am 12.03.2026 14:24
Sehr schöner Thread, lieber @haxo
Ich möchte in diesem Zusammenhang auf das Thema der "Fungibilität" hinweisen, sprich auf die Frage:
"Bekomme ich etwas/einen Gegenwert für mein Gut (Gold, Geld, etc.), wenn ich es gegen etwas anderes
eintausche und wieviel?".
Dieses Thema spielte eine große Rolle in den ersten Jahren nach dem Ende des 2. Weltkrieges (1945)
bis etwa 1948, dem Jahr der Währungsreform mit Einführung der D-Mark.
Wenn ich mich an die Erzählungen meiner Großeltern erinnere, haben die in den besagten Jahren fungible Tauschgüter
(also z.B. Schmuck, begehrte Kleidung) beim Bauern auf dem Land gegen Lebensmittel eingetauscht. Sie nannten es "Hamstern".
Die Not war so groß, dass sich einige zuhause Stallhasen (Deutsche Riesen) hielten, um was zum Essen zu haben.
Gruß, Pramax
am 06.05.2026 11:05
Ich las in der Überschrift etwas von Häusern.... kennt sich jemand mit der Investition in Denkmälern aus? Das Thema der steuerlichen Vorteilhaftigkeit verstehe ich, kenne aber keine seriösen "Projektentwickler", hat hier jmd. schon positive Erfahrungen gemacht?
am 06.05.2026 12:19
Hui! Investition in Denkmäler … 🧐 … welche sich auch noch lohnen …
Man kann viel Geld, noch mehr Zeit und zusätzlich eine Schippe Idealismus in Denkmäler investieren.
Ob dafür auch mal was dabei rumkommt?
Bin gespannt
gruss ae
06.05.2026 12:51 - bearbeitet 06.05.2026 13:07
Zufällig habe ich in der Tat in "ein Denkmal" investiert; unseren eigenen Hof saniert, aber nicht mit einem Projektentwickler mit XY% Rendite sondern in Eigenregie.
Bei so "Denkmal-Sanierungs-Profis", meist selbst in einer sanierten Villa am Flussufer sitzend, kenne ich mich nicht aus, aber ich denke mal, hier deckelt die Arbitrage deine Rendite auf die üblichen 4-8 %
Was sich dagegen lohnt: Denkmalgeschütztes Objekt von der Pieke auf sanieren und alles was nur möglich ist, als denkmalpflegerischen Mehraufwand von der Steuer absetzbar machen. Mit etwas Phantasie, Kreativität, Chuzpe und Durchsetzungsvermögen gegenüber Bürokraten ist das weit mehr, als man denkt.
Rentiert sich allerdings nur, wenn du: 1. richtig gut verdienst und damit satt Steuern sparst und 2. das Ergebnis wieder zu Geld machst, also vermietest oder verkaufst.
Und, wie so vieles im "echten" Leben: Das ist eine 10-Jahres-Angelegenheit, was du an Rendite mehr erhältst, geht an Nerven und Lebenszeit wieder flöten. ![]()
hx.
Edit: Milchmädchenrechnung: Du sanierst für 1.000.000, bekommst 700.000 beim Denkmalamt durch, sind bei 40% Abgabenlast 280.000 auf 12 Jahre, also 23.300 p.a.
Gute Rendite, aber die Mio muss man erstmal ausgeben, "Der Teufel schei$$t immer auf den größten Haufen" ![]()
am 06.05.2026 13:47
@haxo schrieb:Zufällig habe ich in der Tat in "ein Denkmal" investiert; unseren eigenen Hof saniert, aber nicht mit einem Projektentwickler mit XY% Rendite sondern in Eigenregie.
Bei so "Denkmal-Sanierungs-Profis", meist selbst in einer sanierten Villa am Flussufer sitzend, kenne ich mich nicht aus, aber ich denke mal, hier deckelt die Arbitrage deine Rendite auf die üblichen 4-8 %
Was sich dagegen lohnt: Denkmalgeschütztes Objekt von der Pieke auf sanieren und alles was nur möglich ist, als denkmalpflegerischen Mehraufwand von der Steuer absetzbar machen. Mit etwas Phantasie, Kreativität, Chuzpe und Durchsetzungsvermögen gegenüber Bürokraten ist das weit mehr, als man denkt.
Rentiert sich allerdings nur, wenn du: 1. richtig gut verdienst und damit satt Steuern sparst und 2. das Ergebnis wieder zu Geld machst, also vermietest oder verkaufst.
Und, wie so vieles im "echten" Leben: Das ist eine 10-Jahres-Angelegenheit, was du an Rendite mehr erhältst, geht an Nerven und Lebenszeit wieder flöten.
hx.
Edit: Milchmädchenrechnung: Du sanierst für 1.000.000, bekommst 700.000 beim Denkmalamt durch, sind bei 40% Abgabenlast 280.000 auf 12 Jahre, also 23.300 p.a.
Gute Rendite, aber die Mio muss man erstmal ausgeben, "Der Teufel schei$$t immer auf den größten Haufen"
Hi Haxo, vielen Dank für Deine Antwort. So ähnlich hatte ich mir das gedacht. Vermutlich kann man wesentlich mehr heben, wenn man es selber macht, doch dazu fehlt mir dann doch in vielen Dingen die Expertise und leider auch die Zeit. Ein Projektentwickler kann einem da wahrscheinlich schon viel abnehmen, nur was das kostet, sieht man ja leider nicht, vor allem auch nicht, ob der Projektentwickler in 5 oder 10 Jahren noch da ist. Aber die monatliche Steuerlast auf nahe 0 zu reduzieren reizt natürlich schon irgendwie...... vielleicht hat hier aber schon wer Erfahrungen mit einem Anbieter gemacht.
06.05.2026 14:43 - bearbeitet 06.05.2026 14:47
Nö. Bloß keinen "Entwickler". Selber machen bedeutet nicht, selber den Zement zu mischen. Mach das bloß nicht, einer meiner Nachbarn hat ein ähnliches Projekt mit viel DIY gemacht, der durfte mit der Sachbearbeiterin jeden 12,50 - Bon von Hornbach durchkauen und "Eigenleistungen aktivieren", und da zeigen die Schreibtisch-Hengste -Stuten auf einmal echt großen Arbeitseifer. Viel Arbeit, wenig Steuerersparnis.
Ich selbst habe Null handwerkliches Geschick, kann aber gut koordinieren und Leute totquatschen überzeugen, also immer semi-professionelle Nachweise: 20K für Tischlerarbeiten, 30K Fassade, 40K Dacharbeiten etc.
Die 12 Jahre bedeuten ja nicht, dass du 12 Jahre werkelst, in einem Jahr muss es fertig sein, nur, dass du lockere 12 Jahre brauchst, bis das ganze finanziell durch ist, du brauchst also langen, finanziellen Atem.
Wir haben das mit einem Architekten gemacht (absetzbar), der die einzelnen Gewerke fachlich koordiniert hat.
Communauten sollten sich die Chance der finanziellen Koordination nicht nehmen lassen, Spaß macht es außerdem. ![]()
Wenn du das wirklich irgendwann vorhast: PN, sonst artet das hier in die Detailbeschreibung von Sprossenfenstern aus. ![]()