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Amundi - LYX0AG - WTF??

Infinity
Experte
84 Beiträge

Hallo zusammen,

 

da ich keinen Thread zum Thema gefunden habe, zumindest nicht direkt - mache ich diesen hier mal auf. Ich weiß schon, dass hier niemand helfen kann - ich will, ehrlich gesagt, hauptsächlich mal meinem Ärger Luft machen. Und da dieser ETF jahrelang ein absoluter Standard-Kandidat hier im Forum war, bin ich ja sicher nicht die Einzige, der es so geht.

 

Als ich hier damals - naja, in 2019 - angefangen habe, war dieser ETF mein erstes Core Invest. Damals noch bei Lyxor. Da wir uns in der Nullzinsphase befanden und es nirgendwo anders überhaupt Geld fürs Anlegen gab, war es absoluter Goldstandard, zunächst einen Ausschütter zu besparen bis dieser jährlich den Steuerfreibetrag ausschüttet, um anschließend auf einen Thesaurierer zu wechseln um fortan die Steuerstundung zu nutzen.

 

Tja, als dieses putzige Kerlchen dann aber von Amundi übernommen wurde, haben die den frecherweise einfach von "ausschüttend" auf "ausschüttend ODER thesaurierend" umgestellt. Das war in den letzten Jahren nicht von Relevanz, hat er doch einfach brav ausgeschüttet.

 

Das hat sich Amundi für letztes Jahr nun aber offensichtlich anders überlegt. Zunächst hatte ich mich noch gefragt, warum die Ausschüttung 2025 im Vergleich zu 2024 so stark gesunken ist. Aber gut - Börsen waren turbulent, Trumpeltier, Zollchaos, Kriegsfantasien - you name it. Da kann es ja schon mal weniger Dividende geben.

 

Tatsächlich hat Amundi sich aber überlegt, doch einfach eine geringere Ausschüttung vorzunehmen und einen Teil zu thesaurieren. Ja vielen Dank auch für das Rasieren meines Freistellungsauftrags. Da denkt man sich was dabei, versucht Cashflow und Steuern zu optimieren und bekommt dann erstmal einen reingedrückt. 

 

Nun gut. Ich habe mich aus Gründen der Unbezahlbarkeit der Vorabpauschale aus einem Teilzeiteinkommen irgendwann in 20 Jahren - bei dann hoffentlich schön großen Depots - gerade ohnehin dazu entschieden von Thesaurierern wieder Abstand zu nehmen. Ausschütter arbeiten da sauberer und wesentlich nachvollziehbarer als diese Black Boxen bei denen ich später mal hoffen muss, dass die bereits geleistete Steuer auch korrekt berücksichtigt wird. 

 

Ärgerlich finde ich es aber allemal. Für die Thesaurierer, die ich nach Erreichen der Zielgröße dieses Pseudo-Ausschütters bespart habe, hätte mein Freibetrag noch etliche Jahre ausgereicht für die Vorabpauschale - ganz ohne, dass ich echtes Geld für fiktive Gewinne aus meinen laufenden Einnahmen nachschießen muss oder Sparraten reduzieren muss, um irgendwelche Fantasiesteuern zu bezahlen (unter der Prämisse, dass ich sie jetzt eben liegen lasse und wieder auf Ausschütter setze). Da Amundi nun aber entschieden hat, meinen strategisch gewählten ETF in eine Wundertüte zu verwandeln, muss ich künftig sehen wie ich mit meinem Freistellungsauftrag jongliere. Na danke dafür.

 

Besten Dank fürs Luftablassen. Falls sich hier noch jemand anschließen möchte, immer raus damit. Kann doch nicht sein, dass ich die Einzige bin, die sich über diese Willkür ärgert?

 

Liebste Grüße 😉

27 ANTWORTEN

Morgenmond
Mentor ★★★
2.602 Beiträge

@dg2210  schrieb:

...

 


In diesem  Szenario liegt das Problem auf Anlegerseite. Wer signifikante Bestände eines einzelnen ETFs/Fonds im Privatvermögen hält, hat ein viel größeres Problem als eine schwankende Ausschüttung.

 

 


...

Jetzt machst du mich aber neugierig.

Welches "viel größere Problem" meinst du denn ?

Und jetzt komm nicht mit der Wegzugsbesteuerung, weil die ja nur eine kaum wahrnehmbare Randerscheinung ist 😉

dg2210
Legende
8.107 Beiträge

@Morgenmond  schrieb:

@dg2210  schrieb:

...

 


In diesem  Szenario liegt das Problem auf Anlegerseite. Wer signifikante Bestände eines einzelnen ETFs/Fonds im Privatvermögen hält, hat ein viel größeres Problem als eine schwankende Ausschüttung.

 

 


...

Jetzt machst du mich aber neugierig.

Welches "viel größere Problem" meinst du denn ?

Du bist wohl noch nicht lange in der Community 😉 ...Das Thema wurde hier schon mehrfach vertieft behandelt, die Suchfunktion hilft!

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

RoboTrend90
Experte
112 Beiträge

@Morgenmond @Silver_Wolf

 

Ich vermute @dg2210 meint das FiFo-Prinzip. Und da hat der Meister der Kurzbeiträge natürlich nicht ganz unrecht mit, wenn die überwiegenden Zuflüsse aus einem jahrzehntelangen Sparplan existierten. 

Die Rede ist also davon, mal so alle 10 Jahre das Pferd zu wechseln, bevor die billigsten Anteile zuerst verkauft und der Gewinn entsprechend besteuert werden müssen. 

Silver_Wolf
Legende
5.615 Beiträge

Ach was.

Da macht man einfach einfach einen Depotübertrag und verkauft die neuesten Anteile.

RoboTrend90

Wäre auch nicht verkehrt. Eine weitere oder eine kombinierte Methode neben / mit einem Wechsel des ETFs...

Silver_Wolf
Legende
5.615 Beiträge

@RoboTrend90  schrieb:

Wäre auch nicht verkehrt. Eine weitere oder eine kombinierte Methode neben / mit einem Wechsel des ETFs...


Ein Wechsel des ETF ist vollkommen unnötig sofern sich dessen Performance im Vergleich zur Konkurrenz nicht verschlechtert hat.

Morgenmond
Mentor ★★★
2.602 Beiträge

@RoboTrend90  schrieb:

@Morgenmond @Silver_Wolf

 

Ich vermute @dg2210 meint das FiFo-Prinzip. ..


Auch das FIFO Prinzip sehe ich nicht als größeres Problem. Ist nur etwas Aufwand.

 

Naja, keine (echte) Antwort von @dg2210 ist auch eine Antwort.

Schade.

 

Gruß Morgenmond 

 

 

Infinity
Experte
84 Beiträge

@Morgenmond Ich kann hier nur mutmaßen, aber nach dem, was er im Altersvorsorgedepot-Thread so raushaut, vermute ich, dass er alle für blöd hält, die als Core Invest auf ETFs setzen anstatt mit wilden Hebelzertifikaten Trenddepots aus sauteuer abonnierten Börsenbriefen nachzubauen. Dementsprechend haben Menschen, die eine größere Position eines Welt-ETFs besitzen, ein "Problem" 😉