Hilfe
abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Börse als Nullsummenspiel? - Ein Dialog

ae
Legende
3.612 Beiträge

Wenn zwei Koryphäen sich unterhalten muss man doch zuhören! Oder etwa nicht?

 

Dr. Beck und Prof. Dr. Rieck im Dialog (YouTube mit viel nerviger Werbung zuweil)

 

Ein Praktiker und ein Theoretiker zum Thema Anlage, Assets, Strategien etc. 

Erwähnung fand sowohl warum Momentum funktionieren kann aber nicht muss als auch weshalb Buy The Dip einfacher erscheint als in der Praxis durchführbar ist. 

Und wer immer schon wissen wollte was ein umlagebasiertes Rentensystem mit Gold und Bitcoin gemein hat, Herr Rieck hat auch dafür eine Antwort! Genauso wie dafür was Elfmeter mit Investmentverhalten zu tun haben. 

 

Mein persönliches Urteil: empfehlenswert!

 

Für mich persönlich war zwar nicht unbedingt viel Neues dabei, dafür jedoch manchmal aus einer anderen Perspektive.

Und nein, kommt keineswegs trocken daher. Im Gegenteil sogar sehr unterhaltsam 

 

Viel Spaß beim zuhören und gucken

 

gruss ae

—————————
>>> Meine Glaskugel funktioniert, ist geputzt und auf dem neuesten Stand der Technik
>>>> Leider weigert sie sich konsequent, mit mir zu reden
19 ANTWORTEN

CurtisNewton
Legende
5.441 Beiträge

Sehr schön war der Fussball Vergleich. "Professionelle Fussballer machen beim Elfmeter eigentlich spieltheoretisch alles richtig - außer in Situationen in denen sie als der Depp da stehen könnten".

 

Eigentlich mag ich den Rieck nicht so, der hat teilweise krude Ansichten, aber in diesem Unterhaltungsstream kam er eigentlich recht angenehm rüber.

 

Danke fürs Teilen lieber @ae 

--------------------
"Video meliora proboque, deteriora sequor"

infosearch
Experte ★
187 Beiträge

Danke @ae fürs teilen...

 

Theorie und Praxis anhand eines Elfmeters.... naja wer selber nicht mehrfach mal einen geschossen hat, der kann gern ne Theorie aufstellen, wie es funktionieren könnte, in der Praxis lässt sich das aber eben nicht immer 1:1 umsetzen und ich weiß wovon ich rede...

allein die Aussage, dass eine bestimmte Art zu schießen nie gehalten wurde, aber es trotzdem zu Fehlschüssen kommt sagt auch nur, dass es nicht 100%ig klappt.... und wahrscheinlich ist die Statistik, dass der Schuss so nie gehalten wurde auch nur so lange relevant, bis es zum Reißen der Kette kommt, was ja statistisch gesehen auch irgendwann sein wird...

 

ich höre da sehr viel "es könnte, aber muss nicht..." heraus

mein Fazit ist auch keine neue Erkenntnis:

Weltwirtschaft funktioniert solange konsumiert wird

diversifizieren

möglichst langfristig investieren (was aber nicht ausschließt, dass auch rein und raus funktionieren kann)

immer wieder darüber nachdenken, ob das was ich mache noch das richtige ist, oder inzwischen andere Parameter wichtiger geworden sind

also nichts ist in Stein gemeißelt und unendlich gültig

 

Dadurch bleibt es spannend , ich wünsche uns allen viele richtige Entscheidungen 😉

 

ae
Legende
3.612 Beiträge

@infosearch  schrieb:

Danke @ae fürs teilen...

 

Theorie und Praxis anhand eines Elfmeters.... naja wer selber nicht mehrfach mal einen geschossen hat, der kann gern ne Theorie aufstellen, wie es funktionieren könnte, in der Praxis lässt sich das aber eben nicht immer 1:1 umsetzen und ich weiß wovon ich rede...


Damit bist Du wohl in guter Gesellschaft -> Ulis Elfmeter 76 

Der sicherste Elfmeterschuss ist wohl ein strammer, gezielter Schuss in eine der oberen Ecken. Wenn man das Tor trifft hat der Torwart wirklich keine Chance zum halten. Höchstens eine theoretische…

Verfehlt man dagegen das Tor guckt man wie ein Volldepp aus der Wäsche 😉

Diese Analogie zu einem Fondsmanager, man könnte auch im allgemeinen Manager von beliebigen Unternehmen nehmen, erschließt sich dann doch. Hier spielt dann die psychologische Komponente, die Angst als Versager da zu stehen, eine entscheidende Rolle warum lieber eine „unsicherere“ Variante gewählt wird. 

 

Das Gespräch allein auf den Elfmeterpunkt  diesen einen Punkt zu reduzieren wird den beiden Protagonisten dann doch nicht gerecht. Viel spannender finde ich die das Beispiel von Apple. 

Gleiches galt natürlich auch für FaceBook. Da musste man unbedingt dabei sein als junger Mensch, um sich nicht ausgeschlossen zu fühlen. Na gut, Sonderlinge wie mich gab´s ja auch. Hab bis heute kein FaceBook 😉

 

Solche spezielle Situationen gibt es immer wieder, auch wenn ich aktuell anscheinend zu doof bin den Hyperion  (Link zu wiki) als heranwachsendes Gewächs im Dickicht zu finden. 

 

Dadurch bleibt es spannend , ich wünsche uns allen viele richtige Entscheidungen 😉

 


Langweilig wird’s mit Sicherheit nicht. 

 

Gruss ae

 

 

—————————
>>> Meine Glaskugel funktioniert, ist geputzt und auf dem neuesten Stand der Technik
>>>> Leider weigert sie sich konsequent, mit mir zu reden

infosearch
Experte ★
187 Beiträge

@ae 

da hast du vollkommen recht mit dem Apple-Beispiel, das war in der Tat interessant zu sehen und hören, dass der Pr. Dr. sich auch mal eingesteht, es nicht verstanden zu haben, was ja keine Blamage ist, geht uns doch allen irgendwann mal so...

wollte es auch nicht auf den Elfmeter reduzieren, aber das Bsp. zeigt, das Statistik eben auch was sehr theoretisches ist und bekanntermaßen reißt die Kette irgendwann...

da gilt dann wieder der alte Spruch... "auf´m Platz zählt..."

und das wiederum lässt dich ja problemlos auf die Börse adaptieren

 

übrigens habe ich einige Elfmeter tatsächlich oben im Winkel versenkt, bis dann mal plötzlich aufkommender Gegenwind dem Torwart geholfen hat, danach habe ich mehr auf den Wind geachtet 😂

 

und in sozialen Medien bin ich nicht angemeldet, nutze da höchstens mal YouTube, das aber sehr selten, habe aber kein Problem, wenn es jemand toll findet.... so, das mal zum Thema Sonderling, wenn ich schreibe, dann zu Hause am Rechner, aufm Handy brauch ich das nicht, erlaube mir einfach regelmäßig nicht 24/7 online zu sein.... aber wie gesagt, darf ruhig jeder machen wie es gefällt...

Silver_Wolf
Legende
5.614 Beiträge

@infosearch  schrieb:

 

übrigens habe ich einige Elfmeter tatsächlich oben im Winkel versenkt, bis dann mal plötzlich aufkommender Gegenwind dem Torwart geholfen hat, danach habe ich mehr auf den Wind geachtet 😂

 


Eine Option für besonders coole Spieler ist natürlich einfach hart in mitlerer Höhe auf die Mitte des Tores zu schießen.

Wenn der Torwart wie erwartet in eine Ecke springt hat er keine Chance da noch mit dem Fuß dran zu kommen.

Oft genug gesehen.  🙂

 

Natürlich gibt es auch Fälle wo die Leute sich kennen, der Torhüter das anzipitiert und einfach stehen bleibt und den Schuss kinderleicht abwehrt.

 

infosearch
Experte ★
187 Beiträge

@Silver_Wolf 

da glaube ich doch, dass es sehr oft nicht zum Tor geführt hat...

inzwischen wurde die Technik der Ausführung mit dem Verzögern ja sehr erfolgreich weiter entwickelt, aber egal wie, es wird immer ein erstes Mal einen Fehlversuch geben und dann nützt mir die 99,xxx%-Statistik auch nichts mehr 😥

fürs Leben und die Börse lässt sich eben festhalten, alles verändert sich, da ja jede Menge Parameter und ihre Kombination darauf einen Einfluss haben und man muss sich weiter entwickeln, oder man wird irgendwann im Niemandsland versinken, was wir unweigerlich werden, da das Leben ja endlich ist.... machen wir das Beste aus der Zeit die wir haben...

 

so jetzt genug philosophiert, ich muss was essen...

 

TutsichGut
Mentor ★★★
2.391 Beiträge

Alles Quatsch.
Dahin schießen, wo der Torwart steht.
Doch, er wird sich bewegen😍

Da war einer schneller ...

 

LG TutsichGut
DiskLeimEimer:Ich bin nicht dafür verantwortlich für Das, was mein Bauch von sich gibt.

Shane 1
Mentor ★★★
2.062 Beiträge

@ae 

Leider kann ich persönlich aus dem verlinkten Dialog nicht allzuviel persönliche Erkennnisse verwerten. Mit hochtrabenden Formulierungen und Fremdwörtern erhellt man selten die Weisheit der Leser, und ich bezweifle, dass viele hier nun erkannt haben, ob die Börse nun ein Nullsummenspiel ist oder nicht.

Man sieht es auch hier, es ist einfacher über einen Elfmeter zu diskutieren, logisch, hier haben viele ihre eigenen Erfahrungen gemacht, und man  beim Dialog respektvoll denkt, toll wie sind die schlau, und was die alles so wissen. 

 

Ist die Börse jetzt nun ein Nullsummenspiel?

Was der eine gewinnt, muss ein anderer verlieren: So lautet ein populäres Vorurteil über die Börse. Aber die Wahrheit ist komplizierter. Einige Leser in diesem Bord halten die Börse für ein gigantisches Spielcasino, an dem für die Gesamtzahl der Anleger nachhaltig keine Gewinne möglich sind. So die durchaus nachvollziehbare Logik hinter dem Vorurteil. 

 

Der Grund, warum zumindest der Aktienmarkt kein Nullsummenspiel ist, ist einfach: Aktien gewinnen mit der Zeit an Wert. Empirisch ist belegt, dass die Aktienmärkte insgesamt auf lange Sicht eine Rendite von rund sieben Prozent pro Jahr abwerfen. Dieser Wertzuwachs bei Aktien, der sich aus Kursgewinnen und Dividenden zusammensetzt, basiert ganz einfach darauf, dass Aktien Anteile an Unternehmen sind und diese Unternehmen in der Regel einen Gewinn erwirtschaften.

 

Die Gewinne der Unternehmen werden entweder an die Anleger durch die Dividenden ausbezahlt, oder in das Unternehmen reinvestiert und machen das Unternehmen mit der Zeit wertvoller, so dass auch die Aktienkurse zulegen (Kursgewinne). Aktien sind in diesem Sinne produktive Vermögenswerte. Wohlbemerkt, der langfristige Wertzuwachs bei Aktien gilt allerdings immer nur für den Gesamtmarkt und nicht für einzelne Aktien. Aktien einzelner Unternehmen können durchaus auch wertlos werden. Dadurch erzielt die Gesamtheit der Anleger erzielt immer die eine Rendite (also einen Wertzuwachs von Aktien - langfristig ungefähr fünf bis acht Prozent pro Jahr).

 

Gelingt es nun einigen Anlegern, eine Überrendite (engl. Outperformance, klingt doch richtig profihaft) gegenüber dem Gesamtmarkt zu erzielen, so folgt daraus mit mathematischer Sicherheit, dass es andere Anleger geben muss, die nur eine unterdurchschnittliche Rendite erzielen. In der Realität gehören sogar die allermeisten Anleger zu den Unterperformern. Ein wichtiger Grund dafür sind übrigens die teils hohen Transaktionskosten.

Festhalten lässt sich also: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel, was die langfristigen Renditen der Anleger betrifft. Er ist aber sehr wohl ein Nullsummenspiel, was die Überrenditen betrifft!

 

Mehrwert für Anleger entsteht nicht durch den Handel

Daraus folgt eine weitere Erkenntnis: Der kurzfristige Handel mit Aktien hat für die Gesamtzahl der Anleger keinen Mehrwert. Das heißt allerdings nicht zwangsläufig, dass sich kurzfristiger Handel für alle Anleger nicht (z.B. günstige Einstieg- oder Ausstiegkurse) lohnt. Banken und Broker versuchen natürlich trotzdem, die Anleger zu einem ständigen Handel mit Wertpapieren zu animieren, denn Banken und Broker leben letztlich von den Kosten, die diese Transaktionen verursachen.

 

Viele Leser kennen meine Einstellung ja von etlichen meiner hiesigen Bordbeiträge, aber da ich soeben deinen Post gesehen habe, dachte ich mir, ich melde mich mal wieder kurz und rücke den Threadtitel mal verständlicher ins rechte Licht.

 

Mehrwert entsteht daher für Anleger (jedenfalls in ihrer Gesamtheit) nicht durch den Handel von Aktien, oder dem mehr- oder weniger erfolgreichem Versuch der Börse ein Schnippchen zu schlagen, sondern nur dadurch, dass Aktien langfristig gehalten werden und die Anleger damit an der Marktrendite partizipieren.

Grüßle Shane

Sonnenwiese
Experte ★
192 Beiträge

 

Hallo @Shane 1 

 

schön mal wieder von dir zu hören! 😊