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Quant4you

Silver_Wolf
Legende
5.663 Beiträge

Es ist schon bedauerlich dass die Comdirect einen nur noch mit schwachsinnigen Produkten belästigt statt an den echten Baustellen zu arbeiten.  😞

 

Was soll ich mit KI-gestützten Trading Signalen?

 

Für mich bedeutet KI Keine Intelligenz.     LOL

 

Gerade im Bereich Finanzen kommt da doch nur Müll heraus.

 

65 ANTWORTEN

Monkeypapst
Experte
90 Beiträge

Also als Schwachsinn würde ich das Produkt jetzt nicht bezeichnen wollen 😉 Auch schlechte Börsen-Erfahrungen sind Börsen-Erfahrungen. Jeder alte Hase kennt das, am Anfang ist große Unsicherheit an der Börse und man probiert Börsenbriefe, Tools, Helferlein aus, um irgendwann zu merken: das hätte ich auch ohne teurem Tool hinbekommen. Immerhin gibt es ja auch eine kostenlose Version auf der Quant4You Homepage: https://quant4you.com/de/pricing

Ich werde das Ding testen und mir erst dann ne Meinung bilden.😃

tobiaskh
Experte ★
220 Beiträge

Wer als Hobby "Traden" hat und den Nettogewinn mit der Bank teilen möchte, kann das gerne tun. Nach meinem Verständnis als nicht-Trader fallen beim Traden begrenzte Gewinne/Verluste an, das aber n-fach. Damit ist völlig klar, daß die comdirect aufgrund ihrer Gebührenstruktur keine Viel-Trader-Bank ist.

 

Für mich ist das OK. Ich bin insgesamt jahrzehntelanger Kunde, also bin ich weitgehend zufrieden. Für mich paßt es. Das Negative (unpassende Werbung, schwaches Tagesgeld, Zeitdauer der Buchungen, Huldigung der Regenbogenideologie und noch einiges) blende ich aus.

 

Die comdirect ist für mich eine online Voll-Bank mit Service. Das schätze ich, das reicht mir. Sie bietet verlässliche Basis-Funktionalität. Ich weiß, daß die comdirect hier im Forum von einigen sehr kritisiert wird. Dem schließe ich mich nicht an! Aber jeder hat andere Prioritäten. Die Bank muß zu einem passen!

Alles andere in der Portfolio-Verwaltung mache ich mit Porfolio Performance, Excel und dem Haushaltsbuch "FinanzManager".

 

Als Privatier, der die Börse nicht als Hobby betrachtet, sondern als seine Lebensgrundlage, der risikoscheu ist und weitgehend "Buy & hold" lebt, habe ich nur wenige Orders. Da spielt die Höhe der Kosten eine untergeordnete Rolle. Damit ich keine Konto/Depot-Gebühren zahlen muß, habe ich einen Mini-Sparplan.

 

Vielleicht reagiere ich auf den (Day-)Trading-Firlefanz deswegen etwas allergisch weil ich folgenden Kapitalmarkt-Dogmen folge:

1. "Stock picking" ist langfristig nicht erfolgreich

2. "Market timing" ist langfristig nicht erfolgreich

3. "time in market" schlägt "market timing"

4. Aktien-Kurse laufen kurzfristig erratisch. (Das menschliche Gehirn ist darauf programmiert, überall Muster zu suchen, was in diesem Fall zu Kaffeesatz-Leserei führt.)

5. Ich bin Team Beck/Kommer. Passiv und prognosefrei

 

Ich weiß, daß die 5 Punkte hier Widerspruch auslösen werden, denn man will ja schlauer als die anderen, "der Markt" sein. Die echte Performance seines Portfolios weiß eh fast keiner. (Das ist wie mit der Miet-Rendite bei den Immo-Freaks.)

Arroganz wird an der Börse nicht belohnt, sondern Demut.

 

Viele Grüße

Silver_Wolf
Legende
5.663 Beiträge

@tobiaskh  schrieb:

Wer als Hobby "Traden" hat und den Nettogewinn mit der Bank teilen möchte, kann das gerne tun. Nach meinem Verständnis als nicht-Trader fallen beim Traden begrenzte Gewinne/Verluste an, das aber n-fach. Damit ist völlig klar, daß die comdirect aufgrund ihrer Gebührenstruktur keine Viel-Trader-Bank ist.

 

Vielleicht reagiere ich auf den (Day-)Trading-Firelanz deswegen etwas allergisch weil ich folgenden Kapitalmarkt-Dogmen folge:

1. "Stock picking" ist langfristig nicht erfolgreich

2. "Market timing" ist langfristig nicht erfolgreich

 


Diese altbekannten Aussagen muss man eigentlich gar nicht diskutieren.

Das ist für mich einfach eine Frage der persönlichen Einstellung.   🙂

 

Ich habe z.B. damals (ab 2019) als es der Commerzbank recht schlecht ging die Aktie ganz schmerzbefreit eingesammelt.

Dieses Investment steht heute bei +385%.

Das ist sogar etwas besser als der NASDAQ in diesem Zeitraum.  🙂

 

Die während Corona (und vorher schon) angeschafften Shell Aktien sind immerhin 120% im Plus.

 

Die Positionen von Deutz und Thyssen liegen inzwischen auch in diesem Bereich von 100-150% Plus.

Über Jahre etwas mühsam, aber das macht mir eben Spaß und hat sich letztlich gelohnt.

 

Market timing?

Ich habe Anfang April für meinen NASDAQ einen Extra-Kauf zu 237€ gemacht.

Der letzte Kauf am Freitag war jetzt zu 289€.

Das sind rund 22% auf die Extra-Einlage.

Da hätte ich vielleicht einen deutlich größeren Betrag auf Kredit rein nehmen sollen.   🙂

Monkeypapst

Der Börsen-Guru André Kostolany hat es prägnant ausgedrückt:

„Wer Geld hat, darf spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren."

Dieser Satz fasst das Dilemma perfekt zusammen. Wer ausreichend Mittel besitzt, kann sich langfristige Strategien mit Buy & Hold leisten und sollte dies wahrscheinlich auch tun. Wer hingegen mit kleinerem Kapital versucht, schnell zu vermögen zu kommen, wird zu aktiveren Strategien greifen müssen ob das sinnvoll ist oder nicht.

Es gibt keine universelle beste Strategie es gibt nur die beste Strategie für eine konkrete (finanzielle) Situation. 

Die produktivere Frage lautet also nicht „Daytrading oder Buy & Hold?", sondern vielmehr: „Was ist für meine aktuelle finanzielle Situation und meine realistischen Ziele die beste Herangehensweise?"

Lasst uns dieses Thema versachlichen und gegenseitig respektieren, statt Dogmen zu predigen.

Glücksdrache
Legende
4.460 Beiträge

Hallo @Monkeypapst, @Silver_Wolf, @tobiaskh, @dg2210, @Dapling,

hallo @SMT_Ines, @SMT_Chris, hallo Community, 

 

da der comdirect Partner Quant4You regelmäßig Präsentationen abhält... bietet es sich an, dass sich Interessierte anmelden und dann viele Details erfahren.

 

Quelle: Quasi öffentliche Rundmail von Quant4You, erhalten ohne irgendeinen besonderen Status, 20.05.2026Quelle: Quasi öffentliche Rundmail von Quant4You, erhalten ohne irgendeinen besonderen Status, 20.05.2026

 

Auf der Webseite gibt es noch mehr Termine. 

 

Liebe Grüße

 

Gluecksdrache

 

PS.: Sollte das Posten von Rundmails gegen die Netiquette verstoßen, bitte aufräumen. 

haxo
Legende
3.890 Beiträge

@Monkeypapst  schrieb:

Der Börsen-Guru André Kostolany hat es prägnant ausgedrückt:

„Wer Geld hat, darf spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren."

[...]


Wenn ich ehrlich bin, fand ich diesen Satz bei allem Respekt, schon immer ausgesprochen blödsinnig  :cat-wink:

 

Wenn man "Spekulieren" mit finanziellen Aktionen mit höherem Risiko bei geringerem Einsatz übersetzt, ist das vollkommener Bull$h1t. 

Statistisch erreichst du nur, dass du als Gewinner einer größeren Zahl Pleitekandidaten mit der gleichen Strategie gegenüberstehst. Das Geheimnis der Spielbanken: Wenn das Geld weg ist, kann man nicht mehr wieder aufholen.

 

Ertrag x Risiko = konstant.  Punkt. Das Gesetz der Arbitrage. 

 

Vielleicht meinte er zu seiner Zeit "Spekulieren" mit Sachwerten, bspw. Häuser in Schrottgegenden mit ukrainischen Bauarbeitern sanieren und zu Mondpreisen vermieten. Okay, das klappt, nur leider nicht "mit kleinem Kapital":cat-wink:

 

M.E. ein Kalenderspruch, reich werden musst du im wirklichen Leben oder an der Börse mit dem Geld anderer Leute, dann kannst du spekulieren.

Und nur dann macht es auch Spaß. :cat-very-happy:

 

hx.

MCGA - Make Community Great Again

huhuhu
Legende
9.177 Beiträge

@haxo  schrieb:

 

Vielleicht meinte er zu seiner Zeit "Spekulieren" mit Sachwerten, bspw. Häuser in Schrottgegenden mit ukrainischen Bauarbeitern sanieren und zu Mondpreisen vermieten. Okay, das klappt, nur leider nicht "mit kleinem Kapital":cat-wink:

 

 

hx.


Und warum erwähntst Du gerade diese Menschen ? ...hört sich irgendwie herabwürdigend an 🤔 

batavia1
Autor ★★
23 Beiträge

Natürlich ist das herabwürdigend und höchstwahrscheinlich auch genau so von haxo gemeint.

Nur nicht so wie von Dir - ich vermute mal woke bis in die Unterbuxe - verstanden.

Sondern bezogen auf eben diese Spekulanten, die Ihren Gewinn mit diesen Menschen in prekärer Lebenssituation maximieren wollen.

Aber alles nur so eine Idee 😬

tobiaskh
Experte ★
220 Beiträge

Die Frage ist ja, was Kostolany unter "spekulieren" verstand.

Ich habe nicht viel von Kostolany gelesen und daher die KI (gemini) befragt. Es gab eine interessante Antwort, die einen guten Überblick über Kostolanys Kapitalmarktsicht ergibt.

Hier die Antwort:

 

 

André Kostolany hat keineswegs nur den Begriff „spekulieren“ benutzt. Er hat die verschiedenen Typen von Börsenteilnehmern sogar sehr präzise analysiert und voneinander abgegrenzt.

In seinem Bestseller „Die Kunst über Geld nachzudenken“ teilt er die Akteure an den Finanzmärkten in eine klare Hierarchie ein. Er nutzt dabei die Begriffe Spekulant, Anleger (Investor), Händler (Trader) und Spieler.

Hier ist die genaue Unterscheidung, wie Kostolany diese Begriffe definiert und verwendet hat:

1. Der Spekulant (Kostolanys „Königsklasse“)

Obwohl das Wort oft negativ besetzt ist, war der Begriff für Kostolany ein Ehrentitel. Er bezeichnete sich selbst zeitlebens stolz als Spekulant.

  • Die Definition: Für ihn ist der Spekulant ein „Intellektueller“, ein Denker mit Strategie, Fantasie und Geduld.

  • Das Verhalten: Er blickt in die Zukunft, analysiert die großen wirtschaftlichen, politischen und psychologischen Trends und agiert oft antizyklisch (kauft, wenn alle in Panik sind; verkauft, wenn alle euphorisch sind).

„Ein Spekulant ist ein Mann, der eine Überlegung anstellt, ob sie nun richtig oder falsch ist, und im Gegensatz zum Händler auf die Zukunft setzt.“

2. Der Anleger / Investor (Die „Schlaftabletten-Fraktion“)

Kostolany schätzte den klassischen Investor sehr, sah in ihm jedoch das exakte Gegenteil des kurzfristig agierenden Akteurs.

  • Die Definition: Der Anleger ist der Marathonläufer der Börse. Er investiert Geld, das er über Jahre oder Jahrzehnte nicht braucht, in solide Werte.

  • Das Verhalten: Auf den Anleger bezieht sich Kostolanys wohl berühmtester Rat: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“ Kostolany betonte oft, dass der langfristige Anleger im Grunde immer gewinnt.

3. Der Händler / Trader (Die „Fliegenfänger“)

Dem reinen „Handeln“ im Sinne von schnellem Hin- und Her-Traden stand Kostolany extrem skeptisch gegenüber.

  • Die Definition: Der Händler (oder Daytrader) versucht, von den täglichen, kleinen Kursschwankungen zu profitieren. Er schaut nur auf den aktuellen Preis, nicht auf den Wert.

  • Das Verhalten: Kostolany verglich Händler oft mit Menschen, die im dichten Nebel Auto fahren. Er war überzeugt, dass man beim reinen Handeln auf kurze Sicht durch die Gebühren und die mangelnde Vorhersehbarkeit der Kurse langfristig nur verlieren kann.

4. Der Spieler (Der „Zocker“)

Noch eine Stufe unter dem Händler stand für ihn der Spieler. Er handelt völlig ohne Sinn und Verstand, jagt nur Tipps hinterher und sucht den Nervenkitzel – vergleichbar mit einem Casino-Besucher.

Zusammenfassung

Kostolany nutzte all diese Begriffe, um eine scharfe Grenze zu ziehen. Wenn du sein System vereinfachen willst, sieht es so aus:

Begriff bei KostolanyZeithorizont & MethodeSeine Bewertung
Anleger / InvestorJahrzehnte / Kaufen und LiegenlassenSehr positiv (Der sichere Gewinner)
SpekulantMonate bis Jahre / Strategie & PsychologieSeine persönliche Leidenschaft (Die Königsklasse)
Händler / TraderTage bis Wochen / Reaktion auf KurseNegativ (Verschwendung von Energie)
SpielerMinuten bis Tage / Reine ZockereiSehr negativ (Wird garantiert pleitegehen)

Monkeypapst
Experte
90 Beiträge

Kostolany handelte und schrieb hauptsächlich in den 1950er bis 1990er Jahren aktiv. Seine erfolgreichsten Jahre als Trader waren in der Nachkriegszeit bis zu den 1980ern, als die Börsen noch deutlich weniger reguliert und transparenter waren als heute. 

Manche Weisheiten funktionieren noch immer, manches eben nicht mehr:

Zeitrahmen: Kostolany plädierte für Positionen über Jahre oder Jahrzehnte. Heute ist das schwieriger wegen:

  • Hochfrequenzhandel und Algorithmen: Diese dominieren den Markt in Millisekunden
  • Volatilität: Märkte reagieren sofort auf News, Earnings, Fed-Entscheidungen  nicht mehr gemächlich wie in seinen Zeiten
  • Ständige Disruption: Neue Technologien (KI, Blockchain) verändern ganze Branchen innerhalb von Jahren, nicht Jahrzehnten

Informationsasymmetrie: In Kostolanyys Zeiten hatten Insider echte Vorteile. Heute sind Informationen instant verfügbar niemand kann mehr echte "geheime" Chancen nutzen wie damals.

Diversifizierung: Seine Konzentration auf einzelne große Positionen ist heute riskanter. Moderne Portfolio-Theorie empfiehlt breitere Streuung.

Sector Shifts: Branchen wie Telekommunikation, Einzelhandel, traditionelle Banken haben sich fundamental gewandelt. Seine Branchenlogik gilt oft nicht mehr.

Day-Trading und Buy and Hold und Buy the Dip kann man auch gut "Mischen", bei Erfolg ist an der Börse alles erlaubt 😀 Nur das strenge und dogmatische Vorgehen wollte ich mit seinem Spruch "erklären". In keinster Weise irgendeine Gruppe und Verhalten verachten.🙈🙉🙊