am 17.12.2025 16:29
Ich berfürchte das wird Riester 2.0 und lediglich wieder eine Maßnahme zur Gewinnmaximierung bei Banken und Versicherungen. Meine eigene Vorsorge in ETF ist nicht förderfähig, weil ein ETF in den MSCI zu einfach ist und ich die Kohle sinnlos verprassen könnte - darum sorge ich ja auch vor.
Letztendlich wird das Geld dann wieder versteuert und mit Sozialabgaben belastet, zur Not auch schon in der Ansparphase. So werden dann deirekt angespartes Kapital und Erträge abgeschöpft bzw. geschmälert.
Wenn man das wirklich für den Bürger will, benötigt man nur 10 bis 20 Mitarbeiter der Bundesbank, Bafin oder einer sonstigen staatlichen Institution.
Jeder Bürger bekommt ab Geburt nicht nur eine Stuernummer, sondern auch ein Vorsorgekonto bei der Bundesbank mit der Steuernummer als Kontonummer.
Der Staat zahlt da von Geburt an monatlich 10 oder 25 € eine, freiwillige Zahlungen sind möglich.
Mit Aufnahme einer Arbeit werden 2% des Brutto in den Fonds eingezahlt.
Das Geld wird in breit streuende ETF angelegt. Vermögen aus Riesterverträgen kann kostenfrei und unschädlich für Fördermittel übertragen werden.
Mit Eintritt in die Rente fließt auch die Zusatzrente.
am 17.12.2025 17:41
Die Zusammensetzung der Rentenekommission steht nun auch fest.
Eine relativ ausführliche Vorstellung der Mitglieder findet sich bei Spiegel online, allerdings leider hinter der Bezahlschranke.
Die meisten dürften der breiten Masse unbekannt sein, auf den ersten Blick wirkt das aber besser als befürchtet. Dass niemand aus der Versicherungswirtschaft dabei ist und dass die Sozialverbände die Zusammensetzung klingt jedenfalls schonmal hoffnungsvoll.
am 17.12.2025 19:52
Hier Rentenkommission: 13 Männer und Frauen für eine Mammutaufgabe | tagesschau.de (frei zugänglich) werden die Mitglieder der Rentenkommission zumindest auch kurz aufgeführt, im Abschnitt "Wer gehört der Rentenkommission an?".
Grüße
Klever
am 18.12.2025 11:02
Bleiben wir beim engeren Thema "Altersvorsorge-Depot", denn die Rentenkommission hat eine andere wichtige Aufgabe:
Der Referentenentwurf ging am 17.12. durch das Kabinett und jetzt müssen Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.
Fragen und Antworten: Private Altersvorsorge reformiert | Bundesregierung
am 18.12.2025 11:24
@Krügerrand schrieb:Bleiben wir beim engeren Thema "Altersvorsorge-Depot", denn die Rentenkommission hat eine andere wichtige Aufgabe:
Der Referentenentwurf ging am 17.12. durch das Kabinett und jetzt müssen Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.
Das ist ja toll.
Bis zu 30 Cent Zulage für jeden angesparten Euro. wer zahlst das eigentlich? 😞
Aber es braucht dafür noch neue "Produkte" die erst 2027 verfügbar sein werden?
Einfach einen ETF ins Depot kaufen geht wohl nicht?
Da werden in der Versicherungsbranche sicher wieder die Champagner-Korken knallen.
Produkte ohne Garantie und dann vielleicht 10-15% Gebühren abgreifen. 😞
am 18.12.2025 12:04
@SlowTrader schrieb:
@Krügerrand schrieb:Bleiben wir beim engeren Thema "Altersvorsorge-Depot", denn die Rentenkommission hat eine andere wichtige Aufgabe:
Der Referentenentwurf ging am 17.12. durch das Kabinett und jetzt müssen Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.
Das ist ja toll.
Bis zu 30 Cent Zulage für jeden angesparten Euro. wer zahlst das eigentlich? 😞
Ich kann dich beruhigen: Laut Fr. Bas zahlen das nicht die Sparer/Bürger, sondern der Staat.
am 18.12.2025 12:17
@dg2210 schrieb:
@SlowTrader schrieb:
@Krügerrand schrieb:Bleiben wir beim engeren Thema "Altersvorsorge-Depot", denn die Rentenkommission hat eine andere wichtige Aufgabe:
Der Referentenentwurf ging am 17.12. durch das Kabinett und jetzt müssen Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.
Das ist ja toll.
Bis zu 30 Cent Zulage für jeden angesparten Euro. wer zahlst das eigentlich? 😞
Ich kann dich beruhigen: Laut Fr. Bas zahlen das nicht die Sparer/Bürger, sondern der Staat.
Du hast wohl das /s vergessen. 🙂
am 18.12.2025 15:03
@dg2210 schrieb:Ich kann dich beruhigen: Laut Fr. Bas zahlen das nicht die Sparer/Bürger, sondern der Staat.
L’État, c’est moi!
am 23.12.2025 16:31
Aber Leute, das ist doch gar nicht schlecht. Wenn es wirklich so kommt wie es gerade aussieht, bin ich dabei. Bei Einzahlung von 1800 € übers Jahr gibt es 480 € Zulage (steigt bereits 2029 auf 540 €) plus weitere 477 € Steuererstattung (wenn der Grenzsteuersatz von 42% erreicht wird). Das sind schon mal fast 1000 €, die ich sonst nicht hätte. Die 477 € wandern dann natürlich direkt wieder ins private Depot, denn es macht keinen Sinn in das Altersvorsorgedepot mehr als 1800 € einzuzahlen. Während der Ansparphase gibt es zudem keine Vorabpauschale, sondern die Steuer wird komplett gestundet. Die 1,5% sind auch eher der Deckel für die Versicherungsbranche. Aber guess what - Scalable hat bereits eine Warteliste für das Depot eröffnet und wird das garantiert deutlich günstiger anbieten. Die wissen nämlich genau wie preisbewusst die Leute sind und sie haben garantiert auch Interesse an den Milliarden aus den brachliegenden Riesterverträgen, die in das neue Depot umgeschichtet werden können.
Dass es keine Einzelaktien und Nischen-ETFs geben wird ist logisch - hier sollen ja auch unerfahrene Anleger gelockt werden. Und ganz ehrlich - innerhalb dieses Konstrukts braucht das auch kein Mensch. Das ist dann ein Sicherheitsbaustein, der z.B. auch bei Arbeitslosigkeit geschützt ist, und bei dem eben stur in einen MSCI World oder Ähnliches investiert wird. Für Einzelaktien habt ihr doch euer reguläres Depot. Ich finde es gut und endlich ein Schritt in die richtige Richtung.
am 23.12.2025 17:04
Wer ist denn zulageberechtigt?
Nur sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, oder auch Arbeitslose, Empfänger von Bürgergeld, oder auch Rentner?