19.05.2026 15:31 - bearbeitet 19.05.2026 15:41
Ich bekam heute eine E- Mail mit dem Hinweis "wir haben an Sie versandte Post zurückerhalten." und ich müsse deshalb meine Anschrift aktualisieren. Ich wohne an der Anschrift aber seit fast genau 50 Jahren, die Namensschilder an der Haustür und an der Wohnungstür (ja, wir haben noch Türbriefkästen) haben sich auch seit über 20 Jahren nicht verändert. Post von andere Absendern erreicht mich auch problemlos. Als ich daraufhin beim Kundendienst anrief und es klarstellte, wurde mir gesagt, dass ich mein Adresse trotzdem per Brief oder Fax (!) mit eigenhändiger Unterschrift bestätigen muss.
Gehts's noch? Das einzige was ich in dem Fall per eigenhändiger Unterschrift bestätige ist die Kündigung nach > 20 Jahren.
am 19.05.2026 15:59
Die Comdirect hat noch nicht wahrgenommen, dass ein privatisiertes Briefunternehmen möglicherweise nicht so zuverlässig arbeitet wie einst die Deutsche Bundespost...
Mehr sage ich zu diesem Thema nicht.
Gruß Crazyalex
am 19.05.2026 22:07
Es kommt noch besser. Ich habe gerade noch einmal mit dem Kundendienst telefoniert um sicher zu gehen, dass ich tatsächlich bestätigen musss, dass ich immer noch dort wohne, wo ich wohne, nur weil deren Postdienstleister zu faul oder zu bequem war, mir einen Brief zuzustellen. Der unfreundliche und technisch schlecht zu verstehende Mensch am anderen Ende der Leitung hat mich darauf behandelt wie einen ein 80-jährigen Demenzkranken. "Jetzt nehmen Sie ein Zettelchen, schreiben Ihre Adresse darauf und unterschreiben das Zettelchen. Dann fotografieren Sie das Zettelchen mit dem Handy und schicken uns das Foto als per E-Mail zu. Dann schalten wir Ihr Konto wieder frei. Vorher geht gar nichts." Würde ich meine Kunden am Telefon so behandeln, wäre ich meinen Job nach dem erten Gespräch los.
Glücklicherweise habe ich noch ein Zwei- und Drittkonto. Das nächste Gehalt geht dann wohl auf das Zweitkonto bei ING, das damit zum Erstkonto wird, das Konto bei der Skatbank (ja, die gibt es wirklich) wird Zweitkonto, die Comdirect wird Geschichte. Kunden haben die ja scheinbar genug.
am 21.05.2026 06:09
Das Thema ist leider kein neues, es gibt dazu bereits mehrere Berichte in der Community. Die comdirect scheint pauschal alle Konten zu sperren, bei denen es zu Postrückläufern kommt. Dabei spielt es wohl keine Rolle, ob der Rücklauf durch eine tatsächlich nicht mehr gültige Adresse oder nur durch einen Fehler bei der Zustellung entstanden ist.
Dieses Vorgehen ist etwas unglücklich und nicht im Sinne der Kunden. Bei fehlerhaften Zustellungen würde es genügen, einen zweiten Zustellversuch vorzunehmen. Schlägt die Zustellung erneut fehl, ist die Wahrscheinlichkeit für eine nicht mehr gültige Adresse recht hoch. Das erneute Versenden eines Briefes dürfte (durch Automatisierbarkeit) vom Aufwand her deutlich geringer und auch kostengünstiger sein, als die fälschlich gesperrten Konten durch einen Mitarbeiter wieder freischalten zu lassen. Aus nicht bekannten Gründen bevorzugt die comdirect aber offenbar den aufwendigeren Weg.
Viele Grüße
Weinlese
am 21.05.2026 07:52
@Elbblick schrieb:Würde ich meine Kunden am Telefon so behandeln, wäre ich meinen Job nach dem erten Gespräch los.
So ist die comdirect eben einen Kunden los. Für so ein Verhalten gibt es schlicht keine Entschuldigung - da wäre ich auch weg (allerdings mit einer entsprechenden Mail an die comdirect - und das nicht an die "normale" Kundenmailadresse).
Viele Grüße und alles Gute,
Jörg