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Discount Zertifikat Allianz

deepdiver
Experte
101 Beiträge

Moin zusammen,

ich würde mein Depot gerne um ein paar Allianz Aktien erweitern.

Mehr aus Neugierde, würde ich für mich gerne einmal einen anderen Weg als sonst üblich gehen und habe mir mal entsprechende Discount Zertifikate mit Auslieferung angesehen.

Ich hätte aber gern vorab eine Einschätzung, ob das eine dumme Idee von mir ist bzw. rein finanziell sich nicht rentiert - klar, die Entwicklung der Aktie kann keiner vorhersehen.

Ziel also, beim Einkauf optimieren und Aktien ins Depot lieber als Geldgewinn.

Ich dachte z.B. an DE000VY26SJ9. Ich bitte um Kritik. Danke.

5 ANTWORTEN

CurtisNewton
Legende
5.653 Beiträge

Kann man machen, und ist durchaus ein gängiger Weg um Ordergebühren zu sparen oder den Einstiegskurs ein bisschen zu drücken. Wenn Du hier bei der comdirect bei Societe Generale,  BNP oder Morgan Stanley im Direkthandel für mehr als 1000 Euro kaufst, fallen ja keine Ordergebühren an. Vontobel wäre daher bei der comdirect nicht meine erste Wahl. Bei Consors oder S Broker würdest Du dagegen die Zertifikate von Vontobel ohne Ordergebühren bekommen (ab 1000 EUR). Bitte prüfe auf jeden Fall auf der Website des Emittenten, ob auch wirklich Aktien geliefert werden oder nur ein Barausgleich gezahlt wird. Nicht alle liefern Aktien.

 

PS: Ein Cap von 430 bei einem Kurs von 420 ist aber viel zu niedrig für eine Restlaufzeit von 9 Monaten! Du bekommst ja nur Aktien, wenn der Kurs am Stichtag unter dem Cap steht. Mit dem Ziel die Aktien zu bekommen,würde ich persönlich einen CAP > 500 nehmen.

 

 

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"Video meliora proboque, deteriora sequor"

dg2210
Legende
8.189 Beiträge

Das fällt in die Kategorie 'Finanzspielerei'.  Nur drei Anmerkungen:

 

Bei langlaufenden Discountern auf dividendenstarke Werte muß man genau rechnen, ob die (erwartete) Dividende korrekt eingepreist wurde, sonst kauft man zu teuer.

 

Das grundlegende Problem bleibt, daß man Aktien im Depot haben sollte, die wahrscheinlich stark steigen, während Discounter am besten funktionieren, wenn der Basiswert nicht zu stark steigt.

 

Falls die Spekulation nicht aufgeht und Verluste entstehen: Welchen Verlusttopf (Aktien/Sonstige) willst du nutzen?

Bettina Orlopp : „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“ (Focus online 24.06.2025)

Morgenmond
Mentor ★★★
2.637 Beiträge

@CurtisNewton  schrieb:

... Bitte prüfe auf jeden Fall auf der Website des Emittenten, ob auch wirklich Aktien geliefert werden oder nur ein Barausgleich gezahlt wird. Nicht alle liefern Aktien.

 

PS: Ein Cap von 430 bei einem Kurs von 420 ist aber viel zu niedrig für eine Restlaufzeit von 9 Monaten! Du bekommst ja nur Aktien, wenn der Kurs am Stichtag unter dem Cap steht. Mit dem Ziel die Aktien zu bekommen,würde ich persönlich einen CAP > 500 nehmen.

 

 


Wichtiger Punkt der schnell mal übersehen wird.

 

Das mit dem CAP sehe ich auch so.

Das Problem daran ist nur dass ein Cap > 500 eine erheblich längere Laufzeit hat. 

z.B. DE000DN3CRC9 Laufzeit 16.07.27 (andere Zertifikate teils noch länger)

Es dauert also länger bis man evtl. die Aktien ins Depot bekommt, man verzichtet auf die Dividendenzahlung im Mai 2027 und

wenn man "Pech" hat steht die Allianz-Aktie im Juli 2027 bei über 500€ und man erhält dann "nur" die 500€ Cash.

Ist halt ne Wette und wenn man nicht die Aktie bekommt hat man zumindest knapp 25% (Bruttogewinn) auf seinen Einsatz.

 

Gruß Morgenmond

 

 

Krügerrand
Mentor
955 Beiträge

Grundsätzlich korrekt mit der Dividende, aber in diesem Fall ist die Fälligkeit vor Dividendenzahlung.

Vontobel halte ich grundsätzlich für einen guten Emittenten mit solidem Spread und Pricing.

Von den 3 innerhalb der Comdirect Aktion, tendiere ich immer zu SocGen.

 

Zur Selektion empfehle ich außerdem Onvista. Hier musst du die Rückzahlung "beides" zu wählen um eine Rückzahlung in Aktien zu erhalten, wenn bei Fälligkeit der Kurs unterhalb des Caps liegt.

 

Das richtige Verhältnis von Cap und Seitwärtsrendite auszutarieren ist natürlich eine individuelle Sache. Aber bedenke, eine Seitwärtsrendite (also der Discount) liegt im direkten Verhältnis zum Risiko, dass der Cap in der Laufzeit erreicht wird. Je höher der Discount, desto sicherer wird der Cap erreicht.

Shane 1
Mentor ★★★
2.063 Beiträge

@deepdiver 

Hallo lieber Börsenfreund,

nein, du hast da gar keine dumme Idee. Die Allianz ist ein sehr solider Finanzdienstleister, und mit einer hervorragenden Dividendenrendite. Die Wahl für ein eventuelles Discountzertifikat ist besser wie auf ein Bonuszertifikat zu setzen, oder auf eine Akienanleihe, was übrigens im Prinzip das Gleiche ist, lediglich bekommst du da gesicherte Zinsen, während dir beim Discounter ein finanzieller Bonus bereits beim Kauf angeboten wird.

Nicht ohne Hintergrund werden Discounter auch einfach als „Aktien mit Rabatt“ bezeichnet. 

Halte dich an die Anwort von @CurtisNewton (dieser hat dir einen vernünftigen Rat gegeben).

 

@Krügerrand + @Morgenmond   

Hinweise auf Dividendenzahlungen erübrigen sich, den auf diese brauchen Anleger nicht zu verzichten. Sie fließen nämlich in die Preisberechnung des Discount - Zertifikates mit ein.

 

@dg2210 

Das wird von dir irrtümlich als Finanzspielerei bezeichnet, aber zwei deiner 3 Begründungen sind leider falsch. Mit einem Fond oder einer Aktie kann man in derRegel nur Geld generieren, wenn das Produkt steigt.

Die Vorteile dieses Derivates machen sich vor allem in fallenden oder stagnierenden Märkten bemerkbar. Die jeweilige Aktie muss nicht steigen, damit eine positive Rendite erzielt werden kann. Es reicht aus, wenn die Aktie oder der Index nicht stark fällt, sondern in einem Seitwärtstrend verbleibt.

Um die gleiche Rendite wie bei einem Direkteinstieg zu erzielen, muss die Aktie bei Kauf des Discounts folglich weniger steigen. Ein Gefühl dafür zeigt dir die sogenannte Outperformance.

Und wenn die Aktie oder der Index wider Erwarten fällt, dann macht man zwar mit beiden Varianten Verluste, mit dem Zertifikat jedoch geringere, da der Rabatt als Verlustdämpfer wirkt. Somit spielt es keine Rolle, welchen Verlusttopf deepdiver auffüllen würde, er kauft ja nicht um Verluste zu generieren, sondern um risikoärmer zu investieren,und nimmt in Kauf, dafür etwas geringere Gewinne zu erhalten. Da er eine pyhsische  Auszahlung anstrebt (Aktieneinbuchuchung statt Barauszahlung) zeigt mir, dass er mitdenkt, er spart so also Kaufgebühren für die Aktie, und eventuell (je nach CAP) später die Einbuchungsgebühren). 

 

Wenn du mit deiner Ansicht Discounter wären Finanzspielerei recht hättest, wäre ich zutiefst beunruhigt, ich persönlich halte eine hohe Anzahl dieser Zertifikate, habe aber nicht die Zeit, hier alle Vorteile zu erwähnen (zum Beispiel braucht er bei der Allianz - keine Wechselkursabsicherung (Quantovariante)  oder setzt sich Risiken aus wie beispielsweise einem Optionsschein. Und wer besonders auf Kapitalerhalt setzen will, kauft sich einen Deepdiscounter.

Anleger können mit Discount - Zertifikaten (und minimiertem Risiko) in fast alle Märkte investieren. 

 

Viel Erfolg 

Grüßle -Shane