30.12.2020 12:30 - bearbeitet 30.12.2020 12:34
Liebe Freunde und Fans der Clearstream-Gebühr,
schon oft wurde hier in der Community über die 2,90 Euro* gemeckert, die man beim Kauf und Verkauf vieler Wertpapiere zusätzlich zur normalen Provision bezahlen muss, weil das Papier im Ausland gelagert ist ("Abwicklungsentgelt Clearstream").
Gute Nachrichten: Vom gemeinen Pöbel weitgehend unbemerkt hat comdirect in den letzten Tagen einen Großteil ausländischer Aktien, speziell viele Sterneaktien, von der AKV-Verwahrung** in die Girosammelverwahrung umgebucht. Bei Girosammelverwahrung fällt die Clearstream-Gebühr nicht an.
Ihr erkennt das, wenn Ihr im persönlichen Bereich -> Umsätze Euch mal die Depotumsätze (nicht die Depotübersicht, sondern die Umsätze) anschaut. Dort findet Ihr bei Aktien, die verlagert wurden, im Dezember 2020 eine Buchung, die etwa so aussieht:
Buchungstag Stück Ausführungs-
Geschäftstag /Nom. Bezeichnung WKN kurs Umsatz
| 30.12.2020 29.12.2020 | 80 | MARKETAXESS HLDGS DL-,001 | A0B897 | 288,00 € | 0,00 € |
| 30.12.2020 29.12.2020 | -80 | MARKETAXESS HLDGS DL-,001 | A0B897 | 0,00 € | 0,00 €
|
Beide Male ist als Umsatz "Null" angegeben. Das Papier (hier z.B. 80 Stücke) wird also aus dem Depot herausgenommen und sogleich in gleicher Stückzahl wieder eingefügt. Was der normale Kunde nicht sieht: mit einer geänderten Verwahrart, nämlich Girosammelverwahrung (Schlüsselnummer 004).
Bei all diesen Aktien fällt in Zukunft das Clearstream-Entgelt von 2,90 Euro* beim Kauf und Verkauf nicht mehr an.
Nach meiner Datenbank sind gut 100 internationale Aktien betroffen, davon speziell meine Sterneaktien. Ist Eure WKN auch dabei? Fragen beantworte ich gerne.
Das ist doch mal eine wirklich tolle Nachricht zum Jahreswechsel und ein schönes Geschenk für meine Leser. Herzlichen Dank an die beteiligten comdirect-Mitarbeiter.
Viele Grüße und einen schönen Jahreswechsel
aus München
nmh
_____________________
*) bis Sept. 2015: 2,00 Euro; seit Sept. 2015: 2,50 Euro; seit Feb. 2016: 2,90 Euro
**) AKV = Auslandskassenverein
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
am 28.01.2026 13:24
Dein Unmut und Ärger in aller Ehren @StevenK , aber deswegen muss man nicht gleich drei Threads damit zukleistern.
Die Comdirect ist nicht perfekt, bietet aber auch Vorteile gegenüber Mitbewerbern.
Nutze diese und für Transaktionen und andere Dienstleistungen, welche hier unpassend oder zu teuer sind, suchst Du Dir einen anderen Geschäftspartner.
Es ist eh ratsam mehrere Optionen zu haben, vor allem beim online Banking.
In Deinem Post hier mischt Du auch viele Dinge, welche nicht unmittelbar mit der Bank an sich zu tun haben.
Bei allgemeiner Unzufriedenheit über den Stand der Dinge kann man zwar einen einzelnen Partner verantwortlich machen, hilft in dem Fall jedoch wenig und nützt auch niemanden
gruss ae
am 28.01.2026 13:43
Warum soll keine Umschreibung erforderlich sein, wenn es sich um Intraday-Trades handelt? Auf Ebene Clearstream - Commerzbank gibt es hier dennoch eine Änderung.
Es wird vielleicht nie dein Name eingetragen, aber die Wertpapiere, die du verkaufst, werden ja nicht von dem gekauft, der sie dir zuvor verkauft hat. Die Abwicklung eines solchen Geschäfts erfolgt parallel.
am 28.01.2026 14:07
@StevenK schrieb:Ich folge nun nach, wobei allein die Eingangsbestätigung des Auftrages zum Depotübertrag wieder seit über 2 Wochen auf sich warten lässt, mit der Folge, dass seitdem kein Trading möglich bzw ratsam ist, da sonst ungewollte Leerverkaufspositionen entstehen könnten: toll!
Das kann nicht passieren. Sobald der Übertragungsprozess beginnt, werden die entsprechenden Positionen gesperrt. Bis dahin wäre noch ein Verkauf möglich.
Du könntest höchstens den Übertrag als Ganzes zum Scheitern bringen, wenn du zwischendurch einzelne Positionen veräußerst und dann der Übertrag abgelehnt wird.
am 29.01.2026 10:12
Es sollte jeden normal-rationalen Kunden sehr ärgern, zwangsweise (in fremdbestimmt nicht reversibler Abrechnung) für nur vorgetäuschte Leistungen zur Kasse 'gebeten' zu werden, die es - laut Deutscher Börse (als Clearstream-Betreiber informell maßgeblich) - gar nicht gibt, da sog. Streifband-Abwicklungen (wie NA-Umschreibungen) eben stets per T2-Settlement und nicht simultan erfolgen. Der Intraday-Trader taucht also im Register gar nicht auf, weil er Aktien nicht übertags hält. Das ist so, da könnte sich jeder, zumal Comdirect selbst informieren: doch Comdirect lehnte dazu jeden argumentativen Dialog dazu ab: warum wohl?! Man weiß offenbar genau Bescheid, was man da tut, und dass Kunden dagegen wenig machen können (da auch die sog. Schlichtungsstelle des Bankenverbandes sich vor Stellungnahmen pro Kunden nur drückt: diese seien wie ich zu wenig konkret, warum auch immer wird nicht erläutert...)
Nun denn, nun wollte ich als Kunden für bzw mit anderen Kunden als Community diesen Ärger ein wenig aufklärend widerspiegeln, doch oh Wunder: keiner will so recht etwas davon hören, man verteidigt lieber die Bank, mosert gegen den sich empörenden Kunden herum, weil es zB mangels Ordnung 3 Threads zum Sujet gibt, als ob ich als kleiner 'zukleisternder' Kunde dafür etwas könnte. Etwas sachgerechtere Kommentare wären da nett!
An anderer Stelle teilte ich mein Wissen anhand meiner beiden Top-"Pferde" profund mit, aber auch da gab es praktisch kein Interesse, als ob über 800% in 7 Monaten völlig irrelevant seien. Solch Urteil steht jedem frei, denn keiner muss an der Börse Geld verdienen wollen und die meisten verlieren es denn auch eher, aber dafür mache ich mir ja nicht die Mühe: folglich ärgere ich mich wieder frustrativ, statt mich dank etwas Solidarität unter uns kleinen Kunden etwas besser zu fühlen. Denn immerhin lässt Comdirect hier offene Kritik seiner Kunden zu, als ob man wüsste, dass die die Masse mangels Verstehen, Solidarität o.ä. gar nicht erreicht...? Unmut in Ehren, aber wir bezahlen gern die Zeche für ein Gelage, an dem wir nicht mal beteiligt waren? Nützt es niemand, darauf hinzuweisen? Tja, schade, aber so ist es wohl, wenn niemand was hören mag, ich gebe es hiermit auf und muss Comdirect wohl gratulieren: bei 99,9% funktionieren die genannten gewinnträchtigen Gebührenfallen bestens, sie bedanken sich gar 'herzlich', wenn sie etwas weniger abgezockt o. böse Kritiker zurecht gewiesen werden, also darf Kritik hier als irrelevant abgetan werden: oh du schöne heile Bankenwelt!
am 29.01.2026 10:26
Nein, gibt es nicht! Lass es per T2-Settlement dir einfach selbst von der Deutschen Börse mal erklären, wenn du es hier nicht verstehst: ausgetragen wird mein Verkäufer, eingetragen mein Käufer, aber nicht ich als Intraday-Zwischenhändler. Jene beiden Markt-Tn bezahlen ja (je nach Bank-Usus, dh bei Neobroker eben nicht!) auch und sachlogisch zurecht evtl. eine Gebühr. Was ich nicht verstehe: warum nicht nur du als Kunde das lieber nicht hegreifen magst, um deine Bank weiter verteidigend positiv sehen zu können. Ist das rational: wovor hast du Angst? Die Bank profitiert von ihr doppelt: du bezahlst nicht nur stillschweigend, sondern verteidigst die Abzocke gar noch lautstark. Bessere Kunden kann sie sich wohl kaum erträumen, sorry...
am 29.01.2026 10:53
Danke! Den Übertrag zum Scheitern zu bringen, wäre ja auch destruktiv, aber ich hatte en Fall des ungewollten Leerbestandes selbst beim Wechsel von Onvista zu Comdirect erlebt: plötzlich fehlten 2000 Evonik und ich musste mich damit sofort eindecken, aber aller Cash war ja weg. Bei Onvistabank gab es damals noch echt tolle Mitarbeiter: T.Magin buchte die Summe irgendwie ein, dann aus dem (via Commerzbank ja inhäusigen) Übertrag zurück und löste so das Problem kostenneutral. Onvista war für mich als Kunde inhaltlich, im Service über 20 Jahre lang die Top-Marke der Commerzbank AG, und just die wurden topdown abgewickelt. So nimmt die "Servicewüste" in Deuschland wenig Wunder: die kleinen Mitarbeiter an der Kundenfront werden einfach plattgemacht und wer als Kunde (wie ich seinerzeit) darauf hinweist, wird von irgend so einem hohen Tier dann evtl verspottet, im O-Ton: die CoBa interessiere zZ sicher nicht irgendwelche Synergieeffekte, um aus 2 Welten die eine (im Kundensinne) bessere zu zimmern, sondern nur die aktuelle Übernahmeschlacht. Deshalb schweife ich auch gern mal von der konkreten Sache ab: alles hängt schließlich (so gern man die Dinge auch unterkomplex auf sich allein verkürzt) miteinander zusammen, und am Ende hängen 'wir' (die längst kein Wir-Gefühl mehr haben und kennen) allesamt mit drin, in der Sch.... Folglich wäre es ratsam, sich auf ein Wir zu besinnen, aber ein echtes statt nur verkürzt selbstbezogenes, das kritische Selbstreflexion ausblendet, sobald sie wehtut, Wunden in unserem eitrigem Fleische verursachen könnte. So ordne ich das Problem hier sachlich ein: es schmerzt zu arg, falls man erkennt, sich über Jahre ungebührlich abgezockt lassen zu haben, also muss wie immer im beqemen Schlafbett der Unruhe stiftende Überbringer der schlechten news unwissend, boshaft, dumm sein, oder? Anders kann zumindest ich mir manch 'ungehörige' Reaktion nicht erklären, denn Infos (ferade von den 'idiota' der Familie) sind nie schlecht, erstmal an der Quelle (Deutsche Börse) nachzuprüfen, statt schnell abzutun usw. Oder ich bin eben irre und das ist alles falsch...
29.01.2026 12:13 - bearbeitet 29.01.2026 12:14
29.01.2026 12:13 - bearbeitet 29.01.2026 12:14
@StevenK schrieb:
Als kleiner, nahezu ohnmächtiger Bürger kann man nur einzeln mit den Füßen abstimmen, andere eine Spur informieren und für sich seine Wunden lecken, so lächerlich dies insgesamt auch alles ist: so ist die 'Realiät', in der 'man' zu leben hat: meist fingiert, manipuliert oder simulativ. -
Das ganze Gesülze ist ja herzerweichend. 😫
Du bist dir sachlich/ fachlich zwar verbal sehr sicher, eine direkte Auseinandersetzung mit der Bank scheust du aber dennoch.
Der Ombudsmann vertritt nach deiner Aussage sowieso nur die Interessen der Bank und nimmt deinen „Fall“ gar nicht erst an und Gerichte fällen per se intransparente Urteile.
Folglich bleibt nur ohnmächtiges Jammern.
Glückwunsch zu dieser „Lösung“
am 29.01.2026 15:22
Nö
am 13.02.2026 12:28
Stimmt, wenn alle Anderen wie du offenbar liebend gern zuviel bezahlen, stößt eine kritische Stimme nur auf taube Ohren und alles bleibt beim Alten hier, ausser bei mir, denn der Wechsel ist längst in Gang: und zum guten Schluss wurde wieder dubiose "Gebühren der Lagerstelle" abgerechnet, ohne deren Abrechnung oder Benennung: einfach, weil man es als Bank kann! Scalable aber berechnet keine einzige all dieser zusätzlichen Gebühren und die BaFin erklärt, dass Depotüberträge für Kunden kostenfrei sein müssen. Rechthaben vs Rechtbekommen: wer wollte über Jahre lang voll Kosten, Stress und Ärger Klage erheben, dies Kalkül der Bank geht auf. Zum Glück bin ich nun Ende des Monats da raus...
am 27.02.2026 13:46
So, nach dem WE bin ich weg, rausgegangen. Werden so rational, reell Probleme gelöst? Nur auf Kosten der unterlegenen Seite, nicht miteinander, leider! Hätte sich hier eine solidarische Gruppe konstruktiv zs gefunden, vllt wäre was Positives herausgekommen, organisieren lassen. So bezahlt ihr halt weiter o.g. oder andere Gebühren, deren Kostengrundlage fehlt. Macht das echt Spaß? Ok, euer Ding.