27.05.2026 14:23 - bearbeitet 27.05.2026 14:25
Ich bin grundsätzlich zu faul für Börsenbriefe und/oder ad hoc Nachrichten. Bis ich was kapiert oder bemerkt habe, ist das schon dreimal eingepreist.
Ich richte meine (langfristigen) Investitionen immer nur nach dem langfristigen, gesellschaftlichen Flow aus.
Und der scheint mir in den kommenden Jahren eher so zu sein, dass niemand niemandem mehr traut. Jeder der Blöcke USA, China, Europa, Russland fertigt für sich selbst und versucht möglichst keine fremden Bauteile mehr einzusetzen.
Für Europas Rüstungshersteller gilt es deswegen (m.E.) auf ganz lange Sicht, die vierfache Lücke zu schließen:
Diese Lage ist wirklich unschön, aber die Tür zuzuschließen ist sicherer, als die Augen zu schließen.
Rheinmetall ist mir auch mittlerweile zu ausgelutscht, aber ich habe mir eine sehr robuste Position folgender Aktien angelegt:
Nicht an der leider notwendigen Aufrüstung zu verdienen, bedeutet ja nicht, dass man automatisch ein besserer Mensch ist.
hx.
am 28.05.2026 18:55
zum Thema Rüstung: dass Europa und EU die letzten Jahre / Jahrzehnte Rüstung vernachlässigt und zurückgebaut hat, ist ja bekannt. Jetzt steht durch den Iran-Krieg auch noch die Waffengewalt schlechthin (USA) vermutlich 3 Jahre ohne die wichtigsten Waffen dar. Ich sehe weiterhin massives Potential bei allen Rüstungsaktien/ETF weltweit. Auch wenn das KGV und die Unkenrufe zunehmen und natürlich das schlechte Image und die Moral (Waffen töten Menschen), ich bleibe bei diesem (leider zynischen) Rüstungstrend stark investiert. Die anderen Trends (Space/Luxus/Abnehmen/Vape/KI) sind moralisch und nachhaltig auch nicht wirklich viel besser. Ich bin an der Börse um Geld zu verdienen und habe auch privat einen Job, der nicht gerade der Umwelt dienlich ist - wenn Umweltaktien/ETF wieder boomen, kaufe ich diese.
Quelle focus:
Mit dem Angriff auf den Iran am 28. Februar 2025 gehen den USA die Vorräte an Waffen aus. Mindestens drei Jahre soll es dauern, bis dieser Bestand wieder aufgefüllt sein wird. Das berichtet die US-amerikanische Nachrichtenagentur „AP News“ unter Berufung auf eine Analyse des Center for Strategic and International Studies (CSIS), eines Thinktanks in Washington.
Konkret soll es dabei, wie „AP News“ berichtet, um die drei wichtigsten Waffensysteme gehen, die im Iran-Krieg häufig verwendet wurden. Darunter etwa Tomahawk-Raketen. Laut der Analyse von CSIS wurden mehr als 1000 dieser Raketen von den USA auf den Iran abgefeuert. Hersteller dieser Raketen, „Raytheon“, will seine Produktion verfünffachen. Bis Ende 2030 soll damit der Vorkriegsbestand wieder erreicht werden. Obwohl viele Unterlagen des Pentagon vertraulich sind, gelang CSIS die Analyse.
USA gehen die Waffen aus: Chinas Kriegsambitionen werden zum Problem
Die Lücke von drei Jahren kann für die USA zum Problem werden: China verfolgt das erklärte Ziel, bis 2027 sicherzustellen, dass sein Militär Taiwan notfalls mit Gewalt einnehmen kann. Experten sehen dies eher als ambitioniertes Ziel denn als strikte Frist. Der chinesische Präsident Xi Jinping warnte jedoch diesen Monat, dass es zu einem Zusammenstoß oder gar einem offenen Konflikt zwischen den USA und China kommen könnte, sollte Washington die Beziehungen zu der selbstverwalteten Insel falsch handhaben.
Grüße 🙈🙉🙊
am 28.05.2026 19:29
@Monkeypapst schrieb:........
Ich bin an der Börse um Geld zu verdienen und habe auch privat einen Job, der nicht gerade der Umwelt dienlich ist - wenn Umweltaktien/ETF wieder boomen, kaufe ich diese.
Apropos, die sog. Umweltaktien/ ETFs generieren schon seit über einem Jahr Renditen abseits 100% und mehr. Der Amundi Hydrogen sogar seit mehreren Jahren. Defense wurde aktuell um Längen abgehängt......
Aus:
am 28.05.2026 19:53
nicht falsch verstehen, ich bin auch in Umweltaktien investiert - z.B. in Veolia Environment WKN 501451, das mir seit langer Zeit Freude ins Depot bringt.
Grüße 🙈🙉🙊