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Altersvorsorge Depot

215 ANTWORTEN

GetBetter
Legende
8.326 Beiträge

@frustrierter  schrieb:

Weitere Unwögbarkeiten:

 

- wie lange kann der Staat dies überhaupt finanzieren

 

- was wenn eine andere Regierung es abschafft


Bzgl. der Kontinuität würde ich mir keine großen Sorgen machen. Historisch sind wir eigentlich nicht als ein Land bekannt, das einmal erlassene Gesetze nonchalent wieder kassiert – auch nicht nach Regierungswechseln.

 

Dass zukünftige Gesetzesänderungen dazu führen könnten, dass ab einem gewissen Zeitpunkt neu geschlossene Verträge anders oder nicht mehr gefördert werden, mag natürlich sein. Ein Eingriff in bestehende Verträge ist aber unüblich, in der Rechtssprechung gibt es dazu den Begriff des Vertrauensschutzes.

 

Beispielsweise gilt die Spekulationsfrist für vor 2009 gekaufte Aktien weiterhin und auch die Steuerfreiheit von Lebens- oder Rentenversicherung aus den 90er-Jahren blieb unangetastet.

 

Kommen wir zur Frage der Finanzierbarkeit:

Auch da wäre ich eher gelassen. Es gibt rd. 16 Mio. Riesterverträge. Beim Altersvorsorgedpot mögen es aufgrund der besseren Renditeaussichten und des erweiterten Kreises Berechtigter etwas mehr werden. Gehen wir meinetwegen von 25 Mio. aus.

Davon wird aber nicht jeder mit dem maximal förderfähigen Betrag bespart werden, der Einfachheit nehmen gehen wir mal von einer durchschnittlichen Sparrate aus, die der Hälfte des förderfähigen Betrages entpricht. Dann reden wir also von 25 Mio. x 270 € = 6,75 Mrd. €.

 

Bezogen auf die Zuschüsse, die bereits heute aus Steuermitteln in die Rentenkasse fließen, ist das Peanuts. Vor allem ist es nur rd. 4 Mrd. mehr, als aufgrund der Riester-Förderung ohnehin in den letzten Jahren schon im Haushalt einkalkuliert werden musste.

 

Ja, die steuerliche Absetzbarkeit der Eigenanteile müsste man auch noch berücksichtigen. Letzlich reden wir aber weiterhin von vergleichweise überschaubaren Summen, zumal das Geld auf lange Sicht gut investiert sein dürfte.

Krügerrand

Hi @SMT_Birgit ,

 

Danke für das Update.

Auch die Kollegen der Commerzbank haben eine Info-Artikel veröffentlicht: Commerzbank  

 

Vielleicht fragst du Mal nach, warum dort noch von einem Sonderausgabenabzug von max. 3.000€ die Rede ist. War das nicht noch der Lindner Entwurf? Mittlerweile sind wir bei 1.800 zzgl. Zulagen. Je nach Anzahl der Kinder ist das dann eine andere Zahl.

 

Bin weiterhin gespannt, was eure Angebote sein werden.

Klever
Mentor ★★★
2.293 Beiträge

SMT_Birgit
Social-Media-Team
Social-Media-Team
367 Beiträge

Hallo @Krügerrand,

vielen Dank für deinen Hinweis, du hast recht! Wir haben deinen Punkt bereits intern weitergeleitet.

Herzlichen Gruß aus Quickborn!
Birgit

Krügerrand

Hallo @SMT_Birgit ,

 

das höre ich natürlich am liebsten.

 

Jetzt steht übrigens "max. 1.800 Euro" drin, was ebenfalls falsch ist. In den FAQ von BMF steht klar drin, es sind die Beiträge bis 1.800 Euro zzgl. der Zulagen und jetzt bitte nicht "max. 2.340" Euro schreiben. 

 

VG

 

Edit: Und wenn sie dann bereits beim Überarbeiten dran sind, sollten sie auch das Beispiel von "Familie Schneider" überarbeiten. Wer als Familie (mit zwei Kindern) 2.400 Euro spart, erhält nicht nur 540 Euro Grundzulage sondern 780 Euro: jeweils 50% auf 360 Euro und dann 25% auf 1.680 Euro. Das sind 180+180+420. Und dazu kommen dann die Kinderzulagen von insgesamt 600 Euro. Zumindest wenn Familie Schneider richtig beraten wird und Verträge für Mami und Papi macht...

Floppy85
Mentor ★
1.447 Beiträge

Wäre natürlich besser, wenn Familie Schneider zu Selbstentscheidern wird, anstatt sich von ner Versicherung oder Bank mit rotem und/oder blauem Logo beraten zu lassen 😉

Krügerrand
Mentor
948 Beiträge

Die FAZ hat einen Artikel veröffentlicht, in dem auch die Commerzbank ihre Pläne für ihre Marken erstmalig angerissen an:

 

Comdirect: 

  • Verzicht auf Versicherungen und auf Beratung
  • Standard-Depot ETF-Lösung, unter anderem mit dem Comdirect S&P All World State Street
  •  Kostendeckel von 1,0 Prozent pro Jahr deutlich unterschreiten
  • Im allgemeinen Vorsorgedepot breite Auswahl an ETF und Fonds mehrerer Partner 
  • Andere spezifische Wertpapierarten, wie Eltifs oder Staatsanleihen sind nicht vorgesehen

Commerzbank 

  • Standarddepot mit Beratung
  • Aktiv gemanagte Fonds 
  • Versicherungs- oder Bausparlösungen
  • Keine Eltifs und andere Spezialanlagen 

Quelle:

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/im-neuen-riester-ist-fuer-jeden-was-dabei-accg-200836079.html

FD774
Experte ★
192 Beiträge

Ich werde darauf verzichten.

OptimusPrime
Autor ★★
32 Beiträge

Ich werde mich auch raushalten.

Gerade "im Kleingedruckten" gefunden, dass ein Wohnsitz außerhalb der EU/EWR zur Rente als "schädliche Verwendung" (Quelle: BMF) gilt und alle Zulagen und Steuerermäßigungen zurück gezahlt werden müssen. Ist ja jetzt nicht so ungewöhnlich dass Rentner ins Ausland ziehen.

 

GetBetter
Legende
8.326 Beiträge

@OptimusPrime  schrieb:

Gerade "im Kleingedruckten" gefunden, dass ein Wohnsitz außerhalb der EU/EWR zur Rente als "schädliche Verwendung" (Quelle: BMF) gilt und alle Zulagen und Steuerermäßigungen zurück gezahlt werden müssen. Ist ja jetzt nicht so ungewöhnlich dass Rentner ins Ausland ziehen.


Dass Rentner ins Ausland ziehen kommt natürlich vor. Die meisten bleiben dabei allerdings innerhalb des EWR und sind daher nicht zur Rückzahlung verpflichtet.

 

Anders sieht es bei diejenigen aus, die es in die Ferne zieht (z.B. Thailand). Das sieht beim Blick auf das Gesamtvermögen dann sicher erstmal nicht schön aus, andererseits halte ich das aus zwei Gründen aber trotzdem für kein Argument:

  • Zum einen reden wir von der Rückzahlung von Vorteilen, der derjenige, der von Anfang an auf das Altersvorsorgedepot verzichtet hat, nie bekommen hat. Der Rückzahler steht also unterm Strich nicht schlechter da als  der Nichtgeförderte.
  • Zurückzuzahlen sind nur die unmittelbar erhaltenen Vorteile, nicht aber die daraus resultierenden Gewinne. Jemand, der jetzt bereits sicher weiß, dass es zukünftig förderschädlich umziehen wird, könnte diese Förderungen also wie einen kostenlosen Kredit nutzen.