am 17.04.2021 11:29
Hallo,
ich würde gerne Erfahrungen mit Börsenbriefen diskutieren.
Wer von verfolgt schon länger Börsenbriefe wie Proffe Newcomer, Trenddepot, Optionsschein-Trader, Maydorn Report, Bernecker, Hot Stock Report, Tenbagger etc?
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Börsenbrief über mehrere Jahre hinweg, insbesondere in Korrekturphasen?
Ich finde einen Börsenbrief interessant, wenn ich davon lernen kann, d.h. die enthaltenen Informationen sind aktueller, als die ich mir selbst zeitaufwendig besorge, und somit die Entscheidungen nachvollziehbar.
Bei Interesse teile ich auch gerne eigene Erfahrungen mit Börsenbriefen mit. Ich bin zwar erst seit ca. 10 Monaten an der Börse aktiv, beobachte und teste aber so viel wie mir möglich ist.
Ich habe hier Suchfunktion genutzt, aber recht wenig gefunden.
Gruß
am 29.08.2026 13:53
@Klimaaprima schrieb:
Für 3000€ Provision bleibt Proffe mit seinem Depot (14,38%) nach fast einem Jahr unter der Performance eines fast kostenlosen MSCI World ETFs (20%/ TER 0,2%).
Dafür sollte er seinen Abonnenten ein Gratis-Jahr anbieten anstatt die Gebühren auf 3400€ anzuheben.
Warum? Er hat doch genau das geliefert, was erwartet wurde. Die allgemeine Proffe-Stratgie ist, über längere Zeit dem Vergleichsindex hinterherzulaufen, aber ab-und-zu den Turbo zu zünden und einen gigantischen Vorsprung aufzubauen.
30.08.2026 11:58 - bearbeitet 30.08.2026 12:18
30.08.2026 11:58 - bearbeitet 30.08.2026 12:18
Hallo @Klimaaprima,
dein Beitrag klingt interessant!
@Klimaaprima schrieb:@Casischrieb:
Zum 21.08.2028 (vor Börseneröffnung) sieht das Depot wie folgt aus:
Gesamt-Depot inkl. Cash Bestand: 34.313,88 €
davon Cash Bestand: 4.511,35 €
Gesamt-Performance seit Depot-Start am 12.09.2025: 14,38%
(*fast 1 Jahr)Dabei sind nicht berücksichtigt:
Die an Proffe zu zahlende Gebühr von 2.999 Euro fürs erste Jahr ......
Vergleicht man die Rendite ab 9.2025 mit profanen ETFs World:
iShare Global Titans 50
1 Jahr: 24,4%
(Lfd. Jahr 12,5%)
iShares Edge MSCI World Value Factor
1 Jahr: 53,7%
(Lfd. Jahr 36,5%)
iShares Core MSCI World
1 Jahr: 20,3%
(Lfd. Jahr 14,6%)
Gesamtkostenquote: (TER)
0,51%/0,25 %/0,20%
Für 3000€ Provision bleibt Proffe mit seinem Depot (14,38%) nach fast einem Jahr unter der Performance eines fast kostenlosen MSCI World ETFs (20%/ TER 0,2%).
Dafür sollte er seinen Abonnenten ein Gratis-Jahr anbieten anstatt die Gebühren auf 3400€ anzuheben.
Wenn ich Proffe wäre, dann würde ich wahrscheinlich nicht ein ganzes Jahr Gebührenfreiheit anbieten. Sondern ich würde lieber einen Monat einen Mitarbeiter rechnen lassen, was es denn derzeit mit der Allianz Anomalie auf sich hat und dann kostenfrei jeden Tag Push-Nachrichten schicken, damit die Abonnenten den Stop Win nachziehen können und einen Zusatznutzen zum ohnehin bezahlten Produkt haben. Allianz und Derivate dürften eine so hohe Liquidität haben, dass ein einzelnes Medien-Unternehmen keinen Kurseinfluss haben sollte. Er kann ja auch Hebel zwischen 2 und 7 in sein Platin-Depot aufnehmen und fünf Optionsschein-Anbieter staffeln. So würde ich vorgehen. In seinem Optionsschein-Depot könnte es dann noch schneller aufwärts gehen.
Also kostenlos für Abonnenten ein spannendes Mix an Allianz-Calls suchen und finden. Die richtige Saisonalität bzw. die starken Allianz-Monate sind meiner Einschätzung nach eher zum Jahresende hin zu finden. Vielleicht wäre das ja auch eine Idee für den Nachbar von @FakeAccount und damit locker Pr_ffe zu schlagen.
Da kann er dann mit seiner kuratierten Auswahl von US-Werten plus dieser kurzen Anomalie arbeiten. Ich kann leider nicht substantiiert sagen wie lange der Trend anhält.
Wer mag, der kann sich auch von öffentlich einsehbaren Musterdepots inspirieren lassen, da gibt es auch einige in Wien, die einen Schwerpunkt in Optionsscheinen haben. Dort würde dann der Stop-Loss des Anlegers auf das Gesamtinvestment den einzelnen Stop Win/Loss ersetzen. Da sind einige schlaue Leute zu finden, die schon seit vielen Jahren sowas bauen. Und von den günstigen Gebühren des Handelsplatzes profitieren. Da das bei comdirect handelbar ist, ist es keine Fremdwerbung.
Oder die besten Optionsscheine daraus bei comdirect nachbauen und immer auf Uhrzeiten und Spreads achten. Es gibt Anbieter, die kalkulieren zwischen 08 und 09 Uhr anders.
Liebe Grüße
Gluecksdrache
am 30.08.2026 12:55
Je länger ich diesen Thread hier verfolge, verfestigt sich bei mir eine bestimmte Vorstellung bzw. ein bildhafter Vergleich bzgl. des hier geschilderten 3.000 Euro Preismodell des Herrn Proffe.
Kurz zusammengefasst, ist das für mich eigentlich wie die Teilnahme an einer Lotterie - Gewinnmöglichkeit 1 Million Euro oder mehr - bei einem Preis von 30 K Euro für das Los, sowie zusätzlichen 3.000 Euro an den Inhaber des Verkaufsstandes.
Ich möchte an der Stelle betonen, dass jeder natürlich mit seinem Geld tun und lassen kann was er will. Als sinnvolle und zielgerichtete Geldanlage würde ich das nicht bezeichnen wollen. Mir ist da eine kontinuierliche Performance von knappen 10% Prozent im Jahr nach Steuern lieber als der hier beschriebene Hopp oder Top Ansatz.
am 30.08.2026 13:23
Hallo Casi
Sie schreiben: "Auch vor dem Hintergrund des Risikos habe ich mich für eine Verlängerung des Abos von Proffes Trend Depot Platin im zweiten Jahr entschieden." Da freue ich mich schon auf Performance Updates.
Das Trend Depot (PTD) war:
-Stand 25.Aug 26 bei 19.735.067,67 € seit 2025.
-Stand 9. Sept 26 bei 11.734.824,70 € seit 2025
Performance= 68,2% vor Kosten, Gebühren und Steuern (in dem vergleichbaren Zeitraum zum Platin der am 12.9.25 aufgelegt wurde, wenn ich Ihre Nachricht richtig lese.)
Offensichtlicht hat der PTD den Platin Börsenbrief haushoch geschlagen, was mich echt erstaunt.
Woran lag es? Was ist im Platin anders gelaufen als im PTD?
Falls jemand zu dem Lesertreffen am 12.September fährt würde mich das Statement von Michael Proffe dazu interessieren.
Für mich war als PTD Bezieher war meine Rendite deutlich geringer. Ich habe Tradingkosten, die Kosten des PTD und 26,375 Kapitalertragssteuer auf Gewinne zu tragen. Zusätzlich habe ich nicht jeden Optionsschein gekauft, wenn entweder
- der Hebel sehr gering (<3),
- das Aufgeld p.a. über ~10% lag,
- der Basiswert ehr flach gelaufen ist und ich nicht die Chance eines plötzlichen Anstieges gesehen habe.
Im PTD bleiben Dividenden von Aktien unberücksichtigt, allerdings zahlen viele Aktienunternehmen keine oder nur sehr geringe Dividenden von denen ja nur 76, 625% nach der Kap-Steuer bei mir ankommen.
Übrigens, bei den 25% Kapitalertragssteuern fallen in DE zusätzlich 5,5% Soli an, so werden effektiv 26,375% direkt vom Gewinn abgezogen von der Depotbank. Das haut bei den Optionsscheinen echt rein, was im PTD unberücksichtigt bleibt.
Bitte posten wie der Platin sich entwickelt. Bitte alle die den Newcomer, Optionsscheintrader, Impulstrader von Proffe beziehen - postet bitte eure Erfahrungen und Renditen. Das wäre wirklich interessant und der sind dieses Threads.
Danke vorab.
am 30.08.2026 13:31
@ttplayer schrieb:Je länger ich diesen Thread hier verfolge, verfestigt sich bei mir eine bestimmte Vorstellung bzw. ein bildhafter Vergleich bzgl. des hier geschilderten 3.000 Euro Preismodell des Herrn Proffe.
Kurz zusammengefasst, ist das für mich eigentlich wie die Teilnahme an einer Lotterie - Gewinnmöglichkeit 1 Million Euro oder mehr - bei einem Preis von 30 K Euro für das Los, sowie zusätzlichen 3.000 Euro an den Inhaber des Verkaufsstandes.
Ich möchte an der Stelle betonen, dass jeder natürlich mit seinem Geld tun und lassen kann was er will. Als sinnvolle und zielgerichtete Geldanlage würde ich das nicht bezeichnen wollen. Mir ist da eine kontinuierliche Performance von knappen 10% Prozent im Jahr nach Steuern lieber als der hier beschriebene Hopp oder Top Ansatz.
Bin bei dir..... und dafür brauche ich nur einfache Globale BasisETFs keine kostspieligen Börsenbriefe bzw Expertenporfolios.
Abrr auch für einen Hopp oder Top Ansatz brauche ich m.E. kein Herrn Proffe und Co. Denn wer mit OS oder Knock-Outs hantiert, sollte erfahren und kompetent genug sein, das selbst zu machen. Das sind doch keine Assets für Anfänger oder passiv Anlegende.
Und hier ist auch bisher nix top oder auch steht angemessen bei 10%.
Wenn du die aktuelle 15% Jahresrendite für ein 30k Depot- Proffe berücksichtigst und die Courtage vom 3000€ und Kosten für Kauf und Verkauf abzieht (Steuern mal nicht einbezogen) kommst auf wenige Prozente = 2-3% !?
Und das in Marktphasen einer Hausse. Und wie sähe das Proffe Gesamt- Depot aus, wenn wir einen moderaten Rücksetzer der Märkte von 5-10% haben?
Ja, ja... und nun kommt wieder die übliche Klügelei hätte und könnte. Konjunktiv.
Denn damit wäre ich schon mindestens 10x Millionär an der Börse geworden. Ohne Proffe!
am 30.08.2026 22:24
Guten Abend,
also, wir bleiben bei uns,
OK ab und an auch bei den Jungs aus Deutz,
und natürlich hier in Forum,
DAS reicht um reich zu werden, bzw.zu bleiben 😉
Grüße
Daniel
31.08.2026 12:02 - bearbeitet 31.08.2026 13:02
31.08.2026 12:02 - bearbeitet 31.08.2026 13:02
@wbrocks schrieb:
Übrigens, bei den 25% Kapitalertragssteuern fallen in DE zusätzlich 5,5% Soli an, so werden effektiv 26,375% direkt vom Gewinn abgezogen von der Depotbank. Das haut bei den Optionsscheinen echt rein, was im PTD unberücksichtigt bleibt.
Bei einer aktiven Trading-Strategie lohnt sich ein Blick ins Ausland. Die dortigen Broker führen die deutschen Steuern nicht direkt ab; diese werden dann bis zur nächsten deutschen Steuererklärung gestundet und können so lange weiter investiert werden. Spätestens ab der Million kann man auch tausend Euro in eine Beratung investieren und schauen, ob es geeignete Strukturen gibt (atypisch stille Beteiligung o.ä).
am 31.08.2026 13:31
@dg2210 schrieb:Bei einer aktiven Trading-Strategie lohnt sich ein Blick ins Ausland. Die dortigen Broker führen die deutschen Steuern nicht direkt ab; diese werden dann bis zur nächsten deutschen Steuererklärung gestundet und können so lange weiter investiert werden. Spätestens ab der Million kann man auch tausend Euro in eine Beratung investieren und schauen, ob es geeignete Strukturen gibt (atypisch stille Beteiligung o.ä).
Das kann durchaus backfiren wenn das FA auf die Idee kommt, im folgenden Finanzjahr dann halt mal eine quartalsweise Vorauszahlung anzusetzen. Mir ist dies Anfang der nuller Jahre passiert, als mit einem Aktienverkauf innerhalb der Spekulationsfrist dieser mit dem Einkommenssteuersatz versteuert werden musste. Wurde natürlich alles ordnungsgemäß in der Steuererklärung angegeben, als Dankeschön hat das FA für das Folgejahr eine Vorauszahlung angesetzt - man müsse davon ausgehen das jetzt jedes Jahr Spekulationseinnahmen in gleicher Höhe anfallen. Hat mich mehrere Wochen gekostet das wieder wegzudiskutieren.
am 31.08.2026 13:38
@CurtisNewton schrieb:
Das kann durchaus backfiren wenn das FA auf die Idee kommt, im folgenden Finanzjahr dann halt mal eine quartalsweise Vorauszahlung anzusetzen. Mir ist dies Anfang der nuller Jahre passiert, als mit einem Aktienverkauf innerhalb der Spekulationsfrist dieser mit dem Einkommenssteuersatz versteuert werden musste. Wurde natürlich alles ordnungsgemäß in der Steuererklärung angegeben, als Dankeschön hat das FA für das Folgejahr eine Vorauszahlung angesetzt - man müsse davon ausgehen das jetzt jedes Jahr Spekulationseinnahmen in gleicher Höhe anfallen. Hat mich mehrere Wochen gekostet das wieder wegzudiskutieren.
ich würde meinen wollen,
dass es hier ein guter RA in Tagen schafft 😉
Grüße
Daniel
am 01.09.2026 12:31
Hallo CurtisNewton
Interessant - diese Steuervorauszahlungen.
Früher und auch heute noch kann und wird das Finanzamt derartige Vorauszahlungen für zu erwartende Gewinne festsetzen, wenn diese Gewinne weiterhin zu erwarten sind. Das war bei mir bei Photovoltaikanlagen der Fall, bis diese Einnahmen steuerfrei wurden. Für Mieteinnahmen z.B. werden auch diese Vorausszahlungen vom Finanzamt festgesetzt und bei der Steuererklärung mit der tatsächlichen Steuerschuld verrechnet.
Bei Kapitalerträgen dürften keine Vorausszahlungen erhoben werden weil durch die Quellenbesteuerung von 25% diese Steuer direkt erhoben und abgeführt wird. Daher gibt es keinen Grund für das Finanzamt einen Abschlag vorab zu fordern.
Ich habe kontinuierlich Kapitalerträge die direkt an der Quelle mit 25% besteuert werden, aber ich habe noch nie Vorauszahlungen leisten müssen.
Wenn ich mich richtig erinnere gab es 2000 noch nicht diese Quellensteuer von 25% und Kapitalerträge wurden zu Deiner Einkommessteuer hinzugezählt.
Viele Grüße