am 29.03.2026 18:19
Mein Nachbar nmh war ja im Februar bei comdirect in Quickborn und hat da rumgenervt. Genauer gesagt hat er sich selbst eingeladen und so lange Stress gemacht, bis sie ihm die genaue Anschrift verraten haben. Gut so: Wenn er in Quickborn rumnervt, kann er wenigstens seine Nachbarn hier in München nicht nerven.
Und nmh hat da eine tolle Nachricht für alle comdirect-Kunden aufgeschnappt, von seinen Aufpassern aber leider sofort einen Maulkorb bekommen, der eigentlich noch bis heute gilt. Er hat ja in seinem unsäglichen Newsletter bereits darüber berichtet.
Weil der Maulkorb aber nur für nmh gilt und nicht für mich und weil die Aufpasser sicher nicht am Sonntag die Community lesen, bin ich so frei und lüfte das Geheimnis schon wenige Stunden früher als erlaubt. Wenn das, was er mir am Gartenzaun erzählt hat, wirklich stimmt, ist es nicht weniger als ein Paukenschlag für alle comdirect-Kunden, die Derivate mögen:
Kein Aprilscherz: Ab Mittwoch, 1. April 2026 werden die Gebühren für den Derivatehandel (Zertifikate und Optionsscheine) für alle comdirect-Kunden deutlich reduziert! Wobei das Wort "reduziert" eine Untertreibung ist.
comdirect wird ab Anfang der Woche sicher noch intensiv Werbung dafür machen, dann seht Ihr alle Details. Aber das Angebot, bei dem die Emittenten die Kosten übernehmen, ist wirklich spektakulär und ein großer Fortschritt für die Kunden!
Und wie man über den Umweg von gebührenfreien Discountzertifikaten auch gebührenfrei in viele Aktien einsteigen kann, hat nmh hier ja schon sehr oft erklärt.
comdirect ist Euch zu teuer? Die Neobroker sind sowieso viel besser? Wäwäwääää, alles total doof? Ab sofort gibt es wirklich keinen Grund mehr, beim Neobroker zu handeln!
Leser des nmh-Newsletters wissen schon mehr. Die neue Ausgabe soll dann am Karfreitag erscheinen. Mal sehen, ob ich wieder bisschen was vom Inhalt abfangen und hier berichten kann. Damit niemand von Euch sich dieses hoffungslos überteuerte Abo antun muss, aus dem man auch nicht mehr rauskommt.
Ab April 2026 in einem Browserfenster ganz bei Euch in der Nähe!
Hochachtungsvoll
der Nachbar von nmh
am 04.04.2026 10:45
@Kio schrieb:
Was passiert denn, wenn ich für 1000€ einen OS kaufe und dann muss ich ihn verkaufen,
Wenn du dich in einer Situation befindest, in der du verkaufen musst, dann hast du im Vorfeld schon Einiges falsch gemacht. In diesem Fall gilt die Monopoly-Regeln: Gehe zurück auf 'Los' und überdenke/korrigiere deine Strategie.
am 04.04.2026 10:54
@Kio schrieb:Da ich durch die Milka Geschichte noch misstrauischer geworden bin...
Was passiert denn, wenn ich für 1000€ einen OS kaufe und dann muss ich ihn verkaufen, weil es gegen mich läuft? Wie ich die Comdirect einschätze fallen dann Gebühren an, richtig?
Gruß kio
Unter 1000 EUR Kurswert fallen die regulären Gebühren an. Wenn man die Gebühren optimieren will, plant man daher etwas Puffer ein.
am 04.04.2026 10:56
Was ist das denn für ein Quatsch!
Es gibt Trader, die schließen weniger als die Hälfte ihrer Trades mit Gewinn ab und verdienen ganz gut damit. Bei Trendfolgesystemen ist eine Quote von 40% eher der Normal- als der Ausnahmefall.
Aber wenn du 100% deiner Trades im Plus abschließt, dann gratuliere ich dir selbstverständlich.
Gruß kio
am 04.04.2026 11:11
Habe ich geahnt. Damit steigt der Wert des Kaufs, um wirklich keine Gebühren zahlen zu müssen auf 1.000€ plus Puffer. Da man den Puffer nicht genau einschätzen kann (zumindest bei Plain-Vanilla OS), bleibe ich da, wo ich wenigstens bei den Randbedingungen vorher weiß, was auf mich zukommt und ich in die Größenordnung der Position nicht von der Gebührenstruktur abhängig machen muss, sondern von wichtigeren Faktoren.
Gruß kio
am 04.04.2026 13:27
@Kio schrieb:Was ist das denn für ein Quatsch!
Es gibt Trader, die schließen weniger als die Hälfte ihrer Trades mit Gewinn ab und verdienen ganz gut damit. Bei Trendfolgesystemen ist eine Quote von 40% eher der Normal- als der Ausnahmefall.
Aber wenn du 100% deiner Trades im Plus abschließt, dann gratuliere ich dir selbstverständlich.
Gruß kio
Ich glaube, du kläffst den falschen Baum an...Die genannten Prozentzahlen stammen gar nicht von mir.
am 04.04.2026 14:14
@infosearch schrieb:@Klever schrieb:
...Was ist besser? 'Außerbörslich' oder 'Börslich'? Kann man das allgemein sagen? Spontan würde ich denken 'Börslich', wenn die Kosten gleich sind, wegen der Handelsüberwachung an den Börsen. Wie seht Ihr das? ...
Ich bevorzuge LiveTrading Außerbörslich.
Bei Limitorder wähle ich nach Möglichkeit die Börse mit dem größtem Handelsvolumen, also ‚börslich‘
Generell zu sagen das Eine oder das Andere ist besser traue ich mir nicht zu.
Gruss ae
am 04.04.2026 14:32
@ae schrieb:
@infosearch schrieb:@Klever schrieb:
...Was ist besser? 'Außerbörslich' oder 'Börslich'? Kann man das allgemein sagen? Spontan würde ich denken 'Börslich', wenn die Kosten gleich sind, wegen der Handelsüberwachung an den Börsen. Wie seht Ihr das? ...
Ich bevorzuge LiveTrading Außerbörslich.
Bei Limitorder wähle ich nach Möglichkeit die Börse mit dem größtem Handelsvolumen, also ‚börslich‘
Generell zu sagen das Eine oder das Andere ist besser traue ich mir nicht zu.
Genau. Bei 'normalem' Verhalten nimmt man den Handelplatz mit dem besten Kurs; wer versucht, irgendwie zu 'tricksen' fällt sowieso auf die Nase.
am 05.04.2026 13:52
Wenn hier jemand trickst, dann sind es die Emittenten im unregulierten Direkthandel. Ich habe mal zwei Wochen lang DAX-Derivate von Morgan Stanley sowohl direkt über comdirect über die Börse Stuttgart gehandelt als auch direkt über einen Neobroker (über Tools wie stock3.com kann man Orders zeitgleich bei mehreren Anbieten setzen).
Das Ergebnis war erschreckend - im Direkthandel kam es neben ständigen Requotes durchweg zu schlechteren Einstiegs- und Ausstiegskursen. Nachgezogene Stop-Losses haben im Direkthandel selbst bei normaler Handelsvola einen "Slip" von mehreren Cents gehabt - bei 1000€-Orders sind das also gleich Vielfaches von €10, die sich im Direkthandel die Emittenten einstecken (und einen Teil freigibig wieder mit der Bank teilen).
Daher: Derivate wenn möglich immer über eine Börse handeln, da gibt es nachvollziehbare Kurse und kein Abgreifen von Stop-Loss Orders.
Toll, dass man bei comdirect nun auch Derivate von BNP und Societe über die Börse Stuttgart handeln kann. Denn ein Problem können auch börsliche Orders nicht lösen: Wenn der Emittent kurzfristig keine Kaufpreise stellt, benötigt man einen alternativen Anbieter.
am 06.04.2026 13:14
@dg2210 schrieb:
@Kio schrieb:Was ist das denn für ein Quatsch!
Es gibt Trader, die schließen weniger als die Hälfte ihrer Trades mit Gewinn ab und verdienen ganz gut damit. Bei Trendfolgesystemen ist eine Quote von 40% eher der Normal- als der Ausnahmefall.
Aber wenn du 100% deiner Trades im Plus abschließt, dann gratuliere ich dir selbstverständlich.
Gruß kio
Ich glaube, du kläffst den falschen Baum an...Die genannten Prozentzahlen stammen gar nicht von mir.
OK, vielleicht habe ich dich falsch verstanden. Für mich ist ein erreichter Stopp z.B. ein Punkt, an dem ich verkaufen muss. Auch ein Verkaufssignal aus einem System heraus ist ein Verkaufsmuss. Da diese Signale jedoch aus dem Chart des Basiswertes kommen, lässt sich z.B. wegen des Zeitwertverlustes oft nicht sagen, wo genau der Stoppkurs angesetzt werden muss. Verkauft wird, wenn der Chart des Basiswertes es verlangt.
Da irgendeinen Puffer auszurechnen bleibt Stochern im Nebel und vergrößert die Position ohne Bezug zum Kapital und der Risikobereitschaft.
Gruß kio
am 06.04.2026 15:32
@Kio schrieb:OK, vielleicht habe ich dich falsch verstanden.
Ich habe genau auf das geantwortet, was du geschrieben hast. "müssen" ist ein Modalverb, das Pflicht oder Zwang ausdrückt und symbolisiert, daß keine Alternative besteht.
Ein Beispiel findest du in dem 'nmh entschuldigt sich'-Video, das noch irgendwo in dieser Community herumschwirrt.
Ich kann mich nur wiederholen: Ein Anleger, der sich in eine 'muß'-Situation manövriert, hat im Vorfeld einiges falsch gemacht.