Hilfe
abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

US-Person (durch Geburt) mit Depot bei comdirect/Consors – PFIC, FBAR & Co. – Erfahrungsaustausch

Iruscha77
Autor
1 Beiträge

 

Hallo zusammen, ich suche irgendwelche Input von betroffenen Personen, die in Deutschland leben, aber neben deutschen auch US-Staatsangehörigkeit haben.

kurze Vorgeschichte: Meine Tochter ist durch Geburt in den USA automatisch US-Bürgerin, obwohl sie nie dort gelebt hat. Hab jetzt erst so richtig begriffen, was das steuerlich bedeutet, und ehrlich gesagt – mir raucht der Kopf.

 

Es sind wohl drei Baustellen gleichzeitig:

 

US-Steuererklärung (ab einer gewissen Ertragshöhe, komme nicht drumherum, es ist auch ok. 

FBAR – Meldepflicht sobald alle Konten zusammen über 10.000 $ liegen, unabhängig vom Einkommen

PFIC – ganz normale europäische ETFs (MSCI World, Dividenden-ETFs, sowas) gelten aus US-Sicht als “PFIC” und lösen richtig nerviges Formularchaos aus, selbst bei ein paar hundert Euro Ertrag.

 

Das Bittere: genau die ETFs MSCI WORLD und SP500, die ich für sie anspare bis Volljährigkeit, sind betroffen. . Einzelaktien und Festgeld dagegen kein Problem.

Hat das schon jemand von euch durch? Selbst gemacht oder Steuerberater geholt? Und falls ja – kennt jemand eine Kanzlei, die sich wirklich mit sowas auskennt und nicht gleich 3000 € für den Antwort “kommt drauf an” verlangt? Bin für jeden Tipp dankbar, komm mir gerade ziemlich allein damit vor und ärgere mich, dass ich ihr die Probleme mit Depot bei Comdirect erst gemacht. Kein Depot-Kein Problem. Jetzt haben wir den Salat und müssen durch.

14 ANTWORTEN

Morgenmond
Mentor ★★★
2.668 Beiträge

@dg2210  schrieb:

Ich kann zu der konkreten Frage nichts sagen, finde es aber spannend, daß die comdirect in dieser Konstellation überhaupt ein Depot eröffnet.

Früher war das nicht möglich.

 

 


Ich vermute mal dass @Iruscha77 zum Einen unter ihrem Namen für das Kind anspart und zum Anderen selber nicht US-Bürgerin ist.

Sollte aber doch ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnet worden sein wird es früher oder später zu Komplikationen kommen.

 

Gruß Morgenmond

dg2210
Legende
8.295 Beiträge

@Klever  schrieb:


Es geht den USA doch wohl eher darum, Ihre Bürger auch im Ausland zu besteuern.

 


Eher nein. Wenn du als Amerikaner in einem 'freundlichen' Land lebst, will das amerikanische Finanzamt i.d.R. gar nichts von dir, insbesondere kein Geld. 

 

Das Problem ist die (im Vergleich zu Europa) strengere Bankaufsicht. Die europäischen Banken verdienen gut daran, Geschäfte zu machen, die ihren amerikanischen Marktbegleitern untersagt sind (Finanzierung des iranischen Atomprogramms ...). Solange diese Erträge höher sind als die Gebühreneinnahmen durch ein paar Dutzend Sparplanausführungen wird sich an der Situation nichts ändern.

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

dg2210
Legende
8.295 Beiträge

@Morgenmond  schrieb:


Ich vermute mal dass @Iruscha77 zum Einen unter ihrem Namen für das Kind anspart und zum Anderen selber nicht US-Bürgerin ist.

Sollte aber doch ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnet worden sein wird es früher oder später zu Komplikationen kommen.

 


Ein weiterer Grund, die Gesamtsituation von einem Fachmann bewerten zu lassen und einen langfristen Plan auszuarbeiten.

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

Thorsten_
Legende
5.161 Beiträge

@Morgenmond  schrieb:

Ich vermute mal dass @Iruscha77 zum Einen unter ihrem Namen für das Kind anspart und zum Anderen selber nicht US-Bürgerin ist.


Sollte das der Fall sein, gäbe es gar kein Problem.

(Abgesehen von der Frage, wie man eine Schenkung ans Kind bei Volljährigkeit am besten umsetzt.)

 

Der Thread-Titel lässt anderes vermuten.

fix2
Autor ★
3 Beiträge

@FD774  schrieb:

Vielleicht kann ja @Fix1 etwas zu dem Thema sagen.


Vielen Dank, dass du mir Expertise zutraust, aber auf dem Gebiet bin ich tatsächlich komplett blank. Tut mir leid. 😞