Hilfe
abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

🤖 KI für eure eigene Anlageauswahl

haxo
Legende
3.941 Beiträge

Okay, an KI-Unternehmen haben wir ja nun alle (hoffentlich) klotzig verdient, egal ob man nun in der Materie steckt, oder nicht.

 

So wie beim Bitcoin, wo es, im Nachhinein betrachtet, eigentlich eher hinderlich war, die Technologie der Blockchain & Co. nun bis ins Detail nachvollziehen und vorbeten zu können. 

"Vorgebetet" haben es damals viele, aber der Mehrwert bezogen auf die Anlage war m.E. Null.

 

Dieses ganze "Robo-Advisor"-Zeug, naja, okay, wenn man KI eben nur 80% durchdringt und dann auch noch einem nur mittelmäßig nachvollziehbaren Agenten vertraut, ist das für mich persönlich vom Resultat her eher so die Multiplikation von Prozentwerten: 80%*80% sind eben nur 64%. Aber da will ich mich nicht einmischen, das muss jeder selbst  für sich entscheiden.

 

Interessanter ist die Frage: Wie nutzt ihr KI für eurer eigenes Depot? Wenn überhaupt? Welche Agenten und welche Tiefe der Informationsbeschaffung? Oder "echte" Werkzeuge zur (Depot-)Verwaltung und  Pflege?

 

Ich selbst nutze KI um bei bestimmten, von mir vorgegebenen Szenarien potentielle Gewinner- und Verliererunternehmen, Sidekicks und kleine Gedankenspiele präsentiert zu bekommen.

 

Auch um auf den Boden der Tatsachen herunterzukommen, coole Ideen, die eigentlich doch ziemlich blöd sind. :cat-wink:

Letztens mein Depot (ohne absolute Summen, nur prozentuale Verteilung) hochgeladen, und die Aussage bekommen, die ich eigentlich schon wusste, nur nicht hören wollte: "Klumpenrisiko".

Spaßeshalber die Argumente angeführt, mit denen man sich in einer Diskussion mit echten Menschen "verteidigen" würde und das lapidare: "Ist doch schon längst eingepreist" erhalten. :cat-frustrated:

Erdet ganz schön. Ist aber leider so, das eigene Ego bezahlt nicht die Miete.

 

Nächstes Projekt ist eine verbesserte Tabelle oder ein Algorithmus für meine geliebten KO-Scheine. Noch einfacher und transparenter darstellen, vielleicht auch mal für DAX-Discounter, daher steht bei mir das GPT-Plus-Modell im Raum.

 

Aber zur Ausgangsfrage: Was habt ihr auf Lager und mit welchen Mitteln?

 

hx.

 

 

MCGA - Make Community Great Again
20 ANTWORTEN

vonHS
Autor ★★
38 Beiträge

Meine Vorgehensweise ist, mehrere Sprachmodelle (KIs) zu nutzen und die selbst oder durch KI-Recherche gefundenen Erkenntnisse bewerten zu lassen.

 

Meines Erachtens hilft es auch, die KI nach dem benötigten Prompt für ein gewünschtes Ergebnis direkt selbst zu befragen. Auch das kann man sich durch die Nutzung unterschiedlicher Sprachmodelle noch optimieren lassen. 

 

Derzeit versuche ich, eine Investmentstrategie zusammen mit unterschiedlichen Sprachmodellen zu erarbeiten, die verbunden mit einer Anleitung und unter Hinzunahme des Depots sich zu einer Datenbank für eine Depotstrategie aufbauen soll. Mühsam - und ob es gelingt, noch unbekannt…

 

P.S.:

Ich nutze nur Ki-Modelle ohne kostenpflichtige Anmeldung.

vonHS
Autor ★★
38 Beiträge

Deshalb tue ich mich so schwer…

 

„In Abgrenzung zu ML-Modellen, denen rationale Anlagebewertung auf Basis der Datenlage am aktuellen Rand beigebracht werden kann, sind heutige LLMs (wie ChatGPT, Claude, Copilot oder andere) für die Bildung kohärenter Erwartungen und deren fortlaufende Überprüfung in der laufenden Vermögensbewirtschaftung noch nicht geeignet.

 

Das lese ich gerade in einem Artikel zum Thema KI in der Anlagewelt bei DAS INVESTMENT:

 

https://www.dasinvestment.com/ki-kuenstliche-intelligenz-geld-anlage-asset-management/

 

diewakus
Autor ★
9 Beiträge

Guten Morgen @haxo,

 

die FAZ berichtet heute unter dem Titel „Die KI erobert die Depots“ zu diesem Thema. Der Artikel ist ohne Abo frei zugänglich: 

 

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/ki-im-depot-scalable-capital-und-bitpanda-oeffnen-d...

 

Viele Grüße 

diewakus

diewakus
Autor ★
9 Beiträge

Es tut mir leid, der Artikel ist jetzt doch nur kostenpflichtig abrufbar. Ich hatte zuvor am Handy nach der Titelzeile gesucht und konnte den Artikel vollständig aufrufen. Kopiere ich den Link und füge ihn hier ein, funktioniert es nicht mehr ohne Abo. Sorry. Viele Grüße. diewakus

Floppy85
Mentor ★
1.464 Beiträge

Ich nutze meinen Kopf für Anlageentscheidungen und keine KI. Ich bin nämlich oldschool und denke, dass der Mensch daran wachsen kann und klar zwischen den Hörnern bleibt, wenn er sich selbst informiert und sein Leben nicht an eine AI outsourced. Ich ziehe mir Informationen und entscheide viel nach Bauchgefühl. Für mich ist es erträglicher, ich unterliege selber einem Irrtum, anstatt das ich blind vertraue und falsch vertraut habe. Außerdem investiere ich in Dinge, die ich verstehe - wenn ich selber bei mehrmaligem Lesen nicht kapiere worum es geht, was der Indizes abbildet, dann lasse ich die Finger davon.

haxo
Legende
3.941 Beiträge

@diewakus : pssst ....:cat-wink:

MCGA - Make Community Great Again

infosearch
Experte ★★
289 Beiträge

@Floppy85 

ich sehe das genau wie du, bleibe auch lieber oldschool....

früher in den Filmen war alles Utopie, aber heute sehen wir, dass sich das Rad der Geschichte nicht aufhalten lässt, was ich auch gar nicht will

ich stelle mir die utopischen Fragen:

Was ist wenn eines (mehr oder weniger) fernen Tages alle per KI investieren?

Die KI lernt ja ständig, kommen die dann alle irgendwann zu dem gleichen Ergebnis und alle wollen die gleichen Werte kaufen?

Sind dann überhaupt noch genügend Verkäufer da, ohne die bekanntlich kein Markt funktioniert?

Manipuliert die KI dann die Kaufkurse i(n)direkt nach oben, damit die Herrscher der KI teuer verkaufen können?

Manipuliert die KI die Verkaufkurse (in)direkt nach unten, damit die Herrscher der KI billig kaufen können?

Was ist mit Fakenews, was ist mit Programmfehlern...?

ich will die Antwort eigentlich gar nicht wirklich wissen

und versuche selbst aktiv zu sein, solange es mir Spaß macht...

diewakus
Autor ★
9 Beiträge

Hallo @haxo

 

vielen Dank für die pdf-Datei. Gerade konnte ich den Artikel über den Link auch wieder öffnen. Da mir dieses Verhalten neu ist, habe ich - passend zum Thread-Thema - mal die KI befragt, wie das bei der FAZ funktioniert. Hier die Antwort:

 
"Übersicht mit KI
Hinter diesem Verhalten der Frankfurter Allgemeine Zeitung steckt eine dynamische und datengetriebene Paywall-Strategie, die den schmalen Grat zwischen Kundengewinnung und technischer Reichweite austariert.
Hier sind die genauen Gründe für dieses scheinbar widersprüchliche Verhalten:
  • Das Kontingent-Prinzip (Metered Paywall): Die FAZ arbeitet oft mit frei lesbaren Kontingenten oder variablen Zugriffen. Beim ersten Öffnen über eine Suchmaschine hatten Sie vielleicht noch „freie Lese-Versuche“ übrig, die das System gewährt, um Nutzer anzulocken.
  • Der Kontextwechsel beim Link: Als Sie den Link kopierten und woanders einfügten (oder sich der Tracking-Kontext/Browser-Status änderte), erkannte das System den Zugriff als potenziell neuen, externen oder bereits erschöpften Aufruf, der die Bezahlschranke (F+) auslöst.
  • Dynamische A/B-Tests: Die FAZ testet permanent mit automatisierten Verfahren, welche Artikel zu welcher Zeit bei welchem Nutzer gratis bleiben oder kostenpflichtig sein sollten.
  • Die Entspannung nach einer Stunde: Nach Ablauf einer Stunde wurde Ihr temporäres Leselimit oder die Session im System zurückgesetzt, wodurch der Artikel im Rahmen des kostenlosen Kontingents erneut als frei ansehbar eingestuft wurde.
Die Denkweise dahinter ist pure Psychologie und Ökonomie: Man will neugierig machen, den Weg über Suchmaschinen nicht komplett absperren (wegen der Sichtbarkeit bei Google), aber bei gezieltem, mehrfachem oder geteiltem Konsum sofort die Abo-Notwendigkeit aufzeigen." 

 

Viele Grüße

diewakus

infosearch
Experte ★★
289 Beiträge

Danke @diewakus  für die KI-Erläuterung und 

Danke @haxo  für die Datei

CurtisNewton
Legende
5.836 Beiträge

@infosearch  schrieb:

ich will die Antwort eigentlich gar nicht wirklich wissen


@infosearch 

 

Tja,  ändern können werden wir es trotzdem nicht 😕

Eine nette Unterhaltungslektüre zu Frage was passiert wenn die digitalen Helferlein die Pforten zur Hölle öffnen sind die beiden Romane Daemon und Darknet von Daniel Suarez 

De geneigte Konsument beachte beim Lesen dass die Bücher über 20 Jahre alt sind.

 

--------------------
"Video meliora proboque, deteriora sequor"