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Ehegattenübergreifender Verlustvortrag von 2022 ins Jahr 2023 bei verschiedenen Banken/Depots?

16 ANTWORTEN

Fix1
Experte ★★
480 Beiträge

@mo2k  schrieb:

Ich bin da tatsächlich anderer Ansicht. Diese Vorschrift bezieht sich durch die klare zeitliche Begrenzung auf die Phase "vor der Verlustfeststellung" meiner Meinung nach auf Verrechnungen innerhalb eines Verrechnungszeitraums. Sprich zwischen Eheleuten mit zwei Depots bei zwei Banken ohne gemeinsamen Freistellungsauftrag, die für einen Verrechnungszeitraum nachträglich in der ESt-Erklärung eine Verrechnung zwischen den beiden Depots wünschen. 

 

In meinem Fall ist die Phase "nach der Verlustfeststellung".


Die neue Vorschrift findet jedes Jahr neue Anwendung. Das liegt in der Natur der Sache. Jedes Jahr wird vor der Verlustfestststellung aufs Neue geprüft, ob eine ehegattenübergreifende Verrechnung stattfinden kann. Dabei werden auf den 31.12. des Vorjahres festgestellte Verluste beider Ehegatten mit einbezogen.

 

Da ist meines Erachtens keine Lücke im Gesetz. Und dass zitierten Quellen das noch nicht so dezidiert sagen, liegt einfach an der Aktualität des neuen 20 (6) Satz 3.

 

Ich habe - wie gesagt - wenig Bedenken.

 

Viele Grüße

 

Lukas

mo2k
Autor ★★
20 Beiträge

Danke euch Beiden für die Antwort. Dann werde ich mich mal ans Rechnen setzen und ganz genau ausrechnen, was ich wann verkaufe, um alle Freibeträge, Verlusttöpfe etc. auszunutzen.

 

Dass ETF nicht voll besteuert werden, ist mir bewusst, danke, das macht die Sache sogar noch etwas angenehmer 😄

 

Weshalb ich damals nicht die Aktien meiner Frau übertragen habe, lag daran, dass der Verkauf gar nicht beabsichtigt war, sondern gestoplossed wurde, zumindest der Großteil des Depots. Und da Aktienüberträge mitunter Probleme machen, hab ich die Gelegenheit genutzt, denn ich wollte eh das Depot wechseln. Hab in dem Moment nur verdrängt, dass das andere Depot auf mich lief.

 

Aber jetzt gibt's dafür ja 'ne Lösung! 🙂

 

VieleN Dank euch beiden noch einmal!

GetBetter
Legende
7.867 Beiträge

@Fix1  schrieb:

Ich bin gespannt, ob beispielsweise der liebe @GetBetter zustimmt oder anderer Ansicht ist. 🙂

@mo2k 

Da @Fix1 mich gestern Abend noch explizit angesprochen hat, tue ich natürlich gerne auch noch meine Meinung kund. Eigentlich bin ich aber froh, dass dieses Problem mittlerweile schon geklärt zu sein scheint. Im Gegensatz zu ihm bin ich nämlich kein Fachmann sondern auch nur ein ganz gewöhnlicher Steuerzahler, der seine Kenntnisse vor allem aus Selbsterlebtem und wiederholt Gelesenem bezieht.

 

Somit ist die natürlich Reihenfolge eigentlich die, dass ich ihn zur Hilfe rufe (was ich auch gerne und regelmäßig mache), nicht er mich.

Soviel zur Vorrede, nur um das Folgende ins rechte Licht zu rücken.

 

Tatsächlich ist es so, dass ich selber den Fall noch nicht hatte (das Selbsterlebte fällt damit raus).

Ich habe aber in der Vergangenenheit auch noch nie gehört oder gelesen, dass die ehegattenübergreifende Verrechnung auf Finanzamtsebene anderen Regeln unterliegen würde, als sie es auf Bankenebene tut. Mir fehlt auch ein plausibler Grund warum es dafür überhaupt eine abweichende Methode geben sollte. Und zu guter Letzt finde ich auch im Gesetz keinen Passus, der so einen Verdacht in mir aufkommen liesse.

 

Insofern bin auch ich der Meinung, dass Du die Worte auf den gefundenen Webseiten etwas überinterpretierst, faktisch aber kein Grund zur Sorge besteht. Im Zweifel kannst Du ja auch kurzerhand bei Deinem zuständigen Finanzamt anrufen und Dir die Sache dort bestätigen lassen.

mo2k
Autor ★★
20 Beiträge

Super, vielen Dank für die Antwort. Das scheint dann ja auf jeden Fall alles zu stimmen. Beim Finanzamt anrufen vermeide ich, die haben genug zu tun und sind ja für Rechtsberatungen eigentlich nicht da. Wären wir uns alle uneins gewesen, hätte ich da aber sicherlich mal ne Mail hingeschrieben 🙂

 

Danke euch!

Crazyalex
Legende
8.593 Beiträge

@mo2k  schrieb:

Super, vielen Dank für die Antwort. Das scheint dann ja auf jeden Fall alles zu stimmen. Beim Finanzamt anrufen vermeide ich, die haben genug zu tun und sind ja für Rechtsberatungen eigentlich nicht da. Wären wir uns alle uneins gewesen, hätte ich da aber sicherlich mal ne Mail hingeschrieben 🙂


Irrtum!

Die sind auch da um Detailfragen zu klären - sie dürfen nur nicht steuerberatend tätig werden bzw. der Umfang ist ggf. extrem gering.

 

Gruß Crazyalex


An alle Neueinsteiger: Appell an alle Neueinsteiger und Interessenten.
ETF-Anfänger: Bitte intensiv durcharbeiten... ETF-FAQ. .................Danke!

Fix1
Experte ★★
480 Beiträge

Da ich selber nur in anderen Fächern unterrichte, habe ich zur Sicherheit gerade einmal einen Kollegen gefragt, der Einkommensteuer unterrichtet. Die Problematik ist zwar (im Moment noch) nicht klausurrelevant: aber er hat unsere Meinung bestätigt. 😉

mo2k
Autor ★★
20 Beiträge

Sehr gut 🙂 Hat ja auch was für sich, dass das jetzt hier auch  mal verewigt ist! 🙂

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