am 17.02.2026 12:18
Finde ich kritisch, ehrlich gesagt. Damit wird man als langjähriger Bestandskunde benachteiligt.
am 18.02.2026 12:59
Das kann sich die Comdirect gar nicht leisten auf die normalen Gebühren der Bestandskunden zu verzichten.
Eine Order für 1€ kann nicht kostendeckend sein.
Ich bin schon mit den 3,90+ sehr zufrieden.
Das ist im Mittel nicht teurer als Onvista damals.
Naja, der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.
Das Bestandskunden höhere Gebühren akzeptieren als bei Marktbegleitern mag seine Gründe haben, besseres Ökosystem als Neos usw.
Das jetzt Neukunden aber zeitlich unbefristet Konditionen bekommen, die nominell einen Faktor 10 günstiger sind, und zumindest teilweise aber das gleiche Ökosystem nutzen dürfen, ist halt nochmal eine andere Hausnummer.
Da kann es halt passieren das sich der eine oder andere Bestandskunde die comdirect nicht mehr leisten will.
am 18.02.2026 15:22
Kurzfristig sicherlich nachvollziehbar seitens der comdirect. Aber langfristig wird das nicht aufgehen.
Ich habe inzwischen 70-80% meiner Transaktionen bei einem Neobroker. An meinem comdirect Depot werde ich auch nicht mehr ewig festhalten.
Ich glaube am Ende werden comdirect, ING & Co. keine andere Wahl haben als preislich auf ganzer Linie nachzuziehen und wirklich nur noch so viel teurer zu sein, wie es gerechtfertigt ist durch den Mehrwert. Nur bis dahin wird die comdirect ordentlich Marktanteile verlieren. Aktuell macht Trade Republic 70? 80? 90%? des Neukundengeschäfts.
Die DKB will ja noch dieses ja ihr Brokerage (preislich) komplett neu aufstellen. Auch andere Banken planen diverse Sachen...
Für die comdirect Commerzbank geht es bis auf weiteres nur um eines: Nicht von der Unicredit geschluckt werden. Egal was es langfristig kostet.
am 18.02.2026 19:01
Tja, das Meiste wurde bereits geschrieben. Wenn die comdirect ihr bisheriges Depotmodell weitergeführt hätte, wäre das vermutlich auf Dauer nicht mehr konkurrenzfähig gewesen, aber man hätte als Kunde irgendwann gesagt: Okay, schön wars, passt aber nicht mehr, ich ziehe weiter.
Auch die Neukundenaktionen haben mich nicht so sehr gestört, so etwas gibts bei vielen Unternehmen. Jetzt aber ein einigermaßen konkurrenzfähiges Depotmodell zu launchen und Bestandskunden auszuschließen - das mag für das Unternehmen rein aus Zahlensicht einleuchtend sein, für die Kunden ist das aber ein Tritt in den Hintern: Neue Kunden zahlen erheblich weniger als die Bestandskunden - und die sind in ihrem Depotmodell gefangen.
Nein, damit tut ihr euch definitiv keinen Gefallen. Sollte eine andere Vollbank (ING, dkb, etc.) irgendwann ein ähnliches Modell anbieten - mich würde nicht wundern, wenn Kunden dann ihre komplette Bankverbindung (inkl. Girokonto) umziehen.
Zum Depotmodell selbst: Ihr wollt damit vermutlich mit den Neobrokern konkurrieren, aber es gibt wieder irgendwelche Preisaufschläge. Anstatt den Grundpreis etwas zu erhöhen (z.B. auf 3€) und beispielsweise mit 24/7-Hotline zu werben (um sich von den Neobrokern zu differenzieren), werden hier 1€ (analog Neobroker) angeboten - und bei der ersten Order bekommt man dann börsenplatzabhängige Entgelte und Clearstream-Gebühren oben drauf gepackt (ja, das steht im Sternchentext). Ihr hättet hier die Chance auf ein klares Preismodell gehabt, leider habt ihr die Chance nicht genutzt.
Viele Grüße,
Jörg
am 18.02.2026 19:49
Denke auch es sollte nicht sein das zwei Preismodelle nebeneinander laufen, das bringt Probleme und ist beim besten Willen nicht fair gegenüber Altkunden.
Die comdirect sollte die Preise einfach für alle senken *1, nicht auf Neobroker Niveau, aber schon deutlich. Das würde auch neue Kunden bringen und Stamm- oder Altkunden hier mehr handeln lassen.
Die comdirect hat ja auch einiges zu bieten was Neobroker eben nicht bieten.
aktuell z.B. 4,90 EUR + 0,25 % des Ordervolumens / mindestens (bis 2.000 EUR Ordervolumen) 9,90 EU
*1 neu z.B. 1,90 EUR + 0,1 % des Ordervolumens / mindestens (bis 2.000 EUR Ordervolumen) 3,90 EUR
Fazit: Letztlich kann nur die comdirect beurteilen wieviel sie aktuell an Kunden verdient und dann zukünftig verdienen würde.
Was mich mich bereits lange frage ist: Wie profitabel sind Neobroker?
L
am 18.02.2026 19:57
@jett schrieb:
Was mich mich bereits lange frage ist: Wie profitabel sind Neobroker?
Scalable ist es noch nicht, Traderepublic ist es seit 2023.
Mal sehen, was das PFOF-Verbot daran ändern wird.
am 19.02.2026 09:34
Ergänzend zu der Antwort von mir, auf die ich gerad selber antworte, ist dieser Teil des Threads ( https://community.comdirect.de/t5/off-topic/meinungen-zu-trade-republic/m-p/132825/highlight/true#M5... + darauffolgende Seite) auch recht interessant.
Was man fairerweise auch sagen muss: seinerzeit (2019/2020) habe ich die ING relativ stark kritisiert wegen mehrerer Dinge.
Die ING ist im Großen und Ganze nicht großartig besser geworden - relativ betrachtet hat sie aber nicht nur stark zugelegt...
Ich finde diese nachträglichen Betrachtungen sehr interessant - kann man doch auch selber viel daraus lernen 🙂
Ganz speziell - und eigentlich exklusiv - für @digitus: https://community.comdirect.de/t5/off-topic/meinungen-zu-trade-republic/m-p/209699/highlight/true#M8...
Gruß Crazyalex
am 19.02.2026 10:25
Moin,
also ich finde das nicht kritisch, ich empfinde das als Diskriminierung!
Das es zeitlich begrenzte Vergünstigungen für Neukunden gibt - alles fein, gab's / gibt's ja auch für das "classic Depot", aber dauerhaft ein Produkt anzubieten das Bestandskunden nicht bekommen können... Das man sich entscheiden muss zwischen Pure oder Classic würde ich verstehen. Aber das hier, da könntet ihr auch ein Produkt einführen für Personen die ihre deutsche Staatsbürgerschaft über 4 Generationen vollständig belegen können, eins für Männer, eins für Frauen, eins für Schwarze, usw.
Übrigens: "Mindestumsätze" für den Erhalt kostenfreie Kontoführung, das habt ihr auch Bestandskunden zugestanden - die hatten das nämlich ohne Bedingungen... Dann sollte man schon geradlinig sein...
Das sich Konditionen unterscheiden mach Vermögen, gewähltem Vertragsmodel, Tradingaktivität ist völlig normal - da hat jeder die Chance es zu erreichen. Aber kündigen und nach 6 Monaten zurückkommen ist ja wohl albern.
Gruß Dominique
am 19.02.2026 10:31
@dmb schrieb:... Aber kündigen und nach 6 Monaten zurückkommen ist ja wohl albern.
Gruß Dominique
Richtig, aber wenn ich mal weg bin komme ich nicht wieder.
Ich gehe ja auch nicht nach 6 Monaten zu meinen Ex-Partnerinnen zurück.
Gruß Morgenmond
19.02.2026 11:02 - bearbeitet 19.02.2026 11:02
19.02.2026 11:02 - bearbeitet 19.02.2026 11:02
@Morgenmond schrieb:Richtig, aber wenn ich mal weg bin komme ich nicht wieder.
Ich gehe ja auch nicht nach 6 Monaten zu meinen Ex-Partnerinnen zurück.
Partnerinnen? 😁
Aber ja: Weg ist weg, sehe ich ähnlich.
am 19.02.2026 13:03