16.06.2026 08:31 - bearbeitet 16.06.2026 09:15
Okay, an KI-Unternehmen haben wir ja nun alle (hoffentlich) klotzig verdient, egal ob man nun in der Materie steckt, oder nicht.
So wie beim Bitcoin, wo es, im Nachhinein betrachtet, eigentlich eher hinderlich war, die Technologie der Blockchain & Co. nun bis ins Detail nachvollziehen und vorbeten zu können.
"Vorgebetet" haben es damals viele, aber der Mehrwert bezogen auf die Anlage war m.E. Null.
Dieses ganze "Robo-Advisor"-Zeug, naja, okay, wenn man KI eben nur 80% durchdringt und dann auch noch einem nur mittelmäßig nachvollziehbaren Agenten vertraut, ist das für mich persönlich vom Resultat her eher so die Multiplikation von Prozentwerten: 80%*80% sind eben nur 64%. Aber da will ich mich nicht einmischen, das muss jeder selbst für sich entscheiden.
Interessanter ist die Frage: Wie nutzt ihr KI für eurer eigenes Depot? Wenn überhaupt? Welche Agenten und welche Tiefe der Informationsbeschaffung? Oder "echte" Werkzeuge zur (Depot-)Verwaltung und Pflege?
Ich selbst nutze KI um bei bestimmten, von mir vorgegebenen Szenarien potentielle Gewinner- und Verliererunternehmen, Sidekicks und kleine Gedankenspiele präsentiert zu bekommen.
Auch um auf den Boden der Tatsachen herunterzukommen, coole Ideen, die eigentlich doch ziemlich blöd sind. ![]()
Letztens mein Depot (ohne absolute Summen, nur prozentuale Verteilung) hochgeladen, und die Aussage bekommen, die ich eigentlich schon wusste, nur nicht hören wollte: "Klumpenrisiko".
Spaßeshalber die Argumente angeführt, mit denen man sich in einer Diskussion mit echten Menschen "verteidigen" würde und das lapidare: "Ist doch schon längst eingepreist" erhalten. ![]()
Erdet ganz schön. Ist aber leider so, das eigene Ego bezahlt nicht die Miete.
Nächstes Projekt ist eine verbesserte Tabelle oder ein Algorithmus für meine geliebten KO-Scheine. Noch einfacher und transparenter darstellen, vielleicht auch mal für DAX-Discounter, daher steht bei mir das GPT-Plus-Modell im Raum.
Aber zur Ausgangsfrage: Was habt ihr auf Lager und mit welchen Mitteln?
hx.
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
am 28.06.2026 09:09
Meine Vorgehensweise ist, mehrere Sprachmodelle (KIs) zu nutzen und die selbst oder durch KI-Recherche gefundenen Erkenntnisse bewerten zu lassen.
Meines Erachtens hilft es auch, die KI nach dem benötigten Prompt für ein gewünschtes Ergebnis direkt selbst zu befragen. Auch das kann man sich durch die Nutzung unterschiedlicher Sprachmodelle noch optimieren lassen.
Derzeit versuche ich, eine Investmentstrategie zusammen mit unterschiedlichen Sprachmodellen zu erarbeiten, die verbunden mit einer Anleitung und unter Hinzunahme des Depots sich zu einer Datenbank für eine Depotstrategie aufbauen soll. Mühsam - und ob es gelingt, noch unbekannt…
P.S.:
Ich nutze nur Ki-Modelle ohne kostenpflichtige Anmeldung.
am 05.07.2026 20:06
Deshalb tue ich mich so schwer…
„In Abgrenzung zu ML-Modellen, denen rationale Anlagebewertung auf Basis der Datenlage am aktuellen Rand beigebracht werden kann, sind heutige LLMs (wie ChatGPT, Claude, Copilot oder andere) für die Bildung kohärenter Erwartungen und deren fortlaufende Überprüfung in der laufenden Vermögensbewirtschaftung noch nicht geeignet.“
Das lese ich gerade in einem Artikel zum Thema KI in der Anlagewelt bei DAS INVESTMENT:
https://www.dasinvestment.com/ki-kuenstliche-intelligenz-geld-anlage-asset-management/
am 26.08.2026 08:00
Guten Morgen @haxo,
die FAZ berichtet heute unter dem Titel „Die KI erobert die Depots“ zu diesem Thema. Der Artikel ist ohne Abo frei zugänglich:
Viele Grüße
diewakus
am 26.08.2026 08:04
Es tut mir leid, der Artikel ist jetzt doch nur kostenpflichtig abrufbar. Ich hatte zuvor am Handy nach der Titelzeile gesucht und konnte den Artikel vollständig aufrufen. Kopiere ich den Link und füge ihn hier ein, funktioniert es nicht mehr ohne Abo. Sorry. Viele Grüße. diewakus
26.08.2026 10:00 - bearbeitet 26.08.2026 10:01
Ich nutze meinen Kopf für Anlageentscheidungen und keine KI. Ich bin nämlich oldschool und denke, dass der Mensch daran wachsen kann und klar zwischen den Hörnern bleibt, wenn er sich selbst informiert und sein Leben nicht an eine AI outsourced. Ich ziehe mir Informationen und entscheide viel nach Bauchgefühl. Für mich ist es erträglicher, ich unterliege selber einem Irrtum, anstatt das ich blind vertraue und falsch vertraut habe. Außerdem investiere ich in Dinge, die ich verstehe - wenn ich selber bei mehrmaligem Lesen nicht kapiere worum es geht, was der Indizes abbildet, dann lasse ich die Finger davon.
am 26.08.2026 10:02
@diewakus : pssst ....![]()
am 26.08.2026 10:19
ich sehe das genau wie du, bleibe auch lieber oldschool....
früher in den Filmen war alles Utopie, aber heute sehen wir, dass sich das Rad der Geschichte nicht aufhalten lässt, was ich auch gar nicht will
ich stelle mir die utopischen Fragen:
Was ist wenn eines (mehr oder weniger) fernen Tages alle per KI investieren?
Die KI lernt ja ständig, kommen die dann alle irgendwann zu dem gleichen Ergebnis und alle wollen die gleichen Werte kaufen?
Sind dann überhaupt noch genügend Verkäufer da, ohne die bekanntlich kein Markt funktioniert?
Manipuliert die KI dann die Kaufkurse i(n)direkt nach oben, damit die Herrscher der KI teuer verkaufen können?
Manipuliert die KI die Verkaufkurse (in)direkt nach unten, damit die Herrscher der KI billig kaufen können?
Was ist mit Fakenews, was ist mit Programmfehlern...?
ich will die Antwort eigentlich gar nicht wirklich wissen
und versuche selbst aktiv zu sein, solange es mir Spaß macht...
am 26.08.2026 10:44
Hallo @haxo,
vielen Dank für die pdf-Datei. Gerade konnte ich den Artikel über den Link auch wieder öffnen. Da mir dieses Verhalten neu ist, habe ich - passend zum Thread-Thema - mal die KI befragt, wie das bei der FAZ funktioniert. Hier die Antwort:
Viele Grüße
diewakus
am 26.08.2026 10:48
am 26.08.2026 10:53
@infosearch schrieb:ich will die Antwort eigentlich gar nicht wirklich wissen
Tja, ändern können werden wir es trotzdem nicht 😕
Eine nette Unterhaltungslektüre zu Frage was passiert wenn die digitalen Helferlein die Pforten zur Hölle öffnen sind die beiden Romane Daemon und Darknet von Daniel Suarez
De geneigte Konsument beachte beim Lesen dass die Bücher über 20 Jahre alt sind.