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Erfahrungen mit Börsenbriefen: Proffe, Maydorn, Tenbagger u.a.

ChrisTh
Experte
81 Beiträge

Hallo,

 

ich würde gerne Erfahrungen mit Börsenbriefen diskutieren.

 

Wer von verfolgt schon länger Börsenbriefe wie Proffe Newcomer, Trenddepot, Optionsschein-Trader, Maydorn Report, Bernecker, Hot Stock Report, Tenbagger etc?

 

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Börsenbrief über mehrere Jahre hinweg, insbesondere in Korrekturphasen?

 

Ich finde einen Börsenbrief interessant, wenn ich davon lernen kann, d.h. die enthaltenen Informationen sind aktueller, als die ich mir selbst zeitaufwendig besorge, und somit die Entscheidungen nachvollziehbar.

 

Bei Interesse teile ich auch gerne eigene Erfahrungen mit Börsenbriefen mit. Ich bin zwar erst seit ca. 10 Monaten an der Börse aktiv, beobachte und teste aber so viel wie mir möglich ist.

 

Ich habe hier Suchfunktion genutzt, aber recht wenig gefunden. 

 

Gruß

346 ANTWORTEN

infosearch
Experte ★★
289 Beiträge

@CurtisNewton 

da hast du natürlich vollkommen Recht 😉 meine Betrachtung hat das ausgelassen...

und weil die Performance so toll ist, steigt die Gebühr nächstes Jahr entsprechend um wenigstens die Inflation auszugleichen 🤣

für mich ist das Thema jetzt ausgelutscht, ich lese hier nur noch mit....

 

nur die weisesten und dümmsten können sich nicht ändern.... ist glaub ich von Konfuzius 🙃

Peter Müller

@Casi 

Vielen Dank für deinen sachlichen Beitrag.

Genau der letzte Satz bringt es auf den Punkt. Wenn der Nasdaq 20% macht in dieser Zeit muss doch diese Strategie florieren.

 

Hast du die Entscheidung für das 2. Jahr bereits Getroffen ?

Klimaaprima
Mentor ★★★
2.046 Beiträge

@Casi 

Vielen Dank für deinen sachlichen und realistischen! Beitrag.

 

In deinem Beitrag sind die Hürden klar benannt auf dem Weg zur Million. 

 

Eine sehr hohe Courtage/ Gebühren von 3000€ =10% und im 2. Jahr noch mehr.

 

Steuern und Gebühren fallen mit Verkauf und (Kauf) an. Konkrete Renditen/ Gewinne werden reduziert, der Zinseszins deutlich unterlaufen. 

 

Nach meiner Erfahrung sind langfristige Renditen von mehr als 10% erreichbar, aber ambitioniert. Egal ob Einzelaktien oder Core-Satelite EFF Portfolio. Renditen von mehr als 15% (bis 20%)  auch erreichbar, aber langfristig sehr selten. Über 20% langfristig gesehen halte ich für sehr unrealistisch (nach Steuern.)

 

Wenn man nun die Gebühren von 3000€/10% beim Proffe Depot abzieht und die zusätzlich anfallenden Steuern und Kosten einbezieht. wird man mit Proffe Depot bei realistischen Renditen von 10% p.a. im Minus landen. Und bei sehr ambitionierten Renditen 15%-20%. Entweder grüne Null oder einstellige Prozentpunkte. Wohl noch unter der langfristigen Performance eines profanen MSCI World oder All World ETFs bleiben. 

 

Rechtfertigen diese Renditeaussichten das Risiko einer OptionsscheinStrategie, die nicht einmal in "guten" Marktphasen für den geneigten Anleger performt?

 

Der entscheidende Punkt: Eine Million entsteht meistens nicht durch spektakuläre Einzelaktien/Optionsscheine, sondern durch lange Laufzeit + hohe Sparrate + Zinseszinseffekt.

 

Bei 3000€ Gebühren stehen dir immerhin schon 250€ im Monat als Sparrate zur Verfügung.

 

Zeithorizont  25 Jahre bei 7 % Rendite bräuchtest du ungefähr 1.275 € monatlich.

Bei 9% Rendite 890€ im Monat.

 

Zeithorizont 35 Jahre

7% -ca. 600€

9%  -sogar nur 350€

 

Proffes und Co.(s) Renditen und Mio. sind sehr wahrscheinlich, deine/ unsere auch?

 

 

 

 

dg2210
Legende
8.314 Beiträge

@Klimaaprima  schrieb:

 

 

Der entscheidende Punkt: Eine Million entsteht meistens nicht durch spektakuläre Einzelaktien/Optionsscheine, sondern durch lange Laufzeit + hohe Sparrate + Zinseszinseffekt.

 

 


Ich kenne keine seriöse Studie, die 'meistens nicht..' (s.o.) bestätigt. Ich kenne eine Menge hypothetischer (d.h. ausgedachter) Szenarien, die ungefähr so gehen: Max Mustermann geht im September 2026 nach 51 Arbeitsjahren in Rente. Hätte es vor 51 Jahren schon billige Welt-ETFs in Deutschland gegeben und hätte seine Dorfsparkasse einen kostenlosen Sparplan auf diese angeboten und hätte er von seinem ersten Lehrlingslohn einen solchen Sparplan abgeschlossen und hätte er die steuerlichen Veränderungen der Zukunft geahnt und entsprechend gehandelt, so hätte er heute so-und-so-viele Millionen Euro.

 

Proffe hat nicht theoretisch, sondern mindestens zweimal die Million Depotvolumen (vor Steuern) nachweisbar tatsächlich erreicht, und zwar in wenigen Jahren. Ohne den Einsatz von Derivaten/trendbegleitenden Optionsscheinen wäre das nicht möglich gewesen.

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

huhuhu
Legende
9.344 Beiträge

@dg2210  schrieb:

@ae  schrieb:


 

ich lasse mir mein Haus von einem Architekten planen, der schon andere, ähnliche Bauten realisiert hat


Dir Frage ist nur, ob und welcher Architekt  Dir Dein Haus planen möchte 😜 ...

wbrocks
Autor ★★★
51 Beiträge

@Casi 

Der Platin Börsenbrief ist mit 3k€ p.a. deutlich teuerer als der Börsenbrief "Proffes Trend Depot" (PTD) für "nur" 1,5 k€ p.a. und die Mehrrendite des Platin sehe ich nicht. Immerhin wurde im PTD schon einmal der Sprung von 30k€ auf eine Million€ erreicht. 

Bei kleineren Anlagen <30k€  ist meines Erachtens das Hebeln nicht geeignet und wenn doch, dann ist der "Proffes Newcomer" für 300 € p.a. ehr geeignet. Ich habe allen jungen Menschen den Sparplan in ETFs empfohlen und schon nach wenigen Jahren sind schöne Zuwächse entstanden, bei sehr geringen Kosten bzw. bei Neobrokern sogar ohne Kosten. 

Proffes Newcomer hat eine ähnliche Rendite wie der PTD aber bei geringeren kosten. Hier wurde in vergleichbarer Zeit aus 3k€ --> 100k€  was ähnlich dem PTD ist, wo aus 30k€ --> 1Million erreicht wurde. 

 

Ich kenne etliche Millionäre, wobei ich ehr >3 Millionen als Millionäre ansehe.  Keiner dieser Millionäre ist durch Börsengeschäfte zum Millionär geworden sonder immer durch unternehmerisches Handeln, wobei das Startkapital durch Arbeit erschaffen wurde. 

 

Wichtig ist auch zu wissen das bis ca. 2000 hohe Gebühren und Handeskosten dem Kleinanleger den Zugang zur Börse sehr erschwert hat und die Renditen nicht erreichbar waren. Anders als in den USA wo kosten- und steuerfreie Altersvorsorgedepots mit bis zu 30k$ vielen eine tolle Altersabsicherung ermöglicht aber Millionäre waren, von einigen Techkonzernen abgesehen, nicht dabei. 

 

Proffe fährt durch das Hebeln einen riskanten Ansatz und ich kann nur an meine früheren Posts des Optionsschein-Traders in 2022 erinnern,  dort hat Proffe mit seinem reinen Hebel-Depot den Totalverlust geschafft, es wurdenn 15k€ nachgeschossen und auch dieses Summe "verbrannte"Proffe in kurzer Zeit. 

 

Es hat auch bei den "Paketen" schon diese Totalverluste gegeben, das wird verschwiegen. 

 

Daher sollte jeder sich bewusst sein, die Calls haben ein Fälligkeitsdatum und dann kann der Call schon bei seitwärts laufenden Kursen aus dem Geld laufen und da die Calls lange gehalten werden droht der faktische Totalverlust. 

 

Ich habe zwar den PTD im Bezug aber statt den Calls greife ich lieber zu den Basiswerten, teilweise auch auf Depotkredit. Damit fahre ich meiner Meinung und meinen Berechnungen nach besser, insbesondere bei Baissen.

 

Das Proffes Aktien bzw. Basiswerte zum hohe Verluste von -30 oder 40% erreichen kommt echt selten vor und es droht ja kein Ablaufdatum. Zudem haben die Calls manchmal Aufgelder von 20% und mehr, daraus resultieren "Break Even" von 20% p.a. und mehr, das muss man erstmal konstant schaffen. 

 

Aber jeder hat es selbst in der Hand was er mit seinem Geld macht. 

 

Viele Grüße. 

 

 

 

 

 

Antonia
Mentor ★★★
3.581 Beiträge

Danke für deinen sehr interessanten Beitrag @wbrocks !

Grüße von Antonia
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Alle Männer haben nur zwei Dinge im Sinn: Geld ist das andere. Jeanne Moreau