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Einsteiger Zusammensetzung Wertpapiersparplan

38 ANTWORTEN

Getrabro
Experte ★
154 Beiträge

Ich denke, man sollte einfach nicht unterschätzen wie anspruchsvoll es ist die beispielsweise 7-8% Rendite p.a. eines ETFs durch Einzelwerte zu schlagen, gerade als Anfänger. Des Weiteren ist ein ETF definitiv die entspanntere Anlage und mit wesentlich weniger Aufwand verbunden.

 

Allerdings hat mich auch der Reiz der Einzelwerte gepackt, @sven19, sodass ich mich da mal ausprobieren möchte. Bin da genau wie du noch blutiger Anfänger.

Ich finde es allerdings sehr beruhigend zu wissen, dass im Hintergrund meine ETFs und tatsächlich noch ein aktiver Fond ihre Arbeit verrichten und den Großteil meines Vermögens sinnvoll und in angemessenem Maße vermehren. Das lässt mich dann doch ruhig schlafen. Ich schließe mich da @t.w. an, dass dies vermutlich nicht so wäre wenn ich lediglich auf einem Haufen Einzelwerte sitzen würde.

Allerdings findest du was das angeht in diesem Forum auch viele Gegenbeispiele. Smiley (überglücklich)

 

Grüße

ehemaliger Nutzer
ohne Rang
0 Beiträge

Daimler ist eine Namensaktie. Da kostet jeder Trade einen fixen Betrag für die Eintragung im Register.

sven19
Autor ★★★
53 Beiträge

Danke für den Hinweis, @ehemaliger Nutzer!
Bei Stammaktien bzw. Inhaber-Stammaktien fallen diese Kosten nicht an, richtig?

Viele Grüße
Sven

sven19
Autor ★★★
53 Beiträge

Danke für die Antwort, @Getrabro!
Damit hast du sicherlich recht. Ich habe in der Vergangenheit schon hier und da mal kleinere Beträge in Einzelwerte investiert und gemerkt, dass dies doch schon etwas mit Vorsicht zu genießen ist und mich nervös macht.

Daher valider Punkt, zu dem ich mir sicher nochmal Gedanken machen werde. Erst einmal lasse ich das Musterdepot etwas laufen und werde es beobachten.

Besten Gruß

Sven

nmh
Legende
9.962 Beiträge

@sven19:  zusätzlich zum bisher Gesagten noch zwei Hinweise von mir:

 

1.  In der Tat, fünf bis sieben Jahre sind für die Aktienanlage eigentlich noch zu kurz. Aber wenn die Zahl 19 in Deinem Benutzernamen Dein Lebensalter sein sollte und Du jetzt mit Aktien anfängst, wirst Du in zwanzig, dreißig Jahren oder so ein sehr reicher Kerl sein (falls kein Krieg usw.). Du bist auf dem richtigen Weg.

 

2.  Warum warnt Christoph Frank vor ETFs? Dazu muß man wissen, dass Herr Frank bei der Platow-Börse arbeitet. Ich lese gut zwanzig Börsenbriefe regelmäßig, und die Platow ist nach meiner Auswertung einer der besten (leider sehr teuer). Aber Platow gibt auch einen aktiv gemanagten Fonds heraus, und setzt als Börsenbrief auf Stockpicking. ETF sind also deren Konkurrenz. Das ist die einfache Erklärung dafür, dass Platow und Chr. Frank vor ETF warnen. Das von Fondsmanagern gern gebrachte Argument der Verkauflawinen durch ETF ist ein Scheinargument: wenn ETF am Absturz von Aktienmärkten schuld sein sollen, dann wird Dich das auch treffen, wenn Du keine ETF hast. Ich halte ETF nach wie vor für das beste Anlagevehikel für alle, die nicht viel Zeit für die Börse haben.

 

Viele Grüße aus einem sommerlichen München

 

nmh

Disclaimer: Ich habe leider kein scharfes ß auf meiner Schweizer Tastatur.

sven19
Autor ★★★
53 Beiträge

Danke, @nmh!

 

Nein, 19 ist nicht mein Alter schön wärs - hat keine weitere Bedeutung! 🙂

 

D.h. du würdest mir auch eher zu ETFs raten und Einzelwerte aus dem Portfolio streichen? Ich befürchte dadurch eben wie gesagt, dass ich dadurch (auch) in Positionen investiere, deren Wachstumschancen aufgrund des Geschäftsmodells ich als eigentlich nicht attraktiv bewerte und weshalb sollte ich da mein Geld rein stecken? (vielleicht ist dies aber mangels Erfahrung auch naiv...)

 

Gruß aus Frankfurt

Sven

 

ehemaliger Nutzer
ohne Rang
0 Beiträge

Stamm- oder Vorzugsaktie ist egal. Wichtig ist Namens- oder Inhaberaktie.

 

Habe nochmal nachgeschaut: Das Umschreibeentgelt beträgt 0,95€ je Transaktion.

Ist also tatsächlich renditewirksam, wenn du 25€ monatlich sparst.

nmh
Legende
9.962 Beiträge

@sven19

 

Wenn Du

  • bereit bist, etwas Zeit für die Börse zu opfern, sagen wir mal zwei, drei Stunden pro Woche für den Anfang, später vielleicht mehr,
  • vielleicht sogar Deine Liebe zur Börse entdeckst und Aktien zu Deinem Hobby machst (so wie ich),
  • und wichtig: wenn Du meine Hinweise zur Verlustbegrenzung (siehe hier und hier) genau gelesen hast und strikt befolgst,

 

dann darfst Du gerne auch in Einzelaktien investieren. Wenn aber die Börse für Dich eigentlich langweilig und nur Mittel zum Zweck ist und Du einfach nur zwanzig, dreißig Jahre lang fürs Alter Geld anlegen willst, dann nimm lieber ETF.

 

Am besten ist eine Mischung: also ein Grundstock (ETF-Sparplan, also monatlich einen fixen Betrag in ETF) und darüber hinaus einige Einzelaktien als Spielerei.

 

nmh

 

Disclaimer: Ich habe leider kein scharfes ß auf meiner Schweizer Tastatur.

SparSchwabe
Experte
117 Beiträge

@sven19

aller Anfang ist schwer aber du bist auf dem richtigen Weg.

 

Ich sehe es auch so wie @nmh

Ein paar Etf`s (ich mag die  klassische MSCI World und Emerging Markets Aufteilung sehr gerne) die regelmäßig bespart werden sind sinnvoll um sich über Jahre etwas solides aufzubauen.

Wenn hier und da etwas Geld übrig ist und man Spaß an der Börse gefunden hat und da etwas Zeit reinstecken mag, können Einzelwerte dazugenommen werden. So mache ich das auch und bisher relativ gut gefahren damit!

Die Sternenliste sind dabei ein guter Anhaltspunkt und weisen auf interessante Titel hin. Aber da warten wir ja schon gespannt auf eine neue Liste 😉

 

Grüße

Schwabe

 

 

 

ehemaliger Nutzer
ohne Rang
0 Beiträge

Hallo @sven19,

 

der Anlagehorizont von 5-7 Jahren macht mich stuzig, wenn es darum geht, in Aktien zu investieren. Meiner Meinung nach sind Aktien erst ab einer Anlagedauer von mindestens 10 Jahren uneingeschränkt geeignet. Von daher die wichtige Frage: Was machst du, wenn in 5 Jahren der Aktienmarkt heftig im Minus steht? Wie viel Prozent Verlust kannst/willst du ertragen? Oder anders gefragt: Brauchst du in 5-7 Jahren das Geld unbedingt?

 

Dein Risiko kannst du auch durch das Setzen von Stopkursen begrenzen. Wie das geht hat @nmh hier beschrieben.

 

Jetzt habe ich mir mal dein Musterdepot angeschaut:

 

Warum möchtest du zwei Rentenfonds besparen? Mir erschließt sich der Sinn dahinter nicht, warum nicht nur einer?

 

Warum investierst du in einen Mischfonds? Ein ausgewogenes Portfolio (Aktien und Anleihen) sollte in der Summe ein ähnliches Ergebnis erzielen, nur günstiger in der Verwaltung.

 

Zum DAX hat @inliner hier etwas interessantes geschrieben.

 

Warum BMW und Daimler? Meine persönliche Meinung: Ich würde bei Autos auch auf einen etablierten deutschen setzen und auf einen ausländischen Hersteller, der bei Elektroautos oder "umweltfreundlichen" Autos weiter ist.

 

Ich hab mal durchgerechnet: 25 EUR mal 12 Monate mal 5 Jahre ergeben 1.500 EUR pro Aktie. Das würde ich als unterste Untergrenze bei einem Aktieninvestment ansehen. Was passieren könnte, wenn du merkst, dass du zuviele Minipositionen im Depot hast, steht hier.

 

Die anderen Aktien finde ich jetzt nicht schlecht. Ich würde jedoch noch weiter diversifizieren. Anregungen zu Aktien aus verschiedenen Branchen findest du hier im Forum genug.

 

Dein Argument ist richtig. Ich persönlich bin für beides, ETF und Aktien. Meine Meinung: Es gibt Aktien, die sind hoch bewertet, weil die Unternehmen in Zukunft wahrscheinlich hohe Gewinne machen werden. Es gibt Aktien, die sind niedriger bewertet, weil die Unternehmen jetzt schon hohe Gewinne machen und diese vielleicht in Zukunft nicht mehr steigern können.

 

Ein simples Beispiel ist BMW und Amazon. BMW hat lt. Informer ein KGV von 6,9. Amazon hat ein KGV von 138,6. Theroretisch bedeutet dass, dass BMW bei konstantem Gewinn in 7 Jahren genausoviele Gewinne eingefahren hat, wie die Aktie heute wert ist. Bei Amazon würde dieser Prozess 138 Jahre dauern. Da Amazon seine Gewinne deutlich steigern kann, ist es eher wahrscheinlich, dass es nicht so lange dauern wird. Irgendwann, wenn Amazon seinen Gewinn nicht mehr steigern kann, wird es ein deutlich geringeres KGV haben.

 

Grüße aus Dresden

Sonni

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