am 09.07.2026 21:15
Moin zusammen,
ich würde mein Depot gerne um ein paar Allianz Aktien erweitern.
Mehr aus Neugierde, würde ich für mich gerne einmal einen anderen Weg als sonst üblich gehen und habe mir mal entsprechende Discount Zertifikate mit Auslieferung angesehen.
Ich hätte aber gern vorab eine Einschätzung, ob das eine dumme Idee von mir ist bzw. rein finanziell sich nicht rentiert - klar, die Entwicklung der Aktie kann keiner vorhersehen.
Ziel also, beim Einkauf optimieren und Aktien ins Depot lieber als Geldgewinn.
Ich dachte z.B. an DE000VY26SJ9. Ich bitte um Kritik. Danke.
09.07.2026 21:51 - bearbeitet 09.07.2026 21:58
Kann man machen, und ist durchaus ein gängiger Weg um Ordergebühren zu sparen oder den Einstiegskurs ein bisschen zu drücken. Wenn Du hier bei der comdirect bei Societe Generale, BNP oder Morgan Stanley im Direkthandel für mehr als 1000 Euro kaufst, fallen ja keine Ordergebühren an. Vontobel wäre daher bei der comdirect nicht meine erste Wahl. Bei Consors oder S Broker würdest Du dagegen die Zertifikate von Vontobel ohne Ordergebühren bekommen (ab 1000 EUR). Bitte prüfe auf jeden Fall auf der Website des Emittenten, ob auch wirklich Aktien geliefert werden oder nur ein Barausgleich gezahlt wird. Nicht alle liefern Aktien.
PS: Ein Cap von 430 bei einem Kurs von 420 ist aber viel zu niedrig für eine Restlaufzeit von 9 Monaten! Du bekommst ja nur Aktien, wenn der Kurs am Stichtag unter dem Cap steht. Mit dem Ziel die Aktien zu bekommen,würde ich persönlich einen CAP > 500 nehmen.
10.07.2026 09:34 - bearbeitet 10.07.2026 09:37
Das fällt in die Kategorie 'Finanzspielerei'. Nur drei Anmerkungen:
Bei langlaufenden Discountern auf dividendenstarke Werte muß man genau rechnen, ob die (erwartete) Dividende korrekt eingepreist wurde, sonst kauft man zu teuer.
Das grundlegende Problem bleibt, daß man Aktien im Depot haben sollte, die wahrscheinlich stark steigen, während Discounter am besten funktionieren, wenn der Basiswert nicht zu stark steigt.
Falls die Spekulation nicht aufgeht und Verluste entstehen: Welchen Verlusttopf (Aktien/Sonstige) willst du nutzen?
am 10.07.2026 09:49
@CurtisNewton schrieb:... Bitte prüfe auf jeden Fall auf der Website des Emittenten, ob auch wirklich Aktien geliefert werden oder nur ein Barausgleich gezahlt wird. Nicht alle liefern Aktien.
PS: Ein Cap von 430 bei einem Kurs von 420 ist aber viel zu niedrig für eine Restlaufzeit von 9 Monaten! Du bekommst ja nur Aktien, wenn der Kurs am Stichtag unter dem Cap steht. Mit dem Ziel die Aktien zu bekommen,würde ich persönlich einen CAP > 500 nehmen.
Wichtiger Punkt der schnell mal übersehen wird.
Das mit dem CAP sehe ich auch so.
Das Problem daran ist nur dass ein Cap > 500 eine erheblich längere Laufzeit hat.
z.B. DE000DN3CRC9 Laufzeit 16.07.27 (andere Zertifikate teils noch länger)
Es dauert also länger bis man evtl. die Aktien ins Depot bekommt, man verzichtet auf die Dividendenzahlung im Mai 2027 und
wenn man "Pech" hat steht die Allianz-Aktie im Juli 2027 bei über 500€ und man erhält dann "nur" die 500€ Cash.
Ist halt ne Wette und wenn man nicht die Aktie bekommt hat man zumindest knapp 25% (Bruttogewinn) auf seinen Einsatz.
Gruß Morgenmond
am 10.07.2026 12:14
Grundsätzlich korrekt mit der Dividende, aber in diesem Fall ist die Fälligkeit vor Dividendenzahlung.
Vontobel halte ich grundsätzlich für einen guten Emittenten mit solidem Spread und Pricing.
Von den 3 innerhalb der Comdirect Aktion, tendiere ich immer zu SocGen.
Zur Selektion empfehle ich außerdem Onvista. Hier musst du die Rückzahlung "beides" zu wählen um eine Rückzahlung in Aktien zu erhalten, wenn bei Fälligkeit der Kurs unterhalb des Caps liegt.
Das richtige Verhältnis von Cap und Seitwärtsrendite auszutarieren ist natürlich eine individuelle Sache. Aber bedenke, eine Seitwärtsrendite (also der Discount) liegt im direkten Verhältnis zum Risiko, dass der Cap in der Laufzeit erreicht wird. Je höher der Discount, desto sicherer wird der Cap erreicht.