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am 29.09.2017 18:11
Zuerst einmal meinen herzlichen Dank für deine Antwort, da hast du dir echt Mühe gegeben.
Die Strategie erscheint mir auch nicht abwegig, jedenfalls werde ich der Trendstärke einer Aktie zukünftig eine höhere Gewichtung einräumen wie den anderen Faktoren (KCV, KGV, Buchwert usw.)
Eigentlich helfen die Infos mir aber nicht, sie verwirren mich mehr, beziehungsweise werfen neue Fragen auf.
Warum?
Wenn es schon vollkommen ausreicht, dem Trend der Aktie zu folgen (das ist im Chart ersichtlich und braucht nicht diskutiert zu werden), benötige ich zur Verlustbegrenzung eigentlich nur ein Stopp-Loss (wahrscheinlich 10% unter Kaufkurs um nicht bei kleinen Schwingungen ausgestoppt zu werden) und ich kann freudig zusehen, wie der Kontostand wächst.
Angenommen, das klappt so einfach, damit wären ja alle Analysten einfältig, welche seitenlange Zahlenwerke studieren. So gerne ich das glauben würde, suche ich nach dem Haken, warum das gar nicht so einfach sein kann. Ein Grund, eine Datenbank für ein paar tausend Euro anzuschaffen wäre in Erwartung der sprudelnden Gewinne kein Hinderungsgrund und stände in allen Analystenhäusern.
Mein Freund ist Programmierer, nur an seinen Kerzencharts interessiert und testet seit etwa 3 Monaten sein selbst geschriebenes Programm (C++) für den realen Einsatz. Es ist am PC verlinkt und dieses kauft und verkauft selbstständig nach den eingegebenen Parametern ohne dass er am Rechner selber einwirkt.
Wir haben am vergangenen Sonntag darüber geredet, das Problem, es entstehen prozentual mehr Fehlsignale beim Kauf, (ca. 70 zu 30), aber die 30% Gewinn reichen aus, um die Fehlkäufe zu decken. Letztendlich bleiben deshalb nur magere Gewinne übrig. Er tradet zwar ausschließlich den DAX im CFD-Handel, aber im Endeffekt ist es ja das gleiche (nur eben mit Turbobeschleuniger). Ich werde mich nächste Woche mal in Ruhe damit auseinandersetzen.
Wenn deine Strategie wirklich so funktioniert, hätte ich und andere viele Jahre unnötig viel Zeit verplempert (bzw. ohne die Datenzahlen wäre das ja sowieso nicht möglich).
Nun habe ich wieder viel zum Nachdenken. (Wie würde mich doch dein Musterdepot interessieren)
Schönes Wochenende - Shane
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am 29.09.2017 18:22
Danke! Die Idee mit dem Musterdepot ist sehr gut, ich prüfe mal, ob ich sowas umsetzen kann. Meine realen Depots sind für eine Veröffentlichung nicht geeignet.
Und was soll ich sonst noch sagen? Es gibt halt technische Analyse und Fundamentalanalyse. Beiden geht es darum, Fehlsignale zu reduzieren und die Trefferquote zu verbessern. Ich bin seit über 20 Jahren an der Börse sehr erfolgreich (vermutlich nicht so lange wie Du), aber Bilanzen usw. haben mich noch nie sehr interessiert. Du hast ja (wenn ich Dich richtig verstehe) einen finanzwirtschaftlichen Hintergrund und weißt daher noch besser als ich, wie man Gewinne manipuliert.
Ich betreibe die technische Analyse auf extrem niedrigen Niveau. Keine Kerzencharts, nur lineare Schlusskurse. Keine Schulterformationen, Untertassen, Oszillatoren. Ganz altmodische Technik - siehe das Foto weiter oben. Und trotzdem funktioniert es bei mir. Sogar ziemlich gut.
Also: Beide Strategien, fundamental und technisch, sind offenbar berechtigt.
Suum cuique - oder auf Deutsch: jedem sein Schwein!
Schönes Wochenende
nmh
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am 29.09.2017 20:57
Bestimmt wäre ein Musterdepot für viele lehrreich. Leider kann ich bei einer Umsetzung nicht behilflich sein, ich bin am PC ziemlich unerfahren. Aber 10 Aktien deiner Wahl nach Trendstärke ausgewählt, gegen 10 ganz bekanntenSubstanzaktien gegenübergestellt und in einem Jahr sieht man den Unterschied zwischen den beiden Methoden.
Sozusagen ein kleiner sportlicher Wettbewerb ohne auf Besserwisserei abzuspielen. Vielleicht hätten auch andere Mitglieder Interesse ihr Können mit einem Depot einzubringen .
Glaube, das gab es in diesem Bord noch nicht, natürlich sollte vorab die Resonanz geprüft werden, ansonsten stünde der Aufwand in keinem Verhältnis.
Einige Freitrades könnte ich dem Sieger leider nicht zusagen, aber eine oder zwei Originalaktien (DIN A4) als Wandschmuck für den Sieger würde ich spendieren.
damit melde ich mich hier wieder mal ab.
Grüßle - Shane
Suum cuique - heißt das nicht "Jedem das Seine"? war mehrere Jahre Schichtführer bei der Militärpolizei (Feldjäger) und wir trugen dieses Abzeichen am Barett.
29.09.2017 21:04 - bearbeitet 29.09.2017 21:05
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29.09.2017 21:04 - bearbeitet 29.09.2017 21:05
29.09.2017 22:34 - bearbeitet 29.09.2017 22:41
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29.09.2017 22:34 - bearbeitet 29.09.2017 22:41
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am 29.09.2017 23:22
30 x 10.000 Euro, also eher für den kleinen Geldbeutel. Aber vielen Dank - ich bin sehr gespannt, wie sich dieses Musterdepot entwickelt! Wäre schon peinlich, wenn die 30 Werte jetzt alle abstürzen.
nmh
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am 29.09.2017 23:35
Hallo @nmh
Mit den 10.000 EUR-Posten lassen sich halbwegs gleichgroße Positionen
herstellen (es sei denn, man will die Berkshire-Hathaway-A-Aktie mit
hinzunehmen ).
Gruß, Pramax
Wenn schon Unsinn, dann muss es ein Kaiserschmarrn sein.
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am 30.09.2017 13:20
Super Pramax, genau so habe ich es mir vorgestellt, natürlich mit einem Startkapital, welches dem Anlagevermögen der meisten entspricht. Dazu noch 10 € für den Kauf und jeden weiteren Trade abziehen (wären hier dann 300 €) und im Gegenzug ein konservatives Depot (unter Einbeziehung der ausgeschütteten Dividenden). Vielleicht noch zwei oder drei andere Leser, welche eigene Strategien verfolgen, somit hätten alle etwas davon und nach Ende des Contestes wären wir alle etwas reicher, zwar nicht an Geld, aber an Erfahrung.
Ich bin ja ein sehr vorsichtiger Anleger und erwarte mit einer Position nur etwa 10 % Gewinn im Jahr. Diese hoffe ich durch drei 3 oder vier % Dividende und 7% Kurssteigerung zu erwirtschaften. Dachte ich ehrlicherweise auch noch bis gestern Abend. Ich habe jetzt meine Unterlagen durchgeforstet und den jährlichen Erfolg geprüft.
Die erwarteten 10% habe ich nicht erreicht, ich liege darunter. Und spät nach Mitternacht wußte ich auch den Grund dafür.
Es ist das zweite Standbeim, nämlich die Kursperformance. Es sind immer wieder ein oder zwei Werte dabei, welcher in der Gunst der Anleger fallen oder tatsächlich strukturielle Probleme haben und diese nachhaltig sind (E.ON z.B. durch den Ausstieg aus der Atomenergie). Und unter Umständen dauert es Jahre, bis eine Aktie ihren alten Stand wieder erreicht hat oder sogar neue Höhen erklimmt.
Früher habe ich in solchen Situationen außerdem noch nachgekauft, anstatt mich sofort zu trennen. (In einem Bericht habe ich einmal gelesen, der Vermögensverwalter Jens Ehrhardt hat innerhalb einer Stunde nach der Explosion der Deepwater Horizon den Bestand seiner BP komplett auf den Markt geworfen, während ich damals nachkaufte und jahrelang auf eine Kurserholung hoffte (deshalb folgte hier im Bord auch mein allererster Beitrag zu Britisch Petroleum).
Jetzt merke ich selber wieder, das ich vom Thema abweiche, bei anderen dies monieren und selber seitenlange Aufsätze schreiben.
Dabei will ich doch noch was zu ETF`s schreiben oder waren es Fonds, jedenfalls etwas, womit ich nmh ein wenig ärgern wollte (verdammte Alzheimer).
Have a nice weekend - Shane
Noch ein kleiner Nachsatz - ich bemerke, dass ich von einigen Lesern (ein Dietus scheint meine Beiträge auch gerne zu lesen), öfters ein danke erhalte. Das freut mich und bestimmt auch andere Autoren sicher immer wieder.
30.09.2017 14:10 - bearbeitet 30.09.2017 14:13
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30.09.2017 14:10 - bearbeitet 30.09.2017 14:13
Shane 1 schrieb:Früher habe ich in solchen Situationen außerdem noch nachgekauft, anstatt mich sofort zu trennen. (In einem Bericht habe ich einmal gelesen, der Vermögensverwalter Jens Ehrhardt hat innerhalb einer Stunde nach der Explosion der Deepwater Horizon den Bestand seiner BP komplett auf den Markt geworfen, während ich damals nachkaufte und jahrelang auf eine Kurserholung hoffte (deshalb folgte hier im Bord auch mein allererster Beitrag zu Britisch Petroleum).
Man kann aber auch - wie bei Aurelius (bitte klicken) - bei 40 EUR mutig nachkaufen und sich an knapp 40% Kurszuwachs in 6 Monate freuen:
Gibt's von @nmh schon einen Beitrag zu Abstauberlimits? Na klar!
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am 30.09.2017 14:33
Keine Sorge, Du ärgerst mich bestimmt nicht, wenn Du über Fonds und ETF schreibst. Denn Deinen Worten an anderer Stelle zufolge sind wir da offenbar einer Meinung!
Das Nachkaufen im Abwärtstrend ist ein typischer Fehler vieler Privatanleger. Man nennt ihn auch "Investieren nach Prof. Otte". Und damit schließt sich der Kreis zum Thema "Fonds".
Profis kaufen (und halten) Aktien dagegen nur, wenn sie steigen. Daher meine Sterne-Auswertungen.
Auch von mir ein herzliches Danke an @Dietus für seine vielen Daumen!
Schönes Wochenende an alle
nmh

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