am 17.04.2021 11:29
Hallo,
ich würde gerne Erfahrungen mit Börsenbriefen diskutieren.
Wer von verfolgt schon länger Börsenbriefe wie Proffe Newcomer, Trenddepot, Optionsschein-Trader, Maydorn Report, Bernecker, Hot Stock Report, Tenbagger etc?
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Börsenbrief über mehrere Jahre hinweg, insbesondere in Korrekturphasen?
Ich finde einen Börsenbrief interessant, wenn ich davon lernen kann, d.h. die enthaltenen Informationen sind aktueller, als die ich mir selbst zeitaufwendig besorge, und somit die Entscheidungen nachvollziehbar.
Bei Interesse teile ich auch gerne eigene Erfahrungen mit Börsenbriefen mit. Ich bin zwar erst seit ca. 10 Monaten an der Börse aktiv, beobachte und teste aber so viel wie mir möglich ist.
Ich habe hier Suchfunktion genutzt, aber recht wenig gefunden.
Gruß
am 25.08.2026 08:28
da hast du natürlich vollkommen Recht 😉 meine Betrachtung hat das ausgelassen...
und weil die Performance so toll ist, steigt die Gebühr nächstes Jahr entsprechend um wenigstens die Inflation auszugleichen 🤣
für mich ist das Thema jetzt ausgelutscht, ich lese hier nur noch mit....
nur die weisesten und dümmsten können sich nicht ändern.... ist glaub ich von Konfuzius 🙃
am 25.08.2026 08:36
Vielen Dank für deinen sachlichen Beitrag.
Genau der letzte Satz bringt es auf den Punkt. Wenn der Nasdaq 20% macht in dieser Zeit muss doch diese Strategie florieren.
Hast du die Entscheidung für das 2. Jahr bereits Getroffen ?
25.08.2026 10:30 - bearbeitet 25.08.2026 10:47
Vielen Dank für deinen sachlichen und realistischen! Beitrag.
In deinem Beitrag sind die Hürden klar benannt auf dem Weg zur Million.
Eine sehr hohe Courtage/ Gebühren von 3000€ =10% und im 2. Jahr noch mehr.
Steuern und Gebühren fallen mit Verkauf und (Kauf) an. Konkrete Renditen/ Gewinne werden reduziert, der Zinseszins deutlich unterlaufen.
Nach meiner Erfahrung sind langfristige Renditen von mehr als 10% erreichbar, aber ambitioniert. Egal ob Einzelaktien oder Core-Satelite EFF Portfolio. Renditen von mehr als 15% (bis 20%) auch erreichbar, aber langfristig sehr selten. Über 20% langfristig gesehen halte ich für sehr unrealistisch (nach Steuern.)
Wenn man nun die Gebühren von 3000€/10% beim Proffe Depot abzieht und die zusätzlich anfallenden Steuern und Kosten einbezieht. wird man mit Proffe Depot bei realistischen Renditen von 10% p.a. im Minus landen. Und bei sehr ambitionierten Renditen 15%-20%. Entweder grüne Null oder einstellige Prozentpunkte. Wohl noch unter der langfristigen Performance eines profanen MSCI World oder All World ETFs bleiben.
Rechtfertigen diese Renditeaussichten das Risiko einer OptionsscheinStrategie, die nicht einmal in "guten" Marktphasen für den geneigten Anleger performt?
Der entscheidende Punkt: Eine Million entsteht meistens nicht durch spektakuläre Einzelaktien/Optionsscheine, sondern durch lange Laufzeit + hohe Sparrate + Zinseszinseffekt.
Bei 3000€ Gebühren stehen dir immerhin schon 250€ im Monat als Sparrate zur Verfügung.
Zeithorizont 25 Jahre bei 7 % Rendite bräuchtest du ungefähr 1.275 € monatlich.
Bei 9% Rendite 890€ im Monat.
Zeithorizont 35 Jahre
7% -ca. 600€
9% -sogar nur 350€
Proffes und Co.(s) Renditen und Mio. sind sehr wahrscheinlich, deine/ unsere auch?
25.08.2026 22:54 - bearbeitet 26.08.2026 19:55
25.08.2026 22:54 - bearbeitet 26.08.2026 19:55
@Klimaaprima schrieb:
Der entscheidende Punkt: Eine Million entsteht meistens nicht durch spektakuläre Einzelaktien/Optionsscheine, sondern durch lange Laufzeit + hohe Sparrate + Zinseszinseffekt.
Ich kenne keine seriöse Studie, die 'meistens nicht..' (s.o.) bestätigt. Ich kenne eine Menge hypothetischer (d.h. ausgedachter) Szenarien, die ungefähr so gehen: Max Mustermann geht im September 2026 nach 51 Arbeitsjahren in Rente. Hätte es vor 51 Jahren schon billige Welt-ETFs in Deutschland gegeben und hätte seine Dorfsparkasse einen kostenlosen Sparplan auf diese angeboten und hätte er von seinem ersten Lehrlingslohn einen solchen Sparplan abgeschlossen und hätte er die steuerlichen Veränderungen der Zukunft geahnt und entsprechend gehandelt, so hätte er heute so-und-so-viele Millionen Euro.
Proffe hat nicht theoretisch, sondern mindestens zweimal die Million Depotvolumen (vor Steuern) nachweisbar tatsächlich erreicht, und zwar in wenigen Jahren. Ohne den Einsatz von Derivaten/trendbegleitenden Optionsscheinen wäre das nicht möglich gewesen.
am 26.08.2026 22:59
am 27.08.2026 22:58
Der Platin Börsenbrief ist mit 3k€ p.a. deutlich teuerer als der Börsenbrief "Proffes Trend Depot" (PTD) für "nur" 1,5 k€ p.a. und die Mehrrendite des Platin sehe ich nicht. Immerhin wurde im PTD schon einmal der Sprung von 30k€ auf eine Million€ erreicht.
Bei kleineren Anlagen <30k€ ist meines Erachtens das Hebeln nicht geeignet und wenn doch, dann ist der "Proffes Newcomer" für 300 € p.a. ehr geeignet. Ich habe allen jungen Menschen den Sparplan in ETFs empfohlen und schon nach wenigen Jahren sind schöne Zuwächse entstanden, bei sehr geringen Kosten bzw. bei Neobrokern sogar ohne Kosten.
Proffes Newcomer hat eine ähnliche Rendite wie der PTD aber bei geringeren kosten. Hier wurde in vergleichbarer Zeit aus 3k€ --> 100k€ was ähnlich dem PTD ist, wo aus 30k€ --> 1Million erreicht wurde.
Ich kenne etliche Millionäre, wobei ich ehr >3 Millionen als Millionäre ansehe. Keiner dieser Millionäre ist durch Börsengeschäfte zum Millionär geworden sonder immer durch unternehmerisches Handeln, wobei das Startkapital durch Arbeit erschaffen wurde.
Wichtig ist auch zu wissen das bis ca. 2000 hohe Gebühren und Handeskosten dem Kleinanleger den Zugang zur Börse sehr erschwert hat und die Renditen nicht erreichbar waren. Anders als in den USA wo kosten- und steuerfreie Altersvorsorgedepots mit bis zu 30k$ vielen eine tolle Altersabsicherung ermöglicht aber Millionäre waren, von einigen Techkonzernen abgesehen, nicht dabei.
Proffe fährt durch das Hebeln einen riskanten Ansatz und ich kann nur an meine früheren Posts des Optionsschein-Traders in 2022 erinnern, dort hat Proffe mit seinem reinen Hebel-Depot den Totalverlust geschafft, es wurdenn 15k€ nachgeschossen und auch dieses Summe "verbrannte"Proffe in kurzer Zeit.
Es hat auch bei den "Paketen" schon diese Totalverluste gegeben, das wird verschwiegen.
Daher sollte jeder sich bewusst sein, die Calls haben ein Fälligkeitsdatum und dann kann der Call schon bei seitwärts laufenden Kursen aus dem Geld laufen und da die Calls lange gehalten werden droht der faktische Totalverlust.
Ich habe zwar den PTD im Bezug aber statt den Calls greife ich lieber zu den Basiswerten, teilweise auch auf Depotkredit. Damit fahre ich meiner Meinung und meinen Berechnungen nach besser, insbesondere bei Baissen.
Das Proffes Aktien bzw. Basiswerte zum hohe Verluste von -30 oder 40% erreichen kommt echt selten vor und es droht ja kein Ablaufdatum. Zudem haben die Calls manchmal Aufgelder von 20% und mehr, daraus resultieren "Break Even" von 20% p.a. und mehr, das muss man erstmal konstant schaffen.
Aber jeder hat es selbst in der Hand was er mit seinem Geld macht.
Viele Grüße.
am 27.08.2026 23:35
Danke für deinen sehr interessanten Beitrag @wbrocks !
am 28.08.2026 22:09
Ja, das Risiko eines Totalverlusts ist bei Hebelprodukten gegeben. Und es ist real und in der jüngeren Vergangenheit bei gemäß Börsenbriefen geführten Depots vorgekommen. Daher ist es sehr gut, dass Sie hier auf dieses Risiko hinweisen. Jeder muss sich des Risikos des Totalverlusts bewusst sein.
Es ist ein großes Dilemma, dass weder von diesem noch von anderen Börsendienst-Herausgebern klar auf das Risiko des Totalverlusts von Depots mit Optionsscheinen und anderen Hebelprodukten hingewiesen wird. "Klar" in dem Sinne, dass auf der gleichen Sprachebene und in der selben Schriftgröße darauf hingewiesen wird, denn im Kleingedruckten steht es durchaus. Auch wenn man oft die Überregulierung in Deutschland beklagt: Hier fehlt es einer einer Regulierung für in Deutschland vertriebene Börsenbriefe, denn solche Hinweise sind erforderlich, damit der Anleger eine aufgeklärte und eigenverantwortliche Entscheidung treffen kann.
Erschwerend kommt hinzu, dass es innerhalb von Proffes Trend Depot Platin keinerlei Risikomanagement wie zum Beispiel zumindest systematische Stopp Loss-Orders (etwa auf Basis bestimmter Indikatoren, analog zu den Kaufsignalen) gibt.
Daraus folgt, dass sich der Anleger und Börsendienstkunde selbständig um eine Risikomanagement kümmern muss und das geht nur durch eine geeignete Festlegung der Depotgröße. Dass heißt, der Prozentsatz des Gesamtvermögens muss so klein sein, zum Beispiel maximal 5% oder 10%, dass er einen Totalverlust verkraften kann. Auch darauf sollten Herausgeber entsprechender Börsendienste hinweisen (müssen).
Danke auch an dg2210, Deine Sätze "Proffe hat nicht theoretisch, sondern mindestens zweimal die Million Depotvolumen (vor Steuern) nachweisbar tatsächlich erreicht, und zwar in wenigen Jahren. Ohne den Einsatz von Derivaten/trendbegleitenden Optionsscheinen wäre das nicht möglich gewesen" treffen den Nagel auf den Kopf. Außer dem Risiko gibt es eben auch eine reale Chance auf hohe Gewinne. Proffe hat sein Können mehr als einmal unter Beweis gestellt und er der Erfolg von Proffes Trend Depot Platin ist ihm offensichtlich wichtig. Ich denke aber, dass er dem Dienst nach der bisherigen unterschiedlichen Performance mehr Aufmerksamkeit schenken muss und zum Beispiel schneller zum Schließen von Positionen kommen muss. Alle Teilnehmer, die ich kenne, wäre zu aktiverem Handeln bereit, wenn es die Performance verbessert.
Nun zu meiner Entscheidung: Auch vor dem Hintergrund des Risikos habe ich mich für eine Verlängerung des Abos von Proffes Trend Depot Platin im zweiten Jahr entschieden. Ich kenne auch mehrere andere Kunden dieses Börsendiensts, und alle von ihnen haben sich ebenfalls für eine Verlängerung entschieden. Daher werde ich auch hier zukünftig berichten können.
am 28.08.2026 22:23
Hallo @Casi
Vielen Dank für Deinen Post
@Casi schrieb:
Erschwerend kommt hinzu, dass es innerhalb von Proffes Trend Depot Platin keinerlei Risikomanagement wie zum Beispiel zumindest systematische Stopp Loss-Orders (etwa auf Basis bestimmter Indikatoren, analog zu den Kaufsignalen) gibt.
Genau das ist im wesentlichen auch mein Kritikpunkt an Proffe. Im Verlauf dieses Threads wurde er - sinngemäß - mit der Aussage "Er brauche keine Stopps, weil seine Auswahl an Basiswerten so gut sei" zitiert. Das kann man bei einem Aktiendepot mal noch durchgehen lassen, ist aber bei strukturierten Produkten mit Enddatum und / oder Knockout m.E. eine fahrlässige Wette. Noch nicht einmal weil man die falschen Basiswerte gewählt hat, sondern will nächste Woche halt einfach irgendwas passieren kann mit dem niemand gerechnet hat. Genauso wie er mehrfach bewiesen hat, dass er die Million schaffen kann, hat er ja auch mehrfach bewiesen dass der das Depot an die Wand fahren kann.
Geht halt manchmal gut und manchmal schief.
Viel Erfolg mit Deinen Trades!
am 29.08.2026 09:43
@Casi schrieb:
Zum 21.08.2028 (vor Börseneröffnung) sieht das Depot wie folgt aus:
Gesamt-Depot inkl. Cash Bestand: 34.313,88 €
davon Cash Bestand: 4.511,35 €
Gesamt-Performance seit Depot-Start am 12.09.2025: 14,38%
(*fast 1 Jahr)
Dabei sind nicht berücksichtigt:
Die an Proffe zu zahlende Gebühr von 2.999 Euro fürs erste Jahr ......
Vergleicht man die Rendite ab 9.2025 mit profanen ETFs World:
iShare Global Titans 50
1 Jahr: 24,4%
(Lfd. Jahr 12,5%)
iShares Edge MSCI World Value Factor
1 Jahr: 53,7%
(Lfd. Jahr 36,5%)
iShares Core MSCI World
1 Jahr: 20,3%
(Lfd. Jahr 14,6%)
Gesamtkostenquote: (TER)
0,51%/0,25 %/0,20%
Für 3000€ Provision bleibt Proffe mit seinem Depot (14,38%) nach fast einem Jahr unter der Performance eines fast kostenlosen MSCI World ETFs (20%/ TER 0,2%).
Dafür sollte er seinen Abonnenten ein Gratis-Jahr anbieten anstatt die Gebühren auf 3400€ anzuheben.