am 02.04.2024 19:05
ab wieviel Stück sind diese zu zeichnen. mindestens 10 Stück- ab 10.000€?
comdirect Aktienanleihen | comdirect.de
am 02.04.2024 23:03
@CurtisNewton schrieb:
Verhält sich genauso wie eine “richtige“ Anleihe.
Aber nur wenn die Aktie über der Schwelle bleibt.
Ansonsten bekommst du billige Aktien teuer angedreht. 🙂
03.04.2024 00:00 - bearbeitet 03.04.2024 00:00
03.04.2024 00:00 - bearbeitet 03.04.2024 00:00
@Silver_Wolf schrieb:
@CurtisNewton schrieb:
Verhält sich genauso wie eine “richtige“ Anleihe.
Aber nur wenn die Aktie über der Schwelle bleibt.
Ansonsten bekommst du billige Aktien teuer angedreht. 🙂
Hat genau was mit der Frage zu tun ob man beim Kauf Stücke oder Vielfaches der Nominale angibt?
03.04.2024 07:15 - bearbeitet 03.04.2024 07:32
03.04.2024 07:15 - bearbeitet 03.04.2024 07:32
@DerMitFrage schrieb:
PPS: Der Nennbetrag bei dieser Aktienanleihe ist 1000 Euro laut Prospekt. Folglich möchte man 1 Nominal (Stück).
1.000 Nominale mal 1.000 Euro/Nominal = 1 Mio Euro ist sicher nicht geplant.
Daher ist es für mich nicht nachvollziehbar warum dass, was der Fragesteller macht, nicht funktioniert und es liegt sicher ein Fehler vor.
PPPS: Man kann erst ab 1000 Nominale zeichnen. Was aber nun mal falsch ist. Ich vermute, dass dort die Bezeichnung "Stück / Nominale" irreführend ist und der gewünschte Betrag eigegeben werden soll. Würde es selbst aber nicht riskieren.
Dein Verständnis vom Begriff „Nominal“ ist schlicht falsch.
Nominal ist NICHT = Stück
Im Börsenumfeld ist Nominal = Nominalwert= Nennwert.
Alle mir bekannten deutschen Banken/Broker haben in der Ordermaske das Feld „Stück/Nominal“
Das ist nicht gleichzusetzen sondern ein ODER.
am 03.04.2024 17:08
Im Gegenteil. Eine Aktienanleihe bzw. jedes Zertifikat hat mehr mit einer Anleihe als mit einer Aktie zu tun. Deshalb handelt es rechtlich auch um Inhaberschuldverschreibungen.
Beide haben:
- Einen Schuldner und damit Kreditrisiko
- Ein Nominal
- Eine Fälligkeit
- Im Falle der Insolvenz des Emittenten erhält man einen Anspruch auf die Insolvenzmasse iHv Rückzahlungsanspruch.
Der große Unterschied ist, dass die Rückzahlung bei Zertifikaten nicht immer zu 100% des Nominals ist, sondern zu den Rückzahlungsbedingungen im Term-Sheet.
Das bedeutet nicht, dass eine Aktienanleihe der SocGen auf Siemens das gleiche Risiko hat, wie eine Anleihe der SocGen, aber das hat auch nichts mit dem Namen zu tun.
Mich stört hier Folgendes:
1) Das nicht so genau auf den Unterschied von einer Aktienanleihe Classic zur Aktienanleihe Protect eingegangen wird:
Classic:
Hat einen Schwellenwert, unter dem die Rückzahlung in Aktien erfolgt. Bezugsverhältnis ist 1000/(Aktienkurs am Emissionstag x Schwellenwert)
Protect:
Hat eine Barriere, unter der die Rückzahlung in Aktien erfolgt. Bezugsverhältnis ist 1000/Aktienkurs am Emissionstag
Zum Vergleich hier eine Classic von HSBC mit ähnlicher Laufzeit: DE000HS5Q4K9 (Verlinkung mag nicht) mit Schwellenwert bei 85% und Kupon 11,5%.
Wenn die Aktie am Fälligkeitstag bei 14 Landet erhält man bei dieser 66,667 Aktien im Wert von 933 EUR, muss dafür aber auch 1017,60 zahlen. Bei der Protect würde ich bei einer Emission beim heutigen Aktienkurs, 57,15 Aktien im Wert von 800 EUR bekommen.
2) Und dann ist da noch
Die Protect-Ausstattung erhöht die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Rückzahlung Ihres Kapitals im Vergleich zu herkömmlichen Aktienanleihen 2-fach.
- Die Barriere, die über die Kapitalrückzahlung entscheidet, wird mit einem Sicherheitspuffer unterhalb des Aktien-Kurses am Festlegungstag festgesetzt.
- Über die Art der Kapitalrückzahlung entscheidet ausschließlich der Aktienkurs am Bewertungstag. Sie erhalten Ihr Kapital also auch vollständig zurück, wenn die Aktie während der Laufzeit unterhalb der Barriere notieren sollte.
Was falsch ist: Auch bei einer Aktienanleihe Classic entscheidet nur der Aktienkurs am Bewertungstag über die Rückzahlung.
Der ehrliche Text müsste heißen:
Die Protect-Ausstattung erhöht den Puffer für eine Rückzahlung in Aktien. Allerdings wird das mit einem erhöhten Verlust bei Überschreiten des Schwellenwerts erkauft.
am 21.06.2024 12:32
Moin und danke für die Aufklärung (bin interessierter Mitleser).
Ich habe noch nie reverse convertible securities oder bonds gekauft, möchte aber in unser Portfolio wenigstens 10% Anleihen/Aktienanleihen einfügen.
Ist dieses Angebot Siemens engergy ein gutes? Freue mich über eure Einschätzung (und Begründing), die anderen beiden Themen, Unterscheidung und "Stück/Nominale" sind ja nun geklärt.
Danke voarb!
am 24.06.2024 08:50
Wenn du vom Basiswert überzeugt bist, aber von einem begrenzten Aufwärtspotential ausgehst, dann sind Aktienanleihen / Discountzertifikate ein mögliches Instrument. Vom Risikoprofil sind die Neuemissionen immer sehr nah an einer Aktie, und nicht bei einer Anleihe.
Ich persönlich nutze das auch, aber nur in der Ausgestaltung "Classic". Bei dieser sind keine Exotischen Optionen verbrieft, und deshalb sind diese "fairer" bepreist. Weiterhin zeichne ich auch keine Neuemissionen, sondern kaufe immer am Zweitmarkt und nutze dafür die Derivateaktionen.
am 06.01.2026 17:04
Frohes Neues an Alle!
Ich möchte dieses Thema nochmal aufgreifen, da die Zinsen für die das Produkt auf 15% erhöht wurden, bzw. eine neue Emission mit 15% angeboten wird. Hat jemand bei der 11% Variante mitgemacht?
Wahrscheinlich hätte man sich geärgert, da man von Frühjahr 2024 nach einem Jahr mit der direkten Aktie ein Vielfaches davon verdient hätte.
Aber so ist halt der Aktienmarkt.
Aber die 15% Aktion finde ich jetzt schon interessant weil ich nicht glaube das es weiter so steil nach oben geht. Eher in 2026 moderat hoch bis waagerecht. Das Risiko halte ich für Überschaubar. Totalverlust schließe ich ziemlich aus da der Emittent Morgan Stanley unwahrscheinlich dieses Jahr in die Pleite geht. Und bei dem was in nächster Zeit im Energiesektor in De und Weltweit gebaut werden muss glaube ich auch nicht an totales absacken der Siemens Energy Aktie. Und mit der 20% Barriere hat man einen guten Puffer gegen zu erwartende Schwankungen um die waagerechte.
Ich denke das sind ziemlich sichere 15% Gewinn. Ich habe gezeichnet.
am 07.01.2026 09:15
Jemand, der das vor einem Jahr gekauft hat, ist bestimmt nicht traurig, da das Kursniveau gehalten hat, und das Zertifikat bald fällig ist. Seine Wette ging also bisher auf.
Und jetzt zur aktuellen Emission. 15% für ein Jahr gibt es nicht für eine sichere Anlage. Da sind wir bei maximal 2%. Entsprechend sieht der Markt das Risiko deutlich höher als du es einschätzt. Das sollte dir einen Denkanreiz geben.
PS: die historische 1-Jahresvolatilität liegt bei 56%...
am 07.01.2026 10:29
Das Risiko, dass der Emi Pleite geht ist nicht der Punkt.
Das Risiko bei der Siemens Energy Aktienanleihe 2026
ist das Basiswertrisiko der Siemens Energy Aktie:
Sinkt der Aktienkurs unter die Barriere erfolgt die Lieferung von
Aktien statt der Rückzahlung des Nennwerts. (+ Zins)
Gruß, Salli
am 07.01.2026 10:55
...ich meine ja keine sichere Investition im Vergleich zu einem breit gestreuten ETF sondern sicherer als direkt in eine Einzelwertaktie zu investieren. Ich wollte ja nicht mit einem Tagesgeldkonto vergleichen. Also meines Erachtens ein Produkt für jemanden der Mal aus seinem "sicheren" ETF Depot mit einen Teil seines Kapitals in den Zockerbereich gehen will aber mit etwas moderaterem Risiko als bei einem Einzelwert.