Neue AGB: Mindestens 50€ bei Bargeldabhebungen notwendig

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Tobsen
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Folgendes findet sich in den neuen AGB:

Ab 01.01.2018 sind Bargeldverfügungen an Geldautomaten mit der comdirect girocard erst ab einer Höhe von 50 Euro möglich.

Verstehe ich das richtig? Ich bin gezwungen 50€ abzuheben, wenn ich Bargeld will? Ich hoffe ja noch, dass ich da einfach etwas falsch verstehe. Was passiert denn, wenn ich bei der Deutschen Bank bin und 30€ abheben will? Werde ich dann festgenommen?

 

Diese Einschränkung wäre total absurd. Leider haben die Banken es in Deutschland nunmal gerade nicht geschafft, dass man überall mit Karte zahlen kann (was mein Favorit wäre). Gerade bei Kleinstbeträgen bin ich also auf Bargeld angewiesen. Und da will mich nun comdirect "zwingen", dass ich doch möglichst immer 50 am liebsten gleich 100€ abheben soll?

 

Wenn ich GERADE die Kleinstbeträge vernünftig mit Karte zahlen könnte, wäre diese Änderung ja nachvollziehbar aber andersrum erscheint mir irgendwie absurd.

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@Tobsen

 

so wie ich es verstanden habe, würde dir sofern verfügbar, vom Geldautomaten angezeigt, das der gewünschte betrag nicht verfügbar ist, und dir alternativ 50 Euro angeboten. Also vermutlich so wie wenn der Automat keine kleineren Scheine mehr verfügbar hat.

 

Dies ist für mich ein gerade noch passable Lösung, immerhin, scheint die comdirect hier den Kunden nicht in eine Kostenfalle laufen lässt. Allerdings finde ich es hier auch weiterhin für sehr ungünstig, das die comdirect immer noch keine vorgemerkten umsätze zur verfügung stellt.

 

Wie verhält es sich denn, wenn ich heute noch 50 Euro zur verfügung habe, aber morgen die Telekom Lastschrift über 30 Euro fällig wird? Zwingt ihr einen dennoch 50 Euro ab zu heben, obwohl ich das Geld ja nicht wirklich zur verfügung habe?

Komander
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So versteh ich es auch, es sei denn man hat weniger als 50€ auf sein Konto, dann geht auch weniger.

 

Bei der DKB ist es schon länger so. Auch consors hat das mal versucht einzuführen, wurde aber nach einer vielzahl von Berschwerden wieder 

gekippt, aber unter Vorbehalt es jederzeit wieder einzuführen, oder 

andere Gebühren zu erheben.

 

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Ich glaub ich hol mir ne Schale Popcorn. Habe die Diskussion über dieses Thema bereits bei Consors mit leichtem Amüsement verfolgt. Smiley (fröhlich)

 

Zumindest den Mitarbeitern im Kundenservice macht man mit dieser Änderung keine Freude.

david1elf
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Ich habe direkt die erste Frage zum neuen "Fuffies in den Club"-Regime:

 

Gilt das auch für "Supermarkt-Abhebungen"?

bz
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Ich würde ja gern mal wissen, welche Kosten durch meine Handlungen meiner Bank entstehen. Dann könnte ich mich im Sinne der Bank kostensparend verhalten, oft ohne mich nennenswert einschränken zu müssen.

Konkret:

 

  • Kostet es die Comdirect weniger, wenn ich an einem Geldautomaten der Commerzbank abhebe anstatt bei einer anderen Bank der "Cash Group"?

  • Kosten mehrere kleinere Abhebungen mehr als eine große?
    Die neue 50€-Klausel spricht dafür.

Ich habe es in letzter Zeit so gehalten, größere Abhebungen zu machen und bei der Commerzbank. Natürlich ohne zu wissen, ob das irgend jemanden kratzt.

Grüße.

dorfjunge23
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Höherer Mindestbetrag = weniger Bargeld-Abhebungen (zumindest wird darauf spekuliert) = geringere Kosten

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Beiträge: 1395
Mitglied seit: 02.08.2016

@bz

 

also ich denke mal das die entgelte vermutlich vertraglich identisch sind bei allen cashgroup teilnehmern, ich zumindest denke mir immer, das durch die enge verbindung und synergie effekten (je mehr die commerzbank verdient, desto mehr profiziert auch die comdirect) eine abhebung an Commerzbank automaten letztlich für die comdirect am interessantesten ist.

 

Natürlich ist es ein leichtes dem entgegen zu kommentieren, das die Geldautomaten für die Banke ein Wirtschaftliches minus geschäft sind, also sich nichtmals selber tragen können.

 

Aber die genaue Kostenstruktur wirst du vermutlich nicht in erfahrung bringen können, Betriebsgeheimnis und so.

Komander
Autor ★★
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Ich meine mal gelesen zu haben, dass die ATM-Gebühren so um die 1,75€ sind. Ob das

jetzt innerhalb der Cash Group auch so ist, oder ob die was anderes vereinbart haben, kann ich jetzt auch nicht sagen.

JRK
Experte
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Mitglied seit: 01.10.2017

Grundsätzlich ist nachvollziehbar, dass die comdirect auch unter dem allgemeinen Preisdruck leidet. Daher bin ich zufrieden, dass keine neue Gebühren eingeführt worden sind.

 

Sofern die Kosten für die Bargeldabhebung gesenkt werden sollen, würde ich eher folgendenes Modell begrüßen: Anzahl X an Bargeldabhebungen pro Monat kostenfrei, sodann fällt ein gewisses Entgelt an.

 

So werden auf der einen Seite die Kosten für comdirect gedeckelt, auf der anderen Seite ist der Kunde noch selbstbestimmt genug, über die Höhe der Bargeldverfügung frei zu bestimmen.

 

Grüße