am 29.01.2026 07:44
Guten morgen,
ich habe heute früh zwei Überweisungen in Echtzeit von zwei unterschiedlichen Banken auf mein Comdirect Girokonto ausgeführt.
Bei den abgehenden Konten wurde der Betrag abgebucht, bei der Comdirect aber nicht gut geschrieben.
Das die Überweisungen von der ING und von der Raiffeisenbank kommen, gehe ich nicht davon aus, dass an den beiden Banken liegt, sondern an der Comdirect.
Sehe ich das richtig?
Viele Grüße
am 29.01.2026 08:03
Guten Morgen,
same problem here, von der Absenderbank zu einem anderen Konto ging es, zur CoDi ging es nicht. Nach 1,5h ist das Geld aber auch bei der CoDi angekommen.
am 29.01.2026 08:11
Bei mir ist das Geld nun auch gut geschrieben worden.
Viele Grüße
Mario
am 29.01.2026 14:12
Wenn das wirklich bestätigt als Echtzeitüberweisung durchgeführt wurde (und nicht als Rückfalloption per SEPA-Überweisung), dann ist das nicht in Ordnung.
am 29.01.2026 16:13
Ich vermute aus zwei Gründen, dass es sich um eine "gestörte" Sofortüberweisung handelt
1) Auf der Buchungsbestätigung der abgehenden Bank ist es als Sofortüberweisung ausgewiesen.
2) Von meiner Absenderbank (Postbank) kamen in der Vergangenheit die Überweisungen erst am nächsten Tag bei den Zielbank an. Da heute die Buchung aber nach 1,5h ankam, wäre das erstaunlich schnell für eine normale SEPA Überweisung
am 29.01.2026 20:27
Ich hatte heute morgen das Problem, dass Echtzeitüberweisungen von der Comdirect nach extern und von Comdirect nach intern (Übertrag) nicht funktionierten: "Funktionsstörung" wurde eingeblendet. Mehrere Versuche. Musste auf Standardüberweisung ausweichen für den internen Übertrag. Dieser war eine halbe Ewigkeit lang offen.
Grüße
Klever
am 30.01.2026 05:36
Also bei mir wurden beide Überweisungen als Echtzeitüberweisungen bestätigt. Aber Geld kam mit ein paar Stunden Verspätung an.
am 30.01.2026 06:16
In den letzten Tagen sind hier erneut mehrere Threads entstanden, die sich mit Problemen rund um Überweisungen, Buchungen und Zugangswege beschäftigen. Betrachtet man diese Diskussionen isoliert, entsteht schnell der Eindruck einzelner technischer Störungen oder individueller Sonderfälle. Mit etwas Abstand zeigt sich jedoch ein Muster, das aus meiner Sicht nicht mehr allein mit Einzelfallbetrachtungen erklärt werden kann.
Bereits seit der Übernahme der comdirect durch die Commerzbank häufen sich Berichte über Instabilitäten bei zentralen Basisfunktionen, insbesondere im Zahlungs- und Buchungsverkehr. Dazu zählen in den vergangenen Jahren unter anderem:
wiederkehrende Buchungs- und Anzeigeprobleme rund um Monatswechsel, Einschränkungen nach Wochenend-Updates, die sich häufig erst am folgenden Bankarbeitstag zeigen, zeitweise Störungen bei Echtzeitüberweisungen (ein- und ausgehend), sowie zuletzt Probleme im Zusammenhang mit der FinTS-/CAMT-Umstellung, bei der bestimmte Zugangswege stabil funktionieren, andere hingegen auffällig fehleranfällig sind.
Allein in den letzten Tagen wurde mehrfach berichtet, dass Überweisungen von Absenderbanken ausdrücklich als Echtzeitüberweisungen bestätigt wurden, die Gutschrift bei der comdirect jedoch erst Stunden später erfolgte. Fachlich ist das problematisch: Eine bestätigte Echtzeitüberweisung setzt voraus, dass der Betrag dem Empfänger unverzüglich zur Verfügung steht. Verzögerungen dieser Größenordnung sind kein Detailproblem, sondern betreffen eine Kernzusage dieses Zahlungsverkehrsverfahrens.
Solche Vorfälle sind auch kein neues Phänomen. Vergleichbare Diskussionen finden sich sowohl hier in der Community als auch auf externen Störungs- und Verbraucherportalen regelmäßig wieder, insbesondere zu stark frequentierten Zeitpunkten wie Monatsanfang oder nach Systemänderungen. Das deutet weniger auf Zufall, sondern eher auf strukturelle Schwächen in Stabilität und Lastverarbeitung hin.
Ein besonders kritischer Punkt ist dabei die Kommunikation. Aus Kundensicht entsteht der größte Vertrauensverlust nicht zwingend durch eine Störung an sich, sondern durch: fehlende oder sehr verspätete Hinweise auf bekannte Probleme, das Ausbleiben einer übergeordneten Einordnung,
sowie die Notwendigkeit, sich Informationen mühsam über Forenbeiträge und Erfahrungsberichte anderer Nutzer zusammenzusuchen.
Wenn Kunden wiederholt erst im Nachhinein erfahren, dass es systemische Einschränkungen gab, untergräbt das das Vertrauen in elementare Bankfunktionen. Gerade bei Themen wie Miete, Gehalt oder fristgebundenen Zahlungen ist Verlässlichkeit essenziell.
Was aus meiner Sicht fehlt, ist eine regelmäßige Einordnung auf Gesamtsystemebene – unabhängig davon, ob sie von erfahrenen Community-Mitgliedern oder von offizieller Seite kommt. Fragen wie: Welche systemischen Themen sind aktuell bekannt? Welche Funktionen sind eingeschränkt oder besonders störanfällig? Welche Maßnahmen werden ergriffen, um wiederkehrende Probleme nachhaltig zu beheben?
Solange Diskussionen fast ausschließlich auf Einzelfälle verengt werden, besteht die Gefahr, dass ein struktureller Handlungsbedarf nicht ausreichend wahrgenommen wird. Viele Kunden erwarten keine absolute Fehlerfreiheit – sie erwarten jedoch stabile Basisfunktionen, transparente Information und eine offene Kommunikation, insbesondere dann, wenn sich Probleme wiederholen.
Aus meiner Sicht besteht hier klarer Handlungsbedarf seitens der Bank, nicht nur technisch, sondern auch kommunikativ. Vertrauen ist im Banking ein zentrales Gut – und genau dieses Vertrauen wird durch wiederkehrende Probleme ohne klare Einordnung nachhaltig belastet.
Gruß Crazyalex
am 19.03.2026 22:56
Es ist noch schlimmer, was die Kommunikation betrifft - in einem aktuellen Fall wird der Kunde bewusst angelogen, dass eine Blockade bei der Empfängerbank vorliege. Auf Nachfrage bestätigt die Empfängerbank dass dies NICHT stimmt. Mehrere Tests im Nachhinein ergeben, dass die Empfängerbank Recht hat und die Comdirect gelogen hat.
Was macht eigentlich die BaFin?
am 20.03.2026 17:17
Hallo @KCG
selbstverständlich lügen wir niemanden bewusst an. Solltest du oder andere Kunden eine Fehlinformation von einem unserer Kollegen erhalten haben, so tut es uns leid. Aber bitte sieh davon ab, uns zu unterstellen wir würden absichtlich unsere Kunden belügen, denn nichts läge uns ferner als das.
Herzlichen Gruß
Birgit