am 04.02.2026 13:27
Hallo, warum wird bei meinem Sparplan immer eine Vorabpauschale Ausland abgezogen? Meine Kollegin hat die gleichen ETFs im Sparplan und zahlt keine Gebühren. BG
am 04.02.2026 13:55
@Wisa schrieb:warum wird bei meinem Sparplan immer eine Vorabpauschale Ausland abgezogen? Meine Kollegin hat die gleichen ETFs im Sparplan und zahlt keine Gebühren.
Ein paar weitere Informationen wirst Du uns schon liefern müssen, andernfalls wird das hier zum Ratespiel:
Fakt ist, dass die angeblichen "Gebühren" eine Steuer sind, die auf einer gesetzlichen Grundlage erhoben werden und somit allgemeingültig sind. Allenfalls kann der Zeitpunkt variieren, zu dem die Abrechnung erstellt wird.
Wenn Du die beiden Fragen beantwortest kommen wir der Ursache der vermeintlichen Ungleichbehandlung ggf. auf die Spur.
am 04.02.2026 16:24
Obgleich des Stichworts "Vorabpauschale" und des Fehlens des Stichwortes "Provision" lassen mich die Stichworte "Ausland" und "immer" in Zusammenhang mit "Sparplan" etwas zweifeln, dass es sich hier wirklich um die Steuer auf die Vorabpauschale handelt. Aber schon richtig, wir müssen erstmal auf weitere Informationen warten.
am 04.02.2026 18:47
@buffettino schrieb:Obgleich des Stichworts "Vorabpauschale" und des Fehlens des Stichwortes "Provision" lassen mich die Stichworte "Ausland" und "immer" in Zusammenhang mit "Sparplan" etwas zweifeln, dass es sich hier wirklich um die Steuer auf die Vorabpauschale handelt.
Die Kernaussage dieses Satzes erschließt sich auch nicht sofort beim ersten Lesen, ich glaube aber verstanden zu haben was Du meinst 😉
Das "immer" interpretiere ich als "jedes Jahr" und das "Ausland" dürfte seine Ursache in der von der comdirect verwendeten Formulierung auf der entsprechenden Steuermitteilung haben:
Ob die Anteile über einen Sparplan oder sonstwie ins Depot gelangt sind ist in diesem Zusammenhang ohnehin egal.
Insofern denke ich schon, dass die Fragestellung seine Richtigkeit hat.
am 05.02.2026 10:00
Ja, Formulierung umständlich😑
Tatsächlich war mir dies ("Ausland") nicht bewusst, da ich erst kürzlich erstmals hier eine Abrechnung für meinen, erst seit letztem Jahr im Sparplan befindlichen VANECKETFSDFNS ADLA(A3D9M1) erhielt, die ich ganz offenbar zu wenig genau betrachtete. Sorry.
Ich gehe nun davon aus (Achtung Spekulation), dass sich "Ausland" auf die nicht-DE ISIN bezieht. Leider habe ich meinen Altbestand ISHARES NASDAQ-100 U.ETF(A0F5UF), der als einziger meiner ETFs eine DE ISIN hat, nicht hier, somit kann ich das selbst nicht überprüfen. Dort, wo er liegt (TR), lassen sich die Abrechnungen der Steuer auf die Vorabpauschale nicht unterscheiden.
Ich halte es nun auch für unwahrscheinlich (Achtung Spekulation), dass die besagte Kollegin diese Steuer nicht bezahlt (ausser bei anderer steuerlichen Ansässigkeit oder Depot im Ausland (Achtung Spekulation), im letzteren Falle müsste dies natürlich per Steuererklärung nachgereicht werden). Die Bennenung der Abrechnung, Abbuchungstag etc. mögen anderswo natürlich unterschiedlich sein.
Des Weiteren könnte natürlich ein Freistellungsauftrag der besagten Kollegin der Grund sein, weshalb sie diese Steuer nicht direkt sichtbar dem Saldo sondern dem Sparerpauschbetrag abgebucht bekommt.
am 05.02.2026 10:41
Hi, lieben Dank für eure Nachrichten! Leider verwirrt mich die Kostenaufstellung komplett und hatte gehofft, dass dies ein Thema ist, was ohne Details als Problem bekannt ist.
Ich habe folgenden monatlichen Sparplan:
Zum einen gibt es dort die Provision als Kostenpunkt. 1,5% steht dort-es sind aber jeden Monat andere Abzüge. Mal 6 Cent, 9 Cent, mal 1,15 €.
Meine Kollegin zahlt keine Provision. Vielleicht war es eine Aktion? Comdirect habe ich mehrfach angeschrieben, bekomme aber keine Antwort dazu.
Der Steuerabzug ist ersichtlich bei meinem Freistellungsauftrag. Ich habe aber faktisch keinen Gewinn. Wird dieser erst bei Verkauf verrechnet? Wenn jeden Monat 8€ vom Freistellungsauftrag abgezogen wird, kann ich bald echte Gewinne nicht mehr steuerfrei behalten.
Habt ihr eine Idee? BG und Danke!
am 05.02.2026 11:10
Zu Deiner eigentlichen Frage habe ich mich noch nicht durchgearbeitet: ich schlage derzeit noch immer die Hände über dem Kopf zusammen bei der Ansammlung von WKNs im Sparplan: Das ist in meinen Augen nicht wirklich durchdacht...
Überschneidungen und Ergänzungen sind völlig wirr.
Und bei dem Anlagebetrag macht man mal grundsätzlich nichts mit so vielen WKNs (egal wie schlecht die zueinanderpassen)
Reduziere das und die Folgeprobleme reduzieren sich ebenfalls.
Gruß Crazyalex
05.02.2026 11:15 - bearbeitet 05.02.2026 11:25
Eine Idee zur erheblichen Vereinfachung wäre vielleicht, anstatt jeden Monat 6x 10€ in unterschiedlichste Aktien-ETFs zu legen, einen einzigen zu dir und deiner Anlagestrategie passenden ETF zu besparen. Oder erhoffst du dir durch diese bewusste Mini-Aufteilung irgendeinen Vorteil?
Die Provision auf ETF Sparpläne beträgt bei der comdirect generell 1,5%. Ausnahmen gibt es im Rahmen diverser Aktionen, z.B. zeitlich befristet für Neukunden oder sog. 0 Euro ETFs.
Keinerlei Anlageempfehlung, aber wenn dein Anlagespektrum grob dem MSCI ACWI entspricht, könntest du beispielsweise auch einfach den z.Zt. bis Ende 2027 provisionsfreien Amundi All-World (ETF151) besparen oder den neuen comdirect All-World ETF (A41WW6) mit etwas höheren laufenden Kosten aber (z.Zt.) unbefristet provisionsfreier Sparplanausführung.
Die steuerliche Belastung durch den Gesetzgeber namens Vorabpauschale ist ein eigenes Thema für sich, ist aber immer nur zum Jahresbeginn fällig und nicht jeden Monat. Diese wird zuerst mit einem eventuell vorhandenen Freistellungsauftrag verrechnet und falls dieser nicht ausreichen sollte vom Konto abgebucht. Bei einem späteren Verkauf werden alle bis dahin bereits entrichteten Vorabpauschalen angerechnet.
05.02.2026 11:48 - bearbeitet 05.02.2026 13:40
05.02.2026 11:48 - bearbeitet 05.02.2026 13:40
Ich fange mal hinten an, da sich nur dieser Teil um die Vorabpauschale dreht, die gemäß des Titels ja das eigentlich Thema dieses Threads ist:
@Wisa schrieb:Der Steuerabzug ist ersichtlich bei meinem Freistellungsauftrag. Ich habe aber faktisch keinen Gewinn. Wird dieser erst bei Verkauf verrechnet? Wenn jeden Monat 8€ vom Freistellungsauftrag abgezogen wird, kann ich bald echte Gewinne nicht mehr steuerfrei behalten.
Aus steuerrechtlicher Sicht hast Du durchaus einen Gewinn, nämlich die Vorabpauschale. Um hier nicht alles nochmal neu erzählen zu müssen verweise ich zu den Hintergründen einfach auf den wunderbaren Beitrag von @Joerg78, wo das alles schön zusammengefasst ist: klick.
Zu Deiner speziellen Situation:
Ja, das wird bei einem späteren Verkauf verrechnet. Jetzt bereits versteuerte Gewinne werden bei einem späteren Verkauf zunächst vom tatsächlichen Gewinn abgezogen und nur der Rest muss dann noch versteuert werden.
Diese Vorab-Besteuerung erfolgt im Übrigen auch nicht monatlich sondern jährlich. Dir werden also nicht jeden Monat 8 € vom Freibetrag abgezogen sondern einmal jährlich. Überdies wird der Betrag sich ändern. Warum das so ist steht ebenfalle im oben verlinkten Thread.
@Wisa schrieb:Zum einen gibt es dort die Provision als Kostenpunkt. 1,5% steht dort-es sind aber jeden Monat andere Abzüge. Mal 6 Cent, 9 Cent, mal 1,15 €.
Meine Kollegin zahlt keine Provision. Vielleicht war es eine Aktion? Comdirect habe ich mehrfach angeschrieben, bekomme aber keine Antwort dazu.
Die 1,5%-Provision kann tatsächlich zu etwas variierenden Abzügen führen. Die Erklärung dafür erspare ich uns allen an dieser Stelle, da die Abweichung in Deinem Fall allenfalls im Bereich von 1 oder 2 Cent liegen dürfte. Dass die Abweichungen des eingezogenen Betrages etwas höher liegen können hat dagegen nichts mit der Provision zu tun. Der Restbetrag, beispielsweise die von Dir genannten 1,15 €, sind auch keine Kosten, sondern verbleiben auf Deinem Konto.
Falls Dir diese Beschriebung noch nicht reicht: In dieser Community gibt es etliche Beiträge, in denen die Berechnung der Provision und des eingezogenen Betrages anhand konkreter Zahlen sehr detailliert erläutert wird.
Nachtrag: Hier ein Bespiel, in dem die Ursache des Restbetrages erklärt ist: klick.
Und damit kommen wir zum eigentlichen Problem Deines Beitrages, zu dem ich mir einen Kommentar erlaube, sogar ungefragt 😉
@Wisa schrieb:
WTF?
Ein kaltes Wochenende steht vor der Tür. Bitte nutze die Gelegenheit und lies Dir nach dem Beitrag zur Vorabpauschale auch noch die ETF-FAQ
durch (Link steht in der Signatur von @Crazyalex). Was Du da zusammengestöpselt hast ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es idealerweise nicht machen sollte.
Bei einem Sparbetrag von 60 € entscheidest Du dich bitte für genau einen (in Worten: einen) ETF!
Um nicht noch einen anzufangen, kannst Du gerne einen der drei vorderen Deines Screenshots nehmen (die hinteren sind aus meiner Sicht zu speziell um als Basisinvest zu dienen). Die anderen haben in der Phase der Investorenkarriere, in der Du Dich gemäß Deiner Fragen und Beträge offenbar gerade befindest, keine Daseinsberechtigung.
am 05.02.2026 14:46
@Wisa schrieb:...
Zum einen gibt es dort die Provision als Kostenpunkt. 1,5% steht dort-es sind aber jeden Monat andere Abzüge. Mal 6 Cent, 9 Cent, mal 1,15 €.
Meine Kollegin zahlt keine Provision. Vielleicht war es eine Aktion? Comdirect habe ich mehrfach angeschrieben, bekomme aber keine Antwort dazu.
...
Hi @Wisa ,
du hast die Frage wo deine Kollegin ihr Depot hat immer noch nicht beantwortet.
Dann könnte man evtl. genauere Auskünfte geben.
Sollte sie ihr Depot auch bei der comdirect haben könnte es sein dass sie aufgrund einer Aktion keine Gebühren zahlen muss aber
der m.M.n. wahrscheinlichste Grund wird sein dass sie in andere ETFs investiert.
Ich kann mir nicht vorstellen dass sie haargenau dieselben ETFs bespart.
Und, wie schon etliche Vorschreiber anmerkten, es ergibt keinen Sinn mit Kleinbeträgen soviel verschiedene ETFs zu besparen.
Ich hatte in meiner Anfangszeit auch so einen Blödsinn gemacht und zum Glück schnell mitbekommen das dieser Quatsch nichts bringt.
Deshalb auch von mir der Rat nur 1 (Welt)ETF zu besparen.
Gruß Morgenmond