16.02.2026 16:39 - bearbeitet 16.02.2026 18:00
Dass die Frequenz der Kundenmeldungen niedriger wird, könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass die Softwareanbieter externer Clientsoftware ihre Programme dahingehend angepasst haben, mit nicht-standardkonformen Daten toleranter umzugehen.
Ein Servicelevel, das nicht zwingend erwartbar ist – zumal diese Anbieter i.d.R. die Spezifikationen einhalten, was für andere scheinbar eine größere Herausforderung darstellt...
Sorry - falscher Thread: hatte das kurz mit dem Umsatz-Abhol-Thread verwechselt.
Würde die Comdirect auf dem offiziellen Kanal klar und deutlich kommunizieren ("Achtung: folgende Problematik besteht derzeit..." und ebenso klar kommunizieren "Das Problem wurde am/um behoben) wäre das natürlich leichter...
Gruß Crazyalex
am 22.02.2026 09:54
Hallo,
ich habe auch drei Fälle von Überweisungen, die per Foto-TAN autorisiert und laut Rückmeldung im Lexware Finanzmanager von der Bank akzeptiert wurden - eine vom 11.1., eine vom 18.1. und eine vom 1.2. Alle drei wurden bis heute nicht vom Konto abgebucht. Davor, dazwischen und danach sind diverse Überweisungen korrekt abgewickelt worden.
Abgesehen davon, das sich entsetzt bin über die Unzuverlässigkeit der comdirect und ihr unterirdisches Kommunikationsverhalten, ist meine Frage: Soll ich diese Überweisungen nun ein zweites Mal erfassen und hochladen? Oder besteht eine Möglichkeit, dass sie bankseitig doch noch ausgeführt werden?
Gruß, Sybille
am 22.02.2026 10:01
Hallo und herzlich willkommen @Capybara!
Leider zeigt dein Beispiel sehr gut, dass Überweisungen zwar von der Bank bestätigt, aber nicht ausgeführt werden – und Kunden darüber nicht informiert werden.
Ich würde nicht einfach ein zweites Mal überweisen, sonst riskierst du Doppelbuchungen. Stattdessen solltest du alle Details der ursprünglichen Überweisungen dokumentieren (Datum, Betrag, Empfänger).
Damit bist du abgesichert, falls die Bank die Zahlungen nachträglich nicht verarbeitet. Sollte das Problem länger bestehen, kann eine Dokumentation dieser Vorgänge auch wichtig sein, falls eine regulatorische Bewertung erforderlich wird.
Gruß Crazyalex
am 22.02.2026 10:40
Ich würde nicht einfach ein zweites Mal überweisen, sonst riskierst du Doppelbuchungen. Stattdessen solltest du alle Details der ursprünglichen Überweisungen dokumentieren (Datum, Betrag, Empfänger).
Ich habe grade hier beschrieben, wie man durch ungeschickte Bedienung der iOS App eine Überweisung die bereits mit eiener TAN bestätigt wurde, doch noch aus Versehen abbrechen kann, ohne dass man darüber informiert wird.
Man hängt da genau so in der Luft wir hier: eigentlich hat man grade die Überweisung abgeschickt und per TAN bestätigt, aber sie taucht trotzdem nicht in der Umsatzliste auf. Hängt sie nun doch irgendwo im Backend und wird noch ausgeführt, oder muß ich nochmal überweisen?
Meine Erfahrung ist, dass eine Überweisung die nicht sofort in der Umsatzliste auftaucht auch später nicht ausgeführt wird.
Die Fälle sind zwar nicht wirklich vergleichbar, aber was soll man denn machen?
Überweisungen sind i.d.R. ja immer irgendwie zeitgebunden, wie lange soll man denn warten bis man "sicher" ist, keine Doppelbuchung zu verursachen...
am 22.02.2026 10:48
Wie du ja selber völlig richtig schreibst: Es sind zwei Paar unterschiedliche Stiefel.
Bei der FinTS-Geschichte ist es so, dass der Kunde definitiv wirksam einen Auftrag erteilt hat und die Bank rechtlich in der Pflicht ist diesen auszuführen.
Sollte es hier Probleme geben wäre sie in der Pflicht die Kunden darüber zu informieren.
Ich kann daher nur weiterhin dieses Kommunikationsproblem - welches ein Sekundärproblem ist und zu massivem Vertrauensverlust führt - aufzeigen und professionelles Agieren von der Bank einfordern.
Die Bank ist für etwaige Schäden der Verursacher und es darf nicht direkt oder indirekt Verantwortung auf Kunden abgewälzt werden!
Gruß Crazyalex
am 22.02.2026 10:57
Guten Morgen Sybille,
genau die gleiche Frage stellte sich bei mir auch bzgl. der Doppelbuchungen.
Ich hatte die Meldungen aus Lexware (von Bank akzeptiert und die End-End Referenz) als Screenshot an die Technik von comdirect geschickt. Es gab aber keine Antwort auf die Frage, ob die Buchungen irgendwann noch gebucht würden (wurden sie auch nicht :))
Also habe ich diese auf eigenes Risiko einmal die Woche wiederholt, und als sie irgendwann durch waren, die Buchungen im Lexware gelöscht.
Mittlerweile scheint es wieder zu laufen und es wurde auch nichts doppelt abgebucht. Aber ohne Gewähr, und es kommt natürlich auch auf die Beträge an, bei mir waren es kleine Summen. Unabhängig davon aber etwas chaotisch 🙂 Unabhängig davon habe ich vollstes Verständnis, wenn es aufgrund von Umstellungen mal hakt.
Seitdem ich die Logs mitlaufen habe klappt es jedenfalls. Diese wären im Zweifel wohl auch eine gute Grundlage um dem Fehler auf die Spur zu kommen, vielleicht.
VG und eine schönes WE
am 22.02.2026 11:07
Tja, ist natürlich alles richtig, aber für den Betroffenen trotzdem leichter gesagt als getan.
Als mir das letzte Woche passiert ist, wollte ich grade eine hohe Anzahlung für eine Reise überweisen.
Hätte ich gewartet, wäre sie nicht termingerecht eingetroffen und ich hätte riskiert, dass der Veranstalter storniert. Und den ewigen Zorn der Mitreisenden auf mich gezogen.
Hätte ich nochmal überwiesen und die Bank doch doppelt gebucht, wäre es wegen der hohen Summe auch ärgerlich gewesen.
Was also machen?
am 22.02.2026 11:12
Trotzdem muss man unterscheiden:
Im Falle der FinTS-Überweisung gibt es eine explizite Bestätigung, dass der Auftrag angenommen wurde.
In Deinem Fall brichst Du - bewusst oder unbewusst - selber den Vorgang ab.
Der Unterschied: Im ersten Fall liegt die Verantwortung bei der Bank, im zweiten Fall bei Dir, da du aktiv/ungeschickt gehandelt hast.
Ich denke, man sollte diese Fälle nicht vermischen und nicht relativieren.
Gruß Crazyalex
am 22.02.2026 11:22
@Crazyalex schrieb:Trotzdem muss man unterscheiden:
Im Falle der FinTS-Überweisung gibt es eine explizite Bestätigung, dass der Auftrag angenommen wurde.
In Deinem Fall brichst Du - bewusst oder unbewusst - selber den Vorgang ab.
Der Unterschied: Im ersten Fall liegt die Verantwortung bei der Bank, im zweiten Fall bei Dir, da du aktiv/ungeschickt gehandelt hast.
Ich denke, man sollte diese Fälle nicht vermischen und nicht relativieren.
Gruß Crazyalex
Absolut, die Verantwortung liegt in diesem Fall bei der Bank, wenn sie über die FinTS Schnittstelle eine Bestätigung gesendet hat.
Darum geht es mir auch nicht.
Mir geht es darum, dass Recht haben und Recht bekommen zwei verschiedene Dinge sind und man daher immer für sich selbst abwägen muß, was man macht.
Was hätte ich denn machen sollen, wenn mir das im Falle meiner Reise passiert wäre? Abwarten, die Reise storniert bekommen und die Bank im Nachgang verklagen? Auf was denn?
Ich musste abwägen und ein kalkuliertes Risiko eingehen. Da konnte ich u.a. deshalb, weil ich mit der Situation bereits Erfahrung hatte ("Überweisungen die nicht in der Umsatzliste auftauchen, werden auch später nicht ausgeführt").
Diese Erfahrung wollte ich teilen, um anderen, die mal in einer ähnlichen Situation sind, einen Anhaltspunkt zu geben.