20.01.2026 10:46 - bearbeitet 20.01.2026 10:49
20.01.2026 10:46 - bearbeitet 20.01.2026 10:49
Hallo @Plüschhummel,
hallo Community,
auch von mir ein herzliches Willkommen in der Community. 😊 Aus eigener Erfahrung möchte ich dir eine Sorge nehmen und dem Beitrag eines anderen Communauten ausdrücklich zustimmen.
@Plüschhummel schrieb:Vielen Dank für die schnellen Antworten!
[...]Zuvor hatte ich nicht nur hier im Forum geschrieben, sondern auch comdirect direkt kontaktiert. Nun frage ich mich natürlich:
[...] Besonders interessant finde ich ja, dass dieser Stop-Loss für mich finanziell vorteilhaft ist, falls die Aktie fällt. Und da beginnt mein innerer Börsen-Philosoph zu grübeln:
Sind Stop-Loss-Orders, bei denen der Kunde profitieren könnte, eigentlich schwerer durchzubekommen?[...]
Liebe Grüße und euch einen schönen Abend
Die nicht substantiierte Behauptung, dass Orders von Privatkunden "abgefischt" werden würden oder diese aus dem Markt "geschüttelt" werden, werden von zwei ganz unterschiedlichen Personen(kreisen) verbreitet. Die ich nicht durch Namensnennung noch aufwerten mag.
Der eine ist ehemaliger ntv-Moderator und hat zusammen mit einem österreichischen Interviewpartner bei einem oder mehreren Gläsern Heurigen (Wein des aktuellen Jahrgangs) die unhaltbare These aufgestellt, dass ein Börsenplatz extra den Strom des externen Rechenzentrums hat ausfallen lassen, um gewisse physische Lieferungen zu Call-Optionen nicht ausführen zu müssen. Peinlich nur, dass weder in der Nacht vom 27. auf den 28. November 2025 noch kurz danach im "Fälligkeitskalender" irgendeine Lieferung dieser Art zu sehen war. Klickt sich halt wohl gut und treibt Kundschaft seinem Angebot zu. Aus dieser Ecke kommt auch immer mal wieder die These, dass Börsenkurse absichtlich springen würden, um einzelne Orders von Privatkunden für diese (negativ) auszuführen.
Wer sich aber den Chart bis exakt zu der Sekunde der Order Ausführung ansieht, der weiß: Der große Marktteilnehmer, der Börsenplatz wissen nicht wie es danach - in der Zukunft weitergeht. Die Gerüchteverbreiter fokussieren sich also nachträglich darauf eine natürliche Kursspitze so darzustellen, als wenn diese manipuliert wäre. Und diese übersehen dabei noch etwas: Während der Handelszeiten geben Tausende Privatkunden, Banken, Fonds stets Orders ein. Es gibt also nicht diesen einen statischen Orderblock, den man abfischen kann.
Das Gleiche passiert auch bei dem Marketing-Partner logischerweise nicht regulierter Broker, der dann erzählt: Der ganze Markt sei manipuliert und natürlich dessen Angebot nicht oder er werde diejenigen unterstützen, die über sein Provisionskürzel gekauft haben etc.. Besser wird es, wenn er eineinhalb Stunden sendet und dann eine zweite Person (seinem Kreis zugehörig) den Zangenangriff fortsetzt. Zudem gibt es seitens der Börsen Sicherheitsmechanismen.
Hier das Symbolbild 1: Natürliche Schwankung eines Investments (Silber CFD, wäre so öhnlich auch bei comdirect zu finden)
Quelle: tradingview, eingeloggter Zustand/eigene Zeichnung, abgerufen am 20.01.26
Bei einem relativ nachrichtenlosen Vormittag kann es sein, dass es natürliche Schwankungen gibt und sich ein Kanal bildet. Hier ein Seitwärtskanal, der ein paar Stunden anhielt. Dazu versuchen dann Profi-Anleger die aktuell stattfindenden Umsätze und das sogenannte Momentum und RSI zu verwenden. Ziel: Nicht genau am Drehpunkt in der falschen Richtung einzusteigen. Wenn du jetzt eine Karteikarte nimmst, diese von links nach rechts senkrecht haltend über den Bildschirm führst und den rechten Teil zuhältst: Dann siehst du ganz wenige wirklich optimale Punkte bei denen jede/r Kundin/Kunde exakt richtig liegt.
Wenn du aber Silber im Monatsverlauf ansiehst, dann ist dieser Betrag von 0,irgendwas USD pro Unze nicht bedeutend. Für den Beruf in den USA oder spezialisierte Firmen wie die Verwaltung von Millionenvermögen schon. Deine Bedenken wegen des Abholens des Limits sind unberechtigt.
@Andreas21 nannte dir schon einen perfekten Newsletter eines sehr engagierten Menschen, der sehr viel über Märkte weiß und beruflich in einer anderen Branche aktiv ist. Also bitte den Newsletter abonnieren.
Wenn du im Raum München wohnen solltest, dann nimmst du dir bitte einen Tag Urlaub (nur an Börsentagen) und verlängerst vollkommen unabhängig davon deine S-Bahn-Monatskarte nach Rosenheim und schaust dort mal das Börsen-Museum an. Dort wird das Thema Aktien spannend präsentiert.
Du kannst also mit gesunder Vorsicht deine Wertpapier-Reise starten, die zu Mehrertrag führt. Viel Erfolg.
Liebe Grüße
Gluecksdrache
20.01.2026 10:47 - bearbeitet 20.01.2026 11:30
Ich würde von der KI diesbezüglich auch die Finger lassen.
Entweder man trifft ganz klar und bewusst selber Entscheidungen (die sowohl strategisch als auch regelbasiert sein können) oder man macht sich das Leben leicht und kauft einen marktbreiten ETF (MSCI World)
...natürlich kann man auch beide von mir genannten Dinge machen - aber niemals die KI entscheiden lassen
Gruß Crazyalex
20.01.2026 12:12 - bearbeitet 20.01.2026 12:36
20.01.2026 12:12 - bearbeitet 20.01.2026 12:36
@Plüschhummel schrieb:Sind Stop-Loss-Orders, bei denen der Kunde profitieren könnte, eigentlich schwerer durchzubekommen?
Poppt dann zufällig öfter ein „technische Störung“-Fenster auf, damit der Handelsplatz erst mal in Ruhe nachrechnen können, ob ihnen das auch gefällt? 🤔
Dem Handelsplatz gefällt vor allem, wenn auf ihm Handel stattfindet. Das ist nämlich genau Dienstleistung, mit der er Geld verdient. Ob der einzelne Handel für die Kunden (es gibt ja immer zwei, nämlich einen Käufer und einen Verkäufer) vorteilhaft ist oder nicht, interessiert ihn nicht und kann er abgesehen davon auch gar nicht prüfen.
Vielleicht wird es klarer, wenn Du Dir ersatzweise Ebay vorstellst. Auch die können nicht wissen ob ein bestimmter Preis für den Verkäufer zu einem vorteilhaften oder einem nachteiligen Geschäft wird. Und auch die verdienen am Zustandekommen eines Geschäftes und nicht am Nichtzustandekommen.
Jegliche Handelsplätze sind also tendenziell daran interessiert, dass Du häufiger kaufst und verkaufst. Halte das ruhig im Hinterkopf und sortiere entsprechende Werbeaussagen und Aufforderungen der Handelsplätze entsprechend ein.