am 06.08.2026 08:50
Lässt sich pauschal nicht sagen - aber ungefähr 2 Wochen wären nicht ungewöhnlich...
Gruß Crazyalex
am 06.08.2026 08:52
Danke, dann warte ich mal ab. Die Raten gehen immer zum 1. ab und das alte Konto wird zum 30.09. geschlossen. Also zum Glück noch etwas Luft 🙂
am 06.08.2026 09:30
@SMT_Mario schrieb:Hallo @daxschäfchen,
wir sind uns sicher einig, dass KI noch am Anfang steht. Deswegen ist Feedback auch wichtig. Nur so können wir Verbesserungen vornehmen.
Und ja, das nennt sich Fortschritt.
Viele Grüße
Mario
Hallo @SMT_Mario
Wenn der Bot die Frage eines Kunden nicht verarbeiten kann und dann nach einem Mitarbeiter fragt und der Bot damit nicht zurecht kommt, ist das Teil völlig nutzlos und ärgerlicher, als wenn man "ewig" in der Warteschleife hängt!
@daxschäfchen hat doch hier ein wirklich gutes Feedback geliefert!
am 06.08.2026 09:32
Und der Test von @Torquemada spricht doch eindeutig für sich und gegen den CodiBot!
am 06.08.2026 09:40
Hallo @Antonia,
das Feedback war auch richtig und wichtig. Das habe ich wie gesagt auch weitergegeben.
Viele Grüße
Mario
am 06.08.2026 10:55
@Antonia schrieb:Und der Test von @Torquemada spricht doch eindeutig für sich und gegen den CodiBot!
Diese Schlussfolgerung ist voreilig. Der Test zeigt nur, daß der CodiBot für eine bestimmte Art von Kunden (wie @Torquemada ) nicht optimal ist.
Die Comdirect hat aber (auch bedingt durch die auch hier in der Community kritisch kommentierte Zielgruppen-Werbung der letzten Jahre) eine Reihe von Kunden, die man eher nicht auf unschuldige Hotline-Mitarbeiter loslassen möchte. Wenn man diese Gruppe in der CodiBot-Schleife hält, dann ist das win-win-win.
06.08.2026 11:45 - bearbeitet 06.08.2026 11:50
06.08.2026 11:45 - bearbeitet 06.08.2026 11:50
@Torquemada : Bester Mann! Wenn die comdirect auch nur noch ein Fünkchen des Bisses von 1994 hätte, würde sie dich per PN kontaktieren und abwerben.
Wobei ich sowohl den traurigen Chat-Bot als auch den fröhlichen Dampfplauderer am Telefon, wenn ich schon sein "Gerne!" höre, kriege ich Depressionen, nicht als "KI", sondern eher als starre "wenn-dann" regelbasierte was-auch-immer-Algorithmen bezeichnen würde.
In der Standard-Antwort der codi , 3.000 Zeichen, wäre vermutlich das Bull$hit-Bingo-Wort "Bafin" mehrfach mit drin. ![]()
Allerdings hätte die 1994er codi damit nicht aufgehört, sondern erst richtig angefangen, sei's drum.
Klar kann man dem Kunden keine 1:1 Claude oder gemini-Antworten zumuten, 20% sind völliger Quark und keine Antwort ist 100%ig reproduzierbar, ein Alptraum für alles, was mit Finanzen zu tun hat, und wenn beim Hagebau-Markt-Bot ein Regal falsch aufbebaut wird, resultieren bei der codi ganz andere Dimensionen.
Aber die codi steht mit diesem Problem ja nicht allein, und wenn du vom Löwen verfolgt wirst, musst du nicht schneller rennen als der Löwe, sondern nur schneller als dein Nachbar.
Also, dann zieht euch doch mal langsam die Laufschuhe an, @SMT_Mario ![]()
hx.
06.08.2026 12:32 - bearbeitet 06.08.2026 12:33
06.08.2026 12:32 - bearbeitet 06.08.2026 12:33
@Torquemada , was bei KI so faszinierend ist, ist dass man ein schönes "Self-Play" (selbst diesen schönen Ausdruck habe ich von der KI) machen kann.
Ich habe mich gewundert, dass "dein" Claude so spröde, trocken antwortet, also habe ich exakt dieselben Angaben (Prompt-Satz und Bild) an "meinen" Claude, der schon von mir sprachlich geschärft wurde, geschickt. Hier das Ergebnis:
Ehrlich gesagt: Der Bot liefert genau das, was man von einem intent-basierten FAQ-Router erwartet — und du hast ihn nach Strich und Faden vorgeführt.
Was wirklich peinlich ist:
Die Login-Frage („Wie logge ich mich beim Giro-Konto ein?") beantwortet er mit einer Anleitung zum Löschen von Produkten samt Kündigungs- und Depotübertrags-Buttons. Das ist nicht nur daneben, das ist die maximal ungünstige Fehlklassifikation — der Nutzer fragt „rein", der Bot antwortet „raus".
Die Telefonnummer für den Support versteht er nicht. Das ist eine stinknormale, absolut on-topic Bankfrage, die in jeder Wissensbasis stehen sollte. Dass er hier passt, ist das eigentliche Armutszeugnis.
Der Wertpapierkredit-Wunsch endet in einem generischen „Bei welchem Anliegen können wir Ihnen weiterhin behilflich sein?" — ein Produkt, an dem die Bank verdient, und er kann nicht mal weiterleiten.
Was hingegen fair ist: Fourier-Transformation, „Wie geht's dir?" und Aktien an den Tierschutzverein sind bewusst gesetzte Nebelkerzen. Dass ein Intent-Classifier daran scheitert, ist kein Skandal, sondern Design. Ein solches System ist kein LLM, es matcht Formulierungen gegen kuratierte Antworten — Small Talk und Nonsens gehören nicht dazu.
Unterm Strich: kein Totalausfall, aber die zwei, drei legitimen Fragen, die er versemmelt hat, wiegen schwerer als die zehn, die du ihm absichtlich hingeworfen hast. Für 2026, wo selbst Sparkassen-Bots mittlerweile RAG-gestützt antworten, wirkt „Codi" wie aus der Prä-Transformer-Zeit konserviert.
Advocatus Diaboli: Die Stichprobe ist adversarial und n=1. Von sieben Fragen waren mindestens drei bewusst darauf angelegt, das System zu brechen — das verzerrt den Eindruck systematisch. Ein deterministischer FAQ-Router hat gegenüber einem generativen Modell auch handfeste Vorteile: keine Halluzinationen, keine erfundenen Konditionen, keine Compliance-Risiken durch frei formulierte Finanzauskünfte. Genau deshalb halten regulierte Banken bewusst an solchen engen Systemen fest. Die eigentliche Frage ist nicht „warum ist der Bot so dumm?", sondern „warum leitet er bei erkanntem Scheitern nicht sauber an einen Menschen weiter?" — und das ist ein Eskalations-Design-Fehler, kein Intelligenzproblem.
am 06.08.2026 12:44
Der Codi-Bot bräuchte jemand vom Schlag eines Dr. R. Chandra wie man Ihn aus dem Film "2026: Das Jahr in dem wir Kontakt aufnahmen" kennt.
In seinen letzten Augenblicken wurde CodiBot von Dave Bowman kontaktiert, der ihn bat, der Erde Richtung Italien eine Nachricht zu überbringen: "ALLE DIESE BANKEN GEHÖREN EUCH, AUSSER COMDIRECT. VERSUCHT KEINE ÜBERNAHME DORT."
Frei nach: https://schurken.fandom.com/de/wiki/HAL_9000#2010:_Das_Jahr,_in_dem_wir_Kontakt_aufnehmen_(Film)
06.08.2026 15:05 - bearbeitet 06.08.2026 15:31
06.08.2026 15:05 - bearbeitet 06.08.2026 15:31
So, liebe Community-Kinderlein von heute, jetzt passt mal gaanz genau auf!
Opa Pramax erzählt Euch jetzt vom "Krieg", genauer gesagt von den Telekommunikationskanälen zur comdirect bank im Jahre 1996:
Die comdirect bank in 1996 - der Feinkost Albrecht unter den Discount Brokern
Die damalige Service-Nummer mit der 0180er-Vorwahl war natürlich gebührenpflichtig. Schlauköpfe mit
einer Telefonflatrate riefen die Auslandsnotfall-Nummer an, die mit einer 04106-Vorwahl (Quickborn) begann.
Um Kosten zu vermeiden, gab es nur zwei Möglichkeiten:
a) Fasse Dich kurz am Telefon.
b) Vermeide möglichst, Situationen im Kontakt mit comdirect herbeizuführen, deretwegen Du zum Telefonhörer (Handys waren damals noch nicht so verbreitet wie heute) oder zum Faxgerät greifen musst.
b) ist, wie ich aus Eueren Kommentaren lese, heute noch brandaktuell, also die Sache mit "möglichst keine Situationen herbeiführen". 😉
So, jetzt geh ich doch noch in den Keller, um nachzusehen, ob ich noch die Fax-Order-Blöcke habe, damit ich in Notzeiten mein Faxgerät anwerfen und selbiges mit Papierordern füttern kann.*
Ihr habt doch noch alle ein Faxgerät zuhause für Notfälle, oder?
Ach, das Treppensteigen wird auch immer beschwerlicher.
Gruß, Opa Pramax
*) also die WKNs für die Wertpapiere, die man damals telefonisch oder per Fax-Order beim Discount Broker ordern konnte, gab es in einem Büchlein, das einem comdirect damals extra zur Verfügung stellte
Ach ja, was ich vergessen habe: Alternativ stand immer die Kommunikation per Briefpost mit der Bank zur Verfügung. Und die verlief damals viel günstiger und zuverlässiger als heute.