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Echtzeitüberweisungen 29.5.26 funktioniert nicht.

Atze Maz
Beobachter
1 Beiträge

Liebe Forumsteilnehmer, liebe comdirect-Kunden,

ich bin am Ende meiner Geduld! Ich bereue es, zu Comdirect gewechselt zu haben. ES funktionieren Echtzeitüberweisungen bei comdirect einfach nicht. Punkt. Aus. Durch.

Das ist kein Einzelfall! Wie ich im Forum gesehen habe, klagen immer wieder Benutzer über dasselbe Problem. Echtzeitüberweisungen sind bei comdirect zum Dauerthema geworden – und das bei einer Bank, die sich doch als modern und digital vornimmt!

Bei anderen Banken wie der C24 Bank oder TransferWise funktionieren Echtzeitüberweisungen problemlos, rund um die Uhr, zuverlässig. Nur bei comdirect geht es natürlich nicht. Nicht heute, nicht gestern, nicht letzte Woche. Ständig die Fehlermeldung, ständig Probleme, ständig Frust!

Ich möchte mein Geld sekundenschnell überweisen – das ist doch heute Standard! Das wird EU-weit in 10 Sekunden möglich sein, seit Januar 2025 müssen alle Geldinstitute Echtzeitüberweisungen empfangen, seit Oktober 2025 auch senden . Doch comdirect scheint hinterherzuhinken.

Eine Bank, die so große Probleme mit einer seit Jahren etablierten Technologie hat, verdient kein Vertrauen. Ich denke ernsthaft darüber nach, mein Konto zu schließen und zur Konkurrenz zu wechseln – und ich bin nicht allein damit.

Bis dahin: Vorsicht bei comdirect! Wenn ihr auf funktionierende Echtzeitüberweisungen angewiesen seid, sucht euch eine andere Bank.

20 ANTWORTEN

syuk
Autor ★★★
39 Beiträge

@Atze Maz  schrieb:

ich bin am Ende meiner Geduld! Ich bereue es, zu Comdirect gewechselt zu haben. ES funktionieren Echtzeitüberweisungen bei comdirect einfach nicht. Punkt. Aus. Durch.


Es funktioniert vielleicht bei dir nicht, aber ich habe bisher keine Probleme gehabt. Es kann natürlich sein, dass andere Kunden Probleme haben oder gehabt haben, genauso wie es bei den anderen genannten Banken mal Probleme geben kann, aber du schreibst hier als ob es mit Echtzeitüberweisungen bei comdirect generelle Probleme gibt.

 

Welche Fehlermeldungen bekommst du konkret? Was hast du denn bisher unternommen? Das Problem der Kundenbetreuung gemeldet?

Joerg78
Mentor ★★★
3.397 Beiträge

Ein generelles Problem scheint nicht zu existieren, ich habe gerade erfolgreich eine Echtzeit-Testüberweisung zur Deutschen Bank durchgeführt - ging sogar in unter 10 Sekunden durch.

Entweder der Eingangsbeitrag ist tatsächlich ernst gemeint (wobei Dinge wie "seit Oktober 2025 [...] senden" und "seit Jahren etablierte[n] Technologie" sich widersprechen), dann sollte die Kundenbetreuung kontaktiert werden (denn wie gesagt - ein generelles Problem existiert nicht).  Oder es ist einfach ein Rant-Beitrag, weil Hitze oder so 😁 So oder so: Weiterhelfen werden wir hier nicht können, allein schon weil Dinge wie Fehlermeldungen nicht gepostet wurden.

 

Viele Grüße,

Jörg

 

__dpk
Mentor ★
1.455 Beiträge

Echtzeitüberweisung bei der Comdirect ist echt so eine Sache. Meine Erfahrung ist auch, dass es in der Tat häufig einfach nicht funktioniert, wenn man es mal braucht.

 

Und @Atze Maz hat recht, das ist bei anderen Banken anders, da funktioniert es einfach.

 

Ich mache daher Echtzeitüberweisungen schon länger über ein anderes Konto. 

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
- Albert Einstein -

Crazyalex
Legende
9.926 Beiträge

Das ist der Moment wo ich mal wieder von der Einzelfallbetrachtung, welche ich im Ausgangspost als übertrieben erachte, auch zur (kritischen) Gesamtbetrachtung mit ein klein wenig größerer Flughöhe komme: es hilft nicht nur einzelne Ausschnitte eines Gemäldes zu betrachten - man muss auch mal mehrere Schritte zurücktreten und das Gesamtkunstwerk wirken lassen.

 

Ich versuche das mal einzuordnen...

 

Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass eine Bank keine App mit drei Entwicklern in einer Garage betreibt. Hinter Girokonten, Depots, Zahlungsverkehr und Regulierung steckt eine ziemlich komplexe IT-Landschaft. Dass dort gewartet, modernisiert und umgebaut werden muss, ist völlig normal.

 

Aber genau da liegt aus meiner Sicht inzwischen das Problem: Der Maßstab hat sich verschoben.

Vor zehn oder fünfzehn Jahren hat man es noch hingenommen, wenn das Onlinebanking nachts mal nicht erreichbar war oder eine Funktion wegen Wartungsarbeiten vorübergehend nicht zur Verfügung stand. Heute vergleichen Kunden die Comdirect aber nicht mehr mit dem Stand von 2010, sondern mit den Möglichkeiten von 2026.

Und da wird es dann schwierig!

Wenn ich eine Echtzeitüberweisung anbiete, dann sollte die aus Kundensicht auch jederzeit funktionieren. Natürlich wird es niemals 100 % Verfügbarkeit geben. Irgendwo fällt immer mal ein Server um, irgendeine Leitung streikt oder irgendein Update läuft schief. Geschenkt.

Aber der Anspruch muss doch sein, dass solche Ausfälle die absolute Ausnahme bleiben und nicht zu einem Thema werden, das regelmäßig in der Community diskutiert wird.

 

Das eigentliche Problem ist für mich auch gar nicht die einzelne Störung. Das Problem ist die Wahrnehmung. Wenn bei mir inzwischen bei dem Begriff "Wartungsarbeiten" automatisch die Assoziationen "Montagsproblematik" oder "Monatsanfangsproblematik" aufploppen, dann ist das kein gutes Zeichen. Problem dabei: das wird nicht nur bei mir so sein....

 

Und bevor jetzt wieder jemand schreibt: "Bei mir funktioniert alles."

Schön. Bei mir funktioniert auch meistens alles. Nur darum geht es nicht.

Es geht darum, welchen Anspruch man an zentrale Bankfunktionen hat. "Meistens" reicht bei einer Echtzeitüberweisung aus meiner Sicht einfach nicht. Die soll funktionieren. Punkt.

 

Was mich dabei sehr ärgert: Die Entwicklung kam ja nicht überraschend.

Schon vor Jahren war absehbar, dass neue Wettbewerber auf den Markt kommen würden. Es war ebenso absehbar, dass Kunden irgendwann nicht mehr nur Sparkassen, Volksbanken und klassische Direktbanken miteinander vergleichen, sondern plötzlich mit C24, N26, Wise, Neobrokern und diversen anderen Fintechs.

Und genau an diesem Punkt hätte man aus einer Position der Stärke heraus handeln können.

Heute wirkt vieles eher wie ein Reagieren auf Entwicklungen, die längst stattgefunden haben.

 

Das ist auch der Grund, warum ich seit Jahren schreibe, dass man Wettbewerber möglichst gar nicht erst groß werden lassen sollte. Wenn sie erst einmal groß sind, Kunden gewonnen haben und funktionierende Alternativen etabliert haben, wird es deutlich schwieriger.

Dann diskutiert man irgendwann nicht mehr darüber, warum Kunden wechseln.

Dann stellt man fest, dass viele längst gewechselt haben – oder sich still und leise einen Workaround gebaut haben.

Der Kunde kündigt dann nicht einmal mehr. Er macht seine Echtzeitüberweisungen einfach über ein anderes Konto.

Und genau das halte ich langfristig für deutlich gefährlicher als jeden einzelnen Beschwerdebeitrag hier in der Community.

Denn Beschwerden zeigen immerhin noch Interesse. Gleichgültigkeit ist meistens das eigentliche Warnsignal.

 

Kurzfassung des Ergebnisses: Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Das ist der Teil, der sich nicht mehr verhindern lässt. Interessant hingegen ist aus meiner Sicht wie man mit dieser Situation umgeht: Da könnte man entweder eine hektische (und wenig überlegte) "spontane" Rettungsaktion erwarten oder eventuell auch eine koordinierte Strategie bei dem das Kind aus dem Brunnen geholt wird und dieser dann gleich abgesichert wird.

Momentan sehe ich aber, um bei dem Bild zu bleiben, eher, dass man sich Gedanken macht, ob dieser  - ich greife mal das beliebte Wort auf - Einzelfall nicht doch akzeptabel zu sein scheint und Sicherheit eventuell überbewertet wird. Laufen ja noch genug andere Kinder herum... 

Ich weiß: kein schönes Bild. Aber es ist auch nicht meine Aufgabe schöne Bilder zu malen, sondern ich dokumentiere das, was ich wahrnehme.

 

Gruß Crazyalex


An alle Neueinsteiger: Appell an alle Neueinsteiger und Interessenten.
ETF-Anfänger: Bitte intensiv durcharbeiten... ETF-FAQ. .................Danke!

alba96
Experte ★
246 Beiträge

Du sprichst mir aus der Seele.

Persönlich habe ich Thema schon viel weiter gezogen: überraschende Kündigungen, unzuverlässige Karten, Kontosperrungen weil nicht rechtzeitig auf Nachrichten in der Postbox reagiert wird und und und...

 

Das mag jeder für sich selbst betrachten, aber ich habe mir aus diesen Einzelfällen eine Gesamtmeinung gebildet, die da lautet daß die comdirect nicht mehr der vertrauenswürdige Partner ist, den ich mir wünsche.

 

Seit fast 30 Jahren geht hier zwar nach wie vor mein Einkommen ein und werden alle Daueraufträge und Einzugsermächtigungen bedient, aber der Rest wird automatisiert woanders hin überwiesen.

 

Nach gängiger Auffassung ist die comdirect somit immer noch mein Hauptkonto, aber "Banking" betreibe ich längst woanders. 

 

 

Joerg78
Mentor ★★★
3.397 Beiträge

@alba96 Was ich mich immer in diesen Fällen frage: Wieso geht man dann nicht ganz weg? Sobald man einen Vertragspartner als nicht (mehr) vertrauenswürdig einstuft - ist die eigentliche Konsequenz dann nicht, dass man das Vertragsverhältnis mit ihm auflöst? Zumal Dinge wie Einkommen, Daueraufträge und Einzugsermächtigungen ja nicht ganz unwichtige Posten sind (v.a. wenn man eine Kontensperrung als mögliches Szenario betrachtet) 😉 Oder ist es "Sentimentalität" (was ich durchaus nachvollziehen kann, bin selbst seit 20 Jahren hier)? Nur das ist etwas, was eigentlich im geschäftlichen Kontext keine Rolle spielen sollte.

 

Viele Grüße,

Jörg

 

Crazyalex
Legende
9.926 Beiträge

@Joerg78 

Manche behalten eben noch einen Fuß (oder mehr) in der Türe 😉

 

Das ist für die Bank dann statistisch ganz dumm: man geht von einer intakten Geschäftsbeziehung aus während der Kunde längst (auch) woanders agiert. 

Das ist dann so ein bisschen "Weil ich noch nicht weg bin. Aber ich bin auch nicht mehr wirklich da". Dann ist das gewissermaßen entkernt...

 

Was man seitens der Bank bedenken sollte: Der eigentliche Wettbewerb findet nicht mehr nur über Neukunden statt, sondern über die Frage, wie viel vom finanziellen Alltag eines Bestandskunden man überhaupt noch abbildet. 

 

Gruß Crazyalex


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Joerg78
Mentor ★★★
3.397 Beiträge

Gut, das mit dem "Fuß in der Türe" ist etwas, was ich nicht nachvollziehen kann. Entweder das Vertrauen ist da, dann nutze ich die Dienste - oder das Vertrauen ist (wie hier angesprochen) weg, für was dann der Fuß? Um das Unternehmen "statistisch" zu schaden? Ernsthaft?

GetBetter
Legende
8.341 Beiträge

@Crazyalex  schrieb:

Das ist für die Bank dann statistisch ganz dumm: man geht von einer intakten Geschäftsbeziehung aus während der Kunde längst (auch) woanders agiert. 


Ich bin mir extrem sicher, dass die Auswertung der Zahlen sehr viel detaillierter erfolgt und sich alleine durch einen "Fuß in der Tür" niemand hinter die Fichte führen lässt.