am 10.03.2018 18:33
Hallo zusammen,
verwende seit einiger Zeit Portfolio Performance, um mein Portfolio abzubilden. Leider gibt es paar Details, die mir nicht ganz zusagen... Gibt es Alternativen? Macht es überhaupt Sinn, so eine Software zu verwenden? Wie handhabt ihr das?
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
am 28.02.2026 11:19
Hallo @Zilch
Ich möchte gerne die Desktop-Version von Portfolio Performance nutzen.
Was mir noch etwas unklar ist, ist das Anlegen der verschiedenen Konten.
Macht es Sinn, das Depot auf verschiedene Konten aufzuteilen?
Also ein Konto "Einzelaktien", ein Konto "ETFs", ein Konto "KOs", die dann in Summe das Depot abbilden?
Dann würde ja noch mindestens ein Konto "Verrechnungskonto" dazukommen.
am 28.02.2026 15:03
Ich habe in PP Konten so eingerichtet, wie sie tatsächlich existieren, in meinem Fall 2 Depots mit jeweils zugehörigem Verrechnungskonto.
Deine Wertpapiere selbst kannst du in PP auch kategorisieren, z.B. in "Aktien", "ETF Aktien Core", "ETF Aktien Satellit", "Anleihen", etc.
Diese kannst du dann auch separat in Performance-Auswertungen übernehmen.
am 01.03.2026 11:18
@Joerg78 herzlichen Dank für deine Information!
Das habe ich mir fast gedacht, war aber etwas unsicher.
Also erstelle ich pro Broker bzw. Depot je ein Konto mit je einem Verrechnungskonto.
am 01.03.2026 14:57
@Sonnenwiese schrieb:Also erstelle ich pro Broker bzw. Depot je ein Konto mit je einem Verrechnungskonto.
Du denkst zu kompliziert.
Erstelle genau die Depots und Verrechnungskonten, die es in der Realität gibt. Wenn das pro Broker jeweils genau 1 plus 1 ist, dann ist Deine Aussage korrekt, sollten es mehr sein, dann erstellst Du entsprechend mehr.
Eine virtuelle Unterteilung einzelner Depots oder auch die Zusammenfassung mehrerer Depots (ganz oder teilweise) kannst Du dann über entsprechende Attribute erreichen.
Beispiele:
01.03.2026 15:06 - bearbeitet 01.03.2026 15:07
Was man mit einer korrekten Attributierung alles machen kann, siehst Du z.B. auf diesen Screenshots. Welchen Depots (ich habe mehrere) die Wertpapiere zugeordnet sind, spielt dabei gar keine Rolle.
am 02.03.2026 11:53
Sehr geil! 😎
am 02.03.2026 16:45
Ich nutze PP seit einigen Jahren und bin sehr zufrieden, vor allem weil es OpenSource und datensparsam ist. Ich bin so ein Depotsammler und meine lokale Bankingsoftware ist bzgl. Wertpapierauswertungen sehr schwach.
Anders als manche hier empfehlen habe ich die Konten und Depots nicht so wie in der Realität angelegt (diese Perspektive habe ich in meiner Bankingsoftware bzw. im jeweiligen Internetbanking). Ich habe drei Depots angelegt: Aktiendepot, Fondsdepot und Edelmetalldepot mit einem gemeinsamen Verrechnungskonto, dass ich aber nicht nutze. Ich nutze die Funktion Käufe/Verkäufe als Einlagen/Entnahmen zu buchen; also ohne Kontobewegung. Zu Dividenden werden automatisch Entnahmen angelegt, damit das Verrechnungskonto keine Summen anhäuft.
Diese Depotstruktur, zusammen mit einer individuellen Attributierung, ermöglicht mir schöne Auswertungen. In den Attributen habe ich jedes Wertpapier einer "Strategie" zugeordnet (Value oder Growth, je nachdem aus welchem Motiv ich die Aktie gekauft habe). Besonders Spaß bereitet mir die Schnittstelle zu DivvyDiary. Dort lade ich aus PP heraus das Portfolio hoch (fiktive Credentials) und sehe dann über die Handy-App meine zu erwartenden Dividenden mit Termin, Bruttoertrag und Ex-Termin sobald ein Unternehmen eine Dividende angekündigt hat. Außerdem bekomme ich am Tag der Ausschüttung eine Pushbenachrichtigung (kann man ausschalten) und am Monatsanfang eine Zusammenfassung der kommen Divis (konfigurierbar). Auch DivvyDiary darf ich kostenlos nutzen.
Zu den Auswertungen, die ich woanders so nicht bekomme:
Dies ist meine Performanceübersicht. Sieht wild aus ist es aber nicht.
Legende:
1) Gesamtperformance
2) Performance meiner Wertpapiere (inkl. Dividende) je Region. Europa ist ex Deutschland
3) Performance der Depots (Aktien, Fonds, Edelmetalle).
4) Performance von DAX40 und S&P500 als Referenz für 2)
5) Performance je Anlagemotiv (Growth/ Value). Growth passte nicht mehr auf den Screenshot.
Ich liebe nicht nur den vertikalen sondern eben auch den horizontalen Schnitt um die Historie zu sehen. Ein neues Jahr ist einfach hinzugefügt: Spalte kopieren und einen Filter auf das neue Jahr anlegen - Fertig.
mit dieser Auswertung schaue ich mir an ob die Risiken der einzelnen Wertpapiere im angemessenen Verhältnis zur Performance stehen. Außerdem erkennt man hier gut die diversifizierende Wirkung des breit angelegten Portfolios. Der Schwarze Punkt ist das Chance/Risiko-Verhältnis des Gesamtdepots. Die drei Punkte links davon sind (v.l.n.r.) ein Overnight-ETF (Tagesgeld-Ersatz), ein Hochzinsanleihen-ETF aus Europa und zuletzt ein ETF der von sich aus auf niedrige Vola ausgerichtet ist (40/60 Aktien+Anleihen).
Den Rest mache ich in Excel, weil ich nicht alles was es gibt in PP reinwürgen will (Immobilien, Altersvorsorge etc.)