Wenn ich eine Aktienorder aufgebe, muss zuerst das Girokonto vom Tagesgeldkonto aufgefüllt werden. Das ist umständlich.
Kann comdirect das nicht so machen wie andere Banken auch, also Auftrag akzeptieren, solange Deckung durch die beiden Konten gegeben ist?
Oder, sofern keine Deckung auf dem Girokonto ist, automatisch den notwendigen Betrag vom TG Konto übertragen? Dazu könnte man ja in den Stammdaten ein Kästchen zum Ankreuzen vorsehen.
Hallo @EU_1, liebe Community,
ein Tagesgeldkonto kann leider nicht als Referenzkonto für Aktienkäufe oder-verkäufe angegeben werden, da dieser Kontotyp streng genommen ein Anlageprodukt ist. Als Referenzkonto muss daher ein Giro- oder ein Verrechnungskonto angegeben werden.
Diese Idee müssen wir daher leider ablehnen.
VG
Christoph
@SMT_Chris , ich glaube, das war ein Missverständnis des Vorschlags, das jetzt zu Deinem Status "abgelehnt" geführt hat. Der Vorschlag zielte eher nicht darauf ab, das Tagesgeldkonto als Anlageprodukt zum Verrechnungskonto des Wertpapierdepots zu machen. Vielmehr belässt kein normaler Anleger sein ganzes Vermögen unverzinst auf dem Giro-/Verrechnungskonto, wenn es ein (wenn auch nur leider nur minimal) verzinstes Tagesgeldkonto gibt.
Hat man aber auf dem Giro-/Verrechnungskonto seines Wertpapierdepots nicht ausreichend liquide Mittel, kann man zum Beispiel keinen (Limit-)Kauf-/Zeichnungsauftrag für ein Wertpapier einstellen mangels Liquidität.
Die Liquidität ist aber auf jeden Fall vorhanden - eben auf dem Tagesgeldkonto, nur eben noch nicht umgebucht. Ich bin überzeigt davon, dass @EU_1 mit seinem Vorschlag dieses Problem der eigentlich vorhandenen Liquidität nur eben gerade am falschen Ort lösen wollte. Auf KEINEN Fall meinte er, das Tagesgeld zum Verrechnungskonto des Wertpapierdepots zu machen.
Bitte dahingehend nochmals überdenken!
Danke sagt
vonHS
Hallo @vonHS,
ich bin zu 100 % davon überzeugt, dass du sozusagen durch den Umweg der Hypothese, dass der Vorschlag nicht richtig interpretiert worden wäre.... dieses Ziel doch noch durch die Hintertür erreichen möchtest. Dass nämlich das Tagesgeld Plus zu einer Art zusätzlichem Verrechnungskonto wird.
Indem nämlich der dort vorhandene Saldo sozusagen als fiktiver, zusätzlicher Verfügungsrahmen für die Deckung von erst in 2 Tagen durch Wertpapieraufträge benötigter Liquidität gemacht wird. 😉
Als Bank würde ich das ebenfalls nicht umsetzen, da dies zu einem Berg an Reklamationen und zusätzlicher Arbeit führt. Beispielsweise sagt ein Beschwerdeführer dann: "Ich bin so spät abends von der Arbeit nach Hause gekommen und habe vergessen, umzubuchen. Jetzt zahle ich den Überziehungszins, obwohl das Geld auf meinem Tagesgeld parkt. Wie unfair!".
Es durchbricht auch die Systematik der Trennung von Anlageprodukten und Produkten für den laufenden Zahlungsverkehr. Zudem: Ich kann angesichts eines Preis-/Leistungsverzeichnisses, bei dem viele Positionen seit mehr als 10 Jahren nicht angehoben wurden, verstehen: Dass hier nicht noch Zusatzaufwand bei der Bank entstehen darf.
Deine Anfrage ist geschickt gestellt, aber auch ein bisschen ein kleines Foul? Liege ich da richtig mit der Einschätzung?
Liebe Grüße
Gluecksdrache
@Glücksdrache , so kann man das natürlich auch sehen...
Die Trennung zwischen Anlage-/Zahlungsverkehrsprodukt will ich aber gar nicht durchbrochen wissen. Ich sehe sie sogar weiterhin als gegeben. Durch die Berücksichtigung des liquiden (!) Gesamtvermögens (eben nicht nur des Vermögens auf dem Giro-/Verrechnungskonto) würde ein möglicher Kaufauftrag bei ausreichender Gesamtliquidität nicht mehr abgelehnt werden . Am grundsätzlichen Prinzip, dass es zum Depot ein Giro-/Verrechnungskonto geben muss, über das alles zu laufen hat, will ich (und wahrscheinlich auch @EU_1 ) überhaupt nichts geändert haben.
Wer nach einer Ausführungsmitteilung seines Wertpapierauftrags nicht rechtzeitig einzahlt/umbucht (ich verlange von der Bank ja gar keine Mehrarbeit/maschinelle Umbuchung/automatisierte Hinweise, obwohl das smarte Ideen wären...), ist selbst schuld und hat die Verzugszinsen sozusagen verdient...
hallo Community,
die von Euch angefragte Dienstleistung kommt dem sehr nahe, was im Firmenkundenbereich als Netting oder Pooling bezeichnet wird und exklusiv bei Unternehmen mit zig Niederlassungen in der Theorie möglich wäre. 😊 Comdirect hat aber Privatkunden als Zielgruppe.
Aber denkt doch bitte eher im Plus, im Momentum und im Geldanlageerfolg. Diese Mentalität stärkt Euch und das wirtschaftliche Wohlergehen. Anstatt 2,00 Prozent durch 180 (bei 2 Tagen Valuta) als Entscheidungskriterium heranzuziehen.
Hier kann es den Turbo der Geldanlage geben:
Quelle: comdirect Webseite, eingeloggter Zustand/Kundenansicht, abgerufen am 24.09.2025
Liebe Grüße
Gluecksdrache
Ich hatte eigentlich, gestern schon, eine längliche Antwort zu Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch formuliert. Über das Selbstverständnis der comdirect eine Marke der Commerzbank die gerne mal Aufkleber mit dem Slogan "Silicon Valley der Finanzindustrie" produziert, über Vorstände der Commerzbank, die in Börsenpflichtblättern gerne mal Interviews geben, mit welcher Innovationskraft man die enteilte Konkurrenz nicht nur ein- sondern auch überhole; und dass die IT soviel freie Ressourcen habe dass man quasi Zukäufe tätigen müssen um diese auszulasten (sic!, letzte Woche im Handelsblatt). Wohlwissen natürlich, dass es in der Realität am Monatsersten mal mit Überweisungen klemmt, Sparpläne nicht ausgeführt werden, da man daran scheitert Lastschriften durchzuführen, und last but not least Trivialitäten wie die Verzinsung eines Verrechnungskontos unendliche Barrieren in den geschäftspolitischen Entscheidungen alter weißer Männer darstellen. Wobei wohlgemerkt alte weiße Männer nicht männlich und weiß sein müssen. Man könnte ein ganzes Füllhorn an Beispielen finden.
Da ich aber weder als König Sysiphos, oder schlimmer gar, als Prometheus enden möchte,
belasse ich es bei einem "Der Markt regelt das." An dieser Stelle war eigentlich noch ein "und ob ihr Recht habt oder nicht, seht ihr wenn das Licht ausgeht" angedacht, was aber wiederum der Leistung der zahlreichen Mitarbeitenden der Commerzbank, die täglich ihr bestes geben und zeitgleich Gefangene des Systems Großkonzern sind, nicht gerecht werden würden.
Schöne Grüße,
ich gehe jetzt ins verlängerte Wochenende.