am 13.05.2026 22:15
Liebe Leser, liebe Leserinnen,
in den vergangenen Tagen hatte ich etwas mit meiner Karte bezahlt, da mein Girokonto immer nahezu leer ist und das Geld auf dem Tagesgeldkonto ist überwies ich es auf das entsprechende Girokonto und führte dann die Zahlung durch.
Anschließend habe ich dann den als Verfügbaren Betrag (eigentlich hätte dort mein Kontostand minus der gezahlte Betrag sein müssen) wieder auf mein Tagesgeld, aber wie sich herausstellte, stimmte der angezeigte und eigentlich verfügbare Betrag nicht.
Das bedeutet das mein Konto jetzt 2 Tage in der geduldeten Vertraglichen Kontoüberziehung war, obwohl ich das Geld eigentlich hatte, nur woanders. Jetzt habe ich das durch Zufall gesehen und ausgeglichen.
Was ich jetzt aber nicht verstehe:
- Warum habe ich keine Push-Benachrichtigung bekommen?
- Ich hatte Email-Benachrichtigungen nicht aktiviert, sehe aber da auch keine Funktion zur Benachrichtigung!
- Und am wichtigsten, wenn mein Konto für einen Betrag nicht gedeckt ist, wird normal, wenn ich das richtig in Erinnerung habe die Zahlung nicht zugelassen, evtl hatte ich da keine geduldete Überziehung, aber warum kann zumindestens nicht eine Warnmeldung kommen?
Ich finde das frustrierend, selbst wenn sich das jetzt maximal nur um mittlere Centbeträge handelt, weil das eigentlich vermeidbar gewesen wäre.
MfG
am 14.05.2026 01:12
@Wara475 schrieb:
in den vergangenen Tagen hatte ich etwas mit meiner Karte bezahlt, da mein Girokonto immer nahezu leer ist und das Geld auf dem Tagesgeldkonto ist überwies ich es auf das entsprechende Girokonto und führte dann die Zahlung durch.
- Und am wichtigsten, wenn mein Konto für einen Betrag nicht gedeckt ist, wird normal, wenn ich das richtig in Erinnerung habe die Zahlung nicht zugelassen, evtl hatte ich da keine geduldete Überziehung, aber warum kann zumindestens nicht eine Warnmeldung kommen?
Wäre es dir lieber wenn du im Markt an der Kasse stehst und die Kartenzahlung dann abgelehnt wird?
Das ist doch eher peinlich.
Man kann doch wohl nach Einkäufen am Ende des Tages den notwendigen Betrag umbuchen?
Und eben nicht blind zurück buchen wenn die Belastungen noch gar nicht gebucht sind.
am 14.05.2026 01:58
Ich habe ja extra befor ich zahle den entsprechenden Betrag verschoben, damit sie Zahlung nicht abgelehnt wird, es geht bei dem Beitrag um die Zeit nach dem Bezahlen, wenn das Geld wieder zurück soll.
Wenn mit meiner Karte zahle, wird der Betrag in dem Moment, indem ich zahle, der Betrag auf meinem Konto entweder reserviert und die Zahlung wird vor Ort bestätigt oder eben abgelehnt und nicht reserviert, dementsprechend sollte der Betrag sofort entsprechend reserviert sein.
Und die Aussage "am Ende des Tages" funktioniert in dem Fall auch nicht, den ich hatte zwischen den Einkäufen und dem zurückbuchen 4 Tage...
am 14.05.2026 06:07
Hallo und herlzlich willkommen @Wara475!
Ich kann Deinen Frust durchaus nachvollziehen — insbesondere wenn man glaubt, genügend Geld gehabt zu haben und dann trotzdem plötzlich eine geduldete Überziehung auftaucht.
Allerdings ist das Thema technisch und buchhalterisch deutlich komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint.
Der entscheidende Punkt ist nämlich:
Eine Kartenzahlung besteht vereinfacht gesagt aus mindestens zwei getrennten Schritten:
1. Autorisierung / Reservierung: Die Karte wird geprüft und der Händler erhält eine Zahlungszusage.
2. Tatsächliche Buchung / Belastung (inkl. Valuta): Erst später wird die Zahlung final eingereicht und tatsächlich verbucht.
Und genau zwischen diesen beiden Zeitpunkten liegt oft das Missverständnis.
Viele Kunden gehen, so wie Du, intuitiv davon aus: „Wenn die Zahlung erfolgreich war, dann ist der Betrag doch sofort endgültig weg.“
Technisch stimmt das aber nicht zwingend.
Denn wann die endgültige Belastung erfolgt, hängt nicht nur von der Bank ab, sondern auch vom Händler, dessen Zahlungsdienstleister, den Kartennetzwerken usw. Manche Händler reichen Zahlungen praktisch sofort ein, andere erst Stunden oder sogar Tage später.
Deshalb ist der „verfügbare Betrag“ häufig eben keine mathematisch harte Garantie, sondern eher „Nach aktuellem Kenntnisstand vermutlich verfügbar.“
Und genau deshalb wird das Ganze schwierig, wenn man das Girokonto absichtlich sehr knapp hält und Geld ständig zwischen Tagesgeld und Giro hin- und herschiebt.
Dann braucht man praktisch ein eigenes Liquiditätsmanagement: vorgemerkte Umsätze berücksichtigen, erwartete Abbuchungen im Blick behalten, Kartenreservierungen mitdenken - und eben nicht nur auf den aktuell angezeigten Kontostand schauen.
Die Forderung nach besseren Warnungen oder transparenteren Anzeigen finde ich dabei durchaus legitim.
Aber die Erwartung „Die Bank muss zuverlässig verhindern, dass ich durch zeitversetzte Kartenbuchungen kurzfristig ins Minus gerate“
ist technisch leider deutlich schwieriger umzusetzen, als es zunächst wirkt. Besonders der Punkt "Autorisierung / Reservierung" macht es schwierig.
Ich weiß das bestens aus dem Alltag: ich tanke immer wieder bei einer Automaten-Tankstelle bei der zuerst ein Betrag autorisiert und reserviert wird. Die verlangten 150€ gebe ich dafür am Terminal der Tankstelle frei. Danach erfolgt der Tankvorgang mit dem Betrag X (jedoch zwangsläufig max. bis zur Freigabe). Im Anschluss erfolgt neben der Reservierung auf dem Konto auch noch die Buchung des tatsächlichen Betrags während die Reservierung bestehen bleibt. Die Reservierung wird erst einige Tage später gelöscht. Ich weiß das - die Bank kann das nicht wissen...
Das, was Du forderst, ist für die Bank daher eben nicht so trivial wie Du es Dir vorstellst - besser bekommt man das hin, wenn man das selber macht und dabei auch gleich die wiederkehrenden Umsätze (wie z.B. Miete, Abschlag für Strom, Wasser etc.) gleich mitbeachtet.
Das geht hervorragend, indem man eine entsprechende Tabelle führt und dort, analog zu einem Haushaltsbuch, alle (erwarteten) Umsätze vorab als Schattenbuchung anlegt und nach erfolgter Buchung diese löscht. Dabei natürlich Valuta beachten 😉
Gruß Crazyalex