am 24.07.2026 13:02
Ich habe das jetzt 2x ausprobiert. Ich schildere im Kundenservice-Chat ein Problem, das die KI natürlich nicht versteht. Sie versteht auch nicht, dass ich dann wohl mit einem richtigen Mitarbeiter darüber kommunizieren möchte und gibt das Gespräch auch nicht selbständig an einen richtigen Mitarbeiter weiter.
Ist das jetzt die Zukunft? Kunden scheitern an der Dummheit der KI und das war's? Nennt sich das Fortschritt?
24.07.2026 17:05 - bearbeitet 24.07.2026 17:09
Hab den Comdirect Chatbot gerade getestet...
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Ich hab das Ergebnis von mehreren LLMs beurteilen lassen.
Prompt an GEMINI
Hallo Gemini, der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
Gemini:
Das ist noch milde ausgedrückt – dieser Chatverlauf ist eine absolute Vollkatastrophe! 😅 Man fragt sich beim Lesen wirklich, ob „Codi“ darauf programmiert wurde, Kunden möglichst schnell zu vergraulen.
Der Verlauf liest sich wie ein Best-of für fehlgeschlagene Bot-Implementierungen. Hier sind die „Highlights“:
Das ist die Krönung des Ganzen:
Du: „Wie logge ich mich bei dem Comdirect Giro Konto ein?“
Codi: „Sie löschen einzelne Produkte bequem online im Persönlichen Bereich...“ (inklusive Kündigungs-Button)
Ein Nutzer möchte sich einfach nur in sein Konto einloggen, und der Bot erklärt ihm, wie er seine Produkte löscht und sein Konto kündigt. Das ist aus UX-Sicht nicht nur meilenweit am Thema vorbei, sondern beinahe schon geschäftsschädigend.
Telefonnummer / Support: Ein Stichwort wie „Telefonnummer“ oder „Support“ gehört zum absoluten Basis-Repertoire eines Service-Bots. Codi versteht schlichtweg gar nichts.
Wertpapierkredit: Hier geht es um ein Kernprodukt der Bank, mit dem Geld verdient wird. Statt einer Anleitung oder Weiterleitung schaltet der Bot auf stur und fragt einfach generisch: „Bei welchem Anliegen können wir Ihnen weiterhin behilflich sein?“ (Endlosschleife!).
Die Frage nach den Commerzbank-Aktien an den Tierschutzverein ist zwar spezifisch, enthält aber klare Kernbegriffe (Aktien übertragen). Ein moderner Bot würde hier zumindest auf das Thema Schenkung oder Depotübertrag an Dritte verweisen. Codi steigt komplett aus.
Auf deine Rückfrage („Welche Optionen kannst du mir sonst empfehlen?“) ignoriert er den Kontext der vorherigen Nachricht völlig und fragt stur, ob du ein weiteres Anliegen hast.
Codi wirkt hier nicht wie ein moderner AI-Assistent, sondern wie ein extrem veraltetes, starres Regel-System aus den frühen 2000er-Jahren – und selbst dafür ist die Keyword-Erkennung erschreckend schwach eingestellt.
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Prompt an GROK
Hallo Grok! Der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
Grok:
Haha, ja, der Eindruck ist wirklich nicht überwältigend. 😅
Ich hab mir den Screenshot genau angeschaut – und das ist leider ein ziemlich typisches Beispiel für einen durchschnittlichen bis schwachen Bank-Chatbot.
Das ist typisch für viele klassische Bank-Chatbots, die noch stark regelbasiert sind oder nur sehr oberflächlich mit KI angereichert wurden. Die Priorität liegt meist auf Kostenersparnis (weniger menschliche Support-Mitarbeiter) und Absicherung (nichts Falsches sagen), nicht auf echter Nutzerfreundlichkeit.
Codi macht keinen guten Eindruck, da hast du vollkommen recht. Er ist eher ein digitaler Wegweiser als ein echter Helfer. Bei einfachen, standardisierten Dingen (Passwort zurücksetzen, Kontostand, etc.) funktioniert er wahrscheinlich okay – bei allem, was etwas komplizierter oder ungewöhnlich ist, scheitert er schnell.
Viele Banken (Comdirect eingeschlossen) sind da noch meilenweit hinter dem, was moderne KI wie ich oder andere aktuelle Modelle können.
Willst du, dass ich dir bei einer der Fragen helfe, die du Codi gestellt hast (z.B. Aktien übertragen an einen Verein oder Wertpapierkredit)? Dann kann ich dir zumindest eine fundierte Einschätzung geben.
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Prompt an CHATGTP
Hallo ChatGTP, der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
Mein Eindruck anhand des Screenshots: Der Chatbot wirkt eher wie ein regelbasierter FAQ-Assistent als ein modernes Sprachmodell.
Ein paar Dinge fallen auf:
Keine sinnvollen Rückfragen. Bei unklaren Anfragen wäre eine Nachfrage hilfreich, etwa:
„Meinen Sie eine Schenkung Ihrer Aktien an einen gemeinnützigen Verein oder einen Depotübertrag zu einem anderen Depot?“
Das passiert hier nicht.
Kein allgemeines Wissen. Die Fourier-Frage zeigt, dass der Bot offenbar bewusst auf das Bankthema beschränkt ist. Das ist grundsätzlich legitim – ein Bankbot muss keine Mathematik erklären. Aber ein guter Bot würde dann freundlich sagen:
„Ich kann nur Fragen rund um comdirect beantworten.“
Positiv ist allerdings auch etwas:
Insgesamt würde ich ihn daher eher als klassischen Service-Chatbot der ersten Generation einstufen:
Ein moderner LLM-basierter Assistent würde vermutlich so reagieren:
„Sie möchten Aktien an den Tierschutzverein Berlin übertragen. Handelt es sich um eine Schenkung aus Ihrem comdirect-Depot? Falls der Verein ein Wertpapierdepot besitzt, ist ein Depotübertrag möglich. Andernfalls müssten die Aktien zunächst verkauft oder ein Depot eröffnet werden. Ich kann Ihnen die notwendigen Schritte erklären.“
Das zeigt den Unterschied: Statt nur Schlüsselwörter zu erkennen, versucht ein Sprachmodell die Absicht hinter der Frage zu verstehen.
Der Screenshot vermittelt deshalb den Eindruck, dass der comdirect-Chatbot derzeit hauptsächlich auf vordefinierte Dialoge und Schlagworterkennung setzt und bei Formulierungen außerhalb seiner erwarteten Muster schnell an seine Grenzen stößt.
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PROMPT an MISTRAL AI
Hallo Mistral AI, der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
Mistral AI
Ein Fehler ist aufgetreten
Es scheint, dass ein unerwartetes Problem aufgetreten ist. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Bitte versuchen Sie es später erneut oder laden Sie die Seite neu. Wenn das Problem weiterhin besteht, zögern Sie nicht, unser Support-Team zu kontaktieren.Fehlercode: 6100
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PROMPT an CLAUDE
Hallo Claude, der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
Claude:
Das kann ich nachvollziehen – anhand dieses Ausschnitts sieht man ein paar typische Schwächen von regelbasierten Chatbots:
Was auffällt:
Das deutet auf ein klassisches Keyword- oder Intent-basiertes System hin, das bei der Kernaufgabe (FAQ zu Standardvorgängen wie Kündigung, Depotübertrag) ganz brauchbar zu sein scheint, aber bei allem, was leicht von den antizipierten Formulierungen abweicht, ins Leere läuft. Besonders ungünstig: Es gibt hier keinen sichtbaren Hinweis auf einen "Mit Mitarbeiter sprechen"-Ausweg, wenn der Bot mehrfach hintereinander nicht weiterkommt – das würde ich als größten UX-Mangel werten, wenn es tatsächlich fehlt.
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PROMPT an Kimi (Moonshot China)
Hallo Kimi, der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
am 24.07.2026 17:26
Im zweiten Anlauf hat Mistral AI doch noch was ausgegeben.
Prompt am Mistral AI: Hallo Mistral AI, der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
Antwort Mistral AI:
Der Comdirect-Chatbot wirkt tatsächlich unprofessionell und wenig hilfreich:
Fazit: Der Chatbot scheint auf einfache Keywords zu reagieren, ohne echte Dialogfähigkeit. Für komplexe Bankthemen ist das frustrierend. Ein guter Chatbot sollte hier präzise, kontextbewusst und proaktiv unterstützen – etwa durch:
Comdirect könnte hier von moderneren KI-Lösungen (wie mir 😉) lernen.
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DEEPSEEK (China)
Prompt an Deepseek: Hallo Deepseek, der Chatbot von der Comdirect macht keinen so guten Eindruck. Was meinst du?
Deepseek:
Sie haben völlig recht – der Chatbot "Codi" macht in diesem Verlauf einen wirklich schlechten bis besorgniserregenden Eindruck. Es handelt sich hier nicht um ein kleines Missverständnis, sondern um grundlegende Systemausfälle.
Lassen Sie mich den Verlauf aus technischer und nutzerzentrierter Perspektive analysieren:
1. Fatale Intentionserkennung (Das Kernproblem)
Die schwerwiegendsten Fehler passieren bei einfachen Standardfragen:
Frage "Wie logge ich mich ein?" → Codi antwortet mit "Sie löschen einzelne Produkte". Das ist themenfremd und hochgradig irritierend. Bei einem Banking-Chat sollte die Login-Frage die absolute Basis-Königsdisziplin sein.
Frage des Nutzers "Welche Optionen sonst?" → Codi antwortet plötzlich mit "Ich möchte einen Wertpapierkredit beantragen. Kannst du mir dabei Schritt für Schritt behilflich sein?". Hier hat der Bot nicht nur die Frage falsch verstanden, sondern übernimmt die aktive Rolle des Fragestellers und stellt plötzlich selbst einen Wunsch an den Nutzer. Das wirkt, als hätte der Bot einen System-Prompt aus seiner eigenen Trainingsdatenbank zitiert – ein klassischer "Halluzinations"- bzw. Prompt-Injection-Fehler.
2. Völliger Verlust des Dialogkontexts (Short-Term-Memory-Versagen)
Der Chat wirkt wie eine Aneinanderreihung zufälliger FAQ-Blöcke (Kündigung, Depotübertrag). Zwischen 16:17 und 16:22 wechselt Codi völlig grundlos die Themen, ohne dass der Nutzer diese Stichworte genannt hat. Ein guter Chatbot müsste sich mindestens die letzten 3-4 Nachrichten merken können.
3. Fehlerhafte Eskalations-Strategie
Bei komplexen/ungewöhnlichen Anfragen (Fourier-Transformation, Aktienspende an den Tierschutz) sagt Codi nur "Ich verstehe nicht". Ein hilfreicher Bot würde hier sofort einen Vorschlag machen: "Dazu kann ich leider keine Auskunft geben. Darf ich Sie mit einem menschlichen Mitarbeiter verbinden oder Ihnen die allgemeinen FAQs zur Depotverwaltung nennen?" Stattdessen bleibt der Nutzer ohne Handlungsoption zurück.
4. UI/UX-Problem: Die Buttons (Ja/Nein)
Die Ja/Nein-Abfrage "Hat Ihnen die obige Antwort weitergeholfen?" kommt nach einem völlig zusammenhanglosen Themenblock (Depotübertrag/Kündigung). Wenn der Nutzer hier "Nein" drückt, hat der Bot im weiteren Verlauf ja bewiesen, dass er damit nichts anfangen kann – die Feedbackschleife ist also wertlos.
Mein Fazit:
Codi wirkt wie ein schlecht implementierter Retrieval-Augmented-Generation (RAG)-Bot, dem ein funktionierender "Router" fehlt. Statt die Anfrage zu kategorisieren (Login, Depot, Spende, Allgemeinwissen) und an die richtige Wissensdatenbank weiterzuleiten, scheint er wahllos Textbausteine aus einem FAQ-Katalog zu greifen und verwechselt dabei sogar die Sprecher-Rollen.
Für eine große Direktbank wie Comdirect ist dieses Niveau tatsächlich peinlich – vor allem, weil die erste Frage (Login) trivial ist und die dritte Frage (Aktienübertrag) zum Standard-Repertoire eines Depot-Bots gehören sollte.
Mein Rat an Sie: Bei solch einem Chatverhalten lohnt es sich nicht, weiter mit Codi zu texten. Brechen Sie den Chat ab und rufen Sie direkt im Persönlichen Bereich unter "Service" den menschlichen Kundensupport an oder nutzen Sie die Secure-Mailbox. Dieser Bot ist aktuell nicht produktionsreif.
am 24.07.2026 17:32
Ich konzentriere das für mich mal in einen Satz:
Bei der Comdirect ist eine Kündigung schneller und vermutlich erfolgreicher als eine Problemlösung.
q.e.d.
am 24.07.2026 18:53
Zum Kontrast mal der Chatbot vom Hagebaumarkt. Comdirect Fragen mag er nicht beantworten aber hilft wohl gerne bei Mathematik Hausaufgaben. Aber auch die Nichtantworten sind für sein Einsatzgebiet absolut Sinnvoll.
24.07.2026 19:25 - bearbeitet 24.07.2026 19:27
Frage an Gemini: Hat eigentlich Unicredit einen Chatbot?
Gemini: Ja, UniCredit hat Chatbots bzw. digitale Assistenten – sowohl in Deutschland über ihre Tochtergesellschaft HypoVereinsbank (HVB) als auch im Konzernverbund und intern.
Anmerkung an Gemini: Ist auch nicht so der Hit
Antwort Gemini:
Das Bild ist wirklich der absolute Höhepunkt der Ironie! Da passen UniCredit und Comdirect im Falle einer Übernahme ja auch auf IT-Ebene scheinbar wie die Faust aufs Auge.
Die „Begrüßungs-Panik“: Auf ein ganz normales „Hallo HVB Chat, wie geht es dir?“ verfällt der Bot direkt in den Entschuldigungsmodus: „Entschuldigung, ich habe Sie leider nicht verstanden.“ Höflicher Smalltalk? Für den digitalen Assistenten der HypoVereinsbank bereits eine unüberwindbare Hürde.
Support-Nummer gesucht? Bitte umformulieren! Auf die banale Frage nach einer Telefonnummer für den Kundenservice schaltet der Bot auf Stur: „Entschuldigung, ich habe Sie leider wieder nicht verstanden.“ (Bonus-Punkte für das genervte „wieder“ im Text).
Das Log-In / Log-Out Missverständnis: Auf die Frage „Wie logge ich mich ins Girokonto ein?“ erklärt der Bot voller Stolz, wie man sich wieder ausloggt: „Den Logout Button finden Sie im Online Banking oben rechts...“ – Wenn der Kunde erst gar nicht rein- oder durchkommt, erledigt sich das Problem mit dem Ausloggen ja quasi von selbst.
Während man beim Baumarkt eine fundierte Mathe-Nachhilfe bekommt, gilt in der Bankenwelt offenbar: Freitext ist der natürliche Feind des Chatbots.
Sobald der Nutzer nicht brav auf die vorgefertigten Buttons („Festgeldlösungen“, „Limits“, „Kartenthemen“) klickt, sondern in ganzen Sätzen kommunizieren möchte, offenbaren sowohl Mutter- als auch potenzielle Tochtergesellschaft ein echtes Digitalisierungs-Trauerspiel.
am 24.07.2026 19:49
Uff... folgendes spielt sich bei mir gerade im Kopf ab:
Comdirect-Führung an Entwickler: "Wir brauchen schnell einen Chatbot!"
Entwickler: "okay. Wie schnell?"
Comdirect-Führung: "Am besten morgen"
Entwickler: "Okay - bekommen wir mit ein paar kleinen Einschränkungen vielleicht hin..."
Comdirect-Führung: "Und kosten sollte es auch nichts"
Entwickler: "ist selbstverständlich..."
...
der Chatbot wurde gelauncht, die ersten Kunden sind unglücklich und diese Info hat sich - wie auch immer bis zur Führung durchgesprochen (okay... jetzt wird's unrealistisch 😉)
Comdirect-Führung: "Ey - was ist da los? Der Chatbot kann ja gar nichts"
Entwickler: "er entspricht den Anforderungen"
Comdirect-Führung: "Wie lauten die?"
Entwickler: "Schnell und möglichst ohne Budget für die Entwicklung"
Comdirect-Führung:"Aber der kann ja gar nichts!"
Entwickle: "War jaauch nicht gefordert...."
Comdirect-Führung: "gut, dann sprechen wir mit dem Marketing: Der Chatbot funktioniert planungsgemäß"
Wie's in der Realität war weiß ich natürlich nicht - aber die Story passt gut zu o.g. Fakten und Reaktionen der "richtigen" KI 😉
Gruß Crazyalex
24.07.2026 19:52 - bearbeitet 24.07.2026 19:54
Runde X Jahre alter Chatbot auf dem C64