am 28.07.2026 13:29
Mahlzeit,
ab und an melden sich auch wieder mal die Banker aus Turin,
...wer weiß was alles nach Monte dei Paschi noch passiert 🤔
Nichts genaues weiß man nicht...Typisch 🇮🇹 ...😉
Aber irgendwann werden wir es wohl erfahren.
Grüße
Daniel & Vaddern
28.07.2026 17:44 - bearbeitet 28.07.2026 18:00
28.07.2026 17:44 - bearbeitet 28.07.2026 18:00
@Crazyalex schrieb:Ich sehe im Grunde zwei realistische Szenarien:
Entweder die Comdirect wird wieder in die Eigenständigkeit entlassen und bekommt die Möglichkeit, sich wieder über eine klare kundenorientierte Strategie hochzuarbeiten.
Oder, falls ein neuer Eigentümer keinen strategischen Sinn mehr in einer eigenständigen Comdirect sieht, läuft es irgendwann auf eine Abwicklung hinaus. In diesem Fall würde es vermutlich ein entsprechendes Wechselangebot für die Kunden geben: Wer möchte, wechselt zum neuen Angebot, wer nicht möchte, sucht sich eine Alternative.
Viel mehr Varianten sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ein aufwendiger Mittelweg, bei dem man die Comdirect als Marke erhält, aber gleichzeitig große Teile der Technik und Organisation umbaut, kostet viel Geld und geht mit erheblichen Risiken einher.
Unicredit könnte doch statt Comdirect weiter zu betreiben - mit mehr Eigenständigkeit oder als bloße Marke so wie jetzt - oder abzuwickeln, noch etwas anderes tun:
Comdirect verkaufen.
Vielleicht hätte die Deutsche Bank Interesse, eine reine Online-Bank zu betreiben. (*)
ING oder andere Online-Banken könnten Interesse am Kundenstamm haben.
Manchmal wird es bei Übernahmen sogar zur Auflage gemacht, dass Gesellschaftsteile verkauft werden.
Grüße
Klever
Edit:
* = Die Deutsche Bank hat mit der Norisbank schon eine Online-Bank (Direktbank) und deshalb vermutlich eher kein Interesse an der Comdirect.
am 28.07.2026 17:49
@Klever schrieb:
@Crazyalex schrieb:Ich sehe im Grunde zwei realistische Szenarien:
Entweder die Comdirect wird wieder in die Eigenständigkeit entlassen und bekommt die Möglichkeit, sich wieder über eine klare kundenorientierte Strategie hochzuarbeiten.
Oder, falls ein neuer Eigentümer keinen strategischen Sinn mehr in einer eigenständigen Comdirect sieht, läuft es irgendwann auf eine Abwicklung hinaus. In diesem Fall würde es vermutlich ein entsprechendes Wechselangebot für die Kunden geben: Wer möchte, wechselt zum neuen Angebot, wer nicht möchte, sucht sich eine Alternative.
Viel mehr Varianten sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ein aufwendiger Mittelweg, bei dem man die Comdirect als Marke erhält, aber gleichzeitig große Teile der Technik und Organisation umbaut, kostet viel Geld und geht mit erheblichen Risiken einher.
Unicredit könnte doch statt Comdirect weiter zu betreiben - mit mehr Eigenständigkeit oder als bloße Marke so wie jetzt - oder abzuwickeln, noch etwas anderes tun:
Comdirect verkaufen.
Vielleicht hätte die Deutsche Bank Interesse, eine reine Online-Bank zu betreiben.
ING oder andere Online-Banken könnten Interesse am Kundenstamm haben.
Manchmal wird es bei Übernahmen sogar zur Auflage gemacht, dass Gesellschaftsteile verkauft werden.
Grüße
Klever
Ah 👆 @Klever
zu Deinem Gedankengang,
mal die Namen Fineco & Isybank
...warten wir mal ab 😉
Grüße
Daniel
am 28.07.2026 17:53
Ein Verkauf wäre grundsätzlich natürlich ebenfalls denkbar.
Für mich wäre das allerdings eher eine Variante der ersten Möglichkeit: Die Comdirect würde als eigenständige Direktbank erhalten bleiben, lediglich mit einem anderen Eigentümer.
Meine eigentliche Überlegung war weniger, wer Eigentümer ist, sondern ob die Comdirect als eigenständige Direktbank eine Zukunft hat oder ob sie letztlich in den Strukturen eines neuen Konzerns aufgeht.
Am Ende hängt das natürlich auch davon ab, welchen strategischen Wert ein möglicher neuer Eigentümer in einer separaten Direktbank überhaupt noch sieht. Das können wir heute alle nur schwer - um nicht zu sagen: gar nicht - einschätzen.
Ich bleibe daher dabei: Als Kunden können wir die Entwicklung ohnehin nur abwarten. Wie die Entscheidung im Detail ausfällt, werden wir mit Sicherheit erfahren 😉
Gruß Crazyalex
30.07.2026 18:23 - bearbeitet 30.07.2026 20:46
In einem Interview hat Deutsche Bank Chef Sewing betont, dass man die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit als "Ertragschance" sehe. Aus den Übernahmegesprächen von 2019 wisse man, wo Ertragssynergien und Ertragsdyssynergien lägen. Zwischen den Zeilen konnte man rauslesen, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.
am 30.07.2026 19:24
@CurtisNewton schrieb:, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.
Natürlich möglich. Gab es denn eine Kapitalflucht von der HypoVereinsbank nach der Übernahme durch UniCredit hin zur Deutschen Bank und zur Commerzbank?
am 30.07.2026 20:46
@Klever schrieb:
@CurtisNewton schrieb:, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.
Natürlich möglich. Gab es denn eine Kapitalflucht von der HypoVereinsbank nach der Übernahme durch UniCredit hin zur Deutschen Bank und zur Commerzbank?
Ja.
am 30.07.2026 20:49
@Klever schrieb:
@CurtisNewton schrieb:, dass man wohl mit einer Kapitalflucht von der Commerzbank zur Deutschen Bank rechnet.
Natürlich möglich. Gab es denn eine Kapitalflucht von der HypoVereinsbank nach der Übernahme durch UniCredit hin zur Deutschen Bank und zur Commerzbank?
Ungeprüft via Gemini
Die Situation stellte sich konkret wie folgt dar:
Verunsicherung der Kundschaft: Kurz nach dem Vollzug der Übernahme durch die italienische UniCredit im Herbst 2005 zeigten interne Statistiken der HVB, dass das Institut zeitweise bis zu 3.000 Privatkunden pro Monatverlor. Viele Kunden und auch Geschäftskunden zeigten sich verunsichert darüber, welche strategische Ausrichtung die neue italienische Muttergesellschaft verfolgen würde.
Wechsel zur Konkurrenz: Ein Teil dieser abwandernden Kunden zog damals tatsächlich die Konsequenzen und wechselte zu anderen deutschen Instituten (wie Sparkassen, Volksbanken oder anderen privaten Großbanken wie der Deutschen Bank oder der Commerzbank), da damals Sorgen vor einem Kontrollverlust, veränderten Konditionen oder dem Abbau des Filialnetzes dominierten.
Keine systemische „Kapitalflucht“: Im volkswirtschaftlichen Sinne sprach man dennoch nicht von einer echten Kapitalflucht, da sich die Abgänge im Rahmen eines normalen, wenn auch erhöhten Kunden-Kündigungsstroms bewegten und keinen plötzlichen, flächendeckenden Ansturm auf die Einlagen (Bank-Run) oder einen massiven, gesamtwirtschaftlichen Kapitalabfluss aus dem deutschen Bankensektor darstellten. Die HVB fing diesen Trend im Laufe der darauffolgenden Jahre durch Stabilisierungsmaßnahmen und neue Produktstrategien wieder auf.
31.07.2026 14:06 - bearbeitet 31.07.2026 14:06
Zitat aus dem Text:
"Man komme mit der stärksten Commerzbank der Geschichte an den Tisch und habe breiten Rückhalt bei Aufsichtsrat, Bundesregierung und Arbeitnehmern."
Tja, und wie ist es mit dem Rückhalt der Kunden?
31.07.2026 16:53 - bearbeitet 31.07.2026 16:55
Oh my dear, was für ein Floskel Bingo. Mit Rückhalt durch den Bund ist nicht mehr viel und die stärkste Commerzbank aller Zeiten bekommt nicht mal eine Mehrheit bei der nächsten HV zusammen. Bezeichnend dass der Aufsichtsrat den Vorstand darauf hinweisen musste das nun Game Over ist, ansonsten würde BO heute noch erklären dass man weiter an die Selbstständigkeit glaubt