachsam sein. Grundsätzlich ist eine gewisse Portion Skepsis an der Börse vernünftig. Vor allem, wenn es um Empfehlungen geht. Zu viel Skepsis bei vermeintlich hohen Aktienkursen ist allerdings schädlich -- die Leute erwerben dann billige Tiefflieger (siehe hier) wie Leoni oder Bayer, die noch jahrelang weiter fallen können. Viel besser ist es, Titel zu kaufen, die seit vielen Jahren bereits im Kurs steigen. Und genau solche Titel kennt Ihr seit 2017 aus meinen Listen, mit denen viele Leserinnen und Leser bereits sehr erfolgreich sind. Eben oft abseits der Aktien, über die man sonst so liest. Das freut mich sehr. Indes:
Falls unsere Prüfung ergibt, dass Aktienvorstellungen hier nicht zulässig sind, wären obige die letzten Sternelisten gewesen -- also, auf dieser Plattform. In diesem Fall ist freilich nichts verloren; ich empfehle Euch immer gerne zwei der sensationellsten Angebote, die comdirect für Euch auf Lager hat: Einerseits die unfassbar hilfreichen Beiträge von "Marktstratege" Lipkow auf der comdirect-Website mit glasklaren Aussagen zum Markt und tollen, gewinnbringenden Aktientipps, und natürlich das spektakuläre neue Angebot "Hi!Stocks" bei comdirect: Hier erhaltet Ihr Einblicke in die Depots von Fremden. comdirect hat mich vor einigen Monaten mal gedrängt, doch auch an Hi!Stocks teilzunehmen und eines meiner Depots für neugierige Blicke zu öffnen. Das musste ich nach sehr sorgfältiger Prüfung schweren Herzens ablehnen, denn ein Blick in mein Depot würde große Teile der Bevölkerung schockieren und könnte weltweit schlimme diplomatische Umtriebe auslösen. Hinzu kommt, dass man ja Hi!Stocks nur per Smartphone bedienen kann, und ein solches steht mir dafür nicht zur Verfügung. Außerdem: wenn comdirect schon nicht in der Lage ist, mein Depot im "persönlichen Bereich" störungsfrei für mich anzuzeigen (leider kein Scherz: inzwischen sind zu viele WKN drin, und das Banksystem stürzt ab), wie soll es dann auf einem kleinen Smartphone klappen?
Je nun. Ich persönlich begrüße die juristische Würdigung sehr. Denn sie dient nicht nur Eurem Schutz und dem Schutz der Bank, sondern soll auch ganz konkret sicherstellen, dass sich das nmh-Team mit seiner billig gemachten Belletristik noch im rechtlichen Rahmen bewegt. Schließlich ist es auch Aufgabe der Finanzaufsicht, jene Texte genau unter die Lupe zu nehmen und ggf. strafrechtlich verfolgen zu lassen. Und meine Rechtsabteilung ist im Moment schon genug mit meinem Nachbarn und meinen Bankgeschäften (vide supra) beschäftigt, da brauche ich nicht noch weiteren Ärger. So gesehen profitieren wir alle und in erster Linie ich selbst von einer sorgfältigen Compliance-Prüfung. Now for something completely different: Lindt-Produkte.
Boooah. Es ist ja allgemein bekannt, dass ich immer nach Ostern und nach Weihnachten durch die Supermärkte rausche und Lindt-Sachen zum halben Preis kaufe. Da mir das selbst unangenehm und peinlich ist, packe ich immer noch Tarn-Einkäufe zusätzlich aufs Förderbank im Supermarkt: Waschmittel, Salz, Zahnpasta (brauche ich bei Lindt!), Reis, Nudeln, Lorbeerbladl, solche Sachen, damit es nicht so auffällt, dass ich sonst nur Lindt zum halben Preis kaufe. Inzwischen hat sich der Trick rumgesprochen, und dieses Jahr waren bei Rewe (Jröße an Lionel in den Hahnwald!) die Lindt-Sachen schon vor Ostern fast ausverkauft. Also habe ich mich zum Allzeithoch eingedeckt, sprich zum vollen Preis noch vor Ostern, ganz ohne Stop Loss!
Für mich Schokoladenostereier, für Euch Dividenden ...
Dann fahre ich am Dienstag nach Ostern zum Einkaufen, und was sehe ich? Bei Edeka (das sind die mit dem lächerlichen Kleinkrieg gegen Mars und gegen Pepsi) gibt es noch Regale voll mit Lindt, jetzt zum halben Preis. Da konnte ich alter Geizkragen nicht widerstehen, und so habe ich jetzt im Keller einen Raum, der nur mit Lindt-Ostereiern gefüllt ist. 80 Kubikmeter voller knisternder Plastikpackungen, denn in der Schweiz hat man noch nicht auf Pappe umgestellt. Das reicht bis Weihnachten. Weihnachten 2027. Wenn also mal wieder jemand in den nächsten drei Jahren eine der langweiligen und völlig überteuerten Führungen durch das Rechenzentrum bucht, ist auch ranzige alte Lindt-Schokolode im Preis enthalten. Oder sollte ich meinem Nachbarn welche anbieten? Never!!
Fun Fact 1: Wenn man Schokoladeostereier kauft, kann man nicht die tollen modernen Self-Service-Kassen benutzen, die es in einigen Supermärkten jetzt gibt. Denn wenn Marc-de-Champagne-Eier oder auch Mousse-au-Chocolat-Eier dabei sind, ist im Kassensystem "Vorsicht, Alkohol!" codiert, und dann muss jemand kommen und die Jugendschutzfreigabe machen. Und das kann dauern. Da ist man an der Kasse schneller, auch wenn vor einem jemand steht, der kistenweise Lindt-Produkte und Reis und WC-Reiniger gekauft hat und an der Kasse dümmliche Diskussion über den Preis führt (die Hälfte von 6,99 Euro sind aber 3,49 Euro und nicht 3,50!). Dabei ist in den Eiern gar kein richtiger Alkohol; das ist alles künstliches Aroma, meistens von Symrise. A propos Symrise:
Fun Fact 2: Offenbar hat man dort vor einigen Jahren ein künstliches Amaretto-Aroma entwickelt. Denn ganz plötzlich war von allen möglichen Herstellern Schokolade mit "Tiramisu"-Kunstaroma erhältlich: Lindt, Ritter Sport, Niederegger ... alle hatten gleichzeitig ganz neu Tiramisu-Schokolade im Angebot, die freilich einfach nur künstlich nach Amaretto-Aroma aus Holzminden schmeckt. Sozusagen eine Crème 'Olzmindoise. Mehr zum Thema Symrise und was man alles über "Erdbeer"-"Joghurt" (zweimal zwei Anführungszeichen) wissen muss findet der (inzwischen vor Langeweile bereits um 18 Grad) geneigte Lesende hier.
Chancen an den Rohstoffmärkten: Kakao, Kaffee, Gold
Und wenn wir schon von Schokolade sprechen, doch nochmal zurück zur Börse. Ich weise ja auch immer wieder darauf hin, dass es abseits der Aktienmärkte Chancen gibt. Vor einiger Zeit haben wir in der Community mit Spekulationen auf fallende Anleihenkurse viel Geld verdient. Aktuell erscheinen mir einige Trends an den Rohstoffmärkten interessant. Geopolitische Unsicherheiten -- siehe oben -- wirken preistreibend für Commodities, die andererseits auch infolge einer verbesserten Industriekonjunktur, besonders in China, verstärkt nachgefragt werden. Folge sind neue Jahreshochs bei Öl, Kupfer, Aluminium und Silber.
Rumgesprochen hat sich ja der starke Aufwärtstrend bei Kakao, die Begründung habe ich mehrfach gegeben: Das größte Angebotsdefizit seit 60 Jahren -- Feuchtigkeit begünstigt die Ausbreitung von Krankheiten; die Pflanzen sterben -- trifft auf erhöhte Nachfrage nach Schokoladeprodukten gerade in Schwellenländern. Ein Ende des Trends beim Kakao ist nicht in Sicht. Mit Zertifikaten wie beispielsweise SB2RLF (Hebel derzeit 1,2, Laufzeit endlos) kann auch weiterhin mitverdienen, wer auf weiter steigende Kakaopreise setzen will. Bitte mit Stopkurs. Doch:
Inzwischen bildet sich auch beim Kaffeepreis ein zaghafter Aufwärtstrend aus; ich habe gerade gestern erst das Zertifikat CJ8CTM (aktueller Hebel 1,9, Laufzeit endlos) gekauft, das von weiter steigenden Kaffeepreisen profitieren soll. Eine Hitzewelle hat in Vietnam, dem wichtigsten Produzenten von Robusta, die Ernteaussichten eingetrübt. Die Sorte Arabica ist teurer, wird jetzt notgedrungen gekauft, weil nicht genügend Robusta-Bohnen an den Markt kommen. Gleichzeitig steigt auch beim Kaffee die Nachfrage: In Indonesien hat sich der Konsum in den letzten zehn Jahren verdoppelt, in China sogar um 130 Prozent gesteigert, weil dort Kaffee-Ketten wie Pilze aus dem Boden schossen.
Überraschenderweise kann ich freilich nicht hellsehen; falls ich mich täuschen sollte, schützt mich mein Stopkurs auch bei den Zertifikaten vor hohen Kursverlusten. Moment, lasst mich kurz einen Kaffee holen, bei unserer Redaktions-Kaffeemaschine "Willi". Sie heißt so, weil sie immer irgendwas will: neuen Kaffee, frische Milch, neue Filter, Brühgruppe reinigen ...
So, da bin ich wieder. Der Klassiker ist natürlich der tolle Aufwärtstrend beim Gold. Es sind die Zentralbanken, die ihre Bestände weiter aufstocken, vor allem aus China, Indien und Kasachstan. Und das trotz des starken Greenbacks -- normalerweise macht ein starker Dollar das Gold für ausländische Anleger teurer. Das dämpft die Nachfrage und lässt den Goldpreis sinken. Eigentlich. Ob diese Länder einen höheren Anreiz haben, sich vom US-Dollar zu lösen? Russland und der Iran können wegen der US-Sanktionen keine Dollar gebrauchen. Gold hingegen wird überall akzeptiert und hinterlässt weniger Spuren. So ist es naheliegend, dass China oder Indien Importe von Öl und anderen Rohstoffen aus Russland mit Gold begleichen wollen, wodurch der Goldpreis in die Höhe getrieben wird. Das Edelmetall wird damit für die Notenbanken immer mehr zu einer neutralen, liquiden und nicht vermehrbaren Alternative zum Dollar und zu US-Treasuries. Gold profitiert deshalb auch von einer positiven Entwicklung in den Schwellenländern. Und Gold ist immer noch das beliebteste Mittel der Anleger gegen die Geldentwertung.
Wer jedenfalls davon ausgeht, dass Gold weiter steigt, kann ebenfalls Zertifikate darauf kaufen. Ich persönlich halte beispielsweise das Papier CU0QXV (Hebel 1, endlos). Wer mit Zertifikaten auf einen steigenden Goldpreis setzt, sollte auf die Finanzierungskosten achten. Es gibt auch Zertifikate mit höherem Hebel, beispielsweise CJ1WML (Hebel 3,6, endlos), aber hier erkennt man, dass die Zinsen für den Hebel gerade in schwächeren Phasen die Performance des Goldpreises auffressen. Bei Spekulationen auf schwächere Trends daher nicht übertreiben mit dem Hebel! Für Anleger, die das Emittentenrisiko scheuen, eignen sich natürlich auch Produkte wie Xetra-Gold (WKN A0S9GB) oder -- besser, da ohne Verwahrentgelt -- Euwax Gold II (WKN EWG2LD). Übrigens:
Persönlich halte ich überhaupt nichts von physischem Gold. Ich besitze auch keine physischen Bitcoin, sondern ausschließlich Zertifikate darauf. Physische Bitcoin sind mir viel zu umständlich und riskant (Diebstahl oder Defekt eines Datenträgers), und genauso sind auch Handel und Lagerung bei Gold sehr riskant. Ich will meiner verehrten Leserschaft nicht zu nahe treten: Bitcoin in physischer Form ist ebenso wie Gold in physischer Form insbesondere etwas für Verschwörungstheoretiker und Pessimisten, die unserem "System" ganz grundsätzlich misstrauen. Wenn die Welt untergeht oder ein (weiterer) Krieg ausbricht oder "die da oben" (also in Berlin oder in Brüssel, dort sitzen ja bekanntlich die Bösen!) Unsinn machen, dann hilft mir weder ein Goldbarren im Wert von 950 000 Euro (400 Unzen FED-Standardbarren) noch ein physischer Bitcoin im Wert von 100 000 Dollar. Beim Bäcker kann ich mit keinem von beiden bezahlen. Manchmal frage ich mich auch, wie Leute, die überall um sich herum Lug und Betrug wittern, sich wohl selbst als Geschäftspartner verhalten. Ein wenig Grundvertrauen in die Welt um uns herum ist nicht naiv, sondern eine Voraussetzung dafür, an der Börse und auch sonst im Leben erfolgreich zu sein. Daher:
Bitcoin-, Ethereum- und Hodl-Zertifikate (A18KCN, A2HDZ2, A2TT3D) halte ich mit trailing-Stopkursen, das hat seit 2017 überaus gut funktioniert. Und auch für die eben erwähnten Zertifikate auf Rohstoffe solltet Ihr wie gewohnt Stopkurse setzen, denn "the trend is your friend", aber eben nur "until its end".
Ich freue mich auf Euer Feedback und viele Fragen und wünsche Euch viel Erfolg beim Stöbern in den Aktienlisten, und, was noch viel wichtiger ist, weiterhin viel Erfolg bei Euren Aktiengeschäften mit comdirect.
Herzliche Grüße an alle, die das hier lesen, aus einem frühlingshaften München
nmh
______________________
*) Die Liste enthält, redaktionell nur ganz leicht bearbeitet, die aktuell bevorzugten Urlaubsdestinationen des höheren comdirect-Managements -- also meiner Stammleser -- und meiner übrigen verehrten Leserschaft
**) RSL = relative Stärke nach Levy = Abstand von der 200-Tage-Linie, Beispiel BASF: Kurs = 54€, 200-Tage-Linie = 46€, RSL = 54/46 = 117 Prozent, mithin 17 Prozent über der 200-Tage-Linie, also ein Aufwärtstrend
Hinweis auf Interessenkonflikte: Selbstverständlich halte ich alle genannten Wertpapiere und noch zahlreiche weitere in meinen Depots. Von einigen viel, von anderen weniger. Eine Kursbeeinflussung durch den vorliegenden Text ist aufgrund der hohen Marktkapitalisierung nahezu ausgeschlossen. Ich halte es nur für fair, Titel vorzustellen, von denen ich auch selbst überzeugt bin, so dass ich mit den Lesern im selben Boot sitze.
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
am 28.05.2024 20:16
Die nmh-Premium-Leser sind frech und dumm. Dumm, weil sie ein Schweeeeeinegeld für den völlig überteuerten Service an meinen Nachbarn bezahlen, und frech, weil sie auch noch Fragen an nmh stellen. Und dann auch wieder dumm, weil sie den Unsinn, den nmh ihnen per E-Mail antwortet, auch noch für bare Münze nehmen.
Und so habe ich mal wieder eine Frage an nmh abgehört, und die dreiste Antwort. Da es um NVIDIA CORP. DL-,001(918422) geht, ist es von allgemeinem Interesse, daher erlaube ich mir, die Frage von @Drew und die Antwort (mit seiner gnädigen Zustimmung) hier zu posten. Auf dass Ihr alle drüber lachen könnt.
Das war die Frage:
Ich habe - wie Du auch - einen Teilbestand meiner Nvidia-Aktien verkauft. Auch wenn Du mich für verrückt hälst: Ich überlege, nochmal nachzukaufen. Nach den Zahlen ist die Aktie nicht mehr soooo massiv überwertet und ich stelle mir hier die Frage: Nochmal paar Stücke nachlegen? Ich habe gelernt: Fahnenstangen werden immer abververkauft ..... aber befindet sich Nvidia wirklich in einer Fahnenstange?
Und das ist die dümmliche Antwort von nmh:
Ja. Fahnenstange ist i.d.R. RSL > 150 Prozent (Daumenregel). Nvidia hat 174 Prozent (d.h. 74% über 200-Tage-Linie).
Die Frage beantwortet sich ohnehin nur nach dem Money-Management: Wieviel Verlust willst Du maximal machen, und wo ist Dein Stopkurs? Dann kannst Du selbst die Stückzahl ausrechnen.
Vorschlag: vier gestaffelte Stopkurse für Nvidia:
- 850 Euro (trailing 15%) für ein Viertel der Stücke
- 700 Euro (trailing 30%) für ein Viertel
- 600 Euro (trailing 40%) für ein Viertel
- 500 Euro (trailing 50%) für das letzte Viertel
Trailing habe ich jeweils so gewählt, dass der Stopkurs automatisch nach oben gezogen wird, wenn die Aktie (so wie heute) über 1000 Euro steigt.
Ich würde Nvidia als normale Position laufen lassen (ungefähr gleich viel Euro wie in andere Aktien investieren). An Nvidia hängen viele andere Aktien dran, daher besteht eh schon ein Klumpenrisiko.
Andererseits wird NV immer noch überall zum Kauf empfohlen, Du bist also definitiv nicht verrückt.
Achtung: Bei einem Aktiensplit werden die Stop-Orders automatisch gestrichen. Nvidia plant einen Split 1:10. Bei comdirect bekommt Ihr eine Benachrichtigung über die Streichung. Dann müsst Ihr die Orders mit entsprechend reduziertem Stopkurs (ein Zehntel) neu eingeben!
Bemerkung: Der letzte Nvidia-Stopkurs, den nmh in der Community empfohlen hat, lag bei 550 Euro (am 23. Mai 2024). Da sieht man mal wieder, wie wenig nmh sich um sein Geschwätz von gestern schert.
Hochachtungsvoll
der Nachbar von nmh
am 28.05.2024 20:57
777 The Number of the Neighbour 😜
am 28.05.2024 21:07
@FakeAccount schrieb:Die nmh-Premium-Leser sind frech und dumm. Dumm, weil sie ein Schweeeeeinegeld für den völlig überteuerten Service an meinen Nachbarn bezahlen, und frech, weil sie auch noch Fragen an nmh stellen. Und dann auch wieder dumm, weil sie den Unsinn, den nmh ihnen per E-Mail antwortet, auch noch für bare Münze nehmen.
Und so habe ich mal wieder eine Frage an nmh abgehört, und die dreiste Antwort. Da es um NVIDIA CORP. DL-,001(918422) geht, ist es von allgemeinem Interesse, daher erlaube ich mir, die Frage von @Drew und die Antwort (mit seiner gnädigen Zustimmung) hier zu posten. Auf dass Ihr alle drüber lachen könnt.
Das war die Frage:
Ich habe - wie Du auch - einen Teilbestand meiner Nvidia-Aktien verkauft. Auch wenn Du mich für verrückt hälst: Ich überlege, nochmal nachzukaufen. Nach den Zahlen ist die Aktie nicht mehr soooo massiv überwertet und ich stelle mir hier die Frage: Nochmal paar Stücke nachlegen? Ich habe gelernt: Fahnenstangen werden immer abververkauft ..... aber befindet sich Nvidia wirklich in einer Fahnenstange?
Und das ist die dümmliche Antwort von nmh:
Ja. Fahnenstange ist i.d.R. RSL > 150 Prozent (Daumenregel). Nvidia hat 174 Prozent (d.h. 74% über 200-Tage-Linie).
Die Frage beantwortet sich ohnehin nur nach dem Money-Management: Wieviel Verlust willst Du maximal machen, und wo ist Dein Stopkurs? Dann kannst Du selbst die Stückzahl ausrechnen.
Vorschlag: vier gestaffelte Stopkurse für Nvidia:
- 850 Euro (trailing 15%) für ein Viertel der Stücke
- 700 Euro (trailing 30%) für ein Viertel
- 600 Euro (trailing 40%) für ein Viertel
- 500 Euro (trailing 50%) für das letzte Viertel
Trailing habe ich jeweils so gewählt, dass der Stopkurs automatisch nach oben gezogen wird, wenn die Aktie (so wie heute) über 1000 Euro steigt.
Ich würde Nvidia als normale Position laufen lassen (ungefähr gleich viel Euro wie in andere Aktien investieren). An Nvidia hängen viele andere Aktien dran, daher besteht eh schon ein Klumpenrisiko.
Andererseits wird NV immer noch überall zum Kauf empfohlen, Du bist also definitiv nicht verrückt.
Achtung: Bei einem Aktiensplit werden die Stop-Orders automatisch gestrichen. Nvidia plant einen Split 1:10. Bei comdirect bekommt Ihr eine Benachrichtigung über die Streichung. Dann müsst Ihr die Orders mit entsprechend reduziertem Stopkurs (ein Zehntel) neu eingeben!
Bemerkung: Der letzte Nvidia-Stopkurs, den nmh in der Community empfohlen hat, lag bei 550 Euro (am 23. Mai 2024). Da sieht man mal wieder, wie wenig nmh sich um sein Geschwätz von gestern schert.
Hochachtungsvoll
der Nachbar von nmh
hm, mein lieber @FakeAccount
irgendwie verstehe ich das mit den 4 Positionen usw. nicht,
< @nmh hat das immer verständlicher erklärt > 😇
Pass auf, nehmen wir mal an, ICH <also ohne die anderen hu`s>
hätte 91 Stk. zum EK von 546.- getätigt.
Und was soll ich jetzt tun ??
Stoppkurs, Money - Dings, nachkaufen ...und wer bekommt jetzt 🐖 Geld ?
Fragen über Fragen 🤔
Grüße
von einem verwirrten Daniel
am 28.05.2024 22:06
@huhuhu vor Kauf hast du dir doch gemäß money management einen Stopkurs überlegt, oder?
Ne, ich denke nicht 😄
Bei meinem Einkaufskurs um die 200€ bin ich in kurzer Zeit so hoch mit der Aktie gestiegen, dass ich bei dieser Aktie eine Ausnahme mache. Es gibt nen Stopkurs, da fliegt gnadenlos alles raus, und dann beobachte ich. Entweder ich kann günstiger zurück kaufen, oder nicht. Und wenn nicht ist es halt Pech. Was schert mich 5% verpasste Rendite, wenn es doch wieder noch viel höher geht und mein Stop mal wieder ganz typisch das Ende der Atembewegung markiert? Unter der Kastanie lässt es sich gut aushalten, egal ob 5% mehr oder weniger Rendite, oder? Und da ich nicht in die Zukunft schauen kann und wir eine doch heiße Aktie haben darf man meiner Meinung nach vorsichtig sein.
29.05.2024 07:09 - bearbeitet 29.05.2024 07:20
Ich habe NVIDIA als bei weitem größte Position weiter laufen lassen, weil das PE ja eher sinkt als steigt und der Split nur positiv sein kann. Die Konkurrenz ist zunächst chancenlos, wenn man den Experten glaubt. Habe nichts verkauft und den Sparplan weiter laufen lassen. Ich glaube, das ist eine Einmal-im-Leben-Chance. Aber der Trailing-Stopp muss rein, auf jeden Fall. Schwieriger ist es bei SMCI, AMD, da habe ich etwas reduziert, aber dann auch wieder nachgekauft, so dass auch hier riesige Positionen vorhanden sind, weil vor allem SMCI toll gelaufen ist! Andere KI-Profiteure wie Arista Networks, ASML, Broadcom, Synopsis und Cadence sowie Cybersecurity sind solide und laufen im Sparplan. Die Übergewichtung von Big Tech (Amazon, Alphabet, MSFT und Apple) ist bei mir wegen des KI Trends noch deutlicher als vorher, aber das stört mich nicht, weil ich eine größere Sicherheit und noch mehr Einnahmen bei diesen vier (plus NVIDIA natürlich) sehe. Habe gerade Home Depot verkauft, einen alten Favoriten, weil es einfach aktuell zu viele bessere Möglichkeiten gibt. Aufregende Zeiten, aber man muss auch vorsichtig sein!
am 29.05.2024 09:17
@Zilch schrieb:@huhuhu vor Kauf hast du dir doch gemäß money management einen Stopkurs überlegt, oder?
Ne, ich denke nicht 😄
Bei meinem Einkaufskurs um die 200€ bin ich in kurzer Zeit so hoch mit der Aktie gestiegen, dass ich bei dieser Aktie eine Ausnahme mache. Es gibt nen Stopkurs, da fliegt gnadenlos alles raus, und dann beobachte ich. Entweder ich kann günstiger zurück kaufen, oder nicht. Und wenn nicht ist es halt Pech. Was schert mich 5% verpasste Rendite, wenn es doch wieder noch viel höher geht und mein Stop mal wieder ganz typisch das Ende der Atembewegung markiert? Unter der Kastanie lässt es sich gut aushalten, egal ob 5% mehr oder weniger Rendite, oder? Und da ich nicht in die Zukunft schauen kann und wir eine doch heiße Aktie haben darf man meiner Meinung nach vorsichtig sein.
Guten Morgen @Zilch
Da hast Du richtig gedacht 😉
200,- EK ...Glückwunsch, alter Millebär 😜
Ich werde sehr wahrscheinlich demnächst einige VK, so dass ich mein Anfangs Investment wieder in der Geldbörse habe,
die Freundin und die Kids wird es freuen.
Aber jetzt erstmal ein paar Tage erholen 🏖
Uns allen weiterhin viel Glück.
Schauen wir, wie es weitergeht.
Grüße
Daniel
ach ja, ein SL wird jetzt doch gesetzt 😊
am 29.05.2024 17:25
Ich möchte mal meinen Senf zu Nvidia dazu geben.
Aus meiner Sicht handelt es sich sehr wahrscheinlich schon um eine Blase. Ja, immerhin kann Nvidia gute Zahlen und einen guten Ausblick vorweisen, aber wie lange hält das noch an?
Natürlich muss man auf jeden Fall das Ding so lange weiterreiten bis es eben nicht mehr weiter geht und da muss man auf nmh mit den Stoppkursen hören, damit man am Ende mit einem schönen Gewinn dasteht.
Worauf ich aber eigentlich hinaus will und wieso diese KI Euphorie schon arg übertrieben ist, möchte ich mit einem Chart des S&P 500 verdeutlichen. Ich finde auch, dass KI ganz bestimmt vieles in unserem Alltag verändern wird und viele Unternehmen werden mit KI ihre Prozesse verbessern und möglicherweise auch effizienter werden. Und man kann das vielleicht auch mit der breiten Einführung des Internets zur Jahrtausendwende vergleichen.
Aber gucken wir uns doch einfach mal den S&P500 an über die letzten Jahrzehnte an:
1) In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts stagnierte der Markt (bzw. ging nur gaaanz leicht bergauf), da diese Zeit u.a. auch von Inflation geprägt war. Man möge mir entschuldigen, wenn ich keine weiteren Gründe anführen kann. Vielleicht ein älteres Semester?
2)+3)+4) Es gab daraufhin 3 größere Phasen des Anstiegs, 3 große Bullenmärkte. Jeweils unterbrochen von einmal der Dot.Com Blase und dann von der Finanzkrise/Lehman etc... Entscheidend ist aber, dass diese 3 grünen Linien ungefähr parallel verlaufen. Der Markt steigt also ungefähr immer mit den gleichen Prozentsätzen. Mal etwas stärker und dann wird wieder etwas korrigiert, aber so ganz grob sind das immer so ca. 10%. Rechnet man dann die großen Bärenmärkte hinzu, kommt man auf ca. 7%. Bitte nicht ganz genau nehmen die Zahlen.
Also scheint es ja in der weltweiten Volkswirtschaft so eine Art Wachstumspfad zu geben.
5) Und jetzt haben wir also diesen KI Hype. Es gibt Leute, die behaupten nun KI würde alles verändern und alles würde in Zukunft noch viel profitabler und viel produktiver und die Unternehmen machen noch viel mehr Gewinne usw usf.
Würde man diesen Leuten glauben, dann würde so ein Index wie der S&P 500 ja in Zukunft wie die rote Linie Nummer 5) wachsen. Aber ich denke man braucht nicht viel Phantasie um zu erkennen, dass dem wohl eher nicht so sein wird.
Das heißt natürlich nicht, dass ein eine einzelne Aktie wie Nvidia nicht so outperformen kann. Sie kann wie man sieht. Aber zu glauben, dass dieser KI Hype ewig so weitergeht, halte ich für sehr übertrieben. Die Schaufelkäufer müssen mit ihren teuren Schaufeln so viel Gold finden, dass sich ihre Investition wieder bezahlt machen. Ansonsten werden sie beim Schaufelverkäufer (Nvidia) in Zukunft womöglich weniger Schaufeln kaufen.
am 29.05.2024 18:54
@Okkulele123 schrieb:
1) In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts stagnierte der Markt (bzw. ging nur gaaanz leicht bergauf), da diese Zeit u.a. auch von Inflation geprägt war. Man möge mir entschuldigen, wenn ich keine weiteren Gründe anführen kann. Vielleicht ein älteres Semester?
Erste Ölpreiskrise 1973, ausgelöst durch einen jahrelangen Rückbau der US-Ölförderung zugunsten billigen arabischen Öls einerseits, und einer massiven Drosselung der Fördermengen durch die arabischen Länder 1973 andererseits, als Retourkutsche für die westliche Unterstützung Israels im Jom Kippur Krieg.
Zweite Ölpreiskreise 1979, ausgelöst durch die iranische Revolution und den darauffolgenden Golfkrieg zwischen Iran und Irak. Irak war damals der gute, an der massiven militärischen Aufrüstung des Irak durch den Westen sollten die westliche Länder ca. 10 Jahre später dann selbst zu knapsen haben.
Die 70er Jahre sind bis heute ein Ausnahmejahrzehnt in der Hinsicht dass man mit Anleihen die Aktienmärkte outperformen konnte,
Zu NVIDIA: Glaubt man diesem Internet (ich habe es nicht nachgeprüft) ist NVIDIA mehr Wert als
- IBM, AMD, Intel und Meta zusammen
- als der gesamte kanadische Aktienmarkt
Das dieses Wachstum - oder auch die Bewertung - nicht auf Dauer (oder auf alle Ewigkeit) so weiter gehen wird sollte klar sein
- wenn die Stellung zu marktbeherrschend wird werden irgendwann die Kartellbehörden einschreiten. Alleine die Entwicklungsumgebung (CUDA) ist so invasiv, dass sie quasi einen Vendor-Lockin darstellt
- Je größer Unternehmen werden, desto träger werden sie, Kapazitäten sind begrenzt usw.
- Irgendwann laufen auch die besten Patente mal aus
Nettes Beispiel aus der Vergangenheit ist Cisco. Ohne Cisco gäbe es das Internet in seiner heutigen Form nicht. Es war jahrelang undenkbar einen vernetzten Computer zu haben ohne dass nicht irgendwo ein Kästle von Cisco dran hing. Trotzdem hat das Unternehmen seine Höchststände aus der Dotcom Zeit nie wieder erreicht und notiert heute noch unter den Kursen von damals.
Chancen nutzt man am besten indem man sich bewusst ist dass jede Chance mal ein Ende findet.
29.05.2024 20:33 - bearbeitet 29.05.2024 21:13
Spannend dabei ist auch, dass Nvidia alleine in diesem Jahr für etwa 40% der Kursgewinne im S&P 500 verantwortlich ist. Das ist schon heftig bis ungesund. Die Parallelen zur Dot-Com-Bubble sind tatsächlich gegeben, da stimme ich @CurtisNewton zu. Auch wenn mir als damaliges Beispiel eher Qualcomm als Cisco in den Sinn käme (über 2.000% Kursgewinn in einem Jahr). Passt von der Story und den Produkten her sehr gut. Auf der anderen Seite machen die Firmen im Vergleich zu damals wirklich satte Gewinne, haben massig Cash auf der Kante und eine stark anhaltende Nachfrage. Daher wird es aus meiner Sicht wohl weniger eine Blase sein, die Platz, sondern viel mehr eine vernünftige Korrektur. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass diese von statten geht, indem die betroffenen Werte längere Zeit seitwärts laufen und sich die marktbreiten Niveaus dadurch anpassen können.
29.05.2024 21:22 - bearbeitet 29.05.2024 21:22
Das KGV bei Nvidia ist von über 100 (2023) auf 50 gesunken. Schaut euch die Zahlen an - da sitzt Wumms hinter. Kein Vergleich zur dotcom-Blase. Auch darf man die marktbeherrschende Stellung nicht vergessen. Nvidia stellt mehr Softwareentwickler als Hardwareentwickler ein. Für Unternehmen ist die Umstellung von Nvidia Software zur Konkurrenz umständlich und teuer. Zudem sind die Chips deutlich der Konkurrenz überlegen. Kurzum: die Stellung von Nvidia wird bis zum Ende des Jahrzehnts noch marktbeherrschend bleiben. Schätzungen zufolge sind es derzeit 80%, was auf 60% abfällt - über Jahre.
Ist die Aktie heiß? Ja. Aber die Zahlen, Stellung, und Zukunftsaussichten sind rosig. Ist KI ein Hype? Ich denke nicht. Ich denke, diejenigen, die sagen es ist ein Hype können sich das Potenzial von KI nicht vorstellen. Der Vergleich mit dem Internet ist super. Es gab damals Stimmen, dass das Internet nicht zukunftsfähig ist. Oder der Computer: es gab Fachleute, die meinten, kein Mensch wolle einen. Und dennoch war es revolutionär. Damals waren aber auch die Möglichkeiten des Handelns anders. Die Möglichkeit Informationen zu beschaffen anders. Jetzt sind viele Anleger am Markt mit Kapital die in Sekunden eine Order tätigen, und das kostenlos. Und der Aktiensplit? Der wird viele Anleger anziehen. Ich halte definitiv nen Turbo bereit.
Jetzt stellt euch die Möglichkeiten des Aktienhandels, der Beliebtheit, von heute vor und solch eine verändernde Technologie wie der Computer (aber schon recht high end entwickelt, nicht so klobig wie früher) oder Internet gebündelt in einem Unternehmen.
Das ist Nvidia.
@huhuhu alles richtig gemacht 😉