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Änderung wegen Volljährigkeit: Frist versäumt, dann Kündigung nach 19.1

Thomas____
Autor ★★
20 Beiträge

Kaum fassbar.

 

Es gehört nicht zum Thema und ich werde noch einen eigenen Beitrag erstellen, muss das jetzt aber einfach los werden:
Ich bin seit Ende der 90er mit meinem und einige Jahre später mit meiner Frau zusammen bei der Comdirect. Auch unsere Töchter hatten jeweils ein Konto. 

Einer unserer Töchter hat Comdirect jedoch, ohne Angaben von Gründen, im April das Konto gekündigt. Sie hatte, nachdem sie 18 geworden ist, es versäumt ein Formular auszufüllen und Ihre Identität zu verifizieren. Ich wollte das, direkt nach dem Kündigungsschreiben, mit ihr zusammen noch nachholen und hatte von der Hotline auch eine Zusage, dass das noch geht. Das war noch lange vor der Auflösung des Kontos.

Wir hatten dann das Formular per Postident eingeschickt. Es kam aber nur die Nachricht, dass das nicht geht.

 

Immerhin hatten sie und mein Bürokollege, der schon bei der neuen Bank ist, über den Betrag gefreut, den sie für den Wechsel erhalten haben 😉

 

Bin am Überlegen, ob ich mit meiner Frau und den beiden anderen Töchtern auch noch wechsle.

Die neue Online Bank hat schon Wero, was ich bei der Comdirect vermisse.

19 ANTWORTEN

dg2210
Legende
8.313 Beiträge

@Thomas____  schrieb:

Kaum fassbar.

 

(...)

Einer unserer Töchter hat Comdirect jedoch, ohne Angaben von Gründen, im April das Konto gekündigt. Sie hatte, nachdem sie 18 geworden ist, es versäumt ein Formular auszufüllen und Ihre Identität zu verifizieren.

 Ich kann die Reaktion der Bank nachvollziehen.

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

Crazyalex
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10.356 Beiträge

Ganz so einfach sehe ich die Sache nicht: In der Pflicht sind beide Parteien.

 

Der Kunde muss natürlich seiner Pflicht hier entsprechend mitzuwirken nachkommen.

 

Jedoch sähe ich es als Pflicht der Bank an, im Falle einer ausbleibenden Kundenreaktion auf das angeforderte Formular angemessen zu reagieren: Anmahnen und nachfordern -> und bei einem so wichtigen Dokument das zum einen über ein Schreiben in die Postbox und zum anderen parallel mit der Briefpost. So ist nahezu ausgeschlossen, dass wenn ein Brief beim Kunden nicht ankommt, dieser nicht Bescheid bekommen kann ebenso, wie wenn sich der Kunde (zu) selten ins Onlinebanking einloggt. Wenn er natürlich beide Kanäle ignoriert wäre er selber schuld. 

Wie der Prozess bei der Codi ist weiß ich nicht.

 

Wie es abgelaufen ist weiß ich ebenfalls nicht - daher möchte ich an dieser Stelle nicht urteilen...

 

Gruß Crazyalex


An alle Neueinsteiger: Appell an alle Neueinsteiger und Interessenten.
ETF-Anfänger: Bitte intensiv durcharbeiten... ETF-FAQ. .................Danke!

SMT_Chris
Community Manager
Community Manager
3.568 Beiträge

Hallo @Thomas____,

 

vielen Dank für das Feedback.

 

In der Tat ist die Schilderung deiner Erlebnisse in einem falschen Thread gelandet. Aber ich verstehe natürlich, dass man sich Luft machen möchte und einem dann der Thread möglicherweise egal ist.  [Beitrag inkl. Replies in einen neuen Thread überführt]

 

Da ich aus datenschutzrechtlichen Gründen keinen Einblick in den dezidierten Vorgang habe, kann ich mich nur ganz allgemein dazu äußern. 

 

Der Volljährigkeitsprozess startet mit einem Infoschreiben 5-6 Wochen vor der eigentlichen Volljährigkeit. Es sind im Grunde genommen sogar zwei Schreiben: Schreiben (1) beinhaltet z.B. die AGB und PLV, was aufgrund des Umfangs in die Postbox gestellt wird. In dem wichtigeren Schreiben (2) erklären wir anhand einer Checkliste genau, was zu tun ist. Dieser Brief geht dem Kontoinhaber postalisch zu. 

 

Kurz nach dem Start in die Volljährigkeit stellen wir in die Postbox eine Erinnerung mit einer Fristsetzung von ca. 5 Wochen bis wann spätestens die erforderlichen Unterlagen noch nachträglich eingereicht werden können und einer kurzen Erklärung, was bei einem Fristversäumnis passiert: Sperrung des Zugangs und Kündigung des Kontos. 

 

Erfolgt dann seitens Kunden immer noch keine Zusendung von der Unterlagen für eine Identitätsfeststellung, informieren wir per Brief über die Kündigung des Kontos. Ich nehme an, dass dieses Schreiben dazu geführt hat, dass man die Unterlagen dann nachträglich eingereicht hat. Ja, eine Prüfung kann stattfinden, die Kollegen legen sich jedoch nicht fest, wie das Ergebnis ausfallen wird. Auch hier ist es wichtig, dass die Unterlagen dann unmittelbar eintreffen. 

 

Das Ergebnis ist natürlich bedauerlich. Aber ich sehe hier in der Tat kein Versäumnis/Fehler unsererseits. Wir informieren sowohl postalisch, als auch per PostBox und räumen großzügige Fristen ein. Wir können nur wiederholen, unsere Brief zu lesen und stets in die PostBox zu gucken und entsprechend zu handeln. Unterlässt man dies, muss man leider mit den entsprechenden Konsequenzen leben und so fair sein zu sagen: Ja, das müssen wir wohl auf unsere Kappe nehmen. Wir haben es schlicht "verdödelt". 

 

Viele Grüße

Christoph  

Crazyalex
Legende
10.356 Beiträge

@SMT_Chris 

Im Grundsatz stimme ich Dir zu, möchte das mitmachen einem kleinen 'aber' versehen:

https://community.comdirect.de/t5/ideen/benachrichtigung-postbox/idi-p/211009

 

Gruß Crazyalex 


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SMT_Chris
Community Manager
Community Manager
3.568 Beiträge

@Crazyalex 

 

Schon richtig. Eine solche Optimierung kann helfen. Dennoch sollte man immer in die PostBox schauen. Zudem: Das initiale Schreiben wird per Post geschickt. Der Kunde hat dann 5-6 Wochen Zeit die Unterlagen einzureichen. Das sollte an sich ausreichend sein. 

 

VG

Christoph

Crazyalex
Legende
10.356 Beiträge

@SMT_Chris 

Das führt mich zu https://community.comdirect.de/t5/anregungen/kundenorientierte-sichtweise/td-p/378299

 

Gruß Crazyalex 


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SMT_Chris
Community Manager
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3.568 Beiträge

@Crazyalex 

 

Jetzt mal ehrlich: Das ist doch jetzt ein komplett anderer Case. 

 

In dem hier diskutierten Fall haben wir den Kunden mit viel Vorlauf postalisch als auch in der PostBox darauf aufmerksam gemacht, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Wenn man dann offensichtlich irgendwann und dann wohl auch noch viel spät reagiert hat, dann weiß ich nicht, was wir noch machen sollen? Und mal ehrlich: In der Regel klappt die Kommunikation hier sehr gut.: Achtung lieber Kunde, du wirst bald volljährig. Bitte mache X und Y, damit du auch weiterhin viel Spaß mit unseren Produkten hast. Wir kommen daraufhin die Unterlagen, stellen um und alle sind glücklich. 

 

 Das heißt nicht, dass wir bestehende Prozesse als ultimativ sehen. Aber hier so zu tun, als hätten wären wir unserer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, finde ich nicht fair und vermittelt ein falsches Bild. 

 

VG

Christoph

Crazyalex
Legende
10.356 Beiträge

@SMT_Chris  schrieb:

Aber hier so zu tun, als hätten wären wir unserer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, finde ich nicht fair und vermittelt ein falsches Bild.


@SMT_Chris 

Das habe ich ja auch nicht behauptet. 

 

Nein, ich stelle die Kommunikation im konkreten Fall gar nicht infrage. Ich stelle die generelle Qualität der Postbox-Benachrichtigung infrage.

 

Und ich sage, dass man öfters mal die Kundensichtweise einnehmen sollte: und der Kunde macht ab und an auch Frhler, ist unvollkommen und in Einzelfällen manchmal auch etwas.... beschränkt 😉

 

 

Was ich aber klipp und klar behaupte: man kann es besser machen.

Und das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten.

 

Und wenn du schreibst 

 


@SMT_Chris  schrieb:

 

 Das heißt nicht, dass wir bestehende Prozesse als ultimativ sehen. 


sind wir uns da einig - was ich ausdrücklich positiv hervorheben möchte.

 

Deswegen habe ich drüben im entsprechenden Ideen-Thread auch nochmal provokant nachgefragt 😉

 

Gruß Crazyalex 


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GetBetter
Legende
8.412 Beiträge

@Crazyalex  schrieb:

Ich stelle die generelle Qualität der Postbox-Benachrichtigung infrage.

 

Und ich sage, dass man öfters mal die Kundensichtweise einnehmen sollte: und der Kunde macht ab und an auch Frhler, ist unvollkommen und in Einzelfällen manchmal auch etwas.... beschränkt 😉


Auf neue Dokumente in der Postbox wurde man für fast 20 Jahre durch ein Briefsymbol hingeweisen. Das hat eigentlich wunderbar funktioniert, wurde aber offenbar von einem bemerkenswert großen Kundenkreis ignoriert, so dass 2022 ein grüner Punkt eingeführt wurde (nachzulesen hier).

 

Wie ich schon damals vermutet hatte, hat es aber offenkundig weder der grüne Punkt vermocht die Schlafmützigkeit manches Zeitgenossen zu heilen, noch hatte die Zustellung im eigenen Briefkasten einen nachhaltigen Effekt.

 

Ich glaube wirklich, dass es damit dann auch mal gut sein muss. Es kann ja nicht sein, dass die Alarmfunktionen immer weiter aufgeblasen werden, nur weil eine Minderheit erst reagiert wenn der Fanfarenzug vor dem Schlafzimmerfenster aufmarschiert.

Wer nicht will, der muss auch nicht (außer die Konsequenzen tragen).