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Erfahrungen mit Börsenbriefen: Proffe, Maydorn, Tenbagger u.a.

ChrisTh
Experte
81 Beiträge

Hallo,

 

ich würde gerne Erfahrungen mit Börsenbriefen diskutieren.

 

Wer von verfolgt schon länger Börsenbriefe wie Proffe Newcomer, Trenddepot, Optionsschein-Trader, Maydorn Report, Bernecker, Hot Stock Report, Tenbagger etc?

 

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Börsenbrief über mehrere Jahre hinweg, insbesondere in Korrekturphasen?

 

Ich finde einen Börsenbrief interessant, wenn ich davon lernen kann, d.h. die enthaltenen Informationen sind aktueller, als die ich mir selbst zeitaufwendig besorge, und somit die Entscheidungen nachvollziehbar.

 

Bei Interesse teile ich auch gerne eigene Erfahrungen mit Börsenbriefen mit. Ich bin zwar erst seit ca. 10 Monaten an der Börse aktiv, beobachte und teste aber so viel wie mir möglich ist.

 

Ich habe hier Suchfunktion genutzt, aber recht wenig gefunden. 

 

Gruß

342 ANTWORTEN

Hollyzwei
Autor
3 Beiträge

 

Danke, @Hollyzwei , für den Erfahrungsbericht. Beim Steuerthema muß ich Proffe in Schutz nehmen: es wird deutlich kommuniziert und (meiner Meinung nach schlüssig) dargelegt, warum die Berechnung 'brutto' erfolgt. Die Teilnehmer, die tatsächlich die Zielsumme von 1 Million anpeilen (oder mit höherem Startkapital eine höhere Endsumme erreichen wollen) werden sowieso eine günstige steuerliche Gestaltung gewählt haben, so daß sie quasi die Proffe-Brutto-Rendite erreichen. 

 

Mir scheint so, als würde hier jemand im Auftrag des Proffe-Team agieren, um den Karren immer wieder aus dem Dreck zu ziehen 🤔

die Steuer war nie ein Thema im Vorfeld, was natürlich aus bekannten Gründen nachvollziehbar sein kann, aber wenn man jetzt ein reales Livedepot zu dem Dienst führt, merkt man erstmal wie extrem die Performance dadurch leidet und deswegen muss dort zwingend im Vorfeld drauf hingewiesen werden.

das ist seriös!!!


hätte ich mein Bruttogehalt zur vollen Verfügung, wäre mein Leben auch so schön bunt wie die von Herr Proffes schön dargestellten Performer Charts 😁

 

Hollyzwei
Autor
3 Beiträge

 

Warum regt dich das auf? Für mich es es vollkommen nachvollziehbar, daß einige Teilnehmer nach einem Jahr erkennen, daß der Investmentstil nicht zu ihnen passt. Es ist nichts Ehrenrühriges dabei, bewusst auszusteigen. Genauso kann ich nachvollziehen, daß die Nachzügler, die beim Start nicht zum Zug gekommen sind, nun eine Chance auf die freigewordenen Plätze haben. 

 

Wichtig: es gibt keinen Grund für Neid. Die Neueinsteiger nehmen den 'Alten' nichts weg und deine zukünftige Performance bleibt vollkommen unberührt.


Das gibt es einen ganz einfachen Grund. Wenn es so wie es immer wieder von Herrn Proffe dargestellt wurde, wir alle zusammen auf eine Reise gehen und alle zusammen in einem Boot sitzen, entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, welches Vertrauen aufbauen soll und psychologisch natürlich eine ganz andere Wirkung hat, um Kunden zu gewinnen, als wenn ich alle paar Stunden irgendwo anlege um neue Passiere raufzuholen. Klassische psychologische Spielchen, die immer wieder von Abzockern genutzt werden.

Wenn man einmal äußert der Börsendienst bleibt von Anfang an ein geschlossener Kreis, dann muss man sich daran halten! Egal welche Performance geleistet wurde oder welche Befindlichkeiten viele Mitglieder haben, die Herr Proffe auch als so „erfahrener“ Börsenguru hätte auf jeden Fall vorhersehen müssen 😉

dg2210
Legende
8.311 Beiträge

@Hollyzwei  schrieb:

 

Danke, @Hollyzwei , für den Erfahrungsbericht. Beim Steuerthema muß ich Proffe in Schutz nehmen: es wird deutlich kommuniziert und (meiner Meinung nach schlüssig) dargelegt, warum die Berechnung 'brutto' erfolgt. Die Teilnehmer, die tatsächlich die Zielsumme von 1 Million anpeilen (oder mit höherem Startkapital eine höhere Endsumme erreichen wollen) werden sowieso eine günstige steuerliche Gestaltung gewählt haben, so daß sie quasi die Proffe-Brutto-Rendite erreichen. 

 

Mir scheint so, als würde hier jemand im Auftrag des Proffe-Team agieren, um den Karren immer wieder aus dem Dreck zu ziehen 🤔

die Steuer war nie ein Thema im Vorfeld, was natürlich aus bekannten Gründen nachvollziehbar sein kann, aber wenn man jetzt ein reales Livedepot zu dem Dienst führt, merkt man erstmal wie extrem die Performance dadurch leidet und deswegen muss dort zwingend im Vorfeld drauf hingewiesen werden.

das ist seriös!!!

 


Screenshot_20260824_200522.pngScreenshot_20260824_200522.png

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

infosearch
Experte ★★
284 Beiträge

@dg2210 

"Mit einer Optionschein-Strategie ist das nicht 'ambitioniert', sondern ziemlich konservativ. Das letzte Comback-Paket hat in knapp 5 Monaten mehr als 87% gemacht, einzelne Optionscheine brachten zwischen 130% und 382% in maximal 6 Monaten."

 

Bist du da jetzt live dabei?

Wenn ja, dann gönne ich es dir...

Wenn nicht und alles nur vom hören-sagen, dann zählt es für mich überhaupt nicht....

klar kann man mit irgendeiner Variante von OS oder Hebel, oder CFD oder sonstwas auch xxx Prozent machen .... aber ist das eins zu eins umsetzbar und lässt sich das überprüfen?

Das ist die entscheidende Frage für mich, da ich bisher niemanden getroffen habe, der sich auf eine Prüfung einlässt....

hinterher zu sagen ich habe (ähhhm hätte) zu xy gekauft und dann zu yx verkauft ist ja davon abhängig, ob meine Order mit genau diesem Kurs ausgeführt worden wäre...

da ist mir der Gedanke an hätte, hätte Fahrradkette direkt gekommen...

 

übrigens , wenn jemand mit 87% in 5 Monaten unterwegs ist, dann hat man doch recht schnell ausgesorgt, also vorwärts immer, rückwärts nimmer... all in...

 

dg2210
Legende
8.311 Beiträge

@infosearch  schrieb:

@dg2210 

"Mit einer Optionschein-Strategie ist das nicht 'ambitioniert', sondern ziemlich konservativ. Das letzte Comback-Paket hat in knapp 5 Monaten mehr als 87% gemacht, einzelne Optionscheine brachten zwischen 130% und 382% in maximal 6 Monaten."

 

Bist du da jetzt live dabei?

Nein, wie ich schon mehrfach hier in der Community betont habe, ist mir der Proffe-Investmentstil zu ruppig (*). Ich gönne aber jedem, der durchhalten kann, seinen Gewinn.

 

(*) Das bedeutet: wenn das Depot wieder mal 70% oder 80% unter dem letzten Hoch liegt, dann bin ich eine Woche lang 'schlecht drauf', worunter v.A. mein Umfeld und meine Arbeit leidet. Das ist es mir nicht wert.

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

dg2210
Legende
8.311 Beiträge

@Hollyzwei  schrieb:

 

 


Das gibt es einen ganz einfachen Grund. Wenn es so wie es immer wieder von Herrn Proffe dargestellt wurde, wir alle zusammen auf eine Reise gehen und alle zusammen in einem Boot sitzen, entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, welches Vertrauen aufbauen soll 

Ich kann und werde niemands Gefühle bewerten. Grundsätzlich rate ich dringend davon ab, finanzielle Entscheidungen nach Gefühlen zu treffen.

 

 

 

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

Casi
Autor ★★★
47 Beiträge

Ich bin live dabei. Danke an dg2210 zur von Hollyzwei vorgebrachten Kritik bezüglich der Nichtberücksichtigung der Kapitalertragsteuer bei der Berechnung der Performance durch Proffe. In der Tat ist die reale Performance aufgrund der Steuer niedriger, und damit auch aus meiner Sicht unbefriedigend, aber man muss Proffe zu Gute halten, dass er sowohl im Vorfeld, als auch bei der Auftaktveranstalung am 12. September 2025 in Stuttgart, an der ich wie hier berichtet teilgenommen habe, als auch bei nachfolgenden Webinaren ausdrücklich gesagt hat, dass er die Steuer nicht berücksichtigt, und zwar deswegen, da seine Kunden in unterschiedlichen Ländern sitzen und zum Beispiel auch er selbst nicht in Deutschland wohnt. Letztlich wird auch die Performance von Investmentfonds und ETF üblicherweise vor Steuern berichtet.

 

Zum 21.08.2028 (vor Börseneröffnung) sieht das Depot wie folgt aus:

Gesamt-Depot inkl. Cash Bestand: 34.313,88 €
davon Cash Bestand: 4.511,35 €
Gesamt-Performance seit Depot-Start am 12.09.2025: 14,38%

Dabei sind nicht berücksichtigt:

  • Die an Proffe zu zahlende Gebühr von 2.999 Euro fürs erste Jahr bzw. 3.398 Euro fürs zweite Jahr, 
  • wie hier diskutiert die Kapitalertragsteuer und
  • die Bankgebühren.

Wenn man diese Kosten und Steuern berücksichtigt, dann schließt das erste Jahr mit einem Verlust, ab - und dass, obwohl es keine Baisse und keinen Börsencrash gab. Zum Beispiel stieg im vom 12.09.25 bis heute der NASDAQ-100 von 24.092 um 20,5% auf 29.023 Punkte. Mit einer sinnvollen Auswahl von Basiswerten durch Proffe plus Einsatz eines Hebel von 3 bis 4 wie im PTDP hätte die Performance also mehr als 20,5% betragen sollen. 

 

Das ist doch der Kern, worum es in einem Börsendienst geht. Man zahlt die Gebühr für eine gute Auswahl von Basiswerten, gegebenenfalls eine gute Auswahl von Hebelprodukten und für ein Risikomanagement, das einen Totalverlust und möglichst auch größere Drawdowns verhindert.

 

Natürlich verspricht der Herausgeber große Wertsteigerungen und das Erreichen der Million Euro in der Zukunft, aber den Beweis, dass seine Strategie funktioniert bleibt er schuldig.  In der PTDP-Strategie ist (offensichtlich zur Renditeoptimierung) jedes Risikomanagement ausgeschaltet. Wenn die Strategie in einem Zwölfmonatszeitraum, in dem der NASDAQ-100 um 20,5% gestiegen ist, nicht funktioniert, was wird erst passieren, wenn es an den Börsen einmal 10%, 20% oder 40% heruntergeht?

 

 

Casi_0-1787601033255.pngCasi_0-1787601033255.png

 

infosearch
Experte ★★
284 Beiträge

@Casi 

danke für dein Statement!

"Wenn man diese Kosten und Steuern berücksichtigt, dann schließt das erste Jahr mit einem Verlust, ab - und dass, obwohl es keine Baisse und keinen Börsencrash gab. Zum Beispiel stieg im vom 12.09.25 bis heute der NASDAQ-100 von 24.092 um 20,5% auf 29.023 Punkte. Mit einer sinnvollen Auswahl von Basiswerten durch Proffe plus Einsatz eines Hebel von 3 bis 4 wie im PTDP hätte die Performance also mehr als 20,5% betragen sollen. "

genau in diesen Sätzen steckt des Pudels Kern, mehr braucht man nicht zu sagen und ich bin immer noch der Meinung auch nicht dafür bezahlen...

im Nasdaq sind ja nur 100 Werte (ok mit Spacex auch mal 101) aber es gibt ja genug Statistiken, welche Werte die großen Indizes seit Jahren ziehen, da sollte man als Bezahldienst auch irgendwie richtig liegen können und ordentlich ins Plus kommen....

wenn dann die Gebühren den größten Teil auffressen, dann versuche ich mein Glück lieber selber...

 

 

und nochmal, wenn das Muster im Plus ist, dann muss ich auch im Plus sein, egal welche Steuer da berücksichtigt werden muss, sie kann ja nicht bei 100 Prozent sein.... glaube ich zumindest...

infosearch
Experte ★★
284 Beiträge

@dg2210 

danke für die Klarstellung

CurtisNewton
Legende
5.834 Beiträge

@infosearch  schrieb:

...

 

 

und nochmal, wenn das Muster im Plus ist, dann muss ich auch im Plus sein, egal welche Steuer da berücksichtigt werden muss, sie kann ja nicht bei 100 Prozent sein.... glaube ich zumindest...


Du musst aber von dem Plus noch die 3000 Euro für den Börsenbrief und die Ordergebühren abziehen.

 

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"Video meliora proboque, deteriora sequor"