abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Put/Call Optionen

HDoc
Autor ★★
21 Beiträge
Liebe Community, ich bitte zunächst um Entschuldigung, falls dieses Thema schon irgendwo bestehen sollte. Bei mir geht es um folgendes. Ich habe zwischenzeitlich im Internet reichlich darüber gelesen, was Optionen bzw. Optionsscheine sind. Ich weiß, dass das Rechte sind, keine Pflichten usw. und wollte bei mir im Musterdepot einfach mal versuchen, z.B. bei Aktien oder einen Index auf fallende bzw. steigende Kurse zu setzen. Einfach mal, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich schaffe es leider nicht, wollte deshalb hier einfach mal fragen, ob jemand Lust hat, mich in dieser Hinsicht zu beraten oder zu unterstützen. Danke schon mal im Vorfeld!
95 ANTWORTEN

papan0el
Experte ★★
339 Beiträge

Aha, alles bestimmt kostenlos Smiley (fröhlich)

dankeschön...

GetBetter
Legende
7.871 Beiträge

@SMTcomdirect 

Könnt ihr bitte die Werbung entfernen?

SMT_Jan-Ove
ehemaliger Mitarbeiter
4.279 Beiträge

Danke dir für den Hinweis, @GetBetter!

 

Ist erledigt.

 

Beste Grüße

Jan-Ove

Ardeo
Autor ★
5 Beiträge

Hallo zusammen,

bin beim Stöbern über diesen sehr informativen Thread bzgl. Optionen und (Hebel-)Zertifikate gestolpert. Seit kurzem beschäftige ich mich auch mit diesem Thema und hatte anfänglich ähnliche Fragen wie @HDoc . Diese wurden aber eigentlich durchweg sehr gut und ausführlich beantwortet.

Ich hätte noch folgende beiden Fragen, die eigentlich miteinander zu tun haben.

Tatsächlich "auf einem Zettel" (Danke für den Tip @nmh ) habe ich mir die beiden Optionsscheine TT2LYV und TT3CYL notiert. Beide aus dem Grund, weil ich mir denke, dass der Kurs von Amazon aufgrund des nahenden Black Friday steigen wird. Der erste Optionsschein ist aktuell im Geld, der zweite aktuell (noch) nicht.

Nun meine Fragen:

  1. Ist die Auswahl aufgrund der bisher genannten Kriterien (Laufzeit, Volalität,...) nachvollziehbar oder gäbe es für das genannte Szenario besser geeignete Optionsscheine?
  2. Mein Einstiegs-Experiment bezieht sich auf das Ereignis "Black Friday". Wenn ich darüber hinaus nach möglichen Szenarien für einen evtl. Kursanstieg oder Kursanstieg einer Aktie oder anderen Basiswert suchen wollte, wo mache ich das am besten? Bisher habe ich z.B.  Nachrichten bei Finanzwebseiten gelesen oder Videos von Youtube-Kanälen geschaut. Gibt es darüber hinaus noch andere Empfehlungen?

 

Vielen Dank!

 

nmh
Legende
9.962 Beiträge

@Ardeo 

 

Herzlich willkommen in dieser Community und vielen Dank für Dein Feedback. Ich freue mich, dass meine Texte für Dich hilfreich sind.

 

Kurz gesagt: Ich rechne nicht mit einem starken Kursanstieg nur wegen Black Friday. Denn dieser Tag ist allgemein bekannt und daher bereits in den Kursen von Amazon berücksichtigt. Um einen starken Anstieg auszulösen, müsste Amazon schon sehr positiv überraschen. In den letzten 18 Monaten war die Aktie (leider) eher eine Schlaftablette.

 

Die beiden von Dir ausgesuchten Calls haben für meinen Geschmack einen zu hohen Basispreis. Für einen kurzfristigen Trade sind sie gut geeignet, aber keinesfalls für mehrere Wochen oder gar Monate.

 

Fazit: Ich rate Dir von dem Trade mit echtem Geld ab, weil ich nicht glaube, dass Amazon positiv überraschen wird. Aber gerne "auf einem Zettel" beobachten, um zu lernen! Und gerne auch mehr als nur zwei Optionen, um den Effekt genau zu studieren.

 

Wenn Du längerfristig mit Calls (Puts) arbeiten willst, solltest Du im Informer bei comdirect ("Optionsschein-Selektor") Calls/Puts wählen, deren Restlaufzeit 9 oder 12 Monate oder noch mehr beträgt. Die Optionen sollten weit im Geld liegen (Call: Basispreis viel kleiner als der Aktienkurs, Put: umgekehrt). Die Ergebnisliste sortierst Du nach der "impliziten Volatilität", und wählst dann den Schein mit der niedrigsten impliziten Vola.

 

Merke: Steigende Kurse bewirken einen Rückgang der Volatilität, fallende Kurse erhöhen die Volatilität.

Merke auch: Die Preise von Optionen (Call und Put) steigen, wenn die Volatilität steigt, und fallen, wenn die Volatilität sinkt. Daher:

 

Meine Erfahrung:

  • Um auf steigende Kurse zu setzen, eignen sich Hebelzertifikate (Turbo, MiniLong, MiniFuture usw.) besser als Call-Optionen. Denn bei steigenden Kursen fällt die Volatilität, und das drückt den Preis von Calls.
  • Um auf fallende Kurse zu setzen, eignen sich Put-Optionen besser als Hebelzertifikate, weil bei fallenden Kursen die Volatilität steigt, was den Preis des Puts zusätzlich steigert.
  • Finger weg von "Faktor-Zertifikaten" (google bitte nach "Pfadabhängigkeit")

 

Viel Erfolg!

 

Viele Grüsse aus München

nmh

 

Disclaimer: Ich habe leider kein scharfes ß auf meiner Schweizer Tastatur.

Ardeo
Autor ★
5 Beiträge

@nmh 

Vielen Dank für die wieder gut verständlichen erklärenden Worte.
Gut zu wissen, dass bei größeren(?) Unternehmen solche Tage wie der Black Friday bereits weitestgehend einkalkuliert sind.

Was wären denn dann beispielsweise geeignete Ereignisse, um auf Kursgewinne bzw. -verluste zu spekulieren? Geht das dann eher in die Richtung Quartalsberichte, Neuvorstellungen u.ä.?

Und noch zum besseren Verständnis für mich: Wie kurz ist denn aus deiner Sicht ein "kurzfristiger Trade"? Wenige Stunden, Tage, Wochen?

 

Die Unterscheidung nach steigend und fallend wie von dir beschrieben, leuchtet ein. Werde ich in meinen weiteren "Tests" einfließen lassen.

 

Grüße aus dem benachbarten Augsburg,

Ardeo

nmh
Legende
9.962 Beiträge

@Ardeo 

 

Ich "arbeite" seit über 25 Jahren mit/gegen die Börse und verfolge alle möglichen Strategien. Aus dieser Erfahrung kann ich Dir nur raten, keine kurzfristigen Geschäfte (sogenanntes "News-Trading": Geschäfts-/Quartalsberichte usw.) zu versuchen. Da spielst Du gegen Profis, die bessere Nachrichtensystem haben als Du und somit Informationen früher verarbeiten können. Sondern:

 

Nachhaltig und langfristig wirst Du viel Geld verdienen, indem Du irgendwann (einfach kaufen, wenn eben gerade Geld da ist: Zeitraum schlägt Zeitpunkt) Trendaktien kaufst und dann mit Stopkurs hälst. Der Stopkurs wird allmählich nach oben gesetzt, und die Aktie erst verkauft, wenn sie darunter fällt. Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen.

 

"Trendaktien" sind Aktien, die seit vielen Jahren, besser: Jahrzehnten gut im Kurs steigen und dabei nur selten Kursverluste haben, die dann auch nur schwach ausgeprägt sind. Solche Aktien findest Du hier in der Community in meinen "Sternelisten".

 

So, wie es sich für einen konservativen Schwaben aus Augsburg gehört!

 

Mit "kurzfristig" meine ich, dass man Wertpapiere nur wenige Tage hält. Das funktioniert nur manchmal, wenn man sich sehr intensiv mit der Börse beschäftigt.

 

Aber probiere doch mal einige Monate lang ohne echtes Geld "auf Papier", wie erfolgreich es für Dich ist.

 

nmh

 

Disclaimer: Ich habe leider kein scharfes ß auf meiner Schweizer Tastatur.

Zilch
Legende
8.174 Beiträge

Vielleicht ist ganz interessant zu erfahren, warum man ausgerechnet mit Derivaten handeln möchte? Ist Amazon als Aktie einfach nur zu teuer oder geht es um die Hebelwirkung, das heißt mehr Rendite bei gleichem Kapitaleinsatz? Oder halt irgendwo dazwischen: weniger Geld möglich aber dennoch mehr Rendite als mit Sparplan-Bruchstücken 😉

 

Ich persönlich habe bei kurzfristigen Zocks, also vom Minutenbereich bis hin zu "Gute Quartalsberichte in Aussicht", gemischte Erfahrungen. Manchmal lief es richtig gut, manchmal ging es in die Hose weil der Absprung nicht schnell genug geschafft wurde oder die Prognose nicht richtig war. Insgesamt: sehr stressig. Bei all der Hektik im normalen Leben muss ich das nicht auch noch haben.

 

Ich kann die Empfehlung von @nmh äußerst ausdrücklich unterstützen. Ich habe auf diverse Sterneaktien für die langfristige Anlage Hebelzertifikate, weil ich von langfristig steigenden Kursen ausgehe. Die Hebel sind nie über 3 und werden irgendwann bei 1,x gerollt. Höhere Hebel kann man mal für kurzfristige Spekulationen mit sehr strengem Money Management nehmen, aber ich mag es eher gemütlich. Wozu auch die Eile? Wozu gierig sein und "schnell schnell schnell"? Es ist einfacher, die langfristige Entwicklung abzuschätzen, als die kurzfristige. Und mit kleinerem Hebel hat das Zertifikat auch wesentlich mehr Spielraum bis der maximal vertretbare Verlust eintreten wird. Und der Spielraum wird benötigt.

______________________
Research alone won't ensure a profit. Your main goal should be to make money, not to get an A in How to Read a Balance Sheet. - RD

Ardeo
Autor ★
5 Beiträge

@Zilch @nmh 

Schon wieder vielen Dank an euch beide.

 

Das, was @Zilch geschrieben hat, trifft natürlich weitestgehend auch auf mich zu


@Zilch  schrieb:

Vielleicht ist ganz interessant zu erfahren, warum man ausgerechnet mit Derivaten handeln möchte? Ist Amazon als Aktie einfach nur zu teuer oder geht es um die Hebelwirkung, das heißt mehr Rendite bei gleichem Kapitaleinsatz? Oder halt irgendwo dazwischen: weniger Geld möglich aber dennoch mehr Rendite als mit Sparplan-Bruchstücken 😉

Die Möglichkeit, mit kleineren Beträgen an Unternehmen zu partizipieren, ist durchaus reizvoll. In meiner (laienhaften) Vorstellung habe ich ein Depot mit einem für meine Verhältnisse überschaubaren niedrigen dreistelligen Betrag. Damit, wenn es mal über die Theorie hinaus geht, möchte ich Derivate erwerben und erst mal unabhängig vom Zeitraum, im Optimalfall einen Gewinn erwirtschaften. Oder anders ausgedrückt: Möglichst lange über dem Depotwert von 0,00 Euro liegen.

 

Von den Sternaktien bzw. Sternlisten habe ich hier im Forum auch bereits gelesen und auch ein paar Threads dazu gefunden. Soweit ich es verstanden habe, unterscheiden diese sich ja in Bezug auf die Anlagestrategie. In einigen/allen Listen sind dann neben den reinen Aktien auch Zertifikate/Optionsscheine vorhanden, sehe ich das richtig?

Falls ja, wäre es ja auch eine Möglichkeit, sich hieran zu orientieren und in kleinen Beträgen (s.o.) zu investieren, so wie es auch @Zilch macht.

 

P.S.: Grds. bin ich zwar eher der "konservative Schwabe", aber eben kein gebürtiger ;-). Das und vielleicht/wahrscheinlich der Enthusiasmus fördert zumindest aktuell die Lust, sich mehr und auch häufiger mit dem Thema zu befassen.

 

 

Ergänzende Frage:

Um auf steigende Kurse zu setzen, eignen sich Hebelzertifikate (Turbo, MiniLong, MiniFuture usw.) besser als Call-Optionen. Denn bei steigenden Kursen fällt die Volatilität, und das drückt den Preis von Calls.

 

 Gibt es bei der Auswahl von Hebelzertifikaten auch Auswahlkriterien, die zwingend beachtet werden sollten, wie z.B. die Volatilität bei den Optionsscheinen?
Wahrscheinlich am ehesten der Spread und der Abstand zum K.O., oder?

Zilch
Legende
8.174 Beiträge

Hey @Ardeo

 

Eine Übersicht der Sternelisten findest du hier

Inklusive Erklärungen. Unbedingt die Kriterien der Listen beachten, jede ist anders und du musst die zu dir passenden raussuchen.

 

Nein, keine Zertifikate oder Hebelprodukte, nur Aktien sind enthalten. 

Woran du denkst ist vielleicht der normale Einkaufszettel, den @nmh hier ab und zu postet. Unter uns: er gibt da einfach nur an 😉 😛 und im Ernst: er streut sein Vermögen und kauft computerunterstützt sehr viele Sachen, die wir "Normalos" nicht brauchen. Ohne Computer unmöglich. Deswegen nicht nachmachen. Leg dir ein paar Sterne ins Depot und wenn du eine solide Basis hast, vielleicht durch einen World ETF unterstützt (was ich persönlich immer empfehle), kommen ein zwei Derivate hinzu. Bis dahin kannst du per Musterdepot genügend üben. Stift und Papier nicht notwendig*.

 

Zur Auswahl: Optionsscheine kompliziert, KO Zertifikate nicht. Such in der Community nach "How to" und du findest einen Beitrag wie ich auswähle.

Ganz ganz kurz erzählt: ich schaue dass ich den Abstand zum KO groß genug halte, je nachdem wie schwankungsfreudig die Aktie ist, und lasse laufen.

 

Der Spread ist bei einer langfristigen Anlage eher zweitrangig. Die Emittenten nehmen sich nicht viel. US Aktien einfach dann handeln, wenn die US Börse offen hat wenn du auf Nummer sicher gehen willst. Aber auch hier ist's bei guten Aktien eher nebensächlich.

 

Leg dir einfach ein paar Zertifikate mit Abstand zum KO von 30 bis 40 Prozent ins Musterdepot und beobachte die. 

Meine persönliche Grenze liegt bei 25 Prozent Abstand. Näher gehe ich nicht ans KO, gemütlich zum Vermögen 😉

 

Viel Spaß und Erfolg!

 

__________________

*= hochgezüchtete Computersysteme, vor kurzem neue Server geholt, und dann mit Stift und Papier arbeiten. So so, @nmh 😉 

______________________
Research alone won't ensure a profit. Your main goal should be to make money, not to get an A in How to Read a Balance Sheet. - RD